Wenn es um Racing-Geschichte geht, können wenige Bremsen auf so viele Highlights zurückblicken wie die Shimano SAINT. Auf sie haben schon sehr viele der schnellsten Fahrer der Welt vertraut. Eine SAINT-Bremse ans Bike zu schrauben kommt einem Statement gleich: Was zählt, ist Abfahrtsperformance! Aber um dahin zu kommen, muss man auch genauso hart wieder verzögern können. Starke Bremsen helfen, maximale Verzögerung auf den Boden zu bringen und die Kontrolle auf immer anspruchsvolleren Strecken zu behalten. Die Shimano Saint hat sich auf den Downhill-Podien der Welt etabliert und sich zu einer echten Ikone entwickelt.
Technische Details und Eigenschaften
Die vier 16/18 mm großen Keramikkolben packen hart zu und bremsen kraftvoll ab, wieder und wieder. Wärme wird buchstäblich überall abgeführt, an Kühlrippen, langen Flanken und IceTech-Scheiben mit Aluminiumkern. Der Hebel liegt gut in der Hand und schon die leichteste Berührung hat massive Bremswirkung zur Folge. Das Entlüften ist einfach, wie von Shimano gewohnt. Die Kolben haben viel Hub und so ist es sehr einfach, die Bremse schleiffrei einzustellen. Richtig eingebremst sind sie bei jedem Wetter leise.
Mit großer Leistung kommt bei der SAINT aber auch hohes Gewicht.
Performance auf dem Trail
Die Power auf dem Trail ist enorm, aber kontrollierbar. Wenn man die Bremse gefühlvoll zieht, ist die Dosierbarkeit okay. Greift man jedoch kräftig zu, ist es, als würde jemand einen Stock in die Speichen stecken. Wer richtig schnell sein will, muss auch schnell langsam werden können.
Mit nur einem Finger lässt sich der Saint unglaubliche Power bei gleichzeitig gutem Feedback entlocken, wodurch man die Lage auch bei Vollgas stets unter Kontrolle hat. Auf dem Trail ist die Verzögerung angenehm und kontrollierbar, mit einem Finger lassen sich die Räder bei jeder Geschwindigkeit blockieren. Nach kurzer Einfahrzeit merkt man die enorme Power der Bremse. Die Bremsleistung ist wirklich auf höchstem Niveau. Weiterentwickelt hat Shimano allerdings die Art des Zupackens. Man kann die Bremse wirklich schön dosieren und spürt einen definierten Druckpunkt.
Die Saint ist also in jeder Lebenslage gut zu kontrollieren und für jeden empfehlenswert, allerdings wird ihr Einsatz durch ihr normal hohes Gewicht für einen solchen Anker wohl eher im Freeride und Downhill Sektor liegen- aber dafür wurde Sie schließlich auch entwickelt. Selbst bei steilsten Stellen und längerem Anbremsen habe ich keinerlei Fading feststellen können und dazu die hohe Bremskraft, welche einen späten Bremspunkt möglich macht. Außerdem braucht man für diese tolle Bremswirkung nur eine sehr geringe Handkraft, was bei so einem Rennen natürlich Gold wert ist - schließlich will man ja nicht wegen nachlassender Kraft in den Fingern eine Kurve verpassen. Also alles in allem die perfekte Bremse für den Gravity-Sektor.
Vergleich mit anderen Bremsen
Im Testfeld hatten wir sowohl Budget-Bremsen, die üblichen Verdächtigen, die sich an den meisten Serien-Bikes finden, als auch echte Boutique-Bremsen, die eurem Kontostand alles abverlangen. Das Testfeld bewegt sich preislich zwischen erschwinglichen 240 und stolzen 1.300 €, wobei sich das Gros der Teilnehmer zwischen 400 und 700 € einpendelt. Die Preise haben wir jeweils als unverbindliche Preisempfehlung im Set, also 2 Bremsen, aber ohne Bremsscheiben verglichen. Das Gewicht der Bremsen unterscheidet sich dabei nur marginal. Gerade einmal 180 g liegen zwischen der leichtesten und der schwersten Bremse im Test: Hayes Dominion T4 als leichteste mit 530 g und SRAM MAVEN Ultimate als die schwerste mit 710 g.
Im Test, egal ob Telemetriedaten, Labor- oder Trail, haben sich große Unterschiede gezeigt, aber auch, dass Bremsen viel mit persönlichen Vorlieben und Gefühl zu tun haben.
Laborergebnisse
Im Labor ist die Saint noch immer ganz vorne mit dabei und beeindruckt mit massiver Power und nahezu keinem Fading.
Allerdings muss man fairerweise sagen, dass dieser dafür ausgezeichnet ‚am Finger‘ liegt und sich die Bremse perfekt dosieren lässt und dazu nur ein Finger nötig ist.
Langzeittest und Zuverlässigkeit
Auch nach einer ganzen Saison gibt es nichts an der Zuverlässigkeit auszusetzen und die Sinterbeläge sind langlebig - das ist auch gut so, denn die Beläge mit Kühlrippen sind teuer. Nach einer langen Saison erwies sich die Shimano Saint als echte Dauerläufer. Einmal montiert, gab es keinerlei Probleme. Die Bremspower ist sowohl bei Nässe als auch im Trockenen perfekt.
Weitere Aspekte
Die Lösung dafür lautet starke Bremsen, die dennoch gut zu dosieren sind.
Die Bremsleistung ist wirklich auf höchstem Niveau, übertrifft aber die X0 Trail beispielsweise nur marginal.
Das Einzige was sofort auffällt ist der billig wirkende Kunststoff-Bremshebel.
Fazit
Die Shimano Saint ist immer noch einer der besten Allrounder, wenn es um massive Power und unglaubliche Zuverlässigkeit geht. Wer bremst, verliert - aber wer später bremst, ist länger schnell. Fakt ist: Bikes werden immer potenter, die Strecken härter und wir schneller - da müssen auch die Bremsen mithalten.
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