Die Shimano Saint hat sich auf den Downhill-Podien der Welt etabliert und sich zu einer echten Ikone entwickelt. Gäbe es ein Grundgesetz für Mountainbikes, müsste Paragraph eins lauten: Die Funktion der Bremse ist unantastbar. Als sicherheitsrelevantes Bauteil am Mountainbike unterziehen wir neue Bremsen regelmäßig einem besonders harten Test. Was hilft einem der ergonomischste Hebel oder die leichteste Bremse, wenn sie in Extremsituationen den Dienst quittiert.
Mit nur einem Finger lässt sich der Saint unglaubliche Power bei gleichzeitig gutem Feedback entlocken, wodurch man die Lage auch bei Vollgas stets unter Kontrolle hat. Der Hebel liegt gut in der Hand und schon die leichteste Berührung hat massive Bremswirkung zur Folge. Uns gefiel die Ergonomie der Hebel, ganz im Gegensatz zur Druckpunktverstellung, die so wirkt, als wäre sie jemandem im Nachhinein eingefallen - dementsprechend funktioniert sie auch nicht sonderlich gut.
Einmal montiert, gab es keinerlei Probleme. Nach einer langen Saison erwies sich die Shimano Saint als echte Dauerläufer. Die Bremspower ist sowohl bei Nässe als auch im Trockenen perfekt. Die Kolben haben viel Hub und so ist es sehr einfach, die Bremse schleiffrei einzustellen. Das Entlüften ist einfach, wie von Shimano gewohnt.
Technische Details und Testergebnisse
Trotz einiger Jahre auf dem Buckel ist die Saint genauso ergonomisch wie die Konkurrenz. Der Hebel liegt angenehm in der Hand und ist werkzeuglos verstellbar. Die Bremskraft ist selbst im steilen Gelände ausreichend.
Hier eine Zusammenfassung der Shimano Saint im Test:
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Dosierbarkeit | 6 von 6 Punkten |
| Standfestigkeit | 3 von 6 Punkten |
| Bremskraft | 4 von 6 Punkten |
| Ergonomie | 6 von 6 Punkten |
Im Labor ist die Saint noch immer ganz vorne mit dabei und beeindruckt mit massiver Power und nahezu keinem Fading. Auf dem Trail ist die Verzögerung angenehm und kontrollierbar, mit einem Finger lassen sich die Räder bei jeder Geschwindigkeit blockieren.
Probleme bei extremer Hitzebelastung
Bei hoher Temperatur (unter anhaltender, extremer Belastung) erleidet die Bremse aber den Hitzetod. Der Aluminiumkern der Scheibe ist das schwächste Glied der Kette und schmilzt.
Die Shimano-Bremsscheiben schmelzen bei 500 Grad. Der Alu-Kern der Bremsscheibe beginnt bei hohen Temperaturen zu schmelzen und setzt die Bremse so in Extremsituationen außer Kraft.
Vergleich mit anderen Bremsen
Im Vergleichstest mit anderen potenten Bremsen zeigt sich ein differenziertes Bild. Drei von vier Bremsen haben in Extremsituationen mit verformten Scheiben oder Fading zu kämpfen. Hier eine Übersicht einiger getesteter Bremsen:
- Magura MT7 HC3: Räumt weiterhin die volle Punktzahl bei der Standfestigkeit ab. Die kommt selbst unter extremsten Bedingungen ihrer Pflicht nach.
- Sram Code RSC: Überzeugt sowohl auf dem Prüfstand als auch in der Praxis mit herausragender Bremskraft. Gegen Ende des Prüfstandtests verformte sich die Bremsscheibe leicht, was die Funktion der Bremse nicht wesentlich beeinflusste.
- TRP Quadiem G-Spec: Hat die geringste Bremskraft und Standfestigkeit im Vergleich. Während des Prüfstandtests hat die Bremse früh mit Fading und einer deformierten Scheibe zu kämpfen.
Fazit
Der einzige Nachteil der Saint ist ihr Gewicht, das aber gleichzeitig der Grund für diese kraftvolle und zuverlässige Performance ist. Die Shimano Saint ist immer noch einer der besten Allrounder, wenn es um massive Power und unglaubliche Zuverlässigkeit geht.
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