Die Revolution der Remote-Sattelstützen: Ein umfassender Test

BikeYoke hat eine Revolution im Remotesattelstützen-Segment für Mountainbikes eingeführt.

BikeYoke Revive: Ein neuer Standard?

Das Erlebnis Remotesattelstütze beginnt bei der BikeYoke Revive schon beim Auspacken.

Die Sattelstütze präsentiert sich eher wie ein guter Whiskey als wie ein Anbauteil für dein Mountainbike.

Sie kommt in einem schlichten Schwarz daher und ist hochwertig verarbeitet.

Die Haptik und die Verarbeitung der BikeYoke ist sehr gut und hochwertig.

Was mir auffällt, ist der Triggy Remotehebel.

Der Trigger scheint im Moment den Sattelstützenmarkt generell zu revolutionieren und jeder Hersteller von Remotestützen versucht sich hier zu profilieren.

Neben den bekannten Mitbewerbern ist der Triggy Remotehebel von BikeYoke ebenfalls sehr gut verarbeitet und kommt einem Trigger gleich.

Geringe Bedienkräfte mit dem Daumen lassen die BikeYoke butterweich im Sattelrohr verschwinden.

Durch einen Reset-Knopf kann der Fahrer selbst etwaige Luft aus der Ölkammer entfernen und das sogar problemlos mit dem Multitool auf dem Trail.

Damit entfallen lästige Ausfallzeiten und Wartezeiten durch Wartung, Service oder Reklamationen.

Die BikeYoke Revive kann ich euch nur empfehlen.

Alles in allem macht die Stütze einfach Spaß.

Technische Daten der BikeYoke Revive Remotesattelstütze

Merkmal Details
Material Aluminium
Gewicht 30,9 mm / 530 g (ohne Remote), 31,6 mm / 549 g (ohne Remote)
Verstellbereich 160mm
Maximale Länge 435 mm
Durchmesser 30,9 mm / 31,6 mm
Setback 0 mm
Auslösemechanismus Remote Mechanisch
Remoteklemmung Triggy für 1-fach Schaltungen
Minimum Einstecktiefe 100 mm
Maximale Einstecktiefe 235 mm

Montage und Einrichtung

Wie erwartet war die Montage der Sattelstütze überhaupt kein Problem und in 15 min erledigt.

Einfach den Schaltzug und die Außenhülle auf die richtige Länge kürzen, am unteren Ende der Remotestütze einhängen und fertig, naja fast.

Der Schaltzug und der Triggy muss ja noch montiert werden.

Dafür die Remoteschelle öffnen und am Lenker befestigen, die "lästige" Griffdemontage entfällt dabei, da die Schelle "aufgebogen" werden kann.

Klemmschellenmontage ohne Lenkergriffdemontage.

Die Schaltzugaußenhülle ist weniger flexibel als eine Hydraulikleitung und kann so nicht einfach im Sattelrohr gedreht werden.

Hier solltest du bei der Montage am MTB ein wenig aufmerksamer sein und den Schaltzug etwas länger lassen, damit dieser noch ein wenig Luft hat zur Montage und Demontage der Stütze.

Der Schaltzug wird werkzeuglos am unteren Ende der Stütze eingehängt.

Mit Hilfe der langen Schrauben der Sattelklemmung kann der Sattel ohne jegliche Fummelarbeit befestigt werden.

Hier bitte Montagepaste benutzen, um nerviges Knarzen zu unterdrücken und dem Sattel die richtige Klemmkraft zu geben, ohne die Sattelklemmung übertrieben festzuziehen.

Dank langer Schrauben entfällt die Fummelarbeit bei der Sattelbefestigung.

Nach der Montage wollte ich natürlich sofort den neuen Entlüftungsmechanismus der Revive Remotestütze testen.

Zum Glück empfiehlt die Montageanleitung diesen Schritt, da sich durch den Transport Luft im System sammeln kann.

Hierzu einfach mit einem 4er Innensechskant die Entlüftungsschraube öffnen und mit geöffneter Schraube die Stütze nach unten drücken.

Schraube schließen, fertig. Mega easy.

Die Sattelmontage auf der BikeYoke ist sehr einfach gehalten.

Der Schaltzug und der Triggy muss ja noch montiert werden.

Dafür die Remoteschelle öffnen und am Lenker befestigen, die "lästige" Griffdemontage entfällt dabei, da die Schelle "aufgebogen" werden kann.

Klemmschellenmontage ohne Lenkergriffdemontage.

Erschwertes Montieren am MTB und Entlüften der Revive selbst entfällt, dank Schaltzug und pfiffigem Entlüftungsvorgang.

Performance auf dem Trail

Ich bin die Revive Sattelstütze während des Endurorennens in Esneux gefahren, auf meinen Hometrails in Aachen und den Niederlanden.

Dabei konnte ich keinen wirklich negativen Punkt in der Handhabung und Bedienung feststellen.

Dezente und cleane Optik der BikeYoke Revive.

Die Sattelstütze lässt sich ohne Ruckeln oder Hakeln ein- und ausfahren.

Die Ausfahrgeschwindigkeit steuerst du über die Hebelweite des Remotes (ganz Reindrücken bedeutet schnell, leicht Drücken bedeutet langsam).

Der Remotehebel lässt sich mit beachtlich geringen Bedienkräften handhaben.

Gerade für Radfahrer mit kleineren Händen und weniger starken Daumen dürfte diese Eigenschaft der BikeYoke Sattelstütze ein weiterer Pluspunkt sein.

Funktioniert einwandfrei auf dem Trail, fast schon unheimlich.

Der geringe Kraftaufwand zum Versenken der Revive fällt ebenfalls sehr positiv auf.

Sie schnellt nicht nach oben und das Versenken auf dem Trail ist ebenfalls eine leichte Sache.

Die Remotestütze hat in meinem Testzeitraum einwandfrei funktioniert und mit meinen 110 kg habe ich die Revive nicht an ihre Grenzen bringen können.

Sie hat keine Luft gezogen und ist in allen Verstellpositionen verblieben, die ich über den Remote angesteuert habe.

Auch die bewusste Fehlbedienung konnte ihr nichts anhaben.

Hervorheben möchte ich nochmals die geringen Bedienkräfte des Remotehebels sowie der Stütze selber.

Neben der ergonomischen Form des triggerähnlichen Remotes versinkt die Sattelstütze ohne lauten Anschlag im Sattelrohr und fährt ebenso unauffällig wieder in ihren Maximalbereich aus.

Durch den vereinfachten Entlüftungsvorgang wird die Gefahr des technischen Defektes auf dem Trail deutlich reduziert, was sie zu einem sympathischen Begleiter macht.

PRO Koryak: Eine kostengünstige Alternative

Wir warten seit Jahren auf eine Teleskopsattelstütze von Shimano, besonders weil das Unternehmen Inhaber der meisten Patente für kabellose Lösungen ist.

Die neue Vario-Stütze mit dem Namen Koryak von Shimano´s Komponenten-Marke PRO kommt mit einem stufenlosen Verstellbereich von 120mm.

Erhältlich ist Sie in den Sattelstützenmaßen 30,9 mm oder 31,6 mm und einer Länge von 420 mm.

Die Stütze arbeitet mit einem geschlossenen Luftsystem, bei dem im Schadensfall die Gas-/Hydraulikeinheit einfach ausgetauscht werden kann.

Bei einer UVP von 199,95€ (Lenkerhebel) bzw 219,95€ (I-Spec II-Hebel) kann man nicht meckern.

Die PRO Koryak gibt es nur mit 120 mm stufenlosem Hub, was bei dem Preis noch gerade so okay ist.

Die Montage geht fix von der Hand, man angelt sich das Kabel durch das Sitzrohr und muss dann nur noch auf die korrekte Kabellänge achten.

Im Inneren der Koryak arbeitet eine Luft-Hydraulik-Kartusche, die nicht vom Endnutzer gewartet werden kann, dafür aber günstig und schnell austauschbar ist.

Der Remote ist kompakt und findet unauffällig Platz am Lenker.

Ein schalthebelähnlicher I-spec II-Remote ist auch erhältlich und funktioniert noch etwas besser.

Auf dem Trail arbeitet die Koryak geschmeidig und gut gedämpft, die voreingestellte Geschwindigkeit passt gut.

Wer noch kein heißblütiger Vario-Stützen-Anhänger ist, es ggf. mal zum günstigen Einstiegspreis antesten möchte, der ist mit der PRO Koryak genau richtig bedient.

Erster Eindruck und Montage

Die Stütze kommt in einer robusten Pappkarton-Verpackung.

Sieht aus wie eine Vario-Sattelstütze!

Der Sattelstützenkopf wirkt zierlich, nicht so klobig wie bei anderen Herstellern.

Der Alu-Lenkerhebel hat ein schlichtes Design und die richtige Größe für meinen Daumen.

Optisch, preislich und auch das Gewicht der Stütze (ca 520g) passt für mich.

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass der Zug innen verlegt wird, d.h. die entsprechende/n Bohrung/en müssen schon vorhanden sein und sollten nicht nachträglich in den Rahmen gebohrt werden.

Als nächstes habe ich den Lenkerhebel montiert und die Außenhülle auf die richtige Länge gekürzt.

Nach einführen des Optislick-Zuges muss man die Befestigungsschraube mit einem Abstand von 18-19mm zur Außenhüllen-Endkappe befestigen und den Zug in den Auslöse-Mechanismus der Sattelstütze hängen.

Nun konnte ich die Sattelstütze in das Sattelrohr führen und befestigen.

PRO Koryak auf dem Trail

Erstmal bergauf, die Sattelstütze sackt nicht ab und fühlt sich stabil an.

Am Flowtrail angekommen, drücke ich den Hebel und die Sattelstütze senkt sich.

Bei der Abfahrt des Flowtrails bleibt die Sattelstütze unten und löst nicht aus.

Beim erneuten Hochfahren drücke ich den Hebel und die Sattelstütze fährt wieder aus, dabei bemerke ich, dass die Stütze langsam und leise ausfährt.

Auch wenn man die Sattelstütze nur halb ausfährt, hält sie ihre Position und wirkt stabil.

Nach 5 Stunden Radfahren konnte ich nichts Negatives feststellen.

Neben einigen Testfahrten hier im Taunus ging es auch zum Bikepark Beerfelden. Hier trifft Sattelstütze auf Ankerlift, was ihr nichts ausgemacht hat.

Nach einem Tag Beerfelden ist die Sattelstütze weiterhin spielfrei und hat sich auch nicht selbständig ausgelöst oder sackt ab.

Vergleich mit anderen Remote-Hebeln

Wie lässt sich das Cockpit am Mountainbike aufgeräumter gestalten und die Performance der höhenverstellbaren Sattelstütze auf ein neuen Level heben?

Viele spezialisierte Komponenten-Hersteller bieten mittlerweile universelle Remote-Hebel zum Nachrüsten an und erlauben es euch so, die Ergonomie nach euren Wünschen anzupassen - für ein Mehr an Performance und Individualität.

Wenn der Remote-Hebel eurer Teleskopstütze sich im Gebrauch steif und wackelig anfühlt, dann wird ein Upgrade an dieser Stelle euren Daumen verzücken.

Die besten Nachrüst-Remote-Hebel für höhenverstellbare Sattelstützen weisen einen längeren Hebel auf, der seidenweich auf einem Lager oder einer Buchse läuft und so maximale Hebelwirkung für eine mühelose Auslösung der Stütze bietet.

Die Hebel weisen außerdem ein ergonomisch geformtes Paddel auf, das sich mit eurem Daumen leicht erreichen lässt und über kleine Rillen oder ein griffiges Gummipad verfügt, damit ihr bei Nässe nicht abrutscht.

Alle Bedienhebel in diesem Vergleichstest verfügen über eine Zug-Klemmvorrichtung, die nicht auf das feste Kabelende bei Schaltzügen angewiesen ist.

Da 1-fach-Antriebe mittlerweile der Standard bei Trail-, Enduro- und E-Mountainbikes sind, nehmen alle getesteten Bedienhebel den Platz des Schalthebels auf der linken Seite unterhalb des Lenkers ein.

Mit Ausnahme des FOX Transfer-Remote-Hebels haben sich alle Bedienhebel in diesem Test keinerlei Blöße geleistet und stellen ein fantastisches Upgrade für alle dar, die die originalen Hebel ihrer Teleskopstützen optimieren wollen.

Der BikeYoke Triggy ist perfekt geeignet für Fahrer, die auf der Suche nach niedrigem Gewicht und spitzenmäßiger Ergonomie sind, wohingegen der Remote-Hebel von OneUp einen super Grip sowie Performance zu einem erschwinglichen Preis bietet und sich daher unseren KAUFTIPP-Award schnappt.

Detaillierter Vergleich einiger Remote-Hebel

  • Wolf Tooth Components ReMote LA: Der 35 g leichte Wolf Tooth Components ReMote LA-Hebel verfügt über alles, was schon den standardmäßigen Wolf Tooth ReMote ausgezeichnet hat, zusätzlich nun aber über einen längeren 57,1-mm-Hebel, wodurch die benötigte Kraft zum Auslösen um über 25 % verringert wird. Er ist erhältlich mit Adaptern für Shimano I-SPEC A, B, EV und II, SRAM MMX, MAGURA, Hope sowie einer standardmäßigen zweiteiligen 22,2-mm-Lenkerklemme.
  • OneUp Dropper Post-Remote-Hebel: Der 31 g leichte OneUp Dropper Post-Remote-Hebel gefällt uns in vielerlei Hinsicht. Weiterhin läuft er auf einem überdimensionierten Lager und bietet eine solide und äußerst geschmeidige Funktion.
  • BikeYoke Triggy: Wie alle Remote-Hebel in diesem Vergleichstest ist auch der BikeYoke Triggy mit allen Kabelzug-aktivierten Sattelstützen kompatibel. Mit lediglich 25 g ist er in der Tat leicht.
  • FOX Transfer-Remote-Hebel: Mit lediglich 28 g fällt er zwar sehr leicht aus und die sauber integrierte Kabelklemmung ist gewiss minimalistisch sowie kompatibel mit allen Teleskopstützen. Da der FOX Transfer-Hebel lediglich an einem simplen Drehgelenk ohne Lager befestigt ist, wackelt er und fühlt sich im Gebrauch äußerst billig an.
  • PNW Components Loam Lever: Der 46 g leichte PNW Components Loam Lever ist ein wahrhaft robuster Teleskopstützen-Remote-Hebel. Ein weiteres cooles Feature am PNW Loam Lever ist, dass das Spritzguss-Gummipad am Hebel in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist und es euch somit erlaubt, eine zu eurem Bike passende Auswahl zu treffen.

Die Qual der Wahl: Welche Sattelstütze ist die Richtige?

Die hier dargestellten Testberichte und Vergleiche sollen Ihnen helfen, die richtige Entscheidung für Ihre Bedürfnisse zu treffen. Ob es die hochwertige BikeYoke Revive, die kostengünstige PRO Koryak oder eine der vielen anderen Optionen auf dem Markt ist, hängt von Ihrem Budget, Ihren Ansprüchen an die Performance und den individuellen Vorlieben ab.

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