Shimano Deore Schalthebel 3x7 im Test: Alles, was Sie wissen müssen

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Mountainbike sind, gehört die Wahl der passenden Schaltgruppe zu den wichtigsten Entscheidungen. Die große Auswahl an Shimano Schaltgruppen für Mountainbikes kann die Entscheidung jedoch erschweren. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Shimano Schaltgruppen, ihre Komponenten, Unterschiede und Hierarchien, mit besonderem Fokus auf die Shimano Deore Schalthebel 3x7.

Grundlagen von Schaltgruppen

Ein Mountainbike-Anfänger weiß oft nicht, welche Komponenten zu einer Schaltgruppe gehören. Eine komplette Gruppe enthält alles, was mit der Schaltung, den Bremsen und dem Antrieb zu tun hat. Dazu gehören:

  • Schalthebel für Umwerfer und Schaltwerk
  • Kurbelsatz inklusive Kettenblätter
  • Bremsen inklusive Bremshebel

Die Hersteller von Schaltgruppen verwenden in der Regel konsequent dieselben Namen für ihre Gruppen, was die Auswahl erleichtert.

Shimano Schaltgruppen im Überblick

Shimano bietet eine breite Palette an Schaltgruppen für verschiedene Anforderungen und Budgets. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Gruppen:

Einsteiger-Gruppen

  • Shimano Tourney: Die günstigste Gruppe, die häufig bei sportlichen Rädern zu finden ist. Sie eignet sich weniger gut für Offroad-Touren.
  • Shimano Altus: Wird hauptsächlich für sportliche Fahrräder verwendet. Sie eignet sich gut, wenn Sie hin und wieder von befestigten Straßen abweichen möchten.
  • Shimano Acera: Geeignet für Freizeitfahrer und erste Erfahrungen im Offroad-Bereich. Die Teile sind stabil, aus Edelstahl gefertigt und wartungsfreundlich.
  • Shimano Alivio: Am besten geeignet für Mountainbike-Anfänger. Diese MTB-Schaltgruppe ist einfacher zu warten und besser entwickelt als die günstigeren Versionen.

Fortgeschrittene Gruppen

  • Shimano Deore: Entworfen für sportliche Fahrer und Anfänger. Viele Mountainbiker empfehlen diese Gruppe auch Anfängern, die regelmäßig flotte Waldtouren unternehmen.
  • Shimano SLX: Ermöglicht das Fahren auf allen Wegen. Sie ähnelt den besseren Schaltgruppen von Shimano sehr, wie zum Beispiel der XT-Gruppe. Der große Unterschied ist allerdings, dass die SLX Gruppe aufgrund der Stahlteile mehr wiegt. Diese MTB-Schaltgruppe ist die beste Wahl, wenn Sie auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis sind.
  • Shimano Zee: Spezielle Downhill- und Freeride-Gruppe. Im Vergleich zur Einfach-SLX-Schaltung hat die Zee etwas an Beliebtheit verloren, doch die robusten Bremsen stehen aufgrund ihrer enormen Bremskraft immer noch hoch im Kurs.

High-End Gruppen

  • Shimano Deore XT: Auch XT genannt, ist eine der beliebtesten Gruppen unter Mountainbikern. Diese MTB-Schaltgruppe ist perfekt für Wettkampffahrer oder den sportlichen Mountainbiker, der ein höheres Budget zur Verfügung hat. Der Unterschied zur Shimano XTR Gruppe liegt bei der Materialverwendung. Die Teile des XT wurden aus einem Mix von Aluminium und Edelstahl gefertigt. Das Gewicht ist bei dieser Gruppe darum etwas höher, als beim XTR.
  • Shimano XTR: Die beste Wahl für Profis und passionierte Mountainbiker. Diese Gruppe ist sehr leicht und aus sehr hochwertigen Qualitätsmaterialien hergestellt. Laut Shimano selbst wurde bei der Entwicklung der XTR-Gruppe an das schwerste Bergrace gedacht, damit einzigartige Leistungen erbracht werden können und für eine ultimative Erfahrung. Mit der XTR Gruppe können Sie sehr schnell, leicht und präzise schalten. Diese MTB Schaltgruppe hat 12 (1x12) oder 24 (2x12) Gänge.

Die Shimano Deore Gruppe im Detail

Die Shimano Deore Gruppe ist eine ausgezeichnete Wahl für Mountainbike-Neulinge und Fortgeschrittene. Sie übernimmt zahlreiche Features und das Design der höherklassigen Gruppen SLX und XT. Die aktuelle Generation M6100 kommt standardmäßig mit 12 Ritzeln hinten, wahlweise zwei oder drei Kettenblättern und der gleichen Übersetzungsbandbreite wie seine großen Brüder. Auch die Bremsen wurden in der neuesten Generation überarbeitet und bieten XT-Technologie zum kleinen Preis. Außerdem mit dabei: Schaltwerk mit Clutch-Technologie.

Die Deore in der Shadow-Ausführung hat ein Schaltwerk mit extrem minimiertem Profil, was für exzessives Trail-Riding optimiert wurde. Wegen seiner flachen Bauform und der auf Einfach-Vorspannung beruhenden Konstruktion schlägt das Schaltwerk auch unter rauesten Bedingungen nicht an die Kettenstrebe.

Komponenten einer Mountainbike-Gruppe

Eine Mountainbike-Gruppe besteht aus verschiedenen Komponenten, die zusammenarbeiten, um ein optimales Fahrerlebnis zu gewährleisten:

Tretkurbel

Hier nimmt die Kraftübertragung ihren Anfang. An den Kurbeln des Tretlagers befinden sich die Pedale, mit deren Hilfe die Antriebsgruppe in Gang gebracht wird. Das Tretlager besteht dabei aus den Teilen Kurbelarme, Kettenblatt bzw. Kettenblätter und der Achse, die beide Kurbeln miteinander verbindet.

Die Anzahl der Kettenblätter gibt dabei Aufschluss über die Anzahl der Gänge, welche deinem Mountainbike vorne zur Verfügung stehen. Aktuell geht der Trend eher in die Richtung „weniger ist mehr“, also weg von drei Kettenblättern, die sich vorrangig noch an Einsteigermodellen finden und hin zu Einfach- und Zweifachkurbeln mit einem bzw. zwei Kettenblättern.

Die Länge der Kurbelarme ist genauso wie beim Rennrad variabel, variiert aber nicht so stark. Die Kurbelarmlänge ist ausschlaggebend für die Hebellänge beim Treten und damit für die Effizienz der Kraftübertragung. In der Regel findet man bei kleinen Rahmen 170mm Länge, bei Medium-Rahmen und größer 175mm. Downhill Bikes nutzen dagegen kürzere Kurbelarme um die 165mm, damit genug Bodenfreiheit gegeben ist.

Tretlager

Die Tretkurbeln werden auf der Tretlagerwelle befestigt, welche wiederum auf mehreren Innenlagern, dem Tretlager, gelagert sind. Das Gehäuse unterscheidet sich je nach Ausführung des Tretlagers. Aktuell favorisieren die Hersteller immer mehr die Innenlager-Lösungen mit eingepressten Lagerschalen anstatt z.B. die eingedrehten Lager mit BSA-Gewinde, welche auch nach vielen Jahren noch auf den Shimano Hollowtech-Standard setzen. Bei den Pressfit-Lagern herrschen die Standards BB30 und BB90 (häufig auch BB86 und BB92) vor.

Kassette (oder Ritzelpaket)

Die Kassette besteht aus mehreren Zahnkränzen, häufig Ritzel genannt, und befindet sich am Hinterrad des Mountainbikes. Die Kassette bestimmt die Gangzahl am Heck, welche in der Regel zwischen 8 und 12 liegt. Zusammen mit den Kettenblättern ergibt sich daraus die gesamte Gangzahl und Übersetzungsbandbreite.

Kette

Die Kette verbindet die Kettenblätter vorne mit der Kassette hinten und ist essentiell für den Antrieb des Mountainbikes. Sie wird fast ausschließlich aus Stahl gefertigt und besteht aus zahlreichen kleinen Gliedern, die eine reibungslose Rotation ermöglichen, sich jedoch nicht verdrehen lassen.

Schaltwerk und Umwerfer

Das Schaltwerk und der Umwerfer verschieben den Lauf der Kette über die Kettenblätter bzw. die einzelnen Ritzel der Kassette. Sie werden in der Regel über ein Kabel angesteuert und leiten über die Manipulation der Zugkraft den Schaltvorgang ein.

Das Schaltwerk hinten kann bei heftigen Geländefahrten schon mal ordentlich durchgeschüttelt werden, Geräusche machen und im schlimmsten Falle die Kette abwerfen. Die Hersteller Shimano und SRAM haben darauf reagiert und ihre Schaltwerke mit sogenannten Clutch-Technologien ausgestattet, die in der Kettenführung eine erhöhte Reibung erzeugen und so die Kettenspannung während der gesamten Fahrt erhöhen, um springende Ketten zu vermeiden.

Elektronische Schaltungen setzen da noch einen drauf und statten das Schaltwerk mit winzig kleinen Servomotoren aus, welche dann die Schaltbewegungen kontrollieren. Diese Premiumvariante des Schaltens bei einem MTB eliminiert den Verschleiß der Schaltkomponenten durch Schlamm, Wasser und weitere Einflüsse, welche die Schaltleistung zum Teil spürbar beeinträchtigen können, da mechanische Schaltungen auf eine präzise Zugspannung über die Kabel angewiesen sind.

Bei Einfach-Schaltungen mit nur einem Kettenblatt vorne wird kein Umwerfer benötigt.

Schalthebel

Die Schalthebel befinden sich direkt am Lenker und sind dein Kontrollelement, um den Schaltvorgang über das Schaltwerk und den Umwerfer einzuleiten. Dies geschieht entweder über ein mechanisches Kabel oder einen elektrischen Impuls.

Der am weitesten verbreitete Schalthebel-Typ ist der Trigger, bei dem du entweder mit dem Daumen oder mit dem Zeigefinger den Schaltvorgang einleitest. Weniger populär ist aktuell das Grip Shift System, bei dem die Rotation des Griffs das Schalten übernimmt. Shimano und SRAM haben beide eigene Systeme zum Schalten, auf die wir später noch eingehen werden.

Bremsen

Ebenfalls Bestandteil einer Mountainbike Gruppe ist die Bremse. Auch wenn sie in den letzten Jahren immer mehr in eine eigene Kategorie gedrängt wurde, gibt es zu jeder Schaltgruppe die passende Bremse, auch wenn der Trend hier zu einer Kombination verschiedener Komponenten geht. Dies liegt auch an der Evolution von Felgenbremse zur Scheibenbremse, welche mittlerweile an jedem Mountainbike über ca. 400€ zum Standard geworden ist.

MTB Scheibenbremsen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen - hydraulisch und mechanisch. Mechanische Scheibenbremsen sind die gängige Wahl für Mountainbikes im unteren Preisbereich und funktionieren wie die Schaltung über Zugspannung. Das System ist im Vergleich zum hydraulischen System nicht abgeschlossen und damit eher anfällig für Dreck, Rost und weiteren Verschleiß. Die hydraulischen Scheibenbremsen findet man an den höherpreisigen MTBs und borgt sich die Technologie aus der Autobranche. Über ein abgedichtetes Flüssigkeitssystem wird hier die Kraft vom Bremshebel zu den Bremsklötzen übertragen, absolut wartungsarm und einfach zu bedienen.

Gänge und Übersetzungen

Wie es auch bei Motoren im Auto der Fall ist ermöglichen dir die Gänge beim Fahrrad eine konstant hohe Kraftübertragung über eine große Übersetzungsbandbreite, um hohe Geschwindigkeiten bei jeder Steigung zu ermöglichen. Bei kleinen (leichteren) Gängen dreht sich das Hinterrad im Vergleich zur Kurbel weniger, während bei den großen Gängen das Hinterrad bei einer kompletten Umdrehung einen weiteren Weg zurücklegt als die Tretkurbel.

Beim Mountainbiken sind kleine Gänge wichtig, um bei extremen Anstiegen und unwegsamen Passagen gut durchzukommen. Deswegen nutzen MTBs spezielle Übersetzungen, die sich besonders für solches Terrain eignen und eben nicht solch hohen Geschwindigkeiten ermöglichen wie bspw. eine Rennrad-Gruppe.

Hervorzuheben ist dabei der Fakt, dass Ganganzahl nicht mit der Übersetzungsbandbreite gleichzusetzen ist. Letztere bezeichnet die Spanne zwischen dem schwersten und leichtesten Gang, welche bei einem MTB mit 11 Gängen durchaus die gleiche sein kann wie bei einem mit 30 Gängen. Die Ganganzahl ist dagegen einfach die rechnerische Anzahl an verfügbaren Gängen, die sich aus der Multiplikation der Kettenblätter vorne und der Ritzelanzahl hinten ergibt. Die Übersetzungsbandbreite ist logischerweise die wichtigere Größe, weswegen viele Hersteller immer mehr auf weniger Gänge und eine zum Teil noch höhere Übersetzungsbandbreite setzen. Die Vorteile von Einfach- und Zweifach-Antrieben im Vergleich zu den drei Kettenblättern sind eine einfachere Handhabung, höhere Zuverlässigkeit und geringerer Wartungs- und Instandhaltungsaufwand. Außerdem gibt es bei mehreren Kettenblättern immer redundante Gänge, wie z.B. beim einem 27-Gang Antrieb (3x9), der im Endeffekt nur 18 wirkliche Gänge hat.

Die Anzahl der Zähne der Kettenblätter und Ritzel legt die genaue Übersetzung fest. Je weniger Zähne das Kettenblatt hat, desto niedriger ist der Gang. Im Heck ist es umgekehrt, der kleinste Gang hat hier die meisten Zähne und das größte Ritzel. Für den größten Gang gilt dann also: Das größte Kettenblatt vorne, das kleinste Ritzel hinten.

Shimano vs. SRAM - MTB-Schaltungen im Detail

Im MTB-Bereich gibt es bei der Schaltung eigentlich häufig nur die Wahl zwischen Shimano und SRAM. Shimano ist aktuell der Marktführer in allen Fahrradsegmenten und hat das größte Portfolio an Schaltsystemen für den MTB-Bereich. Die meisten Gruppen wurden so entwickelt, dass sie sich auch kombinieren lassen, solange sie die gleiche Anzahl an Gängen besitzen. Die Schalthebel der japanischen Firma nutzen die Rapid Fire Technologie, welche über Daumen und Zeigefinger gesteuert werden. Die Technologie ermöglicht auch das Schalten mehrerer Gänge mit nur einem Druck. Die aktuellen Top-Gruppen sind die neue XTR M9100 sowie die XTR Di2.

Kundenbewertungen zu Shimano Schalthebeln

Die SHIMANO SL-M315 Rapidfire Plus Schalthebel bieten weiche und präzise Schaltvorgänge über die gesamte Übersetzungsbandbreite. Das nummerierte Schalt-Display lässt Sie auf einen Blick erkennen, in welchem Gang Sie sich gerade befinden.

Technische Daten:

  • Modell: SL-M315
  • 2-/3-/7-/8-fach kompatibel
  • Für LenkerØ: 22,2 mm
  • Schalthebeltyp: RAPIDFIRE Plus
  • Schaltzugeinstellung: Ja
  • Optische Ganganzeige: Ja

Verfügbare Ausführungen:

  • Links / 2-fach
  • Links / 3-fach
  • Rechts / 7-fach
  • Rechts / 8-fach

Lieferumfang:

  • 1 x SHIMANO SL-M315 RAPIDFIRE Plus Schalthebel (in gewählter Ausführung)
  • 1 x SHIMANO Optislick Schaltzug (vormontiert)

Hinweis: OHNE Schalt-Außenhülle

Einige Kundenbewertungen zu diesen Schalthebeln:

Bewertung Kommentar
5/5 "Nice"
- "Quick delivery. Received today. Not mounted yet but seems as good as other Shimano products ;-)"
- "Die 315er Serie schaltet leichtgängig, knackig und präzise. Fahre die 7er und 8er Version mit verschiedenen Shimano-Schaltwerken (STX, LX, XTR), funktionieren tadellos."
- "Sehr guter und günstiger Ersatz für die alte Grip Shift Schaltung an meinem Trekkingrad. Kompatibilität mit Deore LX ist gegeben."
- "J. J. Hat meinen 30 Jahre alten Rad neues Leben eingehaucht. Funktioniert perfekt."
- "Neue Bremse erfordert neue Schalthebel. Hatte erst gehört, der Abstand zum Daumen sei zu groß. bei mir passt alles. Schalthebel 3 und 7 mit Magura HS33. Die Schaltung läuft flüssig. Ich bin sehr zufrieden."
- "Guter Beitrag zur Nachhaltigkeit, da die Schalthebel die Funktion älterer Räder aufrechterhalten."

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