Die Shimano Nexus Gruppe erfreut sich bereits seit einiger Zeit sowohl Bekanntheit, als auch Beliebtheit. Die Nexus Inter-5E Nabenschaltung gesellt sich zur Inter-3, Inter-7 und Inter-8 und ergänzt somit die Gangschaltungsreihe. Wie die anderen Schaltungen der Nexus-Familie glänzt das neue Modell mit der integrierten Schaltservotechnik, die das Wechseln der Übersetzung unterstützt und somit wesentlich erleichtert.
Technische Finessen der Nexus Inter-5E
Der angenehme Gangwechsel wird im Fall der Nexus Inter-5E, ebenso wie bei den anderen Modellen der Nexus-Gruppe, durch die integrierte Schaltservotechnik von Shimano bedingt, die den Übersetzungswechsel unterstützend begleitet. Anders als die meisten anderen Nabenschaltungen kann die Nexus Inter-5E ein Drehmoment bis hin zu 60 Newtonmetern verkraften. Für gewöhnlich muss der Elektromotor des e-Bikes auf 50 Nm gedrosselt werden, was daran liegt, dass Nabenschaltungen mit nur einem Ritzel und einem Kettenblatt auskommen. Veränderungen im Inneren der Nabe der Nexus Inter-5E sorgen für ein reduziertes Antriebsmoment während dem Wechsel der Übersetzung. Die Nexus Inter-5E ist als V-Brake, Scheibenbremsen-, Rollenbremsen- und Rücktrittbremsen-Variante erhältlich und daher auf breiter Fläche kombinierbar.
Die Übersetzung der Nexus Inter-5E
Die Shimano Nexus Inter-5E Nabenschaltung stellt eine überzeugende Übersetzungsbandbreite von 263 % bereit. Die Auswahl aus fünf Gängen klingt unter diesem Gesichtspunkt nicht nach besonders viel. Bei einer Fahrgeschwindigkeit unter 25 km/h wird die City e-Bike Fahrt maßgeblich durch den Antrieb begleitet. Daher verringert sich die eigene Anstrengung beim Pedalieren. Der Shimano Steps E6100 unterstützt die Pedalleistung intelligent und erleichtert somit große Gangsprünge, bei denen Kraft benötigt wird. Der Elektromotor gestaltet den Sprung in den höheren Gang mit.
Die elektronische Variante der Nexus Inter-5E
Die Di2-Version der Nexus Inter-5E bietet gegenüber der mechanischen ihre ganz eigenen Vorteile. Grundsätzlich sind elektronische Schaltungen sehr komfortabel und simpel in der Benutzung und arbeiten dabei sehr präzise. Das ist bei der Nexus Inter-5E nicht anders. Integrierte Schaltvorgänge, der Start-Modus und der vollautomatische Gangwechsel ergeben ein überzeugendes Gesamtbild.
Einstellung der Schaltung
Wenn deine Fahrradschaltung nicht mehr richtig funktioniert, solltest du ein paar Dinge checken, bevor du mit eventuellen Nachstellarbeiten beginnst. Eine Kettenschaltung ist ein offenliegendes System und daher etwas empfindlicher gegen Verschmutzungen und Beschädigungen von Außen. Die folgenden Punkte sind besonders wichtig, bevor du loslegst:
- Ist dein Schaltauge und dein Schaltwerk noch gerade?
- Wann wurde dein Schaltzug und deine Schalthülle das letzte Mal erneuert?
- Sauberkeit
- Verschleiß
Mit dem Wissen aus dem ersten Teil dieses Artikels müssen wir jetzt nur noch die Reihenfolge der Einstellungen festlegen und du solltest deine Kettenschaltung problemlos einstellen können.
Schritt 1: Unteren H-Anschlag einstellen
Der untere Anschlag legt den Ausgangspunkt vom Schaltwerk fest. Der Anschlag ist mit “H” für Highspeed markiert, denn dieser legt die Position unter dem Ritzel mit der kleinsten Zähnezahl fest, also dem Gang für die höchste Geschwindigkeit. Schraubst du die Einstellschraube weiter rein (Drehrichtung mit dem Uhrzeigersinn), rückt das Schaltwerk weiter in die Mitte der Kassette. Drehst du die Schraube heraus (Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn), wandert das Schaltwerk weiter nach außen. Damit du den Anschlag korrekt einstellen kannst, solltest du am besten das Schaltseil lösen. Positioniere das Schaltwerk mithilfe des H-Anschlags so unter dem kleinsten Ritzel, dass die Kette sauber, geräuschlos und mittig läuft.
Schritt 2: Umschlingungswinkel einstellen
In diesem Schritt hängst du das Schaltseil wieder ein. Dazu drehst du die Vorspannung-Schraube für die Seilspannung, die sich bei SRAM am Schalthebel und bei Shimano am Schaltwerk befindet, komplett hinein und anschließend wieder fünf Rastpunkte heraus. Damit hast du genug Spielraum für spätere Nachstellarbeiten. Fixiere jetzt das Schaltseil wieder am Schaltwerk.
Der Umschlingungswinkel wird bei 12-Fach Antrieben von Shimano mit einer Markierung eingestellt, die sich auf der Rückseite des Schaltwerkskäfigs befindet. Dazu schaltest du auf das zweitgrößte Ritzel und gleichst die Spitzen der Zähne des größten Ritzels mit der Markierung ab.
Bei Sram Antrieben wird die Umschlingung mit einer Einstelllehre festgelegt. Diese legst du über das obere Schaltröllchen und gleichst die Markierungen wieder mit den Zähnen des größten Ritzels ab, allerdings musst du bei Sram Schaltungen dazu auf das größte Ritzel schalten.
Schritt 3: Seilspannung einstellen
Ist der H-Anschlag richtig eingestellt, solltest du jetzt schon eine gute Ausgangsposition für die korrekte Seilspannung haben.
Die Anpassung der Seilspannung funktioniert so:
Drehst du die Vorspannungs-Schraube heraus, erhöhst du die Seilspannung und verschiebst so die Indexierung in Richtung des größten Ritzels und erzielst den gegenteiligen Effekt, wenn du die Einstellschraube hinein drehst.
Ob du die Spannung erhöhen oder nachlassen musst, erkennst du folgendermaßen:
Funktioniert der Gangwechsel von einem kleineren auf ein größeres Ritzel gut, aber vom größeren auf das kleinere Ritzel hakt es etwas, musst du etwas Seilspannung nachlassen, also die Einstellschraube hineindrehen.
Hast du das gegenteilige Problem, also dass der Gangwechsel von einem kleineren Ritzel auf ein größeres nicht richtig klappt, musst du die Seilspannung etwas erhöhen. Dazu drehst du die Einstellschraube heraus.
Die Einstellschraube für die Seilspannung hat spürbare Rasterungen. Drehe die Schraube beim Einstellen maximal zwei oder drei Rastpunkte und versuche unbedingt auf einem der Rastpunkte zu landen und nicht dazwischen.
Schalte alle Gänge einzeln durch und stelle die Seilspannung so ein, dass der Gangwechsel überall gut klappt. Nur auf das größte Ritzel musst du in diesem Schritt noch nicht schalten. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl sollte dieser Schritt problemlos klappen.
Schritt 3: L-Anschlag einstellen
Der L-Anschlag legt den obersten Schaltpunkt fest und verhindert, dass die Kette über das letzte Ritzel in die Speichen springt. Entscheidend für die korrekte Einstellung ist, dass du leicht auf das letzte Ritzel schalten kannst, ohne dass du darüber hinaus schalten kannst. Läuft die Kette auf dem letzten Ritzel, solltest du den Schalthebel zum Hochschalten nicht mehr weiter drücken können.
Schaltet deine Kette nur schwer oder gar nicht auf das größte Ritzel, so musst du den L-Anschlag etwas herausdrehen und dem Schaltwerk so mehr Platz in Richtung Speichen geben. Hast du noch etwas Spiel im Schalthebel oder springt die Kette sogar über das letzt Ritzel, so musst du das Schaltwerk stärker begrenzen und den L-Anschlag weiter hineindrehen.
Umwerfer einstellen
Das Prinzip am Umwerfer ist das gleiche wie am Schaltwerk, allerdings gibt es nur zwei “Ritzel” oder im Fall der Kurbel, Kettenblätter genannt. Zu beachten ist hier allerdings, dass du die Anschläge und Seilspannung so einstellen musst, dass die Gangwechsel in diversen Kombinationen mit verschiedenen Gängen an der Kassette klappen.
Für Nachstellarbeiten sollte die Höhe und Drehung des Umwerfers zwar normalerweise keine Rolle spielen, allerdings kann es auch hier sein, dass der Umwerfer beim Transport des Bikes oder bei Abstellen zwischen anderen Bikes einen Treffer abbekommen hat. Stell deshalb vor Beginn der Einstellung sicher, dass der Umwerfer parallel zu den Kettenblättern steht, der Käfig des Umwerfers nicht verbogen ist und ca. 2-3 Millimeter über dem großen Kettenblatt sitzt, wenn du auf dieses geschalten hast.
Schritt 1: L-Anschlag einstellen
Auch am Umwerfer gibt es wieder einen L- und einen H-Anschlag und wie am Umwerfer, legt der L-Anschlag die Begrenzung für den “Low-Speed-Gang” fest und der H-Anschlag limitiert den “High-Speed-Gang”. Hier beginnst du ebenfalls mit dem L-Anschlag und löst zuerst das Schaltseil. Stelle den Anschlag so ein, dass die Kette schleiffrei am Umwerfer vorbei läuft, wenn du das Schaltwerk auf das größte Ritzel geschaltet hast.
Jetzt drehst du die Vorspannschraube für die Seilspannung, wie am Schaltwerk, wieder komplett hinein und anschließend fünf Rastpunkte heraus. Anschließend fixierst du das Schaltseil wieder am Umwerfer.
Schritt 2: Seilspannung einstellen
Für die richtige Einstellung der Seilspannung schaltest du zuerst das Schaltwerk in die Mitte der Kassette. Passe anschließend die Vorspannung des Schaltseils so an, dass die Kette problemlos von einem auf das andere Kettenblatt wechseln kann.
Schritt 3: H-Anschlag
Der H-Anschlag begrenzt wieder die höchste Position des Umwerfers. Dieser ist richtig eingestellt, wenn du die Kette auf das große Kettenblatt und das kleinste Ritzel der Kassette geschalten hast und die Kette knapp am Umwerfer vorbeiläuft ohne daran zu schleifen.
Schleift die Kette noch am Umwerfer gibt es zwei mögliche Fehler. Als Erstes solltest du kontrollieren, ob du den H-Anschlag zu weit begrenzt hast. Ist der Anschlag weit genug geöffnet, so fehlt eventuell ein bisschen Seilspannung.
Hast du den H-Anschlag zu wenig begrenzt, besteht wieder die Gefahr, dass du über das große Kettenblatt hinaus schalten kannst. Probiere also, ob du den Schalthebel noch weiter drücken kannst, wenn sich die Kette bereits auf dem großen Blatt befindet.
Hast du alle Schritte ordentlich durchgeführt, solltest du jetzt hoffentlich eine perfekt eingestellte Schaltung haben.
Besonderheiten der Nexus Inter-5E
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) ist speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikern abgestimmt. Die mit fünf Gängen entwickelte E-Bike-Nabe kann mit Motor-Drehmomenten bis zu 85 Nm eingesetzt werden und hält hohe Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aus.
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie mit den Motor-Drehmomenten bis zu 60 Nm eingesetzt werden kann und die hohen Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aushält. Damit sollen beim Schaltvorgang deutlich größere Lasten toleriert werden können, sodass diese Nabe als spezifische E-Bike-Nabe spürbare Vorteile bringen soll. So die Theorie laut SHIMANO.
Da die leichten Gänge wegen des höheren Drehmoments weniger genutzt werden, beschränken sich die fünf Gänge der Inter-5E auf den vortriebsrelevanten Bereich der mittleren und höheren Gänge. Der fünfte Gang ist dabei besonders lang übersetzt, für entspanntes Pedalieren bei höheren Geschwindigkeiten.
Schalthebel-Typen
- REVOSHIFT Shifter: Bei REVOSHIFT Schaltgriffen ist zum Schalten nicht mehr nötig, als sie zwischen Daumen und Zeigefinger zu drehen. Der Lenker bleibt fest im Griff. Leichtes, problemloses Schalten ist besonders für Gelegenheitsfahrer und Kinder wichtig. Dank seiner Stufung lässt sich der Griff unabhängig von der Größe der Hand sicher bedienen.
- Rapidfire: Shimano wählte diese Modellbezeichnung, weil die „Schnellfeuerhebel“ rasche und einfache Gangwechsel ermöglichen. Inzwischen vertreiben jedoch auch andere Hersteller Schalthebel mit einem ähnlichen Funktionsprinzip, zum Beispiel die Trigger-Schalthebel von SRAM.
- Drehgriffschalter: Bei dieser Variante ist ein Teil des Fahrrad-Griffs beweglich. Indem man diesen dreht, wechselt man den Gang. Die Bedienung ist deshalb intuitiv und einfach zu erlernen. Allerdings muss die Position der Hand am Lenker geändert werden, um den Gang zu wechseln.
- Dual Control Lever (DCL): Hierbei handelt es sich kurz gesagt um einen Bremshebel, mit dem man auch schalten kann. An Rennrädern sind diese Dual-Control-Hebel inzwischen der Standard.
- Schalt-Bremshebel: Sie vereint zwar ebenfalls den Schalt- und den Bremshebel zu einer Einheit, jedoch kann mit dem Bremsgriff nicht die Schaltung bedient werden. Sie wird genauso wie bei regulären Schalthebeln mit einem Druck und einem Klick bedient.
Montage & Demontage
Damit man einen Schalthebel demontieren kann, muss man zunächst den Griff und den Bremshebel abbauen. Nun kann man die Klemmschraube am Hebel lockern und diesen einfach vom Lenker ziehen. Zum Wechseln von Drehgriffschaltern muss lediglich der Griff abgenommen werden, da sie vor dem Bremsgriff montiert werden.
Zunehmend werden jedoch auch Komponenten angeboten, deren Schelle mit einem Gelenk ausgestattet ist und sich somit komplett öffnen lässt. Zudem haben die führenden Hersteller SRAM und Shimano Schellen entwickelt, an denen mehrere Komponenten befestigt werden können.
Shimano I-Spec und SRAM MatchMaker
Hierbei handelt es sich um zwei ähnliche Systeme zur Befestigung von Brems- und Schalthebeln. Sie ermöglichen es, bis zu drei Komponenten mit einer Schelle am Lenker zu befestigen, zum Beispiel eine Lockout-Remote, einen Schalt- und einen Bremshebel.
Dadurch ergeben sich viele Vorteile. Zum einen lassen sich die Anbauteile an- und abbauen, ohne dass es notwendig ist, die Griffe vom Lenker zu nehmen. Zum anderen können die Winkel der Teile variiert und auf persönliche Vorlieben angepasst werden. Des Weiteren wirkt der Lenker sehr aufgeräumt und nicht überladen, da nur eine Schelle zu sehen ist.
Funktionsweise
Die Steuerung der Schaltung kann entweder mechanisch oder elektronisch erfolgen. Bei mechanischen Antrieben sind der Umwerfer und das Schaltwerk über ein Stahlseil mit dem Schalthebel verbunden. Wird der Hebel betätigt, zieht man damit am Schaltwerk oder am Werfer.
Über ein Gelenk werden die Komponenten dadurch bewegt und legen die Fahrrad-Kette auf ein anderes Ritzel oder Kettenblatt - ein anderes Übersetzungsverhältnis ist die Folge. Beide Komponenten sind mit einer Rückstellfeder ausgestattet. Sofern kein Zug auf sie ausgeübt wird, gehen sie deshalb immer zurück in ihre Ausgangsposition.
Bewegt man den Schalthebel nun in die entgegengesetzte Richtung, wird der Zug verringert, der Umwerfer oder das Schaltwerk bewegen sich aufgrund der Feder in die Richtung der Ausgangsposition. Dadurch bewegen sie die Kette auf das gewünschte Ritzel oder Kettenblatt.
Vermeiden von starken Schieflagen der Fahrrad-Kette
Bei Kettenschaltungen mit einem Umwerfer sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Kette nicht in einer unvorteilhaften Schräglage gefahren wird. Denn dadurch erhöht sich der Verschleiß und die Kette schleift eventuell an den Komponenten und eine einwandfreie Funktion ist nicht mehr gewährleistet.
Zwar wird angegeben, dass ein Fahrrad mit 3 Kettenblättern an der Kurbel und 9 Ritzeln am Hinterrad 27 Gänge besitzt, jedoch entspricht das nicht der ganzen Wahrheit. Neben den Überschneidungen bei den Übersetzungsverhältnissen können nämlich nicht alle Gänge verwendet werden, da die Kette andernfalls zu schief läuft.
Optische Ganganzeige
Die optische Ganganzeige zeigt dem Fahrer den eingelegten Gang an.
Um bei einem Fahrrad den Gang zu wechseln wird, ebenso wie in einem Auto, ein Schalthebel benötigt. Im Gegensatz zum Kraftfahrzeug stehen dem Radler jedoch wesentlich mehr Gänge zur Verfügung. Diese sind notwendig, damit man in jedem Terrain und bei jedem Anstieg mit der richtigen Trittfrequenz unterwegs ist.
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