Der Alfine Schaltgriff SL-S503 von Shimano ist kompatibel mit der Schalteinheit CJ-8S40. Der Shimano Alfine SL-S503 8-fach Schaltgriff lässt sich für die Alfine SG-S501 und für Nexus C6000er Nabenschaltungen mit Schalteinheit CJ-8S40 verwenden.
Technische Details und Funktionen
Wie alle Rapidfire Plus Shifter zeichnet er sich durch die 2-Way Release Funktion aus, es kann also der Lösehebel sowohl durch Ziehen mit dem Zeigefinger wie durch Daumendruck betätigt werden. Der SL-S503 präsentiert sich modern und sportlich und überzeugt mit exakter Schaltleistung. Er hat ein Gehäuse aus Aluminium (silbern oder schwarz) und Hebel aus Kunstharz bzw. Stahl.
Der Alfine Schaltgriff ist mit einer gut lesbaren Ganganzeige ausgestattet und wird inklusive Innenzug und SP41 Außenhüllen geliefert.
Spezifikationen:
- Serie: Alfine S500
- Einsatzbereich: City
- Schaltstufen: 8-fach
- Montage: Klemmschelle (geschlossen)
- Typ: Rapidfire Plus
- Material Gehäuse: Aluminium
- Material Hebel: Kunstharz, Stahl
- Innenzug: Edelstahl
- Außenhülle: OT-SP41
- Optische Ganganzeige: Ja
- Einstelloptionen: Zugeinstellung
Kompatibilität:
- Alfine SG-S501 Nabenschaltung
- Nexus SG-C6011-8R Nabenschaltung
- Nexus SG-C6001-8R Nabenschaltung
- Nexus SG-C6011-8V Nabenschaltung
- Nexus SG-C6001-8V Nabenschaltung
- Nexus SG-C6001-8C Nabenschaltung
- Nexus SG-C6001-8D Nabenschaltung
- Nexus SG-C6001-8CD Nabenschaltung
- Schalteinheit CJ-8S40 (skandinavisch)
- 22,2 mm Klemmdurchmesser
- Lenkergriff-Durchmesser bis maximal 32 mm
Features:
- Für Alfine SG-S501 und Nexus Inter-8 Nabenschaltung
- Mit optischer Ganganzeige (oberhalb des Lenkers)
- Modern und sportlich
- Präzise Schaltfunktion
- Max. Anzahl Gänge je Schaltvorgang: 1
- Gehäuse lackiert
Technologien
Rapidfire Plus ist eine Konstruktionsweise von Shimano Schaltgriffen, die schon seit 1985 im Mountainbike-Bereich üblich ist. Dabei kommen anstelle eines Drehgriffs zwei Hebel, der Haupt- und der Lösehebel, zum Einsatz. Rapidfire-Plus-Schaltgriffe sorgen, wie der Name schon sagt, für schnelle Schaltvorgänge.
Außerdem ist es je nach Modell möglich, mit einem Schalthub bis zu drei Gangstufen zurückzuschalten.
Beim 2-Way-Release kann der Schalthebel zum Schalten auf das kleinere Ritzel oder Kettenblatt sowohl gedrückt als auch gezogen werden. So lässt sich der Schaltvorgang an Deine persönlichen Vorlieben anpassen. Die meisten Rapidfire-Plus-Schalthebel sind mit dem 2-Way-Release ausgestattet.
Ausführungen und Lieferumfang
Ausführung: 8 fach, Anbau: rechts
Herstellernummern: E-SLS503ALSL3 (schwarz), E-SLS503ALSS3 (silbern)
Lieferumfang:
- 1 x Schaltgriff Shimano Alfine SL-S503 mit Ganganzeige
- 1 x Innenzug Shimano
- 1 x Außenhülle Shimano (2100 mm)
- 1 x Außenhüllen-Befestigungsset
- 1 x Kunstharz-Kappe
Shimano Nabenschaltungen im Vergleich
Es gibt die Nexus 8 und Nexus 8 Premium. Premium hatte als Erkennungsmerkmal mal einen roten Ring und läuft leichter, da Nadellager statt Gleitlager verwendet werden. Beide Nexus-Naben haben keine Perma-Ölfüllung. Alfine 8 und Alfine 11 sind oft besser verarbeitet. Die 8er Alfine ist wahrscheinlich nur eine schöner designte Nexus 8 Premium in besserer Fertigungsqualität.
Die 11er Alfine kostet gleich 200-300,- EUR mehr, hat drei Gänge mehr nach oben und läuft im Ölbad. Alle vier Shimano-Naben laufen im 5.
Offen dokumentiert wurden die Unterschiede der Shimano Naben leider so gut wie nie. Es gab Explosionszeichnungen bei Paul Lange (dem deutschen Importeur), aber wer steigt da schon durch? Egal welche an Shimano Nabenschaltung eingebaut ist, der Radhändler wird sie Ihnen als problemlos, pflegeleicht und völlig komfortabel unterjubeln. Millionenfach verkauft, Sie können eigentlich damit gar keinen keinen Fehler machen.
Leider ist genau diese Version recht anfällig, man hört oft Klagen in den Fahrradforen: „Die Nabe mit Rücktritt hielt keine 500 Kilometer“, „China-Schrott durch billige Produktion“, usw. … glaube ich persönlich alles. Die Qualität der Naben hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Viele ehrliche Radhändler bestätigen, dass die Naben ganz unterschiedlich leicht laufen und bestreiten nicht, dass es bei Shimano zeitweise „Problemnaben“ gab bzw. immer noch gibt.
Probleme gibt es vor allem, wenn ein Rad wirklich sportlich gefahren wird. Die Nabe hat bei mir ca. 18.000 km gehalten, danach habe ich das innere Getriebe einfach komplett ausgetauscht, weil es teigiger wurde. Der 4. Gang ging immer etwas schwerer als alle anderen und knackt häufig, aber ansonsten eine sehr zuverlässige und unkomplizierte Schaltung, mit der ich jetzt noch gerne fahre.
Im Gegensatz zur Premium-Version fehlen der optisch identischen Nabe (äußerlich ohne roten Streifen) die leichtgängigen Nadellager. Diese wurden durch billige Gleitlager ersetzt und erzeugen ca. 2-3% mehr innere Reibung. Dies ist z.B. spürbar an den Pedalen, die sich im Freilauf beim Rollen ständig mitdrehen wollen. Mehr noch, mein vierter Gang machte Geräusche und rubbelte spürbar.
Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden. Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.
Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter.
Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8. Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen.
Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad. Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll.
Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt.
Wartungsarmut und lange Haltbarkeit lassen den 4-8 Prozent geringeren Wirkungsgrad im Vergleich zur Kettenschaltung gerade bei ambitionierten Pendlern, Commuterbikes und VielfahreInnen mit kräftigen Beinen gut verschmerzen, weil der Antrieb unauffällig jahrelang seinen Dienst tut.
Wird die Getriebeeinheit wie von Shimano empfohlen in Öl getaucht, werden die Geräusche meist zurück gehen. Die Nabe schaltet sich danach angeblich wieder leichter und präziser. Ein Anfahren am Berg in hohen Gängen in den Pedalen stehend mit viel Kraft ist unbedingt zu vermeiden, die Mitnehmer / Achsnasen durch das hohe Drehmoment sonst abbrechen können.
Die meisten Shimano Naben verschleißen im Alltag immer noch durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird.
Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u. Defekte Nexus 8 Nabe mit gebrochenem Lagerkäfig: Diese Nabe ist über 12.000 Kilometer überhaupt nicht gewartet worden. Das Rad wurde oft im Regen geparkt und regelmäßig im Winter gefahren.
Für die meisten Freizeit-Radler ist es sicherlich sinnvoll die Übersetzung einer Nabenschaltung leicht in Richtung Bergsteigefähigkeit zu ändern, indem man das hintere Ritzel tauscht (1-2 Zähne mehr), da die theoretische Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 24 km/h oder schneller kaum erreicht wird. Ich schätze sie liegt bei ca.
Meine Nexus Premium hat mehr als 18.000 km gehalten und lief danach nicht mehr so gut, bzw.
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