Auf der Suche nach einem neuen Fahrrad stößt man oft auf Bezeichnungen, die man noch nie gehört hat. Um die Anforderungen unterschiedlicher Bereiche des Radfahrens zu beschreiben, lassen sich bestimmte Paradigmen finden, die diese auszeichnen. Für Trekking- und Reiseräder haben Langlebigkeit und Flexibilität oberste Priorität. Sie stehen vor geringem Gewicht oder höchstmöglicher Effizienz, die beispielsweise im Rennradbereich das Maß aller Dinge sind. Logischerweise schlägt sich dies auch in der Auswahl der Schalt- und Bremskomponenten nieder.
Während die Übersetzungen von Rennrädern und Mountainbikes während der Fahrt ausschließlich durch Kettenschaltungen angepasst werden, bilden Nabenschaltungen für Trekking- und Reiseräder eine echte Alternative. Dadurch sind mehr unterschiedliche Schaltsysteme auf diesem Markt zu finden, als dies bei den sportlicheren Geschwistern der Fall ist. Die Vielfalt kennt hier kaum Grenzen, selbst die über mehr als hundert Jahre quasi alternativlose Kraftübertragung per Kette wird infrage gestellt.
Kettenschaltung oder Getriebeschaltung?
Der Markt für Trekking- und Reiseradschaltungen ist sehr vielfältig. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Nabenschaltungen hier eine echte Alternative zu Kettenschaltungen darstellen. Während die Marktführer Shimano und SRAM komplette, aus Schalt- und Bremskomponenten bestehende Gruppen für Trekkingräder anbieten, werden Getriebeschaltungen von Rohloff und Pinion ebenfalls sehr gerne verbaut. Bevor wir die einzelnen Produkte vorstellen, gehen wir kurz auf die Vor- und Nachteile der beiden Schaltsysteme ein.
Kettenschaltungen haben den Vorteil, dass sie leicht und effizient sind. Doch zugleich sind sie verhältnismäßig anfällig gegen Schmutz und nicht die verschleißärmste Möglichkeit, ein Rad anzutreiben. An Trekkingrädern sind daher oft Getriebeschaltungen zu finden. Bei diesen wird die Übersetzung durch ein im Inneren der Hinterradnabe oder ein direkt an die Kurbel angeschlossenes Getriebe angepasst. Da sich die Kettenlinie bei der Art von Schaltungen nicht verändert, kann hier alternativ zur Kette auf Riemen zur Kraftübertragung zurückgegriffen werden.
Vor- und Nachteile von Kettenschaltungen:
- + Hohe Effizienz
- - Wartungsanfällig
- + Geringes Gewicht
- - Verschleiß hoch
- + Preiswert
- - Empfindlich gegen Verschmutzung
Bei einer Kettenschaltung findet eine Veränderung der Übersetzung statt, indem die Kette durch Umwerfer und Schaltwerk auf unterschiedliche Kombinationen von Zahnrädern befördert wird. Hierzu ist eine seitliche flexible Kette notwendig. Die seitliche Bewegung der Kette führt dazu, dass diese schneller verschleißt. Auch der Verschleiß der Zahnräder (Ritzel und Kettenblätter) wird durch den Gangwechsel beschleunigt. Ferner besteht die Möglichkeit, dass das Schaltwerk abreißt. Verschmutzung kann ebenfalls dazu führen, dass die Schaltung nicht mehr optimal oder auch gar nicht mehr funktioniert. Entsprechend liegt der Gedanke nahe, die Übersetzung durch ein internes Getriebe in Kurbel oder Hinterradnabe anzupassen.
Vor und Nachteile von Getriebeschaltungen:
- + Zuverlässig
- - Relativ schwer
- + Wartungsarm
- - Weniger effizient als Kettenschaltungen
- + Verschleißarm
- - Relativ teuer
- + immer optimale Kettenlinie
Nabenschaltungen haben eine lange Tradition am Fahrrad - sie werden bereits seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt. Lange Zeit war die Nutzung auf Stadträder beschränkt, da die Übersetzungsbandbreite einfach zu gering war. Produkte wie die 14-Gang Rohloff Nabe von Shimano (Alfine und Nexus) sowie die Getriebekurbel von Pinion sind vor allem im Trekkingradbereich zu finden. Die gerade Kettenlinie, die durch Nabenschaltungen ermöglicht wird, schafft ebenso die Möglichkeit, sich nach Alternativen für die Kette umzuschauen - der Gates Carbon Drive kommt ohne Kettenglieder und ohne Schmierung aus.
Darüber hinaus bleibt die Kettenlänge während des Schaltvorgangs konstant. Somit kann auf einen Kettenspanner verzichtet werden. Zu beachten ist, dass Ketten sich - nun zwar etwas langsamer, aber eben nach wie vor - durch die ständige Zugbelastung längen. Und auch der Gates Carbon Drive muss stets gespannt sein. Elegante Alternativen zum Kettenspanner sind horizontal verschiebbare Ausfallenden und exzentrische Tretlager.
Shimano Kettenschaltungen für Trekkingräder
Die beiden großen Komponentenhersteller Shimano und SRAM bieten zwar durchaus komplette Gruppen, die Antrieb und Bremsen umfassen, für den Trekking-Bereich an, doch wird hier öfter als in anderen Bereichen auf Komponenten verschiedener Hersteller zurückgegriffen. Das Angebot von Shimano ist zu großen Teilen dem Mountainbike Bereich entliehen und beispielsweise durch Kurbeln mit einer passenden Übersetzung an das Trekkingrad angepasst. So finden sich hier Teile der bekannten XT und Deore Gruppe wieder.
Shimano XT
Die XT-Gruppe ist vom Mountainbike bekannt. Hier wird sie seit über 25 Jahren weiterentwickelt. Doch ihr Einsatz ist keineswegs auf das Mountainbike beschränkt. Eine hohe Präzision und Zuverlässigkeit gepaart mit einem vernünftigen Preis machen sie zu einer Top Wahl für das Trekkingrad. Hier wird die Gruppe mit 3x10 Gängen angeboten. Zur kompletten XT Trekking-Gruppe gehören weiterhin Scheibenbremsen und ein Nabendynamo.
Shimano LX
Die LX Gruppe war lange Zeit die kleine Schwester der XT am Mountainbike. Im Laufe ihrer Evolution wurde sie zu einer reinen Trekking-Gruppe „umfunktioniert“ und am Mountainbike durch die SLX abgelöst. Ihr Status als „kleine Schwester“ bleibt hier bestehen. Etwas schwerer, dafür jedoch auch preiswerter, bietet sie ebenfalls 3x10 Gänge und einen Nabendynamo. Bei den Bremsen hast du die Wahl zwischen hydraulischen Scheibenbremsen und preiswerteren V-Brakes.
Shimano Deore
Am Mountainbike markiert die Deore-Gruppe den Einstieg in den sportlichen Bereich. Ähnliches gilt für die Trekkingrad Gruppe. Sie bietet die gleichen Spezifikationen wie die teureren Gruppen: 3x10 Gänge und die Wahl zwischen V-Brakes und hydraulischen Scheibenbremsen. Nur wenn du einen Nabendynamo haben möchtest, musst du auf den aus der LX oder XT-Gruppe zurückgreifen.
Shimano Alivio
Bei der Alivio Gruppe handelt es sich seit jeher um eine gute Einsteigergruppe. Sie bietet 3x9 Gänge, einen eigenen Nabendynamo und die Wahl zwischen hydraulischer Scheibenbremse und V-Brake.
Shimano Acera
Die Acera Gruppe stellt die Einsteigergruppe von Shimano dar. Die preiswerteste Trekking Gruppe schaltet 3x9 Gänge. Auch hier hast du die Wahl zwischen V-Brake und Scheibenbremse und kannst optional einen gruppenspezifischen Nabendynamo bekommen.
SRAM Kettenschaltungen für Trekkingräder
SRAM bietet mit den „VIA“ Gruppen GT, Centro, 27 und 24 vier Kettenschaltungsgruppen für das Trekkingrad an. Zu diesen gehören teils Scheibenbremsen (GT), teils V-Brakes (27 und 24), der Centro-Gruppe sind keine Bremsen zugeordnet.
Sram Via GT
SRAM tauft seine Spitzengruppe im Trekkingbereich „Via GT“. Bei der Entwicklung bediente man sich sowohl an den hauseigenen Technologien der Rennrad- und der Mountainbike-Schaltungen und -Bremsen. Die Via GT ist mit einer 2-fach Kurbel ausgestattet, deren beiden Kettenblätter sich beliebig mit jedem der 10-Ritzel der Kassette kombinieren lassen. Gebremst wird mit Scheibenbremsen.
Sram Via Centro
Ebenfalls mit 2x10 Gängen ausgestattet, jedoch ohne eine der Gruppe zugeordneten Bremse, stellt die Via Centro die kleine Schwester der Via GT dar.
Sram Via 27
Die Via 27 hat ihren Namen von den 27 Gängen, die sie seiner Nutzerin oder seinem Nutzer zur Verfügung stellt. Diese basieren auf 3 Kettenblättern, die mit 9 Ritzeln kombiniert werden. Gebremst wird hier mit V-Brakes.
Sram Via 24
3x8 ergibt 24. Die Via 24-Gruppe greift zum Großteil auf die gleichen Komponenten zurück, wie die Via 27, schaltet jedoch nur 8 statt 9 Ritzel.
Nabenschaltungen und Getriebe
Neben den Kettenschaltungen von Shimano und SRAM sind auf dem Trekkingrad-Markt Nabenschaltungen unterschiedlicher Hersteller zu finden. Auf jeden Fall genannt werden müssen hier die Getriebeschaltung von Pinion sowie die Nabenschaltungen von Rohloff und NuVinci. Diese Schaltungen sind aufgrund ihres - durchaus gerechtfertigten - hohen Preises ausschließlich an sehr hochwertigen Trekking- und Reiserädern zu finden. Wer bereit ist, Abstriche hinsichtlich der Übersetzungsbandbreite und/oder der Gang-Abstufung zu machen, kann wiederum bei SRAM und Shimano fündig werden.
Enviolo NuVinci
Die Enviolo NuVinci Schaltung bietet die Möglichkeit, stufenlos Übersetzungen auszuwählen. Unterschiedliche Modelle der Nabe sind erhältlich, das Modell mit der größten Übersetzungsbandbreite bietet 380% zwischen größter und kleinster Übersetzung. Damit liegt die Schaltung im Mittelfeld auf dem Markt der Nabenschaltungen. Allerdings ist sie öfter an E-Bikes als an Trekkingrädern zu finden. Dies ist hauptsächlich auf die verhältnismäßig hohen Reibungsverluste der Schaltung zurückzuführen. Dieser Kraftverlust fällt an E-Bikes weniger ins Gewicht, da er durch den Elektromotor ausgeglichen werden kann.
Pinion
Mehrere Hersteller haben sich bereits daran versucht, ein internes Getriebe direkt in der Kurbel anstelle der Hinterradnabe zu installieren. An dem Umstand, dass sich nur das Getriebe von Pinion durchsetzen konnte, erkennst du, dass alle anderen Versuche gescheitert sind. Pinion bietet sein Getriebe in vier Varianten an. Die Sprünge von einem Gang in den nächsten sind bei allen konstant:
- P1.18: 636% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 11,5%
- P1.12: 600% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 17,7%
- P1.9 XR:568% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 24,3%
- P1.9 CR: 364% Übersetzungsspektrum bei einer Abstufung von 17,5%
Die Urversion des Getriebes bietet 18 gleichmäßig gestaffelte Gänge mit einer Differenz von jeweils 11,5% an. So kommt das Getriebe auf eine bisher auch von Kettenschaltungen kaum erreichte Differenz von ganzen 636% zwischen größter und kleinster Übersetzung.
Das Pinion Getriebe wird dort montiert, wo normalerweise das Tretlager sitzt. Daher lässt sich diese Getriebeschaltung nicht an herkömmlichen Rahmen montieren. Du benötigst einen Rahmen mit einer speziellen, für das Pinion-Getriebe abgestimmten Aufnahme. Da Pinion Getriebe ohnehin ausschließlich direkt an Radhersteller verkauft werden, besteht auch keine Möglichkeit dieses nachzurüsten.
Rohloff Speedhub 500/14
Als Bernd Rohloff sich vor bald 30 Jahren über die Schmutzanfälligkeit von Kettenschaltungen ärgerte, wandelte er diesen Ärger auf unnachahmlich produktive Weise in die Entwicklung einer neuartigen Schaltung, mit der er die Nabenschaltung, die Anfang der 1990er Jahre ein Schattendasein führte, aus eben jenem befreite. Die Rohloff Speedhub Nabe revolutionierte die Nabenschaltung. Bis heute ist die Zuverlässigkeit mit, der sie durch die 14 gleichmäßig abgestuften Gänge schaltet, unerreicht. Mit einem Sprung von 13,6% von einem Gang in den nächsten deckt die Rohloff Speedhub eine Bandbreite von 526% ab.
Die Unterbringung der Schaltkomponenten in der geschlossenen Hinterradnabe macht sie weitgehend unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Dies führt dazu, dass sie nahezu wartungsfrei ihren Dienst verrichtet. Der größte Nachteil der Nabe liegt in ihrem, im Vergleich zu einer (gut gepflegten) Kettenschaltung, etwas geringeren Wirkungsgrad. Auch das verhältnismäßig hohe Gewicht der Schaltung - im Verhältnis zu den kettengeschalteten Spitzengruppen - empfiehlt sie nicht unbedingt für Leichtbaufans. Da diese beiden Faktoren für Trekking- und Reiseräder nicht allzu bedeutsam sind, ist diese Schaltung in diesen Bereichen durchaus weit verbreitet.
Shimano: Alfine und Nexus
Ende der 1990er Jahre hat Rohloff gezeigt, dass für die zur damaligen Zeit wenig beachteten Nabenschaltung durchaus ein Markt existiert. Bei den Marktführern tat man sich lange Zeit schwer, ein konkurrenzfähiges Produkt zur Rohloff Speedhub zu entwickeln. Bis heute ist die Rohloff die unangefochtene Königin der Nabenschaltungen.
Shimano hat mit der Nexus eine Nabenschaltung auf den Markt gebracht, die für all diejenigen interessant sein dürfte, die auf die volle Funktionalität der Rohloff Nabe, ein breites Übersetzungsspektrum und gleichmäßige Abstufung zwischen den Gängen, zugunsten eines deutlich niedrigeren Preises verzichten können. Auch für den Einsatz im Gelände ist die Alfine Nabe anders als die Rohloff Nabe und das Pinion Getriebe nicht freigegeben.
Shimano hat eine komplette Gruppe um die Alfine Nabe entwickelt. Diese umfasst alle Komponenten, die zu einer Gruppe dazugehören - von der Kurbel über Scheibenbremsen bis hin zu Naben. Als für den Trekkingbereich ausgelegte Gruppe bietet die Alfine-Gruppe selbstverständlich optional einen Nabendynamo.
Die Alfine Nabe, das Herzstück der Gruppe, ist wahlweise mit 8 oder 11 Gängen erhältlich. In der 11-fach Variante beträgt die Übersetzungsbandbreite 409%, die 8-fach Alfine schaltet 307%. Die Sprünge von einem Gang zum nächsten sind unterschiedlich. Bei der 8-fach Ausführung liegt er zwischen ungefähr 14 und 22%, die 11-fach Variante ist gleichmäßiger abgestuft. Hier beträgt der Sprung vom ersten in den zweiten Gang 29%, danach wird recht gleichmäßig mit 13 bis 14% geschaltet.
Kettenspanner, Exzenterlager oder verschiebbare Ausfallenden
Die Dominanz von Kettenschaltungen hat bewirkt, dass Fahrradrahmen über eine bestimmte Form von Ausfallenden und Tretlagergehäuse verfügen. Durch die Nutzung von Getriebeschaltungen ergibt sich die Möglichkeit, Riemen als Alternative zur Kette für die Kraftübertragung zu nutzen. Die Formen, die sich für das System „Kettenschaltung“ als praktisch erwiesen hat, mussten daher überdacht werden. Wechselst du mit einer Kettenschaltung von einer Zahnradgröße auf eine andere, dann verändert sich auch die Kettenspannung. Diese Veränderung wird bei der Kettenschaltung durch den beweglichen Käfig des Schaltwerks ausgeglichen. Schaltest du auf ein kleineres Zahnrad, wird das untere Kettenröllchen in diesem Käfig weiter nach hinten gezogen um die gesunkene Kettenspannung auszugleichen - beim Schalten auf ein größeres Zahnrad „wande...
Shimano Cues: Eine neue Ära für Trekking-Schaltungen?
Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Die neue Technik war für Shimano DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben: Die Cues.
Die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Ob Premium-Klasse oder Einsteiger-Ware wird nur an den etwas kryptischen Zahlenkombinationen in der Modellbezeichnung ersichtlich - U4000, U6000, U8000.
Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.
- Shimano Cues U4000: Einsteigersegment mit neun Gängen.
- Shimano Cues U6000: Mittelklasse mit zehn oder elf Gängen.
- Shimano Cues U8000: Topgruppe mit elf Gängen und Di2-Option.
Alle modernen Shimano-Schaltungen abseits der allergünstigsten Varianten liegen funktional auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für alle Varianten der Cues. Verbaut wird sie aktuell aber am meisten an Trekking- und Alltagsrädern.
Trekking- und Alltagsradler können bei der Cues mit Linkglide-Kassetten bedenkenlos zuschlagen. Die Cues 4000 bietet hier eine angenehm günstige Option. Die Cues 6000 ist solide Mittelklasse. E-Mountainbikern würden wir auch zu Linkglide-Schaltungen raten. Dann aber mindestens zur 6000er Cues mit der Shadow-Plus-Schaltwerksdämpfung.
Sportliche Biker ohne Motor sind nach wie vor mit den Hyperglide-Gruppen am besten aufgehoben. Sie sind etwas leichter als die Linkglide-Pendants und bieten mehr Gänge und damit eine feinere Gang-Abstufung über die Bandbreite hinweg. Gerade die Deore-Zwölffach sticht hier mit guter Funktion und günstigem Preis positiv heraus.
Die Qual der Wahl: Welches Trekkingrad passt zu mir?
Der Trend zum Trekkingrad ist ungebrochen. Es gibt sportliche Typen die auf Kilometerjagd gehen wollen, komfortable Gleiter für entspannte Sonntagsausflüge und robuste Packesel, mit denen man tagelang unterwegs sein kann. Hier ist natürlich der eigene Anspruch gefragt.
Wer komfortabler mit seinem Trekkingbike unterwegs ist, hat natürlich im Gegenzug mit einem höheren Luftwiderstand und einer geringeren Kraftübertragung zu kämpfen. Sportlichere Räder lassen dich deutlich kraftsparender und schneller fortbewegen, sodass du auf der Tour nur schwer einzuholen bist.
Für viele Trekking-Fans ist es schon fast eine Glaubensfrage. Kette oder Nabe. Sportliche Radler setzen eher auf die leichtere Kettenschaltung mit hoher Übersetzungsbrandbreite, mit denen sie auch steile Berge problemlos erklimmen können.Wer es lieber etwas ruhiger angehen lässt und auf Wartungsarmut und Beständigkeit wert legt, greift am besten zur Nabenschaltung. Wer in den Bergen unterwegs ist, schnappt sich am besten ein Bike mit Dreifach-Kurbel und 10-fach Ritzelpaket am Hinterrad, sodass man auf dem Papier 30 Gänge zur Verfügung hat.
Es gab eine Zeit, da mussten sich Trekkingräder noch mit billiger Massenware vom Komponentenmarkt rumschlagen. Vor allem die Federgabel war teilweise nur eine schlechte Ausrede einer funktionierenden Dämpfung. Wer sein Bike nur auf befestigten Radwegen bewegt, kann darauf verzichten und spart sich die Extrakosten, das zusätzliche Gewicht und den Wartungsbedarf einer Federgabel.
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