Shimano Schaltung Rutscht Durch: Ursachen und Behebung

Kettenrasseln und hakelige Gangwechsel können einem die schönste Tour vermiesen.

Wer an den richtigen Schrauben ansetzt, kann in wenigen Schritten die Schalt-Performance erheblich verbessern.

Wir zeigen, wie die Kette leise und geschmeidig läuft.

Ursachenforschung bei einer springenden Fahrradkette

Wie alle anderen Gebrauchsgegenstände unterliegt auch das Fahrrad gewissen negativen Einflüssen, wie zum Beispiel Verschleiß oder aber auch einfach nur „dem Zahn der Zeit“.

Dabei kommt es nicht immer darauf an, ob Sie Viel- oder Gelegenheitsfahrer sind.

Im Falle einer springenden Fahrradkette ist ebenfalls der erste Schritt, sich auf die Suche nach der Ursache zu begeben.

Die Suche nach der Ursache ist immer der erste Schritt zur Lösung.

Im zweiten Schritt empfehlen wir meist den Versuch zu unternehmen, das Problem selbst zu lösen.

Je besser Sie Ihr Bike kennen, desto einfacher ist es.

Zuviel Respekt vor der Technik hält gerade Hobbybiker oftmals ab, selbst Hand anzulegen.

Dabei lohnt sich ein genauer Blick um festzustellen, dass ein Problem mit etwas Einsatz und der nötigen Geduld manchmal gar nicht so unlösbar ist wie es scheint.

Mit unseren Ratgebern und Anleitungen versuchen wir, Sie dabei bestmöglich zu unterstützen.

Mögliche Defekte und deren Behebung

Wenn die Schaltung springt, muss man nicht extra in ein Fahrradgeschäft bzw. Wer kennt es nicht? Mitten beim Radeln auf einmal dieser „Leerschritt“ beim Treten der Pedale und der Versuch der Kette wieder einzurasten?

Bei der sogenannten Nabenschaltung befindet sich hinten am Schaltgehäuse eine kleine Kette mit einem Bowdenzug.

Dieser schaltet die Gänge.

An der Kette befindet sich außerdem ein kleines Schraubgewinde, mit welchem man die Fahrradschaltung eingestellt bzw. ganz fein justiert werden kann.

Hier ist es wichtig, immer nur ein ganz kleines feines Stückchen weiter zu drehen und die Funktionsweise sofort zu testen.

Wenn es nicht an der Justierung liegt, dass die Schaltung rausspringt, könnte der Defekt auch am Schalthebel selbst oder am Bowdenzug liegen.

Am besten testen Sie mal, ob die Drehgriffschaltung oder der Schalthebel sauber einrastet.

Bei der Kettenschaltung hingegen kann es natürlich ebenfalls am Bowdenzug oder am Schalthebel liegen.

Dies sollte ebenfalls von einem Fachmann behoben werden.

Vielleicht sind die Seilzüge aber auch nur trocken und klemmen deshalb ein wenig.

Wenn diese Fehlerquellen aber ausgeschlossen werden können, ist es ebenfalls möglich, dass die Kette und oder die Ritzel im Laufe der Zeit einfach zu sehr abgenutzt sind.

Dies kann ebenfalls ein Springen der Fahrradschaltung verursachen.

Da Kettenschaltungen direkt dem Schmutz und der Nässe ausgesetzt sind, passiert dies hier entsprechend häufiger.

Ebenfalls können Sie die Ritzelkassette und die Kette selber mit Reinigungsbenzin reinigen.

Es könne eben auch möglich sein, das die Fahrschaltung springt, weil der Umwerfer oder der Shifter so extrem verschmutzt sind und die Kette daher nicht mehr sauber auf den Zähnen aufliegt.

Wenn stark abgenutzt oder gar fehlende Zähne in der Kette erkannt werden, muss eine neue Kassette oder einzelner Zahnkranz (soweit möglich) eingebaut werden - ebenso eine neue Kette.

Eine ausgeleierte Kette läuft nicht mehr auf allen Ritzeln, sie wird lediglich durch die Zähne und die Kette mitgeschliffen und sollte alsbald getauscht werden.

Wenn es ein paar Wochen anstandslos funktioniert hat, kann eigentlich nur Verschleiß die Ursache sein.

Dabei lege ich mal zugrunde, dass das letzte Ritzel auch genutzt wurde.

Die kleinen Ritzel sind als erste hinüber, da zu wenig Zähne die Zuglast aufnehmen müssen.

Wie unten beschrieben, ist für eine einwandfreie Funktion des Schaltwerks an einer Mountainbike-Schaltung der je nach Modell leicht unterschiedliche Abstand zwischen Schaltwerk und Kassette wichtig.

Sram bietet für seine Eagle 1x12 MTB-Schaltwerke eine Montagemesslehre aus Kunststoff (Sram Chaingap Tool) an.

Damit lässt sich der Abstand vom Schaltwerk zum Ritzelpaket haargenau einstellen.

Und auch verschmutzte oder abgenutzte Schaltzüge verschlechtern die Schaltungsfunktion.

Schaltauge überprüfen und gegebenenfalls austauschen

Das Schaltauge verbindet am Fahrrad den Rahmen und die Schaltung - genau genommen das Schaltwerk.

Ist das Schaltauge - das meist aus Aluminium besteht und den Rahmen bei Stürzen schützen soll - stark verbogen, geht beim Schalten so gut wie nichts mehr.

Am besten, man besorgt sich für den Fall der Fälle schon mal ein Austauschschaltauge (Achtung: Je nach Hersteller und Modell unterschiedlich!) und steckt es ins Werkzeugfach des Bike-Rucksacks.

Das Schaltauge ist ein unscheinbares Teilchen am Mountainbike, das oft dafür verantwortlich ist, dass die Schaltung nicht einwandfrei funktioniert.

Man bemerkt es aber sofort, wenn es verbogen oder gebrochen ist.

Was ist ein Schaltauge am MTB und wann geht es kaputt?

Ein Schaltauge findet sich an jedem Bike.

Oft wird es übersehen.

Und doch kommt ihm eine entscheidende Funktion zu.

Das Schalt­auge fungiert als Sollbruchstelle zwischen Rahmen und Schaltwerk.

Es soll beide vor gröberen Schäden schützen, wenn das Schaltwerk etwa an einer Wurzel oder einem Ast hängen bleibt.

Deshalb ist das Schaltauge aus sprödem Material gefertigt.

Wird die Belastung zu hoch, bricht es.

Bevor es knackt, kann es aber auch verbiegen.

Dann funktioniert die Mountainbike-Schaltung nur noch eingeschränkt, da die Flucht von Schaltwerk und Ritzeln nicht mehr stimmt.

Bisweilen sind Schaltaugen sogar im Neuzustand leicht verbogen.

Um sie behutsam auszurichten, arbeitet man am besten mit einem speziellen Richtwerkzeug.

Stark verbogene Exemplare tauscht man besser aus.

Zum Ausrichten des Schaltauges muss das Hinterrad gerade im Rahmen sitzen, und es sollte keinen Seitenschlag haben.

Danach wird mit der Richtlehre oben und unten an der Felge Maß genommen.

Ist das Schalt­auge gerade, sollte der Abstand der Lehre zur Felge überall gleich sein.

Falls nicht, das Schaltauge vorsichtig zurechtbiegen.

Bei stark verbogenen oder gebrochenen Schaltaugen hilft nur ein Tausch.

Es gibt abhängig vom Bike-Rahmen unzählige Schaltaugentypen.

Am besten besorgt man sich schon vor dem Defekt eines auf Reserve.

Bei der Montage Drehmomentangabe des Herstellers beachten.

Grundeinstellung der MTB-Schaltung

Oftmals ist eine falsch eingestellte Schaltzugspannung schuld an der springenden Kette.

In den meisten Fällen springt die Kette am hinteren Schaltwerk, die vorderen Kettenblätter stehen für gewöhnlich zu weit auseinander.

Stellen Sie im Anschluss den letzten sauber schaltbaren Gang vor dem Kettensprung ein.

Springt die Kette über das erste oder letzte Ritzel muss zunächst der Schaltbereich am Schaltwerk eingestellt werden.

Springt die Kette weiterhin muss wahrscheinlich die Zugspannung eingestellt werden.

Die Einstellschrauben für diesen Vorgang befinden sich für gewöhnlich am Lenker, direkt am Schalthebel.

Durch das Drehen an der Schraube wird die Spannung erhöht bzw. gelöst.

An dieser Stelle ist Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld gefragt.

Um die richtige und saubere Einstellung zu finden, sollten Sie die Schraube jeweils um ¼ Drehung bewegen und anschließend alle Gänge durchtesten.

Vorbeugende Maßnahmen

Speziell zum Frühjahrsanfang bzw. wenn eine größere Fahrrad-Tour ansteht, sollte man unbedingt die Funktionen aller beweglichen Teile am Fahrrad prüfen - unter anderem natürlich auch die Fahrradschaltung!

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