Shimano Schaltung und Bremse Wartung: Eine umfassende Anleitung

Damit dein Fahrrad im Alltag besteht und du dich jederzeit auf dein Lieblingsbike verlassen kannst, muss es regelmäßig auf seine Funktion geprüft werden. Mit unserer E-Bike-/Fahrradinspektion sorgen wir dafür, dass du auch in Zukunft Freude an deinem Bike hast. Mit wenigen Handgriffen kannst du dein Fahrrad zwischen den Inspektionen selbst instand halten. Lucky Bike bietet Wartung und vieles mehr. Wir sorgen dafür, dass dein Fahrrad schnellstmöglich wieder einsatzbereit ist.

Warum regelmäßige Wartung wichtig ist

Wenn du länger mit deinem Fahrrad unterwegs bist, treten Verschleißerscheinungen an stark beanspruchten Stellen wie zum Beispiel dem Antrieb, den Rädern, den Bremsen oder der Federung auf. Besonders bei E-Bikes ist durch die zusätzliche Motorkraft ein erhöhter Verschleiß zu erwarten. Mit deinem E-Bike bist du bei uns an der richtigen Adresse. Eine Terminabsprache ist daher immer im Voraus sinnvoll.

Lucky Bike Werkstätten: Dein Partner für Fahrradwartung

Dein Fahrrad wird bei uns durch qualifizierte und geprüfte Fahrradmechaniker kontrolliert. Ob bei der Lösung eines Problems oder bei der regelmäßigen Wartung, unsere von Shimano geschulten Mechaniker verwenden immer die neuesten Shimano-Technologien und Originalteile. Unsere Lucky Bike Werkstätten werden mit dem Bosch eBike Expert Programm besonders umfassend geschult. Unabhängig von unserer Inspektion bieten wir dir Reparaturen jeder Art an. Damit wollen wir sicherstellen, dass du so schnell wie möglich wieder mit Freude dein Bike nutzen kannst.

Wartung der Bremsen

Egal ob Rennrad, Mountainbike oder E-Bike: Wer auf dem Fahrrad unterwegs ist, erreicht schnell höhere Geschwindigkeiten. Umso wichtiger ist es, sich bei unvorhergesehenen Ereignissen auf die Fähigkeit der Fahrradbremsen verlassen zu können. Schließlich trägt die Bremse wesentlich zur Sicherheit auf dem Fahrrad im Straßenverkehr bei und sollte immer einwandfrei funktionieren. Der Austausch von Verschleißteilen oder defekten Komponenten, am Antrieb, den Bremsen oder den Reifen sollte nach Möglichkeit immer mit vorheriger Terminvereinbarung stattfinden.

Bremsenarten

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Nabenbremse, der Felgenbremse und der Scheibenbremse. Je nach Fahrradtyp und Bauweise des Rades werden unterschiedliche Bremsenarten verwendet. Jedoch ist nicht jede Bremse gleich. Je nach Typ gibt es wesentliche Unterschiede zu beachten und nicht immer sollte man selbst zum Werkzeugkasten greifen.

Felgenbremsen

Felgenbremsen sind ein Oberbegriff für eine ganze Reihe verschiedener Bremssysteme. So gehören zum Beispiel Direktzugbremsen (V-Brake), Cantilever-Bremsen und Seitenzugbremsen (Rennrad-Bremsen) dazu. Grundsätzlich drücken bei Felgenbremsen die Bremsschuhe auf die Felgen und bringen das Rad so zum Halten. Dies gelingt durch einen Seilzug, der mit der Bremse verbunden ist und durch einen Handhebel ausgelöst wird. V-Brakes sind dabei die am häufigsten verwendeten Bremsarten.

Einstellung von Felgenbremsen
  1. Um den Abstand zwischen Felge und Bremsschuh einstellen zu können, muss zunächst der Zugeinsteller gedreht werden. Dieser befindet sich meist auf dem Bremshebel bzw. bei Rennrädern auf der Bremse selbst. Dreht man den Zugeinsteller nun im Uhrzeigersinn, vergrößert sich der Abstand. Gegen den Uhrzeigersinn wird der Abstand zwischen Felge und Bremsbelag verringert. Wenn sich die Bremsbeläge auf diese Weise nicht einstellen lassen, kannst du die Klemmschraube des Seilzugs lösen und den Seilzug erneut festklemmen (Direktzug- und Seilzugbremsen).
  2. Um die Bremse am Rad zu zentrieren, drehe zunächst die Zentrierschraube in kleinen Schritten.
  3. Im nächsten Schritt geht es darum, die Bremsbeläge bzw. Bremsschuhe deiner Felgenbremsen einzustellen, damit diese nicht die Reifen berühren. Dafür löst Du zunächst die Befestigungsschraube des Bremsbelags. Anschließend wird der Belag auf der Felgenflanke ausgerichtet. Bremsbelag und Felge müssen dabei parallel liegen. Der hintere Teil des Bremsbelags, von Laufrichtung ausgehend, sollte in einem Winkel von einem halben bis einem Millimeter zur Felge stehen. Im nächsten Schritt ziehst Du die Schraube wieder fest. Zur Überprüfung ziehe nun den Bremshebel an.

Scheibenbremsen

Bei Fahrrädern mit einer mechanischen Scheibenbremse kann es dazu kommen, dass die Bremse schleift, weil der Bremssattel nicht richtig eingestellt ist. Andererseits kann der Bremssattel auch schief sitzen, wenn sich Belag und Bremsscheibe nur ein wenig berühren. Als erstes löst Du die Schrauben des Bremssattels, damit der Sattel beweglich wird. Hierfür kannst du einen Innensechskantschlüssel verwenden. Dann fixiere den Bremshebel mit einem Gummiband, damit sich der Bremssattel im gelockerten Zustand selbstständig zentrieren kann.

Nachdem Du den Bremshebel fixiert hast, führe den Bremskolben mit der Einstellschraube an die Bremsscheibe heran, damit sich die Bremse nicht mehr bewegen kann. Da sie allerdings auch nicht zu festsitzen sollte, musst Du hier gegebenenfalls ein wenig nachjustieren, bis das Rad frei und ohne Schleifen läuft. Jetzt kannst Du die Schrauben, idealerweise mit einem passenden Drehmomentschlüssel, festziehen. Wenn Du nun Deine mechanische Scheibenbremse betätigst, sollte der Druckpunkt spätestens auf dem halben Bremshebelweg erreicht sein.

Allgemeine Hinweise zur Bremsenwartung

Für alle Bremsen gilt, dass Du regelmäßig die Beläge und Züge kontrollieren und diese eventuell nachstellen oder von einem Fachhändler nachstellen lassen solltest. Außerdem solltest Du die Bremsschuhe bzw. Beläge regelmäßig wechseln, da sich diese schnell abnutzen können. Nach dem Wechseln ist es ebenfalls ratsam, die neuen Bremsbeläge gründlich einzufahren. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt außerdem, möglichst immer beide Fahrradbremsen zu benutzen und dabei die Vorderradbremse kräftiger zu betätigen. Durch die Gewichtsverlagerung hat diese eine größere Bremswirkung. Zudem sollte man bei Bergabfahrten nach Möglichkeit abwechselnd bremsen.

Grundsätzlich gilt: Solltest Du Dir bei einem der Schritte unsicher sein, zögere nicht bei einem Fahrrad-Fachhändler nachzufragen oder um Hilfe zu bitten, wir helfen Dir gerne einen kompetenten Händler in Deiner Nähe zu finden. Die Bremse trägt essentiell zu Deiner und der Sicherheit anderer Menschen bei und sollte sich immer in einem einwandfreien Zustand befinden. Du solltest Dir also bei jedem Deiner Schritte sicher sein, bevor Du selbst zum Werkzeug greifst und die Bremsen an Deinem Fahrrad einstellst.

Einbremsen neuer Bremsbeläge oder Scheiben

Neue Bremsbeläge oder Scheiben sollten - vor der ersten Fahrt - ordnungsgemäß eingebremst werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Scheibenbremsen ihre maximale Bremswirkung entfalten und keine Geräusche oder Vibrationen erzeugen. Der Zweck dieses „Einbremsens“ ist es, eine dünne, gleichmäßige Schicht des Bremsbelages auf die Bremsscheibe aufzutragen. Durch diese Schicht kann der Bremsbelag eine gleichmäßige Reibung erzeugen.

  1. Beschleunige auf mittlere Fahrgeschwindigkeit (ca. 15-20 km/h) und bremse dann auf Schrittgeschwindigkeit herunter - nicht vollständig anhalten! Wiederhole den Vorgang ca.
  2. Beschleunige auf eine etwas schnellere Geschwindigkeit (ca. 20-30 km/h) und bremse wieder auf Schrittgeschwindigkeit herunter - Achtung, auch hier wieder nicht vollständig anhalten! Wiederhole auch diesen Vorgang ca.
  3. Lasse die Bremsen vollständig abkühlen.

Regelmäßige Kontrolle von Felgen- und Scheibenbremsen

Felgen- und Scheibenbremsen sollten regelmäßig (mindestens einmal im Monat) auf Abnutzung und Verschleiß kontrolliert werden. Bei Felgenbremsen sollten die Bremsbeläge ersetzt werden, wenn die Einkerbungen auf der Oberfläche weniger als 2 Millimeter tief sind. Scheibenbremsen sollten ausgetauscht werden, wenn die Beläge weniger als einen Millimeter dick sind.

Wartung der Schaltung

Eine einwandfrei funktionierende Schaltung lässt das Herz jeden Fahrradfahrers höher schlagen, insbesondere wenn es in den sportlicheren Bereich geht. Hakt aber die Schaltung und die Gänge wollen nicht so wie Sie, kann der Fahrspaß schnell getrübt werden. Im schlimmsten Fall können beteiligte Bauteile einen irreparablen Schaden davontragen und müssen ausgetauscht werden. Mit der richtigen Pflege aber können Sie, vom natürlichen Verschleiß mal abgesehen, die Lebensdauer Ihrer Shimano Gangschaltung maximieren und so für lang andauernden und vor allem ungetrübten Fahrspaß sorgen. Hierfür benötigen Sie nur wenige Utensilien und so gut wie keine technischen Vorkenntnisse - lediglich ein paar Augenblicke Zeit sind vonnöten um Ihre Shimano Schaltung wieder instand zu setzen. Und die sind in jedem Fall gut investiert.

Reinigung der Schaltung

Körnige Verschmutzungen aber auch angetrockneter Staub und Ähnliches sind ein Albtraum für die Shimano Kettenschaltung. Sie wirken wie Schmirgelpapier und beschleunigen den Verschleiß aller involvierten Bauteile. Durch Staub, Öl und Feuchtigkeit können mit der Zeit hartnäckige Verkrustungen an der Schaltung von Shimano entstehen. Mitunter reicht dann einfaches Abwaschen zum Entfernen nicht mehr aus. In diesem Fall müssen Sie sich einen kleinen Kratzer zur Hand nehmen, um die lästigen Dreckränder zu entfernen. Das ist sicherlich etwas mühselig, kommt aber bei regelmäßiger Pflege auch nicht so schnell wieder vor.

Legen Sie den Untergrund mit alten Lappen aus und verwenden Sie anschließend das passende Reinigungsspray für alle betroffenen Shimano Fahrradteile. Achten Sie darauf, dass keine Reiniger in den Abfluss und somit in den Wasserkreislauf gelangen. Beachten Sie außerdem immer genau die Herstellerhinweise und -anleitungen auf der Verpackung. Nach einer gewissen Einwirkzeit können Sie nun mit einer kleinen Bürste oder einem festen Pinsel nachputzen.

Pflege und Justierung

Ist die Reinigung der Shimano Schaltung abgeschlossen, sollten bedürftige Stellen mit einem Tropfen Öl verwöhnt werden. Dies gilt zum Beispiel für alle Gelenke der Shimano Schaltung. Ganz zum Schluss sollten Sie die Mechanik der Schaltung im Allgemeinen überprüfen, eventuell müssen die Seilzüge einmal neu justiert werden. Hierfür befindet sich eine Stellschraube an der Hülse. Die Seilzüge sollten leicht zu bedienen sein. Zum Einstellen der Spiralfeder für die Kettenspannung finden Sie eine Stellschraube am Gelenk.

Tipp: Wenn es darum geht fettige Rückstände zu entfernen, sollten Sie von einer Reinigung mit herkömmlichen Spülmitteln Abstand nehmen oder aber mit äußerster Sorgfalt vorgehen. Spüli löst Schmiermittel auch an den Stellen, wo es unerwünscht ist und kann somit im schlimmsten Fall mehr Schaden als Nutzen verursachen.

Weitere wichtige Wartungstipps

So hältst Du Dein E-Bike selbst mit einfachen Handgriffen in Schuss. Gute Pflege verlängert die Lebensdauer aller Bikes, hält sie verkehrssicher und bereitet noch mehr Fahrfreude.

Reifendruck

Wichtig bei jedem Rad ist die Luft. Der richtige Reifendruck erhöht den Fahrspaß und bei E-Bikes die Reichweite bei jedem Motor. Ist der Druck zu niedrig, ist der Verschleiß wesentlich größer. Es kommt unter anderem zu Rissen im Reifen. Aber auch die Anfälligkeit für Pannen wird bei höherem Luftdruck geringer. Je nach Bereifung, dem Gewicht der Fahrenden und der Nutzung, variiert der ideale Druck. In der Regel steht dieser auf der Mantelseite des Reifens.

Federung

Leichtgängig muss auch die Federung funktionieren. Sie erhöht nicht nur den Komfort, sondern schützt die Fahrenden vor zu starken Belastungen der Gelenke. Mit speziellen Ölen kann ganz einfach dafür gesorgt werden, dass die Federung weiter sensibel anspricht.

Regelmäßige Überprüfung

Doch sie garantieren nicht dafür, dass alles am Fahrrad ewig hält. Anlässe für einen gründlichen Check gibt es viele. Die jährliche Routine nach dem Winter ist dabei der Klassiker. Zu Beginn sollten natürlich alle Teile auf offensichtliche Mängel gecheckt werden. Reifen können zum Beispiel porös oder das Profil abgefahren sein. An den Metallen kann die Zeit in Form von Korrosion oder Rost nagen. Nach der ersten Betrachtung ist das Ruckeln angesagt. Sitzt alles, wie es soll? Von oben nach unten sollten alle Verbindungen am Fahrrad überprüft werden.

Reinigung

Bikes werden mit der Zeit immer dreckiger. Ob es das Mountainbike nach der Tour durch den Matsch ist oder das Fahrrad, das Dich täglich zur Arbeit bringt. Dreck ist dabei nicht nur unschön, sondern fördert den Verschleiß des Rads. Wasser ist der größte Freund bei der gründlichen Reinigung - das gilt auch für E-Bikes. Das bedeutet aber nicht, dass das Bike einfach mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt werden kann. Am schonendsten reinigt es sich mit geringem Druck, wie bei einem Gartenschlauch. Mit einem Hochdruckreiniger wäscht man sich nur die Lager aus, verschiebt Dichtungen und entfernt das komplette Öl von der Kette.

Hier ist eine Tabelle, die die empfohlenen Inspektionsintervalle für E-Bikes zusammenfasst:

Intervall Empfehlung
Jährlich Inspektion für E-Bikes
Alle 500 Kilometer Inspektion

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