Shimano Schaltwerk Stabilisator Funktion: Ein umfassender Überblick

Shimano hat mit der XTR M9100, der XT M8100 und der SLX M7100 drei 1x12-Schaltungen präsentiert.

Was ist der Shimano Schaltwerk Stabilisator?

Der Shimano Schaltwerk Stabilisator, oft als Shadow RD+ bezeichnet, ist eine Technologie, die dazu dient, die Kette auf Knopfdruck zu "beruhigen". Ein Stabilisator am Schaltwerk hält den Käfig mit verstärkter Reibung fest, und eine gesteigerte Federspannung lässt die Kette weniger herumschlagen, wodurch sie nicht mehr abspringt.

Vorteile des Schaltwerk Stabilisators

  • Reduziertes Kettenschlagen: Der Stabilisator wirkt Kettenschlagen und -abwürfen entgegen, was besonders in unwegsamem Gelände von Vorteil ist.
  • Geräuschärmerer Antrieb: Durch die Reduzierung der Kettenbewegung wird ein leiseres und stabileres Fahrerlebnis ermöglicht.
  • Erhöhte Zuverlässigkeit: Die Technologie verhindert, dass die Kette vom Kettenblatt abspringt, was die Zuverlässigkeit des Antriebs erhöht.
  • Keine Kettenführung notwendig: Damit spart man Geld und Gewicht, weil man keine Kettenführung mehr braucht.

Funktionsweise des Shadow RD+

In der „On“-Stellung bewirkt der Schalter eine Dämpfung des Schaltwerkskäfigs und damit eine Verringerung der Kettenbewegung für ein leiseres und stabileres Fahrerlebnis. Für Fahrten auf glattem Untergrund kann der Kettenstabilisator mit dem ON/OFF-Schalter am Schaltwerk ausgeschaltet werden.

Die Shadow-Plus-Schaltwerke sind genauso niedrig profiliert wie die Shadow-Schaltwerke von Shimano. Darüber hinaus kommt ein Stabilisator mit Ein- und Ausschalter zum Einsatz, der das Schlagen der Kette reduziert und so einem Kettenabwurf entgegenwirkt.

Einstellung des Shimano Schaltwerks

Wir zeigen, wie man die neuesten Schaltungsmodelle der Japaner korrekt einstellt.

Werkzeug

Im Prinzip benötigen Sie nur einen 2- und einen 4-mm-Inbusschlüssel. Zum optionalen Öffnen/Schließen der Kette nutzen Sie eine Kettenschlosszange oder einen Kettennieter. Der Meterstab hilft beim Einstellen des Schaltwerkabstands.

Schritte zur Einstellung

  1. Zug lösen, Kette öffnen: Grundsätzlich geht es auch ohne diesen Schritt, exakter wird die Einstellung aber, wenn Sie vorab den Zug am Schaltwerk mit dem 4-mm-Inbus lösen sowie die Kette (per Kettenschloss/-zange oder Kettennieter) öffnen und ausfädeln.
  2. Äußerer Anschlag: Über die obere der beiden Anschlag- schrauben stellen Sie mit dem 2-mm-Inbus den äußeren Anschlag ein. Positionieren Sie das Schaltwerk so, dass das obere Schaltröllchen und das äußerste Ritzel perfekt fluchten.
  3. Kette ablängen: Wenn Sie eine neue Kette verwenden wollen, orientieren Sie sich an der Länge Ihrer alten. Oder Sie längen Sie wie folgt ab: Kette auf Blatt und großes Ritzel, Kettenenden zusammenführen und fünf (Hardtail) bzw. sechs (Fully) Glieder überlappen lassen.
  4. Kette einfädeln: Achten Sie auf die Laufrichtung: Fädeln Sie die Kette mit der Shimano-Aufschrift nach außen (zu Ihnen) von unten durch den Schaltkäfig. Kette vernieten oder Kettenschloss über der Kettenstrebe zusammenstecken und mit Druck aufs Pedal verschließen.
  5. Zug klemmen: Nun den Zug in die Führung der Klemme am Schaltwerk legen und mit dem 4-mm-Inbus festziehen. Anzugsmoment: 6-7 Nm. Achtung: Das Schaltwerk dabei nicht versehentlich Richtung Achse drücken, sonst stimmt die Spannung von Beginn an nicht.
  6. Innerer Anschlag: Analog zu Schritt 3 stellen Sie den inneren Anschlag ein. Legen Sie am Schalthebel den kleinsten Gang (= größtes Ritzel) auf. Nun die untere der beiden Schrauben mit 2-mm-Inbus so rein-/rausdrehen, dass das Schaltröllchen exakt unter dem Ritzel steht.
  7. Abstand: Über die weit oben am Schaltwerk liegende „End-adjustment“-Schraube (einst als „B-Screw“ bekannt) stellen Sie den vertikalen Abstand des Schaltwerks ein. Er sollte von der oberen Leitplatte bis zur gedachten Linie von Zahn zu Zahn (gr. Ritzel) 46 mm betragen.
  8. Kettenstabilisator ausschalten: Der Kettenstabilisator sorgt für eine erhöhte Spannung des Schaltwerks und unterbindet damit Kettenschlagen. Zur Feinjustage der Zugspannung empfiehlt es sich, den Kettenstabilisator auszuschalten („Off“-Stellung„).
  9. Spannung justieren I: Schalten Sie alle Gänge mehrmals durch. Legen Sie dann einen (mittleren) Gang ein, der 5-7 Schaltgänge vom größten Ritzel entfernt ist. Bleibt die Kette bei einem größeren Ritzel hängen, erhöhen Sie vorab die Zugspannung.
  10. Spannung justieren II: Erhöhen Sie die Spannung (Schraube rausdrehen!), bis die Kette auf dem mittleren Ritzel (siehe Schritt 10) Geräusche macht, also am nächsthöheren Ritzel schleift. Dann die Schraube wieder fünf Klicks reindrehen!

Linkglide Technologie

Linkglide: Kassetten mit dieser Technologie sind äußerst widerstandsfähig und haben eine lange Lebensdauer. Damit sind sie prädestiniert für den Einsatz am E-Bike, wo ein hohes Drehmoment anliegt, aber auch für Alltagsradler, die immer in demselben Gang fahren. Auch unter Last die Gänge zu wechseln, ist kein Problem.

Die Gangwechsel gehen extrem sanft vonstatten, weil Shimano die Schalthilfen so angepasst hat, dass die Kette quasi ohne Ruckeln zwischen den Ritzeln wechselt. Das macht nicht nur das Schalten angenehmer, sondern auch das Pedalieren. Und es reduziert den Verschleiß, was wieder der Haltbarkeit zugutekommt.

Erfahrungen und Bewertungen

Viele Nutzer schätzen die hohe Qualität und Präzision der Shimano XT Schaltwerke. Das RD-M8000 ließ sich ohne Probleme einbauen und hat sofort funktioniert. Nur die Begrenzung des großen Ritzel musste etwas justiert werden. Das Schalten macht eine Freude, die Gänge lassen sich exakt, schnell und auch unter Last einwandfrei schalten.

Einige Nutzer haben jedoch festgestellt, dass der Kraftaufwand zum Schalten höher ist als bei älteren Modellen. Außerdem gab es Berichte über gebrochene Plastikhebel für den Shadow RD+.

Anwendungsbereiche

Das Fahrrad Schaltwerk ist ideal für die Nutzung am E-Bike in ruppigem Terrain. Im Regelfall tritt das nur bei MTB auf - es sei denn, Du raeuberst Bordsteine oder faehrst Treppen mt Deinem Rad.

MM Yamaha PW45 (ehem. Bei einem Rad das nie im Gelaende bewegt wird, braucht man kein Shadow+ (oder Typ2 wie es bei SRAM heisst). Es soll ja das Schwingen der Kette und dadurch verursachte Probleme (chainsuck, durchrutschende oder abfallende Ketten) verhindern.

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