Jeder Fahrer verdient eine professionelle Ausrüstung und SHIMANO bietet ein vielfältiges Schuhprogramm, das den unterschiedlichsten Einsatzzwecken gerecht wird. SHIMANO hat auf allen Ebenen dank cleverer Ingeniuersleistungen und jahrzehntelanger Erfahrung hervorragende Fahrradschuhe im Sortiment - für Radfahrer aller Disziplinen und Leistungsstufen!
Ein Radschuh ist ein komplexes Gebilde aus vielen Faktoren: Sohle, Verschluss, Innensohle, Außenmaterial usw. Je nach Anwendungszweck können diese einzelnen Teile sehr unterschiedlich aussehen.
Anatomisches Design
Die Verschlusssysteme von SHIMANO-Schuhen entsprechen der Anatomie des Fußes und sorgen so dafür, dass weniger Druck und Belastung auf die höchsten Punkte des Fußes ausgeübt werden. Indem sie den Fuß sicher und gleichmäßig umschließen, steigern sie den Komfort und intensivieren die Kraftübertragung.
Asymmetrisches Riemendesign
Anders als herkömmliche Verschlüsse reduzieren die anatomisch präzise ausgerichteten Riemen von SHIMANO die Belastung am höchsten Punkt des Fußes, der in der Regel am meisten Druck ausgesetzt ist.
BOA®-Drehverschluss
Die mühelos einstellbare Powerzone-Drahtführung gibt dem Vorderfuß sicheren Halt. Durch Wickeln des Drahts um den Haken wie in der Abbildung gezeigt wird ein engerer Sitz erreicht.
Flacher, zurückgesetzter Ratschenverschluss
Extrem flacher zurückgesetzter Ratschenverschluss gibt sicheren Fußhalt.
Das Boa®-System
Das Boa®-System bietet präzise Einstellmöglichkeiten für einen passgenauen Sitz. Blitzschnelle, einhändige Justierung, sicherer Verschluss und Schnell-Entriegelung.
Massgeschneiderte Passformen für deine Füße
Die thermoplastischen Custom-Fit-Innensohlen von SHIMANO haben das Feld der Fahrradschuhe revolutioniert. Sie sind mit ergonomischem, thermoplastischem EVA mit einer festen, hochdichten PE-Stützstruktur ausgestattet und bieten zudem individuelle Gewölbepolster-Optionen. So liefern sie von Anfang an besten Halt, Komfort und Stabilität.
Formwerkzeug für Custom-Fit-Innensohlen
Das Formwerkzeug für Custom-Fit-Innensohlen bewahrt die Form der thermoplastischen Innensohlen und liefert präzise geformte Sohlen für mehr Kraft, Komfort und Unterstützung.
- Passgenau anliegende Fersenkappe: Die stabile Fersenkappe umschließt die Ferse passgenau und hält sie sicher in Position.
- Rutschhemmende Oberfläche: Gewährt Ihrem Fuß verlässlichen Halt und Unterstützung für optimale Pedaliereffizienz.
- Thermoplastische EVA-Schicht: Ermöglicht die Anpassung der Innensohlen an die jeweilige Fußform.
- Hochdichtes Thermoplast-PE-Poslter mit tieferer Fersenkappe: Sorgt für hervorragende Steifigkeit, Stabilität und Halt.
- Gewölbepolster Mittel-Flach: Die erste von zwei Gewölbepolster-Varianten - zum Abstützen eines durchschnittlichen bis flachen Fußgewölbes entwickelt.
- Gewölbepolster Hoch-Mittel: Die zweite Gewölbepolster-Variante - zum Abstützen eines durchschnittlichen bis hohen Fußgewölbes entwickelt.
Die Custom-Fit-Innensohlen verteilen den Druck gleichmäßiger, stützen das Fußgewölbe in einem breiteren Bereich ab und sorgen so für noch mehr Komfort auf langen Strecken.
Klicksysteme: Mehr Leistung und Sicherheit
Als Einsteiger - egal ob auf Rennrad oder MTB - fährt man anfangs meist noch mit den "normalen" Flat-Pedals - ohne Klicksystem. Wenn man sich allgemein erst mal an den besonderen Rahmenaufbau von Rennrad und Mountainbike gewöhnt hat, ist man schnell angefixt und will die persönlichen Trainingserfolg pushen. Ein recht einfaches Mittel zur Leistungsverbesserung sind daher Klicksysteme.
Systempedal - auch Klickpedal genannt, ermöglicht durch Bindungselemente eine feste Einheit aus Schuh und Pedal. Das Bindungssystem gleicht dem von Skischuhen, aber es wird nur im Vorderfußbereich eingeklickt.
- Schuhplatten: Im Englischen auch Cleats genannt, sind die Verbindungselemente zwischen Schuh und Pedal. Ohne Sie kann keine Einheit gebildet werden.
- Floatwinkel: Ist die seitliche Bewegungsfreiheit bei eingeklicktem Schuh.
- Auslösehärte: Beschreibt, wie weit bzw. mit welchem ‚Kraftaufwand‘ der Fuß nach außen gedreht werden muss, damit sich die Bindung löst.
- Cleat-Abdeckungen: Sind dazu da die Schuhplatten zu schützen, zum Beispiel bei Laufpassagen oder beim Verstauen.
Vorteile von Klicksystemen
Klicksysteme bieten viele Vorteile, die ein Plattformpedal nicht bieten kann. Mit dem Klicksystem werden Schuh und Pedal zur festen Einheit. Durch das Begrenzen des Bewegungsspielraumes kann die Trittkraft optimal an Pedal, Kurbel, Kette und schlussendlich den Rädern weitergegeben werden. Es kommt bei gleichem Kraftaufwand mehr Leistung am „Antrieb“ an. Zudem haben Fahrradschuhe eine steifere Sohle, die zusätzlich für eine bessere Kraftübertragung sorgen. Oft sind die Klick-Pedale auch leichter als Plattformpedale.
Wenn man das Klicken beherrscht, kann man beobachten, wie sich die eigene Performance verbessert und das ohne eine Steigerung des Trainings. Außerdem wird so der Einstieg in den runden Tritt erleichtert. Dieser setzt sich aus einer ziehenden und drückenden Bewegung der Füße zusammen. Sind Pedale und Schuhe richtig eingestellt, können Haltungsschäden vorgebeugt werden. Ebenso können Kniegelenke und der Muskelapparat entlastet werden. Die gesamte Beinstellung wird so effizienter.
Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist das Verhindern von Abrutschen bei Nässe. Aber auch wenn es im stehenden Wiegeschritt bergauf geht, ist die Gefahr des Abrutschens nicht zu unterschätzen. Reine Sportschuhe mit vergleichsweiser glatter Sohle geben meist nicht genug Halt. Standardpedale haben oft eine ebene Oberfläche oder kommen als sogenannte Bärentatzen. Sie können dennoch ohne feste Verbindung nicht den Halt geben, die ein Klicksystem bereitstellt.
SPD und SPD-SL: Die Unterschiede
Allgemein lässt sich direkt eine Unterscheidung zwischen Off-Road und On-Road Systemen erkennen. Hintergrund sind die unterschiedlichen Anforderungen, die durch Rennradschuhe und MTB-Schuhe gestellt werden. Wir zeigen hier anhand der gängigsten Systeme von Shimano, SPD und SPD-SL, die Unterschiede auf. Vorteil beider Systeme ist, dass sie in ihrem jeweiligen Anwendungsbereich die Platzhirsche sind und in Punkto Preis/Leistungsverhältnis kaum zu toppen sind.
SPD-SL: Für Geschwindigkeit entwickelt
Das SPD-SL Klicksystem von Shimano ist für Geschwindigkeit entwickelt. Daher sind auch die Pedalplatten an den Schuhen etwas größer. Außerdem werden die Cleats auf den Rennradschuh geschraubt. Das erschwert zwar das Laufen, verbessert aber die Kraftübertragung und die Haltung zu Pedal und Rahmen. Da die Pedalplatten aufgesetzt sind, nutzen sich diese schneller durch das Laufen oder häufige und intensive Nutzung ab. Sie sind daher aus Kunststoff gefertigt.
Die Pedalplatten von Shimano haben am Ende, Richtung Ferse, zwei farbige Aufsätze. Diese zeigen den Abnutzungsgrad an und damit wann die Pedalplatten ausgetauscht werden sollten. Außerdem schützen Sie durch eine leichte Erhöhung das vordere Ende der Pedalplatte, die in die Bindung eingeklickt wird.
Befestigt werden die SPD-SL-Cleats mittels dreier Schrauben an den Schuhen. Die Pedalplatten können individuell am Schuh angebracht werde. Ob die Platte richtig sitzt, überprüft man durch einfaches Ausprobieren - also das wiederholte Ein- und Ausklicken. Um das Einstellen zu erleichtern haben Rennradschuhe auf der Sohle Abstandsmarkierungen, so dass Sie auch beim Wechsel der Schuhe die Einstellung Ihrer Pedalplatten einfach übertragen können.
Shimano bietet durch drei unterschiedliche Pedalplatten-Arten außerdem die Möglichkeit die seitlich Bewegungsfreiheit der Cleats in den Pedalen zu steuern. Wir empfehlen für Einsteiger die gelben Pedalplatten (7517). Diese bieten den größten Spielraum mit bis zu 6° Rotationswinkel.
Das Pedalsystem selbst kann je nach Ausführung nochmal individuell eingestellt werden. Einsteiger SPD-SL Pedale haben eine weiche Auslösehärte. Das ist insbesondere für Anfänger sinnvoll, damit sie sich beim Anhalten schnell aus dem Pedal lösen können.
SPD: Für den Off-Road-Bereich
Das SPD-Klicksystem ist für den Off-Road-Bereich entwickelt. Da im Off-Road-Bereich Laufpassagen häufiger vorkommen ist das Versenken der Cleats in der Sohle ein logischer Schritt, um diese zu schonen. Die Cleats werden mit lediglich zwei Schrauben angebracht.
Auch die Auflagefläche unterscheidet sich von der des SPD-SL Systems. Die Kontaktfläche ist kleiner, da im MTB-Bereich die effiziente Kraftübertragung nicht im Mittelpunkt steht. Dennoch optimiert auch hier die Einheit aus Schuh, Pedalplatte und Pedal auch die Kraftübertragung.
Man muss hier aber nochmal zwischen den Off-Road-Bereichen differenzieren. Je rasanter der Radsport desto kleiner wird der Pedalkäfig, also die gesamte Auflagefläche des Pedals. Die tatsächliche Kontaktfläche wird durch die Tiefe der eingelassenen Pedalplatten am Schuh individuell festgelegt. Die abgeflachte Fläche rund um den Cleat sollte aber unbedingt aufliegen - da hier die Kraftübertragung stattfindet. Aber auch diese Aussparung wird von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich groß gestaltet.
Auch an SPD-Pedale kann die seitliche Bewegungsfreiheit, der sogenannte Floatwinkel, individuell eingestellt werden. Hier muss man als Einsteiger etwas mehr ausprobieren, bis die richtige Einstellung gefunden ist. Aufgrund des unebenen Untergrunds ist die seitliche Bewegungsfreiheit ein wichtiger Faktor. In der Regel wird im MTB und Trail Bereich eine höhere Beweglichkeit des Fußes benötigt, weshalb der Floatwinkel weiter eingestellt wird. Gerade am Anfang führt ein spitzer Winkel aber zu einem größeren Sicherheitsgefühl. Wenn die Trails später anspruchsvoll werden, ist der weite Winkel von Vorteil, da aktiv und unterstützend mit den Füßen gelenkt werden kann.
Shimano bietet auch hier verschieden Pedalplatten an. Unterscheiden lassen sie diese in Single-Release und Multi-Release. Die Single Release Cleats ermöglichen einen einfachen Ausstieg, d.h. die Ferse wird zum Ausklicken seitlich weggedreht um die Bindung zu Lösen. Der Mehrfachausstieg durch die Multi-Release Schuhplatte kann sowohl durch ein Drehen der Ferse nach außen als auch durch Kippen ausgeklickt werden. Aber auch durch das Nachuntendrücken der Ferse kann die Bindung gelöst werden. Hier spielt auch die Aushärte eine Rolle.
Kompatibilität und Passform
Grundsätzlich gilt, die verschiedenen Klick-Systeme sind meistens inkompatibel zueinander. Beim Kauf der passenden Radschuhe ist auf jeden Fall auf die Kompatibilität zu achten. Diese sind in der Regel bei den Produktbeschreibungen enthalten.
Ob der Schuh SPD oder SPD-SL kompatibel ist, lässt sich leicht mit einem Blick auf die Sohle klären. Wie bereits gesagt, sind die Befestigungsmechanismen unterschiedlich und damit auch die Loch-Bohrungen. Daher entscheidet man sich in der Regel erst für ein Pedalsystem und kauft dann passend dazu Schuhe. Es gibt aber auch Hersteller, die ermöglichen, durch Mehrfach-Lochung, sowohl eine MTB- als auch Rennrad-Pedalssystem Nutzung.
Zu beachten ist aber auch, dass der Knackpunkt bei den Pedalsystemen gerade der passende Schuh ist. Wie bei normalen Schuhen auch, müssen diese zum Fuß passen. Fahrradschuhe müssen sich an den Fuß anschmiegen, um Halt zu bieten, aber auch um optimale Kraftübertragung zu ermöglichen. Sie dürfen aber nicht zu eng sitzen, da beim Pedalieren die Füße etwas anschwellen - gerade im Sommer. Da unterscheiden sich die Radsportschuh-Typen nicht.
Die perfekte Passform des Fahrradschuhes ist ein absolutes Muss, da die Belastungspunkte an den Füßen beim Pedalieren immer gleich bleiben.
Montage und Einstellung der Pedalplatten
Damit Klickpedale ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Pedalplatten (Cleats) korrekt an den Schuhen montiert werden.
- Position bestimmen: Am besten barfuß auf Papier stellen und die Ballenpunkte markieren.
- Cleats vormontieren: Locker anschrauben, Position entlang der Markierungen anpassen.
- Probefahrt machen: Im Stand (z. B. an der Wand oder auf der Rolle) mehrmals ein- und ausklicken.
- Festziehen & kontrollieren: Nach dem Feintuning die Schrauben mit passendem Drehmoment fixieren.
Tipps und Ratschläge für Einsteiger
Die größte Hürde für das Klicksystem ist die Angst vorm Umfallen, weil man nicht schnell genug aus der Bindung kommt - im Stadtverkehr, auf der Straße, vor anderen Radfahrern. Nicht nur, dass es jeder sieht, sondern auch die blauen Flecke, die darauf folgen sind nicht gerade Pluspunkt.
ABER: Klicksysteme sind aus dem Ski-Bindungssystem abgeleitet. Daher lässt sich die Bindung immer lösen. Sie müssen keine Angst vor verdrehten Knöcheln oder ähnlichem haben. Nur durch Üben werden Sie zum „Klick-Profi“. Dazu das Rad am besten so stellen, dass Sie sich an einer Wand oder ähnlichem festhalten können. Und dann geht’s los mit Aufsitzen und einklicken und ausklicken und einklicken und ausklicken… Sie bekommen so ein Gefühl, wie Sie die Füße stellen müssen, wie viel Kraftaufwand Sie benötigen und auch, ob Ihre Pedalplatten richtig eingestellt sind. Außerdem wird so das Muskelgedächtnis angesprochen.
Wenn Sie sich dann sicher fühlen, planen Sie nur kurze Touren, die am besten nicht durch den städtischen Verkehr führen. Auch, wenn Sie mal umfallen, seien Sie unbesorgt. Denn da müssen wir ehrlich sein, jeder der auf Klicksystem umgestiegen ist, ist auch schon umgefallen.
Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob dein reines Klickpedal das richtig ist, kann auch auf sogenannte Kombipedale zurückgreifen. Diese sind von zwei Seiten nutzbar. Eine Seite mit Klickmechanismus, die andere Seite ohne Klicksystem als Flat Pedal. Das Kombipedal ist nur als SPD/Flat-Kombination erhältlich. Der Aufbau des SPD-SL-Pedals ermöglicht keine solche Konstruktion, da die Pedalplatte beim Einklicken ins Pedal versenkt werden. So entsteht eine konvexe Form der Unterseite beim SPD-SL Pedal. Für MTB-Biker ist das also eine einfache und kostengünstige Lösung.
Der Umstieg auf Klickpedale lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man am Anfang den ein oder anderen blauen Fleck davonträgt. Steigende Sicherheit und auch eine bessere Performance überwiegen langfristig. Hat man einmal das Fahren mit den Klickies raus, möchte man nicht mehr ohne Fahren.
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