Shimano Scorpion DC: Wurfgewicht und Daten im Detail

Für die Saison 2018 hat Shimano ein umfassendes Lineup an Baitcast-Rollen im Programm. Insgesamt sind es 16 Shimano Baitcaster Süßwasser-Modelle und verschiedene 29 Versionen. Eine davon ist die Shimano Scorpion DC, die sich durch ihr Digital Control System auszeichnet.

Überblick über Shimano Baitcaster

Shimano bietet eine breite Palette an Baitcastern für unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets. Hier ein kurzer Überblick über einige Modelle:

  • Calcutta Conquest: Eine der schönsten Rollen auf dem Baitcast-Markt, erhältlich als 201er und 301er Version.
  • Calcutta D: Geeignet für Swimbaits und Jerkbaits.
  • Cardiff A: Eine günstige und kompakte schwere Baitcaster, ideal für Einsteiger.
  • Corvalus: Eine preiswerte Option für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Alde BFS XG: Ein ultrahochgezüchtetes Bait Finesse-Tool für kleine Köder.
  • Tranx: Eine Bigbait-Rolle mit fetter Bremskraft.
  • Metanium MGL: Eine beliebte Rolle mit guten Wurfeigenschaften und leichtem Gewicht.
  • Chronarch MGL: Zeichnet sich durch eine herausragende Wurfperformance aus.
  • Curado K: Der Nachfolger der Curado 201 I mit neuen Features.

Die Shimano Scorpion DC im Detail

Die Scorpion DC ist eine Baitcaster mit Digital Control System (DC), die sich besonders für Angler eignet, die Wert auf Wurfweite und Kontrolle legen. Nachdem ich lange genug DC Rollen in den Videos von John B und anderen gesehen habe, musst ich auch eine haben. Also habe ich mir eine Scorpion DC aus Japan geholt.

Optik und Design

Optisch sticht zuallererst der schwarze Glanzlack in Kombination mit den roten Highlights an der Spooltension auf. Sehr schick und nicht aufdringlich. Im Lack sind, auf den ersten Blick kaum auffallende, Glitterpartikel eingearbeitet. Ansonsten gibt es keine großen optischen Überraschungen. Das die Rolle nicht sehr groß ist, ist klar. Auch mit relativ kleinen Händen lässt sie sich ganz locker palmen. Sie liegt also sehr gut in der Hand und kurbelt sich schon rund. Das asymmetrische Design der Daumentaste hätte von mir aus nicht sein müssen, stört aber in keiner Weise. Die Daumentaste ist aus Kunststoff, fühlt sich aber angenehm und solide an. Das Geräusch beim Einrasten und beim Ausklinken ist satt. Außen rundum ist also alles okay.

Das Digital Control System I-DC 5

Das Herzstück der Scorpion DC ist das namensgebende Digitale Control System I-DC 5. Aus diesem Grund möchte ich darauf ganz besonders eingehen. Die Spool Tension und die Kampfbremse sind, wie bei Shimano üblich tadellos, aber es soll jetzt an das Eingemachte gehen.

Das I-DC 5 ist die derzeit neueste Version der DC-Bremssysteme. Dabei gibt es zwei Einstellparameter. Man kann zum einen, über ein Einstellrad unter der Abdeckung der No-Handle Seite, die verwendete Schnur einstellen. F steht für Fluorocarbon, PE steht für geflochtene Schnur und N steht für Monofile Schnur aus Nylon. Außen gibt es dann noch ein Einstellrädchen über das man die Bremsstufen 1, 2, 3, 4, und A (Automatik) wählen kann. Dabei sind die Einstellungen laut Hersteller wie folgt aufgeteilt:

  • 1 für schwere Köder von 18 bis 30 g.
  • 2 für mittlere Köder von 10 bis 20 g.
  • 3 für kleine Köder von 8 bis 12 g.
  • 4 für sehr leichte Köder von 5 bis 8 g.

Durch dich Verwendung eines Ringmagneten soll die Bremskraft gleichmäßig verteilt werden. Das verbessert laut Shimano die maximale Spulenumdrehung zu Beginn des Wurfes um bis zu 12 %. Der Computer Chip des I-DC 5 soll 1000 mal in der Sekunde die optimale Drehung, beziehungsweise die ideale Bremsabstimmung, errechnen. Das I beim I-DC 5 steht dabei für Intelligent, was man bei der Rechenleistung nur schwer abstreiten kann.

Das I-DC 5 System braucht übrigens keine Batterien oder ähnliches. Man wechselt schließlich normalerweise nicht täglich den verwendeten Schnurtyp. Achtung, um die Seitenplatte abzunehmen müssen sowohl das Rädchen der Bremse als auch der kleine Hebel hinten auf „open“ eingestellt sein. Das gilt auch für das Schließen der Seitenplatte.

Praxiserfahrungen mit dem I-DC 5

Bei mir richtet sich die Bremseinstellung weniger nach dem Gewicht, sonder danach was ich machen möchte. Möchte ich lange Überkopfwürfe machen ist meine Einstellung quasi immer zwischen 1 und 2, ungeachtet des Ködergewichts. Mit 2 komme ich selbst bei eher unguten Windverhältnissen sehr gut klar. Auch mit Seitenwind und sogar mit Gegenwind kann man sehr gut werfen, wenn man ein kleines bisschen aufpasst.

Beim Pitchen und anderen Würfen auf kurze Distanzen verwende ich bei Windstille auch die Einstellungen 1 oder 2. Bei den beiden kleineren Einstellungen habe ich das Gefühl, dass das DC System einfach nicht so richtig greift. Ich weiß nicht ob es durch die kurze Distanz zu wenig Zeit zum korrigieren hat, oder ob durch die gezielten, kurzen Würfe die Spule zu wenig beschleunigt wird, dass das DC System bei niedrigen Einstellungen reagiert. Die Automatik Einstellung verwende ich übrigens nie, da ich überzeugt bin, dass ein erfahrener Werfer besser weiß was er will als eine Automatik.

Vor- und Nachteile des DC Systems

Es steht völlig außer Zweifel, dass ein Baitcaster geübter Angler mit einem herkömmlichen Bremssystem mindestens genau gleich weit werfen kann. Möglicherweise ist ein traditionelles Bremssystem und ein gut trainierter Daumen sogar deutlich überlegen, besonders wenn die Bedingungen günstig sind. Sobald man aber mit Wind zu kämpfen hat, spielt das I-DC 5 der Scorpion DC ihre Stärken voll aus. Ich habe noch nie so angenehm bei Seitenwind oder sogar bei Gegenwind geworfen wie mit dieser Rolle. Die Hilfe des Chips ist bei problematischen Bedingungen mehr als deutlich zu spüren.

Die Scorpion DC glänzt dort wo andere Rollen an ihre Grenzen stoßen. Obwohl die Spule der Scorpion DC mit 18 g ohne Schnur recht massiv daher kommt, ist sie erstaunlich lightfähig.

Weitere Meinungen und Erfahrungen

Einige Angler haben die Scorpion DC auf verschiedenen Ruten getestet und ihre Erfahrungen geteilt:

  • Auf einer Poison Adrena MH ist die Rolle gut aufgehoben.
  • Im Bereich von 8-15g ist das DC-System der Scorpion durchaus sinnvoll einsetzbar.
  • Die Metanium DC hat eine Spule der 100er Größe, was für kleinere Köder vorteilhafter ist.

Alternativen zur Scorpion DC

Es gibt auch andere DC-Rollen von Shimano, die in Betracht gezogen werden können:

  • SLX DC XT: Ab 5 Gramm geht es los bei der Rolle und ab 7Gramm macht sie richtig Spaß.
  • Curado DC 151 HG: Eine vielseitige Rolle mit I-DC4-Bremssystem.

Zusammenfassung der wichtigsten Daten

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Daten der Shimano Scorpion DC zusammen:

Merkmal Details
Digital Control System I-DC 5
Schnureinstellungen Fluorocarbon (F), Geflochtene Schnur (PE), Monofile Schnur (N)
Bremsstufen 1, 2, 3, 4, A (Automatik)

Die insgesamt 15 verschiedenen Einstellmöglichkeiten des I-DC 5 lassen bei mir keine Wünsche offen.

Die Größe ist ideal zum Barschangeln, für Zander und auch für das leichte Hechtangeln. Bisher habe ich meine Investition nicht bereut. Ich habe die Scorpion DC sehr oft am Wasser. Super ist, dass mein Selbstimport mehr Einstellmöglichkeiten und eine kleinere Spule als die Curdao DC hat und billiger ist als die Metanium DC.

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