Shimano SLX 151: Details, Leistung und Wurfgewicht im Test

Die SLX ist eine der beliebtesten Baitcaster von Shimano und verbindet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit solider und zuverlässiger Performance. Im günstigeren Preissegment muss man oft Kompromisse bei der Qualität eingehen. Das gilt allerdings nicht für die SLX. Diese Baitcaster setzt neue Maßstäbe im günstigeren Preissegment. Zudem verfügt sie über ein leichtes und leistungsfähiges HAGANE Gehäuse, das auch unter Belastung äußerst effektiv arbeitet.

Die SLX ist für Baitcasting Einsteiger die ideale Wahl. Wer bislang nur mit Stationärrollen gefischt hat und jetzt auch in den Genuss einer schnelleren, kompakteren und leichteren Baitcaster kommen möchte, der ist mit einer SLX sehr gut beraten. Aber auch erfahrene Baitcaster-Enthusiasten, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis zu schätzen wissen, sollten sich die SLX unbedingt genauer anschauen. Was auch immer die Motivation ist, mit diesem Preis-Leistungs-Champion kann man nichts falsch machen. Das unverwechselbare, kompakte HAGANE Gehäuse, das auch für unerfahrene Angler einfach zu handhaben und zu bedienen ist, beherbergt viele der bewährten und zuverlässigen Technologien, die man ebenso in den hochpreisigen Modellen findet.

Technische Details und Funktionen

Im Wurf wird die Geschwindigkeit der Spulenrotation mittels SVS Infinity Bremssystem reguliert, welches über einen externen Drehknopf nahezu stufenlos eingestellt werden kann. So lässt sich die Spulenbremse unkompliziert entsprechend der Ködergröße und den persönlichen Vorlieben anpassen. Darüber hinaus reduzieren die exklusiven S3D Spool und Silent Tune Technologien Vibrationen an der Magnumlite III Spule beim Werfen. Die etwas längere Kurbel wird schon ab dem ersten Drill durch eine verbesserte Cranking-Power überzeugen.

Shimano SLX DC XT: Ein Wendepunkt?

Die SLX Serie in dem Shimano Baitcaster Lineup hat einen Budget-Beigeschmack, aber die Shimano SLX DC XT soll einen Wendepunkt darstellen. Zumindest vermitteln die Spezifikationen den Gedanken, dass die SLX Serie einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat. Die Shimano SLX DC XT macht optisch einen sehr guten Eindruck. Im Gegensatz zum schlichten Schwarz als Grundton für die vorhergehenden Modelle, hat die SLX DC XT eine eher metallisch graue Optik. Im Sonnenlicht kann man im richtigen Winkel das SLX DC Logo sehr gut erkennen. Das Einzige was noch an die auffällig blauen Schriftzüge und Aufdrucke der alten SLX Baitcaster erinnert, ist ein kleines Detail an der Spool Tension und an der Handle Nut. Das Handle hat einen diskreten Schwung, was auch zur restlichen eher unauffälligen Gestaltung passt. Zu diesem angenehm schlichten Aussehen passen auch die dezenten Soft Touch Knobs. Ein visuelles Highlight ist auf jeden Fall der Daumentaster. Der metallisch glänzende Look ohne Inlay sticht schnell ins Auge.

Das Innere der SLX DC XT

Der Daumentaster hat zum Glück keine fühlbare Schwammigkeit. Entweder er ist gedrückt oder nicht, dazwischen ist kein unnötiges Spiel. Das Gefühl des Widerstandes beim Drücken ist perfekt, aber das Geräusch könnte für meinen Geschmack ein bisschen weniger hohl sein. Im Inneren der Rolle sorgen die Micro Module Gears für ein sehr smoothes Kurbelerlebnis. Ich war extrem überrascht wie smooth sich die Shimano SLX DC XT kurbelt. Meiner Meinung nach kann das auf jeden Fall mit dem Kurbelgefühl einer Shimano 2020 Metanium MGL mithalten. Prinzipiell habe ich das Gefühl, dass die Toleranzen der Shimano SLX DC XT extrem gut sind. Oft hatte ich ein etwas ungutes Gefühl beim Spiel im Handle oder Anti Reverse Bearing der letzten Shimano Baitcaster die ich getestet habe. Bei der SLX DC XT kann ich diese Probleme aber nicht feststellen.

Bremsen und Einstellungen

Die Sternbremse der Shimano SLX DC XT klickt schön und präzise wenn man sie verstellt. Der Widerstand fühlt sich gut an und die verschiedenen Klicks wirken sehr definiert. Leider hat der Spool Tension Knob keinen Klicker verbaut. Im Gegensatz zu den alten SLX DC Baitcastern mit dem i-DC 4 verfügt die Shimano SLX DC XT über das moderne i-DC 5 Bremssystem. Das i-DC 5 hat eine Vielzahl an möglichen Einstellungen um das Bremsverhalten so gut wie möglich an die Bedingungen anpassen zu können. Man kann ganz prinzipiell zwischen F (Fluorocarbon), N (Nylon/Mono) und P (Geflecht) wählen. Sobald die verwendete Schnur eingestellt ist kannst du genauere Feineinstellungen vornehmen. Am Wahlrädchen am Non Handle Side Plate kann man dann noch 1, 2, 3, 4, oder W auswählen. 1 ist die schwächste Einstellung, 2, 3 und 4 sind natürlich stärker. W ist die fünfte Einstellung und sollte laut der Bedienungsanleitung von Shimano Japan für starken Wind verwendet werden.

Ich finde, dass das i-DC 5 der Shimano SLX DC XT dem i-DC 4 um Welten überlegen ist. Falls du eine Baitcaster mit der 4er DC System hast und zufrieden bist solltest du keine Baitcaster mit dem 5er kaufen, weil du die alte Rolle danach nie wieder angreifen wirst!

Praxiserfahrungen mit der SLX DC XT

Ich habe die Shimano SLX DC XT ein bisschen mit Rubber Jigs geangelt und ganz viel mit Hardbaits. Die Hauptschnur war Sufix Advance Fluorocarbon. Hardbaits sind für das Bremssystem auf jeden Fall ein bisschen mehr Herausforderung als ein sehr kompakter Jig oder ein sehr kompaktes Rig, besonders bei Wind. Wie oben schon erwähnt ist mir sofort aufgefallen, wie extrem smooth sich die SLX DC XT kurbelt. Durch die Micro Module Gears ist es ein Gefühl wie mit einem heißen Messer durch Butter zu schneiden. Entgegen dem Ruf der SLX Serie kann diese Rolle von der Buttrigkeit auf jeden Fall mit einer Metanium MGL mithalten. Die Rolle liegt gut in der Hand und ich empfinde sie als sehr angenehm. Sie ist im Wurf gutmütig, aber greift bei richtiger Einstellung nicht zu stark ein und somit kommt man auch auf sehr gute Distanzen, selbst mit leichten Hardbaits. Jeder Wurf wird vom berühmten DC Whine, dem charakteristischen Ton der DC Rollen begleitet. Mir macht es immer wieder Freude dieses Geräusch zu hören. Außerdem ist das Kurbeln und das Verstellen der Bremse sowie das Drücken des Daumentasters immer von einem soliden, wertigen Gefühl begleitet.

Das minimale Wurfgewicht mit dem mehr oder weniger jeder klarkommen sollte ist meiner Meinung nach 5 g. Die Spule ist zwar mit 17 g recht schwer im direkten Vergleich mit anderen Baitcastern, aber für eine DC Baitcaster ist das ein sehr gutes Gewicht. Ich bin hin und weg, die Shimano SLX DC XT ist ganz schnell zu einer meiner absoluten Lieblingsrollen geworden. Es gibt nichts was mir nicht gefällt an der neuen DC Baitcaster mit der kleineren Spulengröße. Da das i-DC 5 dem i-DC 4 deutlich überlegen ist kann man mit der überraschend smoothen und schön verarbeiteten Baitcaster nur Spaß haben, vorausgesetzt man mag den DC Sound.

Shimano Curado DC 151 HG im Detail

Willkommen bei meinem Test der Shimano Curado DC 151 HG Baitcast-Rolle. Ich habe sie bestellt, unter die Lupe genommen und gefischt. Ich bin kein Fanboy einer bestimmten Marke, sondern von geilem Tackle. In meinem Arsenal befanden und befinden sich Abu Garcia Revos, Daiwas und eben Shimanos. Bis jetzt habe ich meine Rollen immer nach Köder- und Wurfspektrum und natürlich nach persönlichem Geschmack ausgewählt. Die Curado DC 151 HG kommt mit einer 7.4:1 Übersetzung, was soviel heißt, dass die Rolle mit einer Kurbelumdrehung, 79cm Schnur einzieht. Sie verfügt über 6+1 Kugellager, einem CI4+ Aluminiumgehäuse und hat eine Bremskraft von ca. 5 kg. Mit einem Gewicht von ca. 220g ist sie nicht gerade die leichteste Baitcast-Rolle, aber auch nicht die schwerste.

Ich würde die Shimano Curado DC 151 HG in der Kategorie Durchschnitt bis günstiger einordnen. In der günstigen Klasse hat Shimano die SLX DC platziert, in der höheren die Metanium DC, die gleich mal das doppelte kostet, die die Curado DC. Die Scorpion DC ist ein Model für den asiatischen Markt und ist dann eher eine entweder-oder-Frage bzw.

Mein erster Endruck der Curado DC war, sagen wir mal ernüchternd. Ich hatte das Päckchen erhalten, währen ich im Urlaub war, durfte also eine Woche lang eine gewisse Vorfreude aufbauen. Als ich die Box aber geöffnet hatte, war da eben nur das typische Shimano Zeug drin. Als ich die Rolle selbst ausgepackt habe, fehlte leider auch der Moment, den ich beispielsweise bei meiner ersten Daiwa Steez oder der Shimano Aldebaran hatte. Sie wirkt im ersten Moment einfach nicht hochwertig. Wie bereits erwähnt, kommt mit der Shimano Curado DC 151 HG weder eine Tasche noch sonst etwas. Die Rolle ist auch nicht, wie z.B. bei der Abu Garcia Revo Toro Beast in Schaumstoff gebettet. Der erste Eindruck zur Rolle selbst war nicht überaus positiv aber auch in keiner Weise negativ. Die Rolle ist ein Stück breiter als ich es mir erhofft hätte aber noch im Rahmen, dass ich mit meinen kleinen zarten Händen vernünftig greifen kann. Das Gehäuse ist weder zu viel Plastik, noch hochwertig. Einfach eine durchschnittliche Rolle aus dem Hause Shimano. Die Knobs gefallen mir allerdings nicht wirklich.

Die Curado DC im Einsatz

Die Shimano Curado DC 151 HG verfügt über vier Einstellungen. Von 1-4 vergrößert man die Bremskraft der Spule und erhält so mehr Unterstützung beim Wefen. Ich habe mir eine schöne M-Baitcast-Rute aus dem Hause Megabass geschnappt, welche speziell für Crankbaits, Chatterbaits und eventuell einen leichteren Spinnerbait herhalten soll. Sie hat ein Wurfgewicht von 7g - 28g und eine parabolische Aktion. Ich sehe die Curado DC weder im Finessebereich, noch in der Sektion Bigbait. Je nach benötigter Wurfweite, Zielfisch und Schnur würde ich sagen, dass sie sich ab 10g bis 30g am wohlsten fühlt. Klar kann sie mehr ab, das bezweifle ich nicht. Shimano gibt auch nur Aussagen wie „kann auch oder ist auch“ zu Papier, wenn es um das Fischen auf Hecht geht. Ich nutze diese Rolle wie gesagt hauptsächlich für Crankbaits, vibrierende Köder oder auch mal einen mittelschwereren Jig im Bereich um die 15g, weniger für leichte Köder. Hierfür habe ich die Tailwalk Fullrange in meinem Lineup. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, Flurocarbon zu nutzen. Mehr Dehnung als geflochtene Schnur und ehrlich? Da ich ein absoluter Nube bin, wenn es um härteres Flurocarbon aus Japan geht, bin ich auf Berkley gegangen.

Genug über die Verpackung und das ganze Drumherum geschrieben. Die Shimano Curado DC 151 HG ist der Wahnsinn! Das I-DC4-Bremssystem ist genial. Ihr müsst Euch das so vorstellen, ich habe zum Testen und weil gerade Forellenbesatz war, mit einem kleinen Meerforellenköder geangelt. Die Dinger stehen quasi in der Luft! Der erste Wurf mit dem Flugwunder war erwartend zaghaft und auch nicht sehr weit. Das Setting der Rolle war auf 4 gestellt, was soviel heißt wie „höchste Bremsunterstützung“. Hier merkt man doch, wie die Unterstützung ein bisschen weniger wird. Der Köder fliegt weiter und das Bremssystem surrt wie man es bei diesem System erwartet. Angeblich für Flurocarbon gedacht, sollten Köder hier wunderbar und nur noch durch den Daumen gebremst werden müssen, sobald der Köder auf das Wasser trifft. Die Rute also einmal gegen Himmel geneigt und gib ihm. Am meisten hat mich beeindruckt, wie man das Fluro dabei beobachten konnte, wie es versucht von der Rolle zu hüpfen und sich sofort wieder ablegt. Die geringste Bremsunterstützung findet man bei Stufe 1. Eher gedacht für geflochtene Schnüre und man darf hier in keinem Fall ohne Daumen werfen. Für mich ist die 1-Stufe eher eine reguläre Bremse mit DC-Sound.

Wer meint, dass er sich mit der Curado DC eine Baitcast-Rolle kaufen kann, die alles verzeiht, der liegt leider falsch. Es gibt an der Performance wenig auszusetzen. Das Teil ist ein Castingwunder und wer damit Probleme hat, der ist einfach nicht motiviert genug um es zu können oder sollte die Finger von Baitcastern lassen. Allerdings wäre mir ein etwas schnittigeres Gehäuse bei der Curado DC lieb gewesen. Gerade wenn es regnet, leidet die Griffigkeit schon sehr, was die hände ermüden lässt. Ich führe das auf meine kleinen Hände zurück, denke aber nicht, dass Angler mit großen Händen so begeistert sind, wenn sie dauernd zupacken müssen, als wäre ein Ölschicht auf dem Gehäuse. Die Rolle ist ein Muss! Man verlernt zwar bei dauerhaftem Gebrauch, den Daumen einzusetzen und backlashed beim Rollenwechsel erst einmal die Nicht-DC-Rollen, dennoch kann ich hier nur eine Kaufempfehlung aussprechen.

Das I-DC-Bremssystem der Curado DC besteht aus 2 Teilen. Einem Mikroprozessor und einer Spule, die ein Magnetfeld erzeugt das ganze System mit Energie versorgt. Der Mikroprozessor misst die Spulengeschwindigkeit und reguliert diese, um Backlashes zu vermeiden.

Ich möchte klar stellen, dass es sich hierbei nicht um eine Kooperation mit einer Person, Firma oder ähnlichem handelt. Ich habe mir die Shimano Curado DC 151 HG eingebildet, bestellt, bezahlt und fische sie jetzt auch ausgiebig. Es handelt sich hier also um meine subjektive Meinung und soll die Shimano Curado DC 151 HG weder unnötig in die Höhe loben, noch verunglimpfen.

Eignung für Hecht und andere Zielfische

Allgemein sollte ein 151er mit ca. 5,5 Kg Bremskraft zum Hechtangeln verwendet werden können, oder? Bin ja jetzt nicht an den Bodden oder in Mecklenburg unterwegs, sondern eher im Stadtgebiet an relativ kleinen Gewässern. Selbst wenn der Fisch gegen die Bremse ankommen sollte, dann hast Du immer noch den Daumen. Es müsste dann aber schon ein richtig kampfstarker Fisch sein.

Bist du schon mal an Grenzen gekommen (hohes Wurfgewicht oder Drill)? Werfe damit auch Westin Swim mit 90 Gramm. Kein Problem. Normal bin ich aber mit 20-50 Gramm bei der Rolle unterwegs. Kann mich nicht beklagen 👍🏻😎.

Alternativen und Empfehlungen

Ich habe dir Rolle vor einem Jahr gebraucht auf BA gekauft (meine erste BC-Rolle) und bin sehr zufrieden. Voteil gegenüber der "normalen" SLX ist meiner Meinung nach die Feinjustierung an der Fliehkraftbremse. Ich habe die XG, die HG sind leider immer sehr schnell vergriffen.

Ich finde die SLX ist eine mehr als anständige, gute und solide BC Rolle. Damit machst Du sicher nichts falsch. Vor allem in dem Wurfgewichtsbereich der von Dir angestrebt wird. Soll es doch noch ein wenig hochwertiger und besser ausgestattet sein würde ich die Curado 201K ins Rennen schicken wollen. ich kann die SLX XT empfehlen, wenn es etwas mehr als die SLX sein darf und weniger teuer als die Curado.

Du musst dir halt bewusst sein, dass es sich bei der SLX um das Einstiegsmodell handelt.

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