Die Shimano SLX-Gruppe hat sich im Bereich der Mountainbikes einen Namen gemacht, insbesondere durch ihre hervorragende Schaltfunktion. Dieser Artikel befasst sich detailliert mit der Haltbarkeit und Leistung der Shimano SLX, vergleicht sie mit anderen Shimano-Gruppen und gibt Einblicke in ihre Vor- und Nachteile.
Die Shimano SLX im Vergleich zu anderen Gruppen
Shimano bietet eine breite Palette von Schaltgruppen an, die sich in Preis, Leistung und Haltbarkeit unterscheiden. Die SLX positioniert sich dabei als eine Art "Brot-und-Butter"-Gruppe, die ein gutes Gleichgewicht zwischen Kosten und Leistung bietet. Im Vergleich zu den höherwertigen Gruppen XT und XTR gibt es jedoch einige Unterschiede:
- XT (Deore XT): Bietet eine sehr gute Schaltperformance und relativ niedriges Gewicht. Hier kommen hochwertige Materialien und genaue Fertigungsstandards zum Einsatz.
- XTR (XT-Race): Hier werden ausschließlich das Gewicht und Finish optimiert. Die Schaltperformance ist kaum besser als die der XT Gruppe, jedoch werden bei XTR die besten und leichtesten Materialien wie Titan und Carbon verwendet, um das Gewicht auf ein Minimum zu senken.
- Deore: Hier werden günstigere Materialien verwendet und die Gruppe ist insgesamt etwas schwerer, dafür jedoch deutlich günstiger in der Anschaffung.
Materialien und Gewicht
Die Wahl des Materials hat einen großen Einfluss auf das Gewicht und die Fertigungsqualität der Komponenten. Beispielsweise unterscheidet sich die Deore Kassette, die komplett aus Stahl besteht, zur XTR Kassette, welche aus drei Alu Ritzeln, vier Stahl und fünf Titan Ritzeln besteht, um knapp 200 Gramm. Die Gewichtsunterschiede der Komponenten sind teilweise recht dramatisch.
Auch die Haptik profitiert von den hochwertigeren Materialien. An den Schalthebeln werden bei den hochwertigen XT und XTR Gruppen Anti-Rutsch-Gummis verwendet, damit auch im ruppigen Mountainbike Einsatz jeder Schaltvorgang ausgelöst werden kann.
Bremsleistung und Standfestigkeit
Die Bremsen der SLX-Gruppe stehen in Bezug auf Dosierbarkeit, Bremskraft und Standfestigkeit der XT kaum nach. Im All-Mountain-Betrieb, beispielsweise am Gardasee, hielt sie den Belastungen mit der Scheibenkombination 203/180 Millimeter immer Stand - Systemgewicht Biker/Bike: 105 Kilogramm. Allerdings neigt die große Scheibe in Kombination mit einem Schwalbe-Fat-Albert-Reifen (2.4 Zoll) zu Vibrationen und klingelt oft.
Ein größeres Problem: der festgefressene Bremskolben! Nach rund 1500 Kilometern musste dieser mit viel Aufwand repariert werden.
Die neue Shimano SLX M7100 12-fach-Schaltung
Die Vorstellung der Shimano SLX M7100 als 12-fach-Variante war eine Überraschung. Beide Schaltungen (XT M8100 und SLX M7100) setzen auf die bewährten Features der High-End-Gruppe XTR. Die neue Shimano XT M8100- und auch SLX M7100-Schaltungen sind sowohl als 1-fach-Antrieb mit großer 10-51-Kassette als auch als 2-fach-Variante mit 10-45-Kassette erhältlich.
Dank der neuen ergonomischen und leichtgängigen I-SPEC EV-Hebel mit größerem Einstellbereich lassen sich beide Gruppen umfassend an die Vorlieben der Fahrer anpassen. Viele der Technologien der Top-Gruppe XTR finden sich auch in der XT- und SLX-Ausstattung. So verfügen beide z. B. über das HYPERGLIDE+ System. Was wie aus einer Durex-Werbung klingt, sorgt dafür, dass die Kette fast ohne Kraftunterbrechung und sehr leise über die Ritzel gleitet.
Sowohl für die Shimano XT als auch für die SLX gibt es außerdem zwei neue Bremsen. Bei den neuen Shimano XT- und SLX-Schaltwerken kommen jeweils Umlenkrollen mit 13 Zähnen zum Einsatz. Für beide Gruppen gibt es je ein 1-fach- und ein kürzeres 2-fach-Modell. Natürlich verfügen alle Varianten über einen integrierten Dämpfer.
Der Hauptunterschied zwischen dem XT- und dem SLX-Modell liegt sowohl in der Oberflächenbearbeitung als auch darin, dass die Rollen der XT kugelgelagert sind. In Sachen Gewicht trennen XT und SLX beim 1-fach-Modell 32 g zugunsten der XT.
Kassetten und Kurbeln
Beide Kassetten verfügen entweder über eine Bandbreite von 10-51 (1-fach) Zähnen oder 10-45 Zähnen (2-fach). Sie sitzen auf einem MICRO SPLINE-Freilauf und besitzen die von der XTR bekannte HYPERGLIDE+ Technologie für schnelle und leise Schaltvorgänge.
Die XT-Kassetten bestehen aus zehn Stahlritzel und zwei Alu-Ritzeln, die auf einem Alu-Spider sitzen. Bei den Kurbeln gibt es zwischen XT und SLX einige Gemeinsamkeiten. Beide besitzen HOLLOWTECH II-Kurbelarme, sind als 1- und 2-fach-Variante erhältlich und verfügen über das Narrow-Wide-Zahndesign, um die Kette optimal auf dem Kettenblatt zu halten.
Während die XT 1-fach-Kurbel mit Direct-Mount-Kettenblättern von 28-36 erhältlich ist, muss man auf das kleinste und größte bei der SLX verzichten - allerdings ist die Kurbel mit den XT- und XTR-Blättern kompatibel. Auch bei der Kurbellänge bietet die XT mehr Optionen und ist neben 166, 170 und 175 mm auch als 180er Version erhältlich.
Schalthebel und Kette
Das Zauberwort des neuen Shimano SLX- und XT-Schalthebel lautet I-SPEC EV. Das neue System ermöglicht es dem Fahrer, die Position der verschiedenen Hebel optimal an die Ergonomie der eigenen Hand abzustimmen. Der Hauptunterschied liegt im Inneren der Griffe. Während der XT-Hebel über die bekannte Multi-Shift-Funktion verfügt, um gleichzeitig zwei Gänge schwerer zu schalten, sucht man dies beim SLX-Modell vergebens.
Außerdem besitzt der XT-Hebel gummierte Daumen-Pads, beim SLX-Hebel setzt Shimano auf eine Riffelung. Shimano bietet für 2-fach-Antriebe je auch einen Einzelhebel für die linke Seite an. Beim Gewicht sind die Unterschiede marginal. Die 12-fach SLX- und XT-Kette unterscheidet sich einzig durch ihre Oberflächenbehandlung. Beide Ketten besitzen eine überarbeitete Innenseite, um das Kettenmanagement auf den Ritzeln zu verbessern. Das Gewicht ist mit 252 g bei beiden Ketten identisch. Im Lieferumfang ist jeweils ein Kettenschloss enthalten. Beide Ketten kommen von nun an mit einem Kettenschloss anstelle des Nietpins.
Erste Testergebnisse
Sowohl die neue Shimano XT als auch die SLX 12-fach-Schaltung wurden bereits einem ersten Test unterzogen. Beide Schaltungen funktionierten während des Tests ohne Probleme. Besonders beeindruckend bei beiden war der schnelle und präzise Gangwechsel. Selbst wenn wir in einem völlig ungeeigneten Moment unter Volllast zwei Gänge auf einmal leichter geschaltet hatten, setzte die Schaltung dies problemlos und ohne großes Krachen oder Verzögerungen um.
Die Kette wandert sehr leise aber definiert von Ritzel zu Ritzel. Das Schaltgefühl des XT-Hebels ist dabei noch knackiger und präziser. Die Möglichkeit, beim XT-Hebel gleich zwei Gänge auf einmal herunterzuschalten, empfinden wir als genial - aus diesem Grund würden wir persönlich immer den Mehrpreis für das XT-Modell investieren.
Dank der großen Bandbreite stellen auch lange und steile Uphills für keine der beiden Schaltungen ein Problem dar. Die Dämpfung arbeitet sehr effizient und beide Antriebe sind angenehm leise.
Laut Shimano ist sowohl die neue SLX als auch XT-Schaltung problemlos für den Einsatz am E-Mountainbike geeignet. Einen speziellen Schalthebel braucht es demnach nicht. Da die SLX-Kassette über ein weiteres Stahlritzel verfügt, sollte sie hier langlebiger sein.
SLX- und XT-Bremsen im Detail
Neben der neuen XT- und SLX-12-fach Schaltung hat Shimano auch die neuen XT M8100- und SLX M7100-Bremsen gründlich überarbeitet. Für jede Gruppe gibt es sowohl eine Cross Country-spezifische Zweikolbenbremse als auch eine vierkolbige Enduro-Bremse. Die jeweilige Zweikolben-Variante beruht auf dem bereits bekannten Design, wodurch die Bremse mit den bisherigen Bremsbelägen (G02A/3A/J02A/3A ) kompatibel ist.
Die jeweilige neue Vierkolben-Variante setzt auf die gleiche Konstruktion wie das bereits bekannte XTR-Modell und ist mit den gleichen Belägen kompatibel (N03A, N03C, D03S, D02S). Sowohl bei der XT- als auch bei der SLX-Ausstattung kommen die gleichen Bremsgriffe zum Einsatz. Diese verfügen über die Shimano SERVO WAVE-Technologie und besitzen eine Abstützung am Lenker für ein direkteres Bremsgefühl. Außerdem lässt sich bei beiden Bremsen die Hebelweite ohne Werkzeug verstellen.
Der Shimano XT-M8100-Hebel verfügt zusätzlich über eine Free-Stroke-Einstellung und Einkerbungen am Ende des Griffs. Darüber hinaus sind die Oberflächen je nach Model unterschiedlich veredelt. In Sachen Bremspower und Standfestigkeit gibt es laut Shimano keine Unterschiede zwischen den beiden Bremsen.
Beim Gewicht liegt eine Shimano XT-Vierkolbenbremse mit Scheibe und Bremsbelägen bei rund 410 g, eine vergleichbare SLX-Bremse ist mit 444 g rund 34 g schwerer.
Erste Eindrücke von den Bremsen
Die Dosierbarkeit der neuen Shimano SLX-Vierkolbenbremse ist top! Als Erstes fällt auf, dass sich die Bremshebel von XT und SLX bis auf die Free-Stroke-Einstellung und die Ausfräsungen am Hebel nicht unterscheiden. Beide Hebel ähneln auch sehr stark dem XTR-Trail Modell. Die Einstellung an die eigenen Vorlieben gelingt schnell, allerdings wandert die Klemmschelle aufgrund der Abstützung weit in Richtung Lenkermitte.
Der Hebel selbst ist im Vergleich zum Vorgänger etwas breiter geworden. Die Free-Stroke-Schraube am XT-Modell ist wie schon beim Vorgänger eher kosmetischer Natur, nach kurzen Experimentieren haben wir sie wieder ganz nach innen gedreht.
Der von Shimano bekannte, knackige und sehr definierte Druckpunkt ist auch bei der neuesten Generation der Bremsen geblieben. Einen wandernden Druckpunkt, wie man ihn von einigen älteren XT-Modellen kannte, war bei unserem Test nicht zu spüren. Auch mit lediglich 180 mm großen Bremsscheiben ist die Verzögerung der SLX-Vierkolbenbremse sehr gut und konstant.
Die Vierkolbenbremse hat sehr positiv überrascht. Sie lässt sich super dosieren, besitzt massig Power und scheint der großen Schwester XTR außer bei Gewicht und Optik in nichts nachzustehen.
SLX im Vergleich zur XT: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Die SLX besitzt jedenfalls die gleiche DNA wie der größere Bruder, was viele Vorteile mit sich bringt. Bis dato wählte man hier jedoch recht selektiv aus, welche Eigenschaften es wirklich in die niedrigeren Gruppen schafften und zuweilen dauerte es auch einige Jahre, bis beispielsweise Besonderheiten der XTR Gruppe es bis zur günstigen SLX geschafft haben. Damit weist die neue SLX fast die gleichen Features auf, wie die zeitgleich präsentierte M8100 XT Gruppe.
Aber um sich Unternehmens-intern nicht zu sehr Konkurrenz zu machen, gibt es natürlich durchaus ein paar Unterschiede, die sich insbesondere bei der Optik und beim Gewicht niederschlagen. So sind die beiden Kassetten - auch hier 10-45 und 10-51 - ein gutes Stück schwerer als die Teile der XT und XTR Gruppen. Das liegt insbesondere daran, dass hier nun elf Ritzel aus Stahl bestehen (bei der XT sind es 10, bei der XTR kommt sogar Titan zum Einsatz).
Ähnliches gilt für Kurbel und Schaltwerk: Ein paar Gramm mehr bringen sie auf die Waage, zudem gibt’s bei der SLX weniger Kettenblatt-Optionen: Beispielsweise muss man ohne ein 36er Blatt für One-by Antriebe auskommen.
Besonders spannend wird es beim Thema Bremsen, genauer gesagt bei den 4-Kolben Trail-Stoppern. Während nämlich die 2-Kolben Variante bis auf ihre Optik baugleich mit dem Vorgänger ist, erinnert der 4-Kolben Sattel auf den ersten Blick der XT und XTR Bremse stark. Bei den Gebern gilt fast das gleiche, wobei man hier jedoch auf die Free Stroke Adjust Schraube verzichten muss, mit der man den Druckpunkt etwas feintunen kann.
Bei der Performance - egal ob bezüglich der Schaltung oder der Bremsen - muss sie sich keineswegs verstecken. Während wir die Free Stroke Adjust Schraube am Bremsgeber überhaupt nicht vermissten, fiel der Schalthebel jedoch doch spürbar gegenüber seinem höherwertigen Kollegen ab: Vor allem die fehlende Option, mit einem beherzten Druck auch zwei Gänge auf einmal herunterzuschalten, machte sich bemerkbar.
Haltbarkeit der Verschleißteile
In Punkto Verschleiß Resistenz kommen die oben bereits erwähnten Materialien und Beschichtungen ins Spiel, doch ist nicht zwingend die hochwertigste Gruppe auch die langlebigste. Die robusteste Kassette sollte nach Datenblatt die SLX Kassette sein, da sie den größten Anteil an plattierten Stahl Ritzeln hat und nur das Größte Ritzel, bei dem sich die Last auf viele Zähne verteilen kann, aus Aluminium besteht.
Die Titanritzel der XTR Kassette machen diese etwas anfälliger im Vergleich, allerdings sind auch hier die kleinsten und verschleiß intensivsten Ritzel aus plattiertem Stahl.
Die Ketten werden mit unterschiedlichen Beschichtungen versehen, dank der die XTR Kette die beste Schaltperformance und Verschleißresistenz bietet.
Kosten pro Kilometer: Ein realistischer Blick
Es ist wichtig, die Kosten pro Kilometer im Auge zu behalten. Wer seinen Antrieb binnen 500 Kilometern vollständig hinrichtet - zumindest die Kassette - werden bei aktueller Zwölffach-Technik schnell 200 Euro für den Ersatz fällig. Das macht, alle anderen Kosten außen vor, 40 Cent pro Kilometer. Mit Abschreibung weiterer Teile könnte sich der endgültige Kilometerpreis sogar verdoppeln.
Wer aber mit der puren Kraft seiner Beine tritt, wie die meisten BIKE-Leser, kommt weiter. Es gibt Berichte von Fahrern, die eine Sram-XX1-Kassette 20.000 Kilometer bewegt haben, mit drei Ketten- und zwei Kettenblattwechseln. Das macht für eine XX1 Antriebskosten von rund 5 Cent pro Kilometer, was schon sehr viel freundlicher klingt.
Faktoren, die den Verschleiß beeinflussen
Klar ist, dass die Umweltbedingungen eine Rolle spielen. Unsere bisherige Labortesterfahrung ist, dass Verschleiß ohne schmirgelnden Sand sehr viel langsamer vonstatten geht. Wer also seinen Antrieb sauber hält und nicht mit schwarzer Schmirgelpaste seine Ritzel traktiert, kommt weiter. Das ist logisch.
Je weniger Zähne im Spiel sind, desto rapider ist der Verschleiß. Einfach-Antriebe mit kleinen Blättern sind daher Verschleißbeschleuniger. Tritt man viel das 12er-, 14er- oder 16er-Ritzel, schmelzen die Zähne sehr viel schneller als in den Berggängen.
Sind alle Faktoren ungünstig, geht es rasant dahin mit dem Getriebe, sind alle Faktoren positiv, halten die Komponenten sehr viel länger.
Shimano Deore Linien und ihre Unterschiede
Wer ein Trekking-Bike ausstatten oder aufrüsten möchte, nutzt nicht selten verschiedene Serien der Shimano Deore Linie und kombiniert diese miteinander. Dabei muss gesagt werden, dass sich die XT- und die LX-Serie zwar nur fein unterscheiden - ein Unterschied ist aber eben vorhanden und muss berücksichtigt werden. Gerade in Bezug auf das Gewicht und die Haltbarkeit bzw.
Auch die Shimano LX und XT-Serien sind unterschiedlich robust. Bei der Auswahl der passenden Shimano Deore-Linie spielt nicht selten das Budget eine Rolle: Wer sich in Richtung Mittelklasse orientiert, sollte hier am besten die XT-Serie wählen und in dieser sämtliche Shimano Deore Ersatzteile.
Die Shimano Deore Linien lassen sich untereinander mischen, wobei die einzelnen Teile dann allerdings unterschiedlich robust sind und verschieden lange halten. Wird eine Serie komplett durch eine andere ersetzt, kann dies jedoch leicht das Budget sprengen und in die Preiskategorien neuer Fahrräder führen. Besonders gut lassen sich die Shimano Deore LX- und die XT-Serie mischen, was auch durchaus Sinn macht.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Shimano Deore Linien
Die Shimano Deore-Serien sind unterschiedlich schwer. Gerade die Elemente aus der LX-Serie sind viel schwerer als zum Beispiel die aus der XTR-Reihe. Das Rad wird durch Leichtgewichte aber weniger belastet und verschleißt mitsamt seiner Einzelteile weniger schnell. Das ist ein klares Pro für die XTR-Reihe. Aber wer keine Profiambitionen hat, sollte eher auf die günstigeren Serien setzen, auch wenn diese schwerer sein sollten.
XTR ist zwar die teuerste Baugruppe im Vergleich zu den einzelnen Shimano Deore Linien, dafür ist sie aber auch für hohe Schaltfrequenzen geeignet. Etwas günstiger, dafür aber schwerer, ist die XT-Gruppe. Wer Wert darauf legt, dass das Bike gut aussieht, kann daher durchaus auf die XTR-Gruppe zurückgreifen, wenn es sich um sichtbare Teile handelt.
Für Amateure ist die XTR-Reihe nicht geeignet - viel zu teuer. Doch wer ein wirklich fleißiger Vielfahrer ist, kann die Unterschiede zwischen den einzelnen Serien durchaus erkennen und wird sich über Shimano Deore Ersatzteile aus der XTR-Reihe freuen. Dabei ist die LX-Serie aus anodisiertem Alu-Stahl oder aus einem Fiberglas-Stahl-Mix gebaut. Die XT-Elemente sind aus doppelt anodisiertem Kohlefaser-Stahl oder aus anodisiertem Aluminium gefertigt.
Pflege und Wartung der Shimano Deore Komponenten
Shimano Deore Ersatzteile müssen gepflegt werden, so zum Beispiel die Kettenblätter, die Schaltröllchen oder die gesamte Kurbelgarnitur. Wer sein Rad aber als Pendler nutzt, um damit zur Arbeit zu fahren, wird kaum die nötige Zeit für die Pflege der Teile finden. Gerade bei längeren Strecken ergibt sich damit ein unangenehm hoher Verschleiß. Werden die genannten XT- und LX-Elemente jedoch kombiniert, so spart dies Zeit und Geld.
Empfehlungen für verschiedene Fahrertypen
Wer eher wenig mit dem Rad unterwegs ist und darauf achtet, bloß nicht zu viel Geld für das Bike auszugeben, kommt mit der Shimano Deore LX-Gruppe gut weg. Wer sich aber wohler fühlt, weil kostspielige Teile verbaut wurden, sollte zumindest die Verschleißteile wie Kurbel, Schaltwerk oder Kassette aus der LX-Gruppe wählen. Dann können die sichtbaren Teile immer noch mit einer höherpreisigen Gruppe der Shimano Deore Ersatzteile ausgestattet werden.
Die XT-Reihe empfiehlt sich als Komplettausstattung für alle, die im Jahr mindestens 20.000 Kilometer zurücklegen. Wer nur kurze Strecken fährt und pro Jahr gerade einmal sechs- bis siebentausend Kilometer schafft, wird mit der teureren Reihe nicht glücklich.
Fazit zu den Shimano Deore Serien
Die Shimano Deore Serien LX, SLX, XT und XTR bieten eine vergleichbare Qualität und damit eine ähnliche Robustheit und Haltbarkeit auch bei stärkerer Beanspruchung des Bikes. Das LX-Schaltwerk verschleißt aber nach wenigen Jahren bei einer jährlichen Fahrleistung von ca. 10.000 Kilometer und mehr deutlich schneller.
Wichtige Hinweise zur Aufrüstung
Es ist nicht sinnvoll, sich für die Aufrüstung in eine bessere Serie zu entscheiden, wenn damit ein kompletter Austausch aller Teile nötig wird. Die einzelnen Shimano Deore sind sehr teuer und sprengen rasch den Kostenrahmen, der für einen reinen Austausch noch vertretbar wäre. Wer sich für den Luxus der XT-Serie entscheidet, sollte daher eher auf ein neues Rad setzen.
Verfügbarkeit und Preise
Laut Shimano startet die Auslieferung ab dem 14. Juni dieses Jahres. Preise in Euro sind aktuell noch nicht bekannt. Da Shimano keine UVPs kommuniziert, werden diese aktuell von den einzelnen Vertrieben noch kalkuliert.
Zusammenfassung
Shimanos 12 Fach Gruppen bieten eine Top Schaltgruppe für jedes Budget. Generell gelten die Schaltungen von Shimano als besonders verlässliche Schaltgruppen, welche den Fahrern ausgereifte Lösungen bieten und mit einer optimalen Performance Radfahrer überzeugen.
Mit den überarbeiteten Schaltwerken Shimano SLX und Shimano XT festigt der japanische Hersteller seine Stellung auf dem Markt für Schaltungen. Beide Schaltgruppen überzeugen mit einer großen Bandbreite und schnellen Schaltvorgängen, dazu können Sie die Gangwechsel auch unter Belastung geschmeidig durchführen. Im Vergleich wirkt das XT-Schaltwerk hochwertiger, reagiert präziser und knackiger.
Aus diesem Grund richtet sich das Shimano SLX eher an Einsteiger und ist preislich am unteren Ende der Komponenten für Mountainbikes angesiedelt.
Tabellarische Übersicht der Shimano Schaltgruppen
| Gruppe | Zielgruppe | Materialien | Gewicht | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Deore | Einsteiger | Günstigere Materialien, hauptsächlich Stahl | Höher | Günstiger Preis |
| SLX | Fortgeschrittene | Stahl und Aluminium | Mittel | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| XT | Enthusiasten | Hochwertiger Stahl, Aluminium | Niedrig | Sehr gute Schaltperformance |
| XTR | Profis | Titan, Carbon, Aluminium | Sehr niedrig | Höchste Performance, geringstes Gewicht |
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