Shimano Sora Testbericht: Ein umfassender Überblick

Shimano ist der weltweit führende Hersteller von Schaltungen und Bremsen für Rennräder. An der Spitze stehen die Top-Gruppen Dura-Ace, Ultegra und 105. Für preisgünstigere Rennräder bietet Shimano die Sora, Claris und Tourney an. Dieser Artikel vergleicht die Shimano Sora mit anderen Schaltgruppen und bewertet ihre Leistung.

Shimano Sora im Detail

Die Shimano Sora ist eine Neunfach-Schaltung mit Kompakt- oder Dreifach-Kurbel. Sie funktioniert ähnlich wie teurere Gruppen, jedoch mit nur neun Ritzeln am Hinterrad. Die massive Alu-Kurbel mit Hollowtech-II-Standard und die verwindungssteifen Bremsen sind auf aktuellem Stand. Ritzelpakete sind von 12-25 bis 11-30 Zähnen erhältlich, auch Kassetten für Jugendrennen (13-25 oder 14-25) sind verfügbar.

Vorteile der Shimano Sora

  • Funktioniert ähnlich wie teurere Gruppen
  • Verwindungssteife Bremsen
  • Verschiedene Ritzelpakete erhältlich

Nachteile der Shimano Sora

  • Nur neun Ritzel am Hinterrad

Vergleich mit anderen Shimano-Gruppen

Shimano Claris

Die Claris ist eine preiswerte Gruppe mit acht Ritzeln und wahlweise Zweifach-Kompakt- oder Dreifach-Kurbel. Technisch ist sie vergleichbar mit der Sora, aber mit einem Ritzel weniger und etwas schwereren Teilen. Es gibt eine große Auswahl an Kassetten von 12-25 bis 11-34 Zähnen.

Shimano Tourney

Die Tourney ist die günstigste Rennrad-Gruppe von Shimano mit sieben Ritzeln und wahlweise zwei oder drei Kettenblättern. Die Schalthebel haben frei vor dem Lenker verlaufende Schaltzüge und einen kleinen Daumenhebel zum Schalten auf kleinere Ritzel bzw. Kettenblätter. Die Kurbeln gibt es nur im Vierkant-Standard.

Testberichte verschiedener Rennräder mit Shimano Sora

B’TWIN Triban 520

Das B’TWIN Triban 520 ist ein günstiges Rad mit einem sehr steifen Rahmen und einer aufrechten Sitzposition. An Rahmen und Gabel sind Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger integriert. Gabel und Hinterbau bieten Platz für bis zu 32 Millimeter breite Reifen. Das Übersetzungsspektrum der Sora-Schaltung mit Dreifach-Kurbel und neun Ritzeln ist riesig. Kritik gibt es für die etwas schwachen Bremsen und das relativ hohe Gewicht.

SERIOUS Valparola Comp

Das SERIOUS Valparola Comp ist ein sportliches Rad mit einer gestreckten Sitzposition und einer eng abgestuften Neunfach-Kassette. Leichte Gänge für steile Anstiege sucht man allerdings vergebens. Der Komfort ist gering, aber das Rad lässt deutlich breitere Pneus zu. Es ist eher für Radler geeignet, die wenig Übung haben oder selten auf dem Rad sitzen und deshalb deutlich aufrechter sitzen wollen.

Scott Speedster 30

Das Scott Speedster 30 bietet mit der Sora-2 x 9-Schaltung von Shimano zwei Gänge mehr als die Konkurrenz. Der Aluminiumrahmen ist extrem steif und somit auch eine Empfehlung für schwere Fahrer. Die Bremsen von Tektro harmonieren gut mit den Shimano-Hebeln. Die Sitzposition fällt sehr aufrecht aus, was für Einsteiger sinnvoll ist. Die großvolumigen Drahtreifen von Schwalbe dämpfen die Fahrt angenehm.

Weitere Rennräder und ihre Ausstattung

Neben den bereits erwähnten Rädern gibt es noch weitere Modelle, die mit der Shimano Sora ausgestattet sind. Hier eine kurze Übersicht:

Rad Preis Gewicht Besonderheiten
GIANT Contend 3 700 Euro 9,8 Kilo Steifer Rahmen, Claris-Schaltung
CUBE Attain 749 Euro 9,5 Kilo Leichter Rahmen, Claris-Schaltung
SCOTT Speedster 50 649 Euro 10,6 Kilo Einfacher Alu-Rahmen, Tourney-Antrieb
Specialized Allez 799 Euro 9,6 Kilo Kompakter Hinterbau, Claris-Schaltung
Trek Domane AL 2 599 Euro 9,7 Kilo Individuell designter Rahmen, Claris-Schaltung

Fazit

Die Shimano Sora ist eine solide Wahl für Einsteiger und preisbewusste Fahrer. Sie bietet eine gute Balance zwischen Preis und Leistung. Obwohl sie nicht die Leistung teurerer Gruppen erreicht, ist sie zuverlässig und funktional. Bei der Wahl des richtigen Rennrads sollte man jedoch auch andere Faktoren wie Rahmen, Bremsen und Komfort berücksichtigen.

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