Shimano-Pedale mit ihrem SPD-System sind schon fast synonym mit MTB-Klickpedalen. SPD ist so weit verbreitet, dass auch viele andere Hersteller es an ihren Pedalen benutzen. Doch ist das Original immer das Beste?
Shimano DEORE XT PD-M8120
Der volle Name des Pedals lautet Shimano DEORE XT PD-M8120. Mit dem Zahlen-Kauderwelsch grenzt es sich von dem Cross-Country-Pedal ohne Käfig ab. Damit ihr aber nicht das Gefühl bekommt, ihr lest ein taktisches Schach-Logbuch, werden wir es hier einfach XT nennen.
Als einziges Pedal im Test hat das Shimano keine Pins auf seinem Alu-Käfig angebracht, die Federspannung des Klick-Mechanismus lässt sich aber über eine Schraube einstellen. Dabei ist der vordere Bügel fest und der hintere Teil gefedert. Float und Auslösewinkel sind bei dem mitgelieferten Cleat fix bei 4° bzw. 13°.
Einklicken in das SPD-Pedal fühlt sich ähnlich an wie bei einer Ski-Bindung: Man muss das Cleat vorne unter den Bügel einhaken und dann die Ferse herunterdrücken. Das klingt erstmal kompliziert, geht aber sehr schnell und intuitiv von der Hand - äh dem Fuß. Sie bieten dabei gutes Feedback und man hört und spürt eindeutig, wenn man im Klicksystem eingerastet ist.
Mit 4° ist der Float-Bereich relativ klein und am Ende dieses Bereichs spürt man einen deutlichen Anschlag, wenn man an die gespannte Feder anstößt. Es fühlt sich eher kantig als frei an. Das Verstellen bzw. Anpassen der Federspannung ist dabei deutlich spürbar und verändert das Ein- und Ausklick-Gefühl von leichtem Rein-flutschen zu „wie bekomme ich meinen Fuß hier je wieder heraus?“.
Der Alu-Käfig ist robust und das XT hat eine hohe Haltbarkeit - selbst nach mehreren Monaten intensiver Benutzung sind weder an Pedal noch an Cleat sichtbare Verschleißspuren. Geht doch mal etwas zu Bruch, solltet ihr aber keine Probleme haben, Ersatzteile zu bekommen, da das Shimano-System so weit verbreitet ist wie kein anderes.
Der Käfig bietet ohne Pins kaum Halt für Schuhe, sollte man kurz uneingeklickt fahren und wenn man im Mechanismus drinsteht, berührt die Schuhsohle den Käfig nicht. Somit scheint er eher als Schutz des Klick-Mechanismus gedacht anstatt als Fuß-Auflagefläche. Die Shimano DEORE XT PD-M8120-Pedale haben sich nicht ohne Grund zum Standard unter Klickpedalen etabliert. Sie bieten einen großen Verstellbereich der Federspannung und ein definiertes Klick-Gefühl - dafür aber auch einen etwas eckigen Float. Allerdings ist die Selbstreinigung schlecht und der kleine Käfig bietet keinen guten Halt.
Shimano Kombipedal PD-M324 und XT PD-T8000
Viele Jahre und in Summe mehrere zehntausend Kilometer fuhren wir an unseren MTBs und Reiserädern das bewährte Shimano Kombipedal PD-M324. Radschuhe, auf der anderen Seite ein Plattformpedal. Doch das Pedal hat auch ein paar Nachteile. Es ist relativ schwer (ca. und Schutz auf der Schuhsohle bauartbedingt schwierig oder fast unmöglich werden. großen Schuhgrößen auffällt. Zudem ist das Pedal optisch für uns kein Highlight.
SPD-Kombipedal, das zudem eine große, griffige Plattformseite bietet - und fanden das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal. Die Klickseite des bewährten Shimano PD-M324-Kombipedals. Ob man überhaupt mit Klickpedalen und Radschuhen fahren, oder reine Plattformpedale bevorzugt, das hängt natürlich vom Einsatzbereich ab und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Alltag beim Pendeln verwenden wir hingegen meist Plattformpedale, um mit unseren Alltagsschuhen fahren zu können. Während einer Bikepacking- bzw. verwenden wollen, ansonsten aber eingeklickt fahren.
Als 2018 das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal auf den Markt kam, waren wir gespannt. MTBs, sowohl im ganzjährigen Einsatz im Alltag, als auch auf unseren Bikepacking-Touren. Laut Shimano handelt es sich um ein Trekkingpedal. Das SPD-System wurde bei dem Shimano XT PD-T8000 - Pedalen verbessert. Klickmechanismus deutlich mehr Luft als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedal, so dass Dreck und Schmutz leichter herausfallen kann. so einfacher. Es werden Shimano SPD-SH56-Cleats mitgeliefert. guter Kraftübertragung.
Im Alltag verwenden wir fast nur die Plattformseite und sind von dem Grip selbst bei schlechtem Wetter mit Regen oder Schnee überzeugt. Das Gewicht ist für uns angesichts der Ausstattung in Ordnung. Die Haltbarkeit der Lager scheint uns geringer zu sein als bei bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedalen. Bei einem der Shimano XT PD-T8000 - Pedale lockerte sich nach 15.500 km im Einsatz während der Fahrt die Verbindung zwischen der Achse und dem Pedalkörper. Lager komplett verschlissen und der Pedalkörper löste sich von der Achse. Beim zweiten Pedal, das am gleichen Rad montiert war, zeigte die Achse ebenfalls etwas Spiel. Shimano-Gebrauchsanweisung muss bzw. kann man hier als Kunde nichts einstellen oder warten. Es sind gedichtete Konuslager.
heraus, dass man die Pedale doch zerlegen kann, um das Lagerspiel nachzustellen und zu fetten. Update 2025: Mittlerweile ist auch bei einem zweiten Pedalpaar ein Defekt aufgetreten. der rechten Pedalachse abgebrochen, was ein Totalschaden darstellt. Kurz zuvor beim Check und Nachfetten der Lager hatte dieses Pedal etwas Lagerspiel gezeigt. Der Pedalkörper ist aus Aluminium und daher kratzempfindlich. Für unseren Einsatzbereich sind wir mit dem Shimano XT PD-T8000-Kombipedal insgesamt sehr zufrieden. schnell die Pedalseite wechseln kann. Das nutzen wir vor allem beim MTB-Einsatz. Als geringfügiges Manko sehen wir bislang nur die Haltbarkeit der Pedalachsen/Lager. leichtes Spiel. Wir haben es zerlegt, gereinigt und großzügig nachgefettet. Seitdem - wir sprechen hier von rund 8000 km - läuft es tadellos weiter. unerwartete Probleme auftauchen, so werden wir diesen Artikel entsprechend ergänzen. Ob das Pedal sein Geld wert ist, muss am Ende jeder für sich beantworten. Diese Beschreibung spiegelt wie immer nur unseren persönlichen Eindruck wieder.
Shimano XTR Enduro PD-M9120
Wer Mountainbike-Klickpedal sagt, hat dabei in den meisten Fällen ein Shimano-Pedal vor Augen. Mit ihrem SPD-Bindungssystem (Shimano Pedaling Dynamics) haben die Japaner eine in der Radwelt einzigartige Marktdurchdringung. Eingeführt wurde SPD an einem Pedal namens PD-M737 als erste MTB-Bindung überhaupt im Jahr 1990, etwas später folgte die Rennradversion namens SPD-SL.
Traditionell hat Shimano zwei Cleats im Angebot. Die Standard-Bindungsplatte nennt sich SH-SM51 und besitzt 4° Float sowie 13° Auslösewinkel. Dazu gibt es das berühmt-berüchtigte SH-SM56, das mit Multi-Release-Technik auch (gewollt wie ungewollt) nach oben auslösen kann, was Klick-Novizen eher schätzen als Fortgeschrittene und Pros. Typisch für Shimano gibt es fast unzählige Pedale in diversen Güteklassen vom sehr preiswerten, gruppenlosen "Klicker" bis hin zu den Edelmodellen der XTR-Familie. Wobei auch diese in Relation gut bezahlbar sind. Das von uns in den Test georderte Pedal Shimano XTR Enduro (als Kürzel PD-M9120) hat einen Listenpreis von 150 Euro, ist in Onlineshops aber erheblich günstiger zu haben.
Apropos: Obwohl Shimano auch in Sachen Klickpedale mit Käfig eine Pionierrolle innehatte, klafft eine kleine Lücke im Portfolio. Das von uns gewählte XTR Enduro ist im Vergleich zur Enduro-Konkurrenz zierlich und mit 394 g Paargewicht auch sehr leicht. Dafür besitzt es unter anderem keine Pins/Madenschrauben. Der Aluminium-Body ist mit 98 mm Länge, 72 mm Breite und 17 mm Höhe zudem klein geraten und erweitert die Kontaktfläche zwischen Schuh und Bindung kaum, sodass das Shimano XTR Enduro in Sachen Standsicherheit weit von den besten der Kategorie entfernt ist. Hier wäre wiederum das Klickpedal Shimano Saint (PD-M821) voll konkurrenzfähig, dieses wiegt jedoch über 550 g im Paar!
Bar jeder Kritik ist hingegen die bewährte SPD-Bindung, deren hinterer Backen federgelagert und in der Härte perfekt einstellbar ist. So ist der Ein- wie Ausstieg top definiert, aber dabei leichtgängig - prima! Der knapp bemessene 4°-Float fühlt sich manchmal aber etwas "eckig" an, da bewegt man sich in den Klickpdealen Hope Union TC oder Look X-Track EN-Rage Plus Ti geschmeidiger.
So ist der Ein- wie Ausstieg top definiert, aber dabei leichtgängig - prima! Der knapp bemessene 4°-Float fühlt sich manchmal aber etwas "eckig" an.
Shimano XTR PD-M9100
Wenn Leute an ein Klickpedal denken, ist das Shimano SPD-System meist das erste, was ihnen in den Sinn kommt. Kein Wunder, es ist erprobt und funktionell. Der Mechanismus ist sogar so weit verbreitet, dass andere Hersteller - wie LOOK oder Acros in unserem Test - es für ihre Pedale übernehmen, statt ein eigenes zu entwickeln. Das 184,95 € teure Shimano XTR-Pedal ist mit einem Stack von 15,1 mm sehr flach und klein gebaut, wirkt aber sehr hochwertig verarbeitet. Im Vergleich zu dem LOOK-Pedal hat es eine deutlich bessere Haptik und vermittelt so das Gefühl, dass es auch lange Zeit halten wird. Wie gut die Haltbarkeit tatsächlich ist, wird der Dauertest zeigen.
Mit 308 g ist es das zweitleichteste Pedal im Test, wer allerdings noch etwas Gewicht sparen möchte, kann auch eine Titanachse von Drittanbietern kaufen und das Gewicht noch weiter verringern. Gleichzeitig ist es das teuerste Pedal der Produktfamilie, greift man zur XT-Variante - die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar war - spart man zwar 40 €, muss aber auch ein Mehrgewicht von 30 g in Kauf nehmen. Alle Modelle teilen sich einen 4° Float, einen Auslösewinkel von 13° und einen Q-Faktor von 55 mm. Es gibt das XTR-Pedal jedoch auch als Variante mit 3 mm kürzerer Achse.
Zudem werden Easy-Release-Cleats angeboten, bei denen der Ausstieg zur Seite sowie nach oben oder diagonal möglich ist. Sie bringen jedoch die gleiche Problematik, wie bei den LOOK-Pedalen, und zwar, dass man sich eine falsche Ausklick-Bewegung antrainieren kann und die Pedale zudem nicht auf Zug belasten. Durch den festen vorderen Anschlag klickt man in das Pedal ein, ähnlich wie bei einem Ski-Schuh. Das Ein- und Ausklick-Gefühl ist mit den Shimano XTR sehr definiert. Fragen, ob man wirklich im Pedal drin ist, kommen hier also nie auf.
Da nur der hintere Anschlag gefedert ist, läuft das Einklicken ähnlich wie bei einem Ski-Schuh: Man muss den Cleat vorne einrasten lassen und kann den Fuß dann hinten herunterdrücken. Wie viel Kraft dafür benötigt wird, kann man stufenlos über die Änderung der Federspannung einstellen. Es ist aber auf jeden Fall etwas Übung notwendig, um sich hier flüssig einzuklicken. Der Float ist recht gering und fühlt sich zudem etwas kantiger an als bei Hope oder Crankbrothers. Dafür bieten die XTR eine Verbindung zum Fuß, die sich sehr solide anfühlt und eine sportliche Performance gewährleistet.
Das Shimano XTR PD-M9100 ist sehr weit verbreitet, und das aus gutem Grund: Das Pedal bietet eine kompakte Bauform, eine sportliche Performance und einen breiten Einsatzbereich. Es zeigt jedoch Schwächen bei dem gewöhnungsbedürftigen Einstieg und dem Float, der sich weniger frei anfühlt. Dadurch schrammt es knapp am Testsieg vorbei und muss sich hinter dem Hope Union RC einreihen.
Weitere getestete Pedale im Überblick
Neben den ausführlich beschriebenen Shimano Pedalen wurden auch andere Modelle getestet und verglichen. Hier eine kurze Übersicht:
- Crankbrothers Eggbeater 3
- Ritchey WCS XC
- Time ATAC XC8
- Hope Union RC
- HT Components Leopard-M2
- Xpedo M-Force 8 Titan
Shimano Pedal PD-M540 SPD
Mit Shimanos Pedal PD - M540 bekommst Du die bewährte SPD - Funktionsleistung und - Zuverlässigkeit ohne Schnickschnack. Das Produkt Klickpedale PD - M540 der Marke Shimano bei bike - components. SPD - Pedal o. Die Fahrradpedale Shimano PD-M 540 peppt das liebste Fahrzeug leidenschaftlicher Radler auf und erleichtert das Fahren. So lautet das Fazit von fast 80 Prozent der bisherigen Amazon-Rezensionen. Einige Käufer haben die Pedale sogar am Rennrad montiert oder nutzen sie beim Cyclocross. Gelobt werden dabei insbesondere die robuste Ausführung, die einfache Montage und der bequeme Einstieg.
Trotz der vielen positiven Rezensionen erreicht das Produkt allerdings nicht ganz die Höchstbewertung, etwa aufgrund von Problemen mit der Kontermutter am Lager.
Vergleich und Fazit
Shimano-Pedale mit ihrem Shimano Pedalling Dynamics (SPD)-System sind die mit Abstand am weitesten verbreiteten Pedale an Gravel-Bikes. Das System ist also sehr gut erprobt und hat sich bewährt. Doch genügt das für das XTR PD-M9100-Pedal, um hier im Test zu überzeugen?
| Pedal | Gewicht (Paar) | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Shimano XT PD-M8120 | ca. 400g | ca. 100€ | Robuster Alu-Käfig, einstellbare Federspannung |
| Shimano XT PD-T8000 | ca. 500g | ca. 80€ | Kombipedal mit Plattformseite |
| Shimano XTR PD-M9120 | 394g | 150€ | Leicht, zierlich, keine Pins |
| Shimano XTR PD-M9100 | 308g | 185€ | Kompakte Bauform, sportliche Performance |
| Shimano PD-M540 | ca. 350g | ca. 50€ | Bewährte Funktion, zuverlässig |
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