Shimano Steps E6100: Technische Daten, Varianten und Test

Das japanische Unternehmen Shimano zählt zu den wichtigsten und erfolgreichsten Herstellern von Fahrradkomponenten und ist besonders für seine Schaltsysteme bekannt. Im Jahre 2010 präsentierte Shimano das erste eigene e-Bike Antriebsystem Shimano Steps, welches mittlerweile stark überarbeitet wurde.

Mittlerweile wurde das Angebot der Shimano Antriebssysteme durch zwei weitere e-Bike Motoren, den Shimano Steps E6100 und den Shimano Steps E7000 ergänzt. Nach der Ankündigung des E6100 Antriebs speziell für City- und Trekking e-Bikes, hat Shimano nun einen weiteren Zuwachs in der Shimano Steps Reihe verkündet und e-Mountainbikern mit dem Shimano Steps E7000 einen weiteren e-Bike Antrieb gewidmet.

Shimano Steps E6100: Ein Überblick

Der Shimano Steps E6100 bildet eine perfekte Symbiose aus MTB-Segmenten und Trekking- /City-Eigenschaften. Ansprechen möchte der Hersteller in erster Linie sportliche City-Fahrer, Pendler und Trekkingfahrer. Der Motor knüpft diesbezüglich nahtlos an seinen Vorgänger, den E6000 an, bringt jedoch jede Menge technischer Neuerungen.

Den neuen Motor hat Shimano gegenüber dem Vorgängermodell E6000 vor allem in Sachen Ergonomie und Effizienz verbessert. Ebenfalls neu: die 5-Gang-Nabenschaltung Nexus Inter-5E. Wir haben den neuen Antrieb und die Schaltung bereits getestet.

Die Fakten zum E6100 Antrieb

  • Der neue Shimano Steps E6100-Antrieb kommt mit 250 Watt Nennleistung und einer Spitzenleistung, die laut Shimano bei 500 Watt liegt.
  • In Sachen Drehmoment soll der Motor, je nach Hersteller-Setting, bis zu 60 Newtonmeter liefern - und damit um 20% mehr als das Vorgängermodell E6000.
  • Seine Kraft entfaltet der neue Shimano Steps E6100 dabei in Abhängigkeit vom Pedalierverhalten des Fahrers.
  • Der neue E6100-Antrieb besitzt, Shimano-typisch, drei Unterstützungsmodi: Eco, Normal und High.
  • Die Charakteristika dieser Modi lassen sich über Shimanos E-Tube-Software in zwei Betriebsarten einstellen. So ist einmal eine sehr komfortable bzw. eine sportlichere Einstellung wählbar.
  • Die Antriebseinheit soll 2,8 Kilogramm auf die Waage bringen und damit 210 Gramm leichter sein als das Vorgängermodell.
  • Seine Power erhält der neue Shimano Steps E6100-Antrieb von einer Auswahl an externen und internen Akkus mit wahlweise 504 oder 418 Wattstunden.

Das Design des neuen E6100-Antriebs ist an Shimanos E-MTB-Motor E8000-Motor angelehnt. So hat der E6100 die gleichen Aufnahmepunkte wie der E8000, was für eine steife Verbindung zwischen Anrieb und Rahmen und damit für eine effiziente Kraftübertragung sorgen soll.

Beim Überschreiten der 25 km/h-Grenze soll der Motor sanft ausklingen und bei höheren Geschwindigkeiten einen nur minimalen Widerstand bieten. Letzteres gilt laut Shimano auch für die Fahrt mit ausgeschaltetem Motor. Der neue Steps E6100 soll so auf eine 20% höhere Antriebseffizienz und eine 20% höhere Reichweite kommen. Außerdem soll der Motor deutlich leiser sein als der Vorgänger.

Trekking- und City-Variante

Der Shimano Steps E6100-Antrieb ist in zwei Versionen erhältlich - eine für Trekking- und eine für City-E-Bikes. Die City-Version bringt unter anderem einen vollintegrierten Kettenschutz mit.

Für beide Varianten stehen unterschiedliche Kurbeloptionen zur Verfügung, darunter 170-mm-Kurbelarme für optimierte Bodenfreiheit und wahlweise 38- oder 44-Zähne-Kettenblätter, die auch mit Gates-Riemenantrieben kompatibel sind. Ein enger Abstand der Kubelarme soll für ein natürliches Fahrgefühl sorgen, ähnlich dem auf einem herkömmlichen Fahrrad.

Als Schaltsysteme kommen entweder Getriebenaben oder Schaltwerke zum Einsatz, jeweils wahlweise in mechanischer oder elektronischer Di2-Ausführung.

Die Antriebseinheit wird ab Herbst 2018 in zwei 250 Watt-Versionen angeboten werden - für City und für Trekking e-Bikes. In der City-Variante bringt der Antrieb sogar einen vollintegrierten Kettenschutz mit und unterstreicht damit die komfortable und alltagstaugliche Ausrichtung, auf die Stadtradler in der Regel Wert legen. Es stehen zwei Kettenblatt-Größen zur Verfügung - 38 oder 44 Zähne - womit sich die Antriebseinheit an unterschiedliche Fahrstile anpasst, ob man nun eher der gemütliche Cruiser mit City e-Bike ist, oder die eigene Abenteuerlust bei rasanteren Fahrten auf einem Trekking e-Bike ausleben möchte.

Der E6100 selbst passt nun in die Aufnahme des sportlichen E8000 und ist damit deutlich geschrumpft. Gespeist wird der Motor von neuen Akkus, die ebenfalls kompakter sind als ihre Vorgänger und entweder als 418 Wh oder 504 Wh Kapazität erhältlich sind.

Mehr Reichweite in zwei Akkuvarianten

Zwei unterschiedliche Antriebseinheiten und zwei Akkuvarianten - das E6100-System wird mit 504 Wh und 418 Wh erhältlich sein, dabei gibt Shimano eine Reichweitensteigerung von 20 % (bei beiden Modellen) gegenüber den Lithium-Ionen-Akkus der E6000-Reihe an. Die neuen Unterrohrakkus sollen ebenfalls kompakter als ihre Vorgänger sein.

Fahrgefühl und Motorleistung

Was kann der neue E6100 nun also? Er ist leichter und kompakter als sein Vorgänger, bietet eine höhere Steifigkeit und eine bessere Kraftübertragung und diese Eigenschaften wirken sich natürlich auch auf die Rahmenkonstruktion der e-Bikes aus. Weil der E6100 kleiner ist, können die Kurbelarme näher am e-Bike positioniert werden, wodurch das Fahrgefühl auf diesen Pedelecs wieder in Stückchen mehr in Richtung herkömmliches Fahrrad rutscht. Für beide Antriebsvarianten beträgt die Kurbellänge 170 mm. In Sachen Performance liefert der E6100 250 Watt Nennleistung, die Spitzenleistung soll bei 500 Watt liegen. Nicht verändert haben sich die drei Unterstützungsmodi Eco, Normal und High. Interessant für die doppelte Ausrichtung des Antriebssystems (für City und für Trekking e-Bikes) sind die zwei unterschiedlichen Betriebsarten, die in der Shimano E-Tube-App gewählt werden können.

Das Innenleben der Antriebseinheit sorgt für minimalen Widerstand bei ausgeschaltetem Motor und garantiert, gemeinsam mit der überarbeiteten und optimierten Charakteristik der Antriebsmodi, eine um 20 % verbesserte Antriebseffizienz. Im Zusammenspiel mit dem neuen Ladegerät schrumpfen die Ladezeiten erheblich.

Bei den Fahreigenschaften hat sich ebenfalls einiges getan. Zum einen soll der Übergang von der Motorunterstützung zu Geschwindigkeiten über 25 km/h sanfter ausfallen und auch durch das geringere Gewicht für weniger Tretwiderstand sorgen. Insgesamt soll der Shimano Steps E6100 deutlich leiser als sein Vorgänger sein. Das Drehmoment liefert nun satte 60 Nm, was für den urbanen Raum und im Touring sehr zufriedenstellend sein sollte.

Shimano Nexus Inter-5E: Speziell für E-Bikes

Speziell für E-Bikes bringt Shimano die neue Nabenschaltung Nexus Inter-5E. Sie ist auf die höheren Kräfte des neuen Steps E6100-Antriebs mit Drehmomenten bis 60 Newtonmeter ausgelegt.Im Gegensatz zu den bestehenden Nexus- und Alfine-Nabenschaltungen besitzt die neue Nexus Inter-5E lediglich fünf Gänge. Sie bietet laut Shimano eine Entfaltung von 263% und verzichtet dabei auf Gänge im untersetzten Bereich, die dank der Motorunterstützung ohnehin selten genutzt werden.

Die Shimano Nexus Inter-5E ist als V-Brake-, Rollenbremsen-, Scheibenbremsen- oder Rücktrittbremsen-Version erhältlich. Sie kommt sowohl in einer mechanischen als auch in einer elektronischen Di2-Ausführung.

In der Di2-Variante ermöglicht die Nexus Inter-5E eine vollautomatische Schaltfunktion. Dabei wählt das System in Abhängigkeit von bestimmten Daten wie der Trittfrequenz automatisch einen adäquaten Gang und schaltet beim Anhalten automatisch in einen fürs Wiederanfahren geeigneten Gang.

Speziell für e-Bikes entwickelt und einzigartig in der E6100-Serie ist die Shimano Inter-5 Nexus Nabenschaltung, die neben den gegebenen Vorteilen einer Nebenschaltung auch wesentlich höheren Trittkräften standhält, die in Pedelecs durch die Motor-Fahrer-Kombination auftreten (bis zu 60 Nm). Die Inter-5 Nexus bietet wie die anderen elektronischen Gangschaltungen aus dem Hause Shimano eine automatische Gangwahl aus einer Übersetzungsbandbreite von 263 % und eine Ganganpassung nach dem Anhalten.

Einhergehend mit dem größeren Drehmoment des Shimano Steps E6100 Antriebs hat Shimano auch eine neue Getriebenabe entwickelt, die Nexus Inter-5E. Diese Nabenschaltung kann entweder mechanisch oder elektronisch als Di2 verbaut werden und ist an die höheren Kräfte des Motors angepasst worden. Die Nabenschaltung verfügt lediglich über 5 Gänge, die dennoch eine Übersetzung von 263 % realisieren können. Hier wurde eher im untersetzten Bereich gespart, da diese Gänge bei laufender Motorunterstützung sowieso kaum genutzt werden. Als Di2 Schaltung verfügt die Nexus-5E über eine Automatikfunktion, die während der Fahrt die Konzentration voll und ganz auf den Verkehr lenkt, und die Auto-Downshift Funktion.

Im Zusammenhang mit der Produktvorstellung des Shimano Steps E6100 wurde auch die neue E-Bike Nabe Nexus Inter-5E vorgestellt. Diese bietet eine Bandbreite von 263 %, verteilt über fünf Gänge.

Shimano Nexus Inter-5E im Test

Die neue Shimano Nexus Inter-5E konnte Elektrobike-Redakteur Holger Schwarz ebenfalls testen. Unser Kollege fuhr die Nabenschaltung in der elektronischen Di2-Version und war angetan von der Schaltung. "Die elektronische Nexux Inter-5E ist die optimale Schaltung für die Stadt. Im Automatikmodus kann sich der Fahrer einfach aufs Rad setzen und losfahren. Das Schalten in den richtigen Gang übernimmt die Nexus Inter-5E ganz von allein", freute sich Schwarz über die Einfachheit der Bedienung.

An roten Ampeln und Stopp-Schildern schaltet die Nexus Inter-5E automatisch in den zuvor ausgewählten Anfahrgang. "Einfacher geht’s wirklich nicht", so unser Kollege.

Shimano Steps E6100 Displayoptionen und Bedienelemente

Zur Anzeige der wichtigen Systeminformationen stehen dem E-Biker bei Shimanos neuem Steps E6100-Antrieb grundsätzlich vier Möglichkeiten zur Verfügung.

Die erste Wahl ist sicherlich das Standard Shimano-Steps-Display. Es ist, wie beim E8000 und beim Di2-Antrieb, mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet, sodass mithilfe der E-Tube-App von Shimano per Smartphone oder Tablet direkt Firmware-Updates durchgeführt oder gewisse Systemeinstellungen wie Schalterbelegungen individuell angepasst werden können.

Alternativ können auch kompatible Fahrradcomputer von Drittanbietern oder das eigene Smartphone im Zusammenspiel mit der neuen E-Tube-Ride-App und der Wireless-Transmitter-Einheit EW-EN100 als Systemdisplay genutzt werden.

Mit dem Smartphone und der E-Tube-Ride-App lassen sich nicht nur alle wesentlichen Informationen zum System anzeigen, beispielsweise Geschwindigkeit, Trittfrequenz, verbleibende Akkukapazität, Unterstützungsmodus oder gewählter Gang, sondern die Anzeige lässt sich auch für die individuellen Vorlieben konfigurieren.

Darüber hinaus können Hinweis- oder Warnmeldungen des Shimano-Steps-Systems auf kompatiblen Displays von Drittanbietern ebenso angezeigt werden wie auf dem Smartphone - bei letzterem gar mit direkter Verlinkung zu einer Web-Adresse, unter der weitere Informationen oder Hilfe zu der entsprechenden Meldung abrufbar sind.

Wer wirklich auf jedes Gramm achtet oder ein besonders cleanes, puristisches Cockpit bevorzugt, kann auch gänzlich auf ein Anzeigedisplay verzichten und erhält dennoch Basisinformationen zum gewählten Unterstützungsmodus und der Akkureichweite über die LEDs der kabellosen Transmitter-Einheit EW-EN100.

Ab Herbst diesen Jahres wird es ihn an einigen Modellen im Handel geben, den brandneuen Shimano Steps E6100 Antrieb für City und Trekking e-Bikes. Der Vorgänger E6000 wurde laut Shimano kräftig überarbeitet und liefert auch auf dem Datenblatt schon große Zuwächse. Dabei ist vor allem die Bauform noch kompakter und leichter geworden. Auch das Drehmoment konnte gehoben werden, sodass jetzt noch mehr Power aus dem japanischen Mittelmotor abrufbar wird. Neben der Drive Unit wurden allerdings auch das Display und die Schaltung überarbeitet.

Eine Option, die nicht bei jedem Antrieb zur Verfügung steht, ist die Wahl aus unterschiedlichen Displayoptionen. Nachdem die Japaner dem neuen Antrieb auch neue Akkus spendiert haben, muss natürlich auch ein neues Display her, das SC-E6100.

Über eine Junction-Box kann das e-Bike auch mit einem Smartphone oder einem Drittanbietergerät (Z.B. Garmin oder SIGMA) gekoppelt werden. Über die E-Tube-Ride-App stehen dem Fahrer so alle wichtigen Informationen auf dem Smartphone parat ( Trittfrequenz, Unterstützungsmodus, Akkukapazität, Geschwindigkeit) und darüber hinaus kann die Anzeige nach den eigenen Vorlieben konfiguriert werden.

Interessant auch die Neuerungen beim Thema Display und Konnektivität. Das vom E6000 bekannte Display hat ein Redesign erhalten, bleibt im Großen und Ganzen aber wie gehabt gut ablesbar und mit hohem Kontrast. Eine Neuerung ist die Bluetooth Smart ANT+ Schnittstelle.

Zu guter Letzt stellen wir euch auch die Display Varianten des Shimano Steps E6100 vor. Hier hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen Optionen: Entweder entscheidet man sich für den üblichen Shimano-Steps-Bordcomputer, eine Kombination zwischen Shimano Junction-Box und Smartphone oder einem Drittgerät, oder man verwendet nur die Junction-Box, um Basisinformationen wie Geschwindigkeit, Ladezustand und Unterstützungsstufe zu erhalten.

Shimano Steps E6100 im Test

Elektrobike-Redakteur Holger Schwarz testet den Shimano Steps E6100 Elektrobike-Redakteur Holger Schwarz ist den neuen Shimano Steps E6100 bereits gefahren. Ihm gefiel vor allem die harmonische Unterstützung des Motors. "Er setzt beim Treten ohne Verzögerung ein, arbeitet sehr gleichmäßig und hört sofort auf zu unterstützen, sobald man mit dem Pedalieren stoppt - wie es sein soll", so unser Kollege.

Dabei unterstützt der Steps E6100 angenehm leise, auch bei kräftigem Treten und in Bergauf-Passagen ist er nicht übermäßig laut. Die Kraft, die der Antrieb bei der Testfahrt lieferte, war beim eingestellten Setup optimal für den Einsatz in der City geeignet. Auch kleinere Anstiege waren mit dem neuen Shimano-Antrieb kein Problem. Bei ausgeschaltetem Motor und bei Geschwindigkeiten über 25 km/h ließ sich der Antrieb ebenfalls gut fahren. "Fast wie auf einem Fahrrad ohne Motor", freute sich Kollege Schwarz.

Auf dem Standard-Display des Shimano Steps werden alle wichtigen Informationen wie die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe und der Akkuladestand übersichtlich in Schwarz-Weiß-Optik dargestellt. Zusätzlich hat der Fahrer die Möglichkeit, sich weitere Infos wie beispielsweise die Restreichweite des Akkus oder die Gesamtkilometer anzeigen zu lassen.

Noch mehr Möglichkeiten hat der Biker, wenn er statt des Standard-Displays die Ride-App von Shimano auf seinem Smartphone installiert und dieses als Display für den E6100 benutzt. Hier kann er individuell wählen, welche Info als zentrales, großes Element in seinem Display erscheint und welche weiteren Daten zusätzlich dargestellt werden. Außerdem erhält er über die Ride App zum Beispiel die Info, wie stark sein aktueller Kraftaufwand ist und wieviel Unterstützung der Motor dazu gibt.

Einziger Kritikpunkt bei der ersten Testfahrt mit dem Steps E6100 waren die Tasten zur Wahl der Unterstützungsstufe. "Sie könnten ein wenig bisschen sein, damit man nicht die falsche Taste drückt", fand unser Kollege am Ende der Testfahrt durch Berlin.

Shimano E6100: kompakter, leichter, effizienter

Bei der Entwicklung des E6100 stand ein ganz bestimmter Antrieb aus dem Hause Shimano Modell: der eMTB-Antrieb E8000, dessen Form und kompakte Bauweise sich nun auch im E6100 wiederfindet. Kleiner bedeutet in den meisten Fällen auch leichter und auch hier hat der E6100 im Vergleich zum E6000 die Nase vorn: Mit einem Gewicht von 2,88 Kilogramm ist er ganze 210 Gramm leichter.

Im Praxistest des digitalen News-Magazins für Fahrräder und E-Bikes Velomotion kam es aber weniger auf die technischen Details an. Hier war ausschlaggebend, wie sich der Antrieb in der Praxis schlägt. Shimano hatte die Tester dafür nach Berlin eingeladen, um eine Testflotte mit neuem E6100 Motor ausgiebig Probe fahren zu können. Im Test wurde ein E-Bike mit der Inter5 Nabe gefahren und ein bereits im Vorfeld eingerichtetes Smartphone am Lenker, in Verbindung mit der Ride App, übernahm die Funktionen des Displays.

Der Testfahrer entschied sich zu Beginn für den manuellen Schaltmodus und die niedrigste Unterstützungsstufe. Im Testbericht schreibt er: „Der Motor unterstützt deutlich spürbar, ohne jedoch unangenehm oder unnatürlich zu werden. Die Geräuschkulisse ist im Eco Modus selbst in kleinen Nebenstraßen ohne Verkehr kaum wahrnehmbar und ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger, der stets ein hörbares Summen von sich gegeben hatte.“

Zum Wechseln der Unterstützungsstufe schreibt Velomotion: „Das Wechseln der Unterstützungsstufe erfolgte am Test Rad durch einen kurzen Druck auf die Taste der Bedieneinheit. Die anderen Unterstützungsmodi beschleunigen das E-Bike ohne viel Mittreten schnell auf Geschwindigkeiten um 20 km/h. Mit Erreichen der magischen 25 km/h nimmt der Motor die Leistung recht abrupt heraus, hier hätte sich der Tester einen etwas sanfteren Übergang gewünscht. Doch dann überwiegt sofort die Begeisterung: „Hat sich der Motor jedoch erst einmal verabschiedet, geht das Treten spielend, da der komplette Antrieb vollständig entkoppelt und somit keinerlei Widerstand bietet.“ Sollte man sich mit der Reichweite des Akkus einmal versehen haben, ist es zumindest möglich, problemlos das E-Bike zur nächsten Auflade-Möglichkeit zu bewegen.

Kalkhoff Image 5.S XXL mit Shimano Steps E6100

Das Kalkhoff Image 5.S XXL ist mit dem Shimano Steps E6100 erhältlich. Der Shimano Steps E6100 bildet eine Einheit mit dem Akku und der Nexus Inter-5E Nabe. Die Nabe ist in mechanischer Version oder als elektronische Di2 Ausführung erhältlich. Beide Versionen gibt es jeweils als V-Brake, Rollenbremsen, Scheibenbremsen oder Rücktrittbremsen.

Velomotion hat die Di2 Version unter die Lupe genommen und schreibt dazu im Testbericht: „Fünf Gänge klingen im ersten Moment nach ziemlich wenig, durch die große Bandbreite decken diese jedoch die relevanten Bereiche ab - gerade auch, weil sich Shimano dazu entschied, die leichtesten Gänge auszulassen. Schließlich benötigt man diese dank des Motors ohnehin nicht. Konnten die Schalthebel den Testfahrer von Velomotion nicht ganz überzeugen, sie hätten durchaus etwas definierter sein können, überzeugte die Schaltautomatik auf ganzer Linie: „Die Schaltautomatik funktioniert einfach zu gut. Per Knopfdruck aktiviert, wechselt diese abhängig von diversen Parametern wie Tretleistung und Geschwindigkeit automatisch in den passenden Gang. Die Dritte Neuerung ist am Lenker zu finden: Statt des Displays wurden sämtliche Infos vom Antrieb auf einem Smartphone dargestellt. Dafür verantwortlich zeigte sich eine Ride App.

Fazit

Wir finden, dass Shimano mit dem E6100 die richtige Marschroute einschlägt. Um mit Bosch mithalten zu können, die im letzten Jahr ihren Active Line Plus vorgestellt haben, musste Shimano handeln, um im City und Trekking Segment auf Augenhöhe bleiben zu können. Hier präsentiert sich der E6100 neben Bosch äußerst gut und hat eventuell sogar leicht die Nase vorn, schaut man sich nur das Datenblatt an.

Das Fazit des digitalen News-Magazins Velomotion für den Shimano Steps E6100 Motor fällt positiv aus: „ Der neue Shimano Steps E6100 weiß in fast jeder Hinsicht zu überzeugen. Kompakt, kräftig aber nie aufdringlich fühlt er sich vor allem im urbanen Raum wohl.

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