Die Shimano Tiagra Gruppe ist eine beliebte Wahl für Rennrad-Einsteiger und Hobby-Radler. Sie bietet eine solide Leistung und Zuverlässigkeit zu einem erschwinglichen Preis. In diesem Artikel werden wir die Shimano Tiagra Gruppe 3x10 genauer unter die Lupe nehmen und ihre Funktionalität, Kompatibilität und Alternativen untersuchen.
Das Problem: 2x10 Schaltung im Gebirge
Viele Radfahrer, die eine 2x10 Schaltung an ihrem Rennrad haben, stoßen im Gebirge an ihre Grenzen. Das kleine vordere Zahnrad fehlt, um steile Anstiege problemlos zu bewältigen. Die Frage ist, ob man einfach eine 3er Kurbel aufsetzen kann, um das Problem zu lösen, ohne die teuren 2x10 STIs austauschen zu müssen.
Ist es ein 2-fach oder 3-fach STI?
Es ist wichtig zu überprüfen, ob man tatsächlich einen 2-fach STI hat. Ansonsten merkst du beim linken STI zwei oder eben drei Schaltstufen. Lies die Bezeichnung von deinen STI ab, ST5602 oder so. Bist du sicher, dass du das nicht mit Shimanos "Trim"-Funktion verwechselst?
Es klickt 2 mal beim Hochschalten, bisher habe ich es immer benutzt um genau dieses Schleifen am Umwerfer zu verhindern. Bist du sicher, dass du das nicht mit Shimanos "Trim"-Funktion verwechselst?
Unterm Griffgummi hat sich die Bezeichnung "Shimano ST5700" finden lassen. Ich fürchte dann sind es 2x10er, oder? Ja, das sind 2fach.
Optionen zur Umrüstung auf 3-fach
Wenn man tatsächlich einen 2-fach STI hat, gibt es verschiedene Optionen, um auf eine 3-fach Schaltung umzurüsten:
- Claris-STIs: Die günstigste Variante könnte die Verwendung von Claris-STIs sein.
- Dreifachhebel: Der Dreifachhebel solo kostet so ab 65 Euro im Netz.
- Komplette 3x Gruppe: Ich würde die 2fach Gruppe verkaufen und zu einer kompletten 3x Gruppe greifen.
Neben STI und Kurbel sind eventuell auch ein anderes Schaltwerk und in jedem Fall ein anderer Umwerfer fällig. Auch eine längere Kette sollte in meisten Fällen nötig werden, falls du nicht schon ein langes Schaltwerk verbaut hast.
Der Umwerfer
Umwerfer ist auch noch ein Tehma - der 2-fach Umwerfer wird 3-fach nicht schalten. Da du ja nur den 2fach STI für den Umwerfer hast, wirst du wohl einen anderen STI kaufen müssen.
Aber das ein Umwerfer nicht so viel kostet, würde ich evtl die paar Euros auch noch investieren, da z.B. in dem Fall auch die Höhe des Umwferferkäfigs die Abstufung 26/39/46 nötig machte...
Alternative: MTB-Komponenten
Kannst du dir nicht mit einem MTB-9-fach Schaltwerk mit langem Käfig und einem MTB-Ritzelpaket helfen ?wäre kostengünstiger... Das bringt nicht so richtig viel. Bei 3-fach kommst Du vorn auf 28, vieleicht gar 26, 24 oder 22 runter. So eine Übersetzung ist mit dem Aufblasen des Ritzelpakets nicht zu machen. Natürlich wäre das als zusätzliche Modifikation eine Überlegung wert.
Mit dem oben genannten Ritzelrechner kannst du einmal gucken, ob du eventuell auch mit einem 34er Kettenblatt und 36er Ritzel klar kommen würdest. Dann würde eine entsprechende Kassette (11-36 10x) und ein Shimano MTB !!!8x-9X!!! Schaltwerk genügen.
Rein Theoretisch gibt es auch noch die Option hinten eine Kassette mit 11-40 Zähnen zufahren, nur deine STI´s Steuern kein 10fach MTB Schaltwerk mit dem richtigen Übersetzungsverhältnis an. Die Schaltwerke die für deine STI´s in frage kommen schaffen wohl kein 40er Ritzel hinten.
Die Rolle des Ritzelpakets
Außerdem sollte hinten das Tiagra 12-30-er-Paket möglich sein. Evtl. Ich denke, das einfachste wird sein, einfach hinten das Ritzelpaket gegen ein größeres auszutauschen. Jop, das geht. Sind ja nur Qualitätsunterschiede zwischen den Gruppen.
Die Eigentliche frage ist wohl, dass ist deine momentane Übersetzung 11-12-13-14-15-17-19-21-24-28. Eine so fein abgestufte Kassette musst du dann für eine etwas Bergtaugliche Kassette aufgeben.
Weitere Überlegungen
So weit das eine. Die andere Sache: Du besorgst dir ne alte 3fach MTB-Kurbel und fährst diese weiter als 2fach auf den kleinen KB-Befestigungen. Die Aufnahme für das große KB kannst du für nen Kettenschutz (z.B,. auch einem alten KB) nehmen. Auf die Kurbel kommen 2 KBs mit entsprechender Abstufung (die kennst nur du, aber der Ritzelrechner kann dir vllt. helfen ), z.B. mit 26 Zähne vorne und einer entsprechenden Kassette kommt du dann schon relativ gut Berge hoch.
Bliebe noch die Frage, welche Übersetzung du wirklich brauchst für die schnellen Gänge. 42Zähne vorne könnte durchaus reichen, damit kannst du manche Passabfahrten vllt. nicht mehr mittreten, aber wie oft kommt das vor? nicolaiB fährt auch diese 2fach VIA-Geschichte von SRAM (Z.B.
Ich sehe aber kaum Gründe, die gegen eine kleinere 2-fach Kurbel sprechen.und dann spricht auch nix gegen kleiner Kettenblätter. 33/46 oder so. Dann wird das doch schon recht klettrig.
Ich habe angenommen, dass die Rennradkurbeln immernoch einen 110er Lochkreis haben, wie bei meinem Oldtimer... 110 haben nur die allerneuesten Rennrad-Standardkurbeln mit nur 4 Armen.
Zusammenfassung der Möglichkeiten
Vielleicht mal als Zusammenfassung die Möglichkeiten. Erst mal was nicht geht. Kleinere Kettenblätter lassen sich auf der aktuellen Kurbelgarnitur (130mm Lochkreis) nicht montieren. An der vorderen Übersetzung lässt sich also nur durch Tausch der Kurbel etwas ändern. Eine größere Kassette lässt sich ohne Wechsel des Schaltwerks zwar montieren, aber nicht schalten. Dazu kommt, das größere Ritzel automatisch auch eine leicht längere Kette benötigen.
Das leitet dann über zu dem, was geht. Entweder Wechsel der Kurbelgarnitur vorne auf eine Kompakt- oder Cyclocross-Kurbel (Lochkreis 110mm) mit Kettenblättern in den Größen 50/34 bzw. 46/34. Bei 110mm Lochkreis geht es auch nicht kleiner als 34 Zähne. Der Kurbeltausch wäre der unkomplizierteste Umbau, da nur die Kette gekürzt und der Umwerfer in der Höhe angepasst und neu eingestellt werden müsste.
Reduziert allerdings die Kraftübersetzung gleichmäßig, also auch die größte Übersetzung (53:11) fiele auf (50:11/46:11) zurück. Der kleinste Gang hat aktuell einen Übersetzungsfaktor von 1,39 (bei 39:28) und fiele auf 1,21 (34:28) =87%
Wechselst Du hingegen nur die Kassette und dadurch zwingend auch die Kette und das Schaltwerk aus, wäre mit einer 11-32 Kassette der neue kleinste Faktor ebenfalls 1,21 (bei 39:32). Der Effekt wäre also bei beiden Umbauten der Selbe, würde sich bei der Kassette aber nur auf die kleinsten Gänge auswirken, bei der Kurbel auf Alle.
Kombinierst Du beide Umbauten, also wechselst auf eine Kompakt-Kurbel vorne und ersetzt die Kassette mit einer in 11-32er Abstufung und dem dazu passenden Schaltwerk mit Mittellangem Käfig, ergibt sich ein Faktor von 1,06 und damit fast eine 1:1-Übersetzung im kleinsten Gang (34:32). Schalthebel und Umwerfer bleiben jeweils unverändert.
Beginnt man die Veränderungen aber hinten, so würde ich als Schaltwerk ein 9-fach (!!!) MTB-Schaltwerk nehmen - das schaltet auch noch 34 Zähne garantiert und mit Glück auch 36. Bei den 10-Fach RR-Schaltwerken bin ich nicht so sicher, ob 32 überhaupt garantiert sind. Bei 110mm Lochkreis geht es auch nicht kleiner als 34 Zähne.
Wie der Themenstarter sicher schon bemerkt hat, war der Aufbau seines Rades wohl an den eigenen Bedürfnissen vorbei geplant. Gebaut hat er sich einen Straßenrenner mit großer Kurbel und kleiner Kassette. Damit kann man auf hohem Niveau fein abgestuft schalten und viel Kraft auf den Asphalt übertragen. Aber Bergauf und mit schwerem Gepäck wäre die Qual schon vorhersehbar gewesen.
Ich sehe also ein, dass ich wohl entweder den vorderen oder hinteren Teil meines Antriebs austauschen muss. Der Fehler liegt eher in der Unerfahrenheit. Gebaut wurde dieses Rad um damit die Baja California herunterzufahren, was ausnahmslos wunderbar funktioniert hat.
Die Shimano Rennradgruppen im Überblick
Das Konzept der Rennradgruppe wurde 1973 von Shimano auf den Markt gebracht: eine Gruppe von verschiedenen Komponenten am Fahrrad, die für sich alleine nicht besonders interessant wären, aber zusammen unter einem attraktiven Markennamen wie „Dura-Ace“ verkauft werden können. Ein brillanter Schachzug sowohl für das Marketing als auch für die Nutzerfreundlichkeit. Anstelle dass man sich um die ganzen Kleinteile einzeln kümmern muss, bekommt man den ganzen Antriebs-, Schalt- und Bremssalat in ein einzelnes Paket. So kann man den eigenen Hobby-Sprinter auch direkt mit den Edelrädern der Profisportler vergleichen.
Shimano brachte den Radsport an den einfachen Mann. Und auch heutzutage bietet Shimano mit seinen verschiedenen Rennradgruppen einen einfachen Einstieg in den Radsport - egal, ob man eher mehr oder weniger in das Fahrrad investieren möchte. Einen Überblick über die vier „echten“ Rennradgruppen von Shimano findest Du hier in unserem Ratgeber.
Im Wettkampf kommt es letztendlich auf die körperliche und geistige Verfassung der Person an, die im Fahrrad sitzt, und der Beine, die in die Pedale treten. Trotzdem kann man anhand dem Namen der Rennradgruppe Schlüsse ziehen auf das Fahrrad und den Fahrer - ob das Fahrrad als Fitness- und Hobby-Gerät benutzt wird, oder ob es sich um einen ambitionierten Radsportler handelt, der sich eine möglichst optimale Umwandlung von Tretenergie in Antrieb wünscht.
Anders gesagt: Ist das Fahrrad „bloß“ ein Vehikel zum Ausleben des Radsports (bzw. des Hobbies), oder ist das Fahrrad ein Bündel von Teilen, die es zu optimieren gilt, um das Maximum an Performance zu bekommen?
Anhand der folgenden Tabelle erhältst Du einen schnellen Überblick über die vier Rennradgruppen von Shimano - mit der jeweiligen Zielgruppe und voraussichtlichen Kosten (wobei Fahrräder im Angebot weitaus günstiger sein können), aber auch welche Optionen man bei der Gruppe hat (Scheibenbremse, elektrische Schaltung).
| Rennradgruppe | Gangschaltungen | Bremse | Schaltung | Kosten Fahrrad mit Gruppe | Kosten Gruppe ohne Fahrrad | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tiagra | 2x10 / 3x10 | Felge oder Disc | mechanisch | ~800€ - 1.600€ | ~300 - 400€ | Hobby-Radler |
| 105 | 2x11 | Felge oder Disc | mechanisch | ~1.400 - 2.000€ | ~400 - 500€ | Einsteiger, Trainingsrad |
| Ultegra | 2x11 | Felge oder Disc | mechanisch oder elektrisch (Di2) | ~2.000 - 5.000€ | ~600 - 1.000€ | Amateursportler, gelegentlich Teilnahme an Radrennen wie Cyclassics |
| Dura-Ace | 2x11 | Felge oder Disc | mechanisch oder elektrisch-kabellos (Di2) | ~3.000 - 12.000€ | ~1.000 - 4.000€ | Profisportler, regelmäßige Touren und Radrennen |
Shimano Tiagra
Es ist eine schwere Entscheidung, wenn es darum geht, welche der Shimano-Gruppen die erste „echte“ (sprich: wettkampftaugliche) Rennradgruppe darstellt. Offiziell fängt es bei Shimano schon mit der Tourney (A070) an. Anderorts beginnt die Liste der Shimano-Rennradgruppen mit den nächsthöheren Gruppen Claris oder Sora. Diese Komponentengruppen bestehen ohne Frage aus effektiven und hochwertigen Fahrradteilen - wer mit dem Fahrrad zur Arbeit pendelt oder als Hobby quer durchs Land radelt, der wird mit diesen Gruppen voll zufrieden sein.
Wenn es aber um den Radsport geht, ist das mit diesen Gruppen so, als würde man nur mit den Zehenspitzen ins Wasser tauchen. Daher fängt unsere „seriöse“ Auflistung erst mit Tiagra an. Preislich gesehen kann man sich aber auch mit einem Tiagra-Rennrad noch im dreistelligen Bereich bewegen (was mit den hochwertigeren Gruppen relativ unmöglich ist), wenn man Glück hat. Trotzdem kann sich die Tiagra-Gruppe von der Qualität her voll mit der 105 messen. Es ist bloß so, dass die Tiagra gewissermaßen noch eine Vorstufe zu den anderen Rennradgruppen von Shimano darstellt.
Die Tiagra ist eher noch im Bereich der All-Rounder anzusiedeln (Fitnessbikes, Cyclocross-Bikes, Reiseräder) - das sieht man auch daran, dass man die Tiagra wahlweise mit 2×10 oder 3×10 Gängen bekommt (Zweier-Kurbel oder Dreier-Kurbel). Die Version mit 3×10 Gängen erlaubt dem Fahrer mehr unterschiedliche Drehzahlverhältnisse, was ein Gefühl von Kontrolle gibt (→ mehr dazu hier: Übersetzung und Entfaltung). Aber im Radsport hat man eigentlich nur Zweier-Kurbeln und konzentriert sich auf maximal 22 Gänge - alles, was mehr Gänge hat, ist eher ein Freizeitrad.
Prinzipiell besteht eine weitreichende Kompatibilität zwischen den verschiedenen Shimano-Gruppen, doch eine volle Kompatibilität hat man nur, wenn die Anzahl der Gänge gleich ist. Daher kann es kompliziert sein, von Tiagra zu den höheren Rennradgruppen aufzurüsten (welche ausschließlich 2×11 Gänge haben).
Stärken der Shimano Tiagra- Guter Einstieg in qualitätsgeprüfte Komponentengruppen
- Preiswert
- Höhere Fertigungstoleranzen in der Herstellung, geringere Qualität als höherpreisige Komponentengruppen
- einfachere / reduzierte Mechanik
- reduzierte Gänge am Ritzel (10-fach)
- geringere Qualität der verwendeten Materialien der Komponentenbestandteile
Shimano 105
Die 105er-Gruppe stellt die Einstiegsklasse unter den hochwertigeren Shimano-Gruppen dar. Denn die 105 teilt sich viele Eigenschaften mit Ultegra und Dura-Ace. Das wohl wichtigste Kriterium: Alle dieser Gruppen gibt es ausschließlich mit 2×11 Gängen. So sind diese drei Gruppen untereinander vollends kompatibel und man bekommt ungefähr das gleiche Fahrgefühl. Daher ist die 105 unsere klare Kaufempfehlung als erste Rennradgruppe für alle Radsport-Interessenten - später kann man das Rennrad progressiv mit einzelnen Ultegra- und Dura-Ace-Teilen aufrüsten (nur bei schon veralteten 105-Gruppen kann es Probleme geben).
Wie auch die anderen Rennradgruppen von Shimano bekommt man die Shimano 105 mit unterschiedlich großen Kassetten und Kettenblättern, wodurch unterschiedliche Drehzahlverhältnisse zu Stande kommen (→ mehr dazu hier: Übersetzung und Entfaltung). Kurz gesagt: Eine Gruppe mit großen Kettenblättern (53/39 Zähne) und kleinen Kassetten (11-28 Zähne) wird am ehesten im professionellen Radsport eingesetzt, um eine möglichst hohe Übersetzung zu bekommen. Die Kurbel wird dabei als „Standardkurbel“ bezeichnet. Die Version mit der „Kompaktkurbel“ hat kleinere Kettenblätter (50/34 Zähne) und größere Kassetten (11-32 Zähne), was eine komfortablere Übersetzung für Bergauffahrten erlaubt. Dazwischen gibt es auch eine Semi-Kompakt- bzw. Mid-Compact-Version.
Stärken der Shimano 105- Auf Augenhöhe mit Profi-Komponenten in der Mechanik
- Preiswert
- Etabliert und hohe Innovation
- Hohe Qualität durch hochwertige Komponentenbestandteile und enge Qualitätsprüfung
- Höheres Gewicht als Profi-Komponenten
- Innovativ, aber nicht die Speerspitze der neuesten Komponentengenerationen
- Keine elektrische Schaltung verfügbar
Shimano Ultegra
Die Ultegra-Gruppe stellt den Bestseller unter den Rennradgruppen von Shimano dar. In bestimmten Sparten findet man ausschließlich Ultegra an den benutzten Rennrädern - gemeint sind ambitionierte Amateursportler, die auch mal bei Jedermannrennen (Cyclassics, Veloton) oder anderen Rennrad-Touren mitmachen (aber „noch“ keine Sponsoren haben). Von der Funktionalität gibt es kaum Unterschiede zwischen Ultegra und Dura-Ace, der Spitzenklasse von Shimano. Der größte Unterschied besteht im Material, weshalb die Ultegra-Gruppe ein höheres Gewicht auf die Waage bringt. Shimano Ultegra (wie auch die 105) werden von Profis oft an den Trainingsrädern benutzt.
Man hat bei der Ultegra die gleichen Optionen wie auch bei 105, was die Kettenblätter und Kurbeln angeht. Doch was ab Ultegra auch möglich ist: eine elektrische Schaltung (Di2). Es handelt sich bei Ultegra dabei um eine elektrische Schaltung mit Kabel - nur die Dura-Ace bekommt man mit einer kabellosen Schaltung.
Elektrische Schaltungen werden oft als höheres Level an Professionalität eingestuft, doch dabei fahren Profis sowohl mit elektrischen als auch mit mechanischen Schaltungen. Bei einer elektrischen Schaltung kann man an verschiedenen Stellen am Lenker Schalter zum Anpassen des Gangs haben und die Schaltpräzision ist höher - aber dafür wiegt das System etwa 80g mehr.
Stärken der Shimano Ultegra- Auf Augenhöhe mit Profi-Komponenten in der Mechanik
- Sehr geringes Gewicht
- Höchste Innovation
- Elektrische Schaltung verfügbar
- Höchste Qualitätsprüfungsstandards und Fertigungstoleranzen
- Hoher Preis
Shimano Dura-Ace
Die Dura-Ace-Gruppe stellt das Flaggschiff und die Spitzenklasse unter den Rennradgruppen von Shimano dar. Bei den Profirädern der Tour de France ist die Dura-Ace am häufigsten zu finden. Doch wie bereits bei Ultegra geschildert, besteht der hauptsächliche Unterschied im verwendeten Material der Komponentengruppe. Bei Dura-Ace kommt eine Mischung von Aluminium, Carbon und Titan zum Einsatz, wodurch sie etwas leichter ist - die Gruppe kommt in der Regel auf unter 2kg.
Außer den Profisportlern ist die Dura-Ace aber nur für die absoluten Optimierungs-Freaks und Fahrradfahrer mit Höchstambitionen von Interesse. Man bekommt hier das Beste vom Besten - ein besseres Fahrgefühl bekommt man mit keinem anderen Fahrrad (mit Shimano Komponenten), das es auf dieser Erde zu finden gibt.
Wie auch die Ultegra bekommt man die Dura-Ace wahlweise mit mechanischer oder elektrischer Schaltung (Di2). Im Unterschied zu Ultegra kommt die elektrische Schaltung hier jedoch ganz ohne Kabel aus, was einen weiteren Vorteil gegenüber Ultegra darstellt.
Stärken der Shimano Dura Ace- Höchste Innovation, allerneueste Komponentengenerationen
- Geringstes Gewicht
- Profi Equipment
- Höchste Qualitätsprüfungsstandards und Fertigungstoleranzen
- Hoher Preis
FAQ
Welche Shimano-Gruppen gibt es?
In unserer Auflistung der „echten“ Rennradgruppen von Shimano haben wir nur Tiagra, 105, Ultegra und Dura-Ace mit aufgenommen. Ultegra und Dura-Ace gibt es auch in der Variante mit elektrischer Schaltung: Ultegra Di2 und Dura-Ace Di2. Außer der elektrischen Schaltung gibt es dabei keine wirklichen Unterschiede, obwohl diese Gruppen oft als unterschiedliche, hochwertigere Produkte vermarktet werden.
Wir glauben jedoch nicht daran, dass die Di2-Gruppen einen besonderen Stellenwert verdienen - das ist bloß ein Marketing-Trick. Außer diesen Gruppen verkauft Shimano außerdem noch Tourney, Claris und Sora, doch diese Gruppen sind eher für Freizeitradler. Für Mountainbikes und Stadträder gibt es andere Gruppen von Shimano.
Was ist die Reihenfolge der Shimano-Gruppen?
Die Komponentengruppen unterscheiden sich natürlich vom Preis und der Qualität her. Von unten aufsteigend sieht die Reihenfolge so aus: Tourney, Claris, Sora, Tiagra, 105, Ultegra, Dura-Ace. Es gibt auch Ultegra Di2 und Dura-Ace Di2, aber der einzige Unterschied besteht dabei darin, dass die Schaltung elektrisch und nicht mechanisch ist.
Was ist besser: Shimano 105 oder Ultegra?
Rein von der Qualität her ist Ultegra nochmal ein Stück besser als 105. Trotzdem gilt auch die 105 bereits als solide, funktionale und verlässliche Rennradgruppe, mit der sich zahlreiche Touren absolvieren lassen. Auch besteht zwischen den drei höchsten Shimano-Gruppen (105, Ultegra und Dura-Ace) volle Kompatibilität, da die Anzahl der Gänge gleich ist. Deshalb ist die 105 sozusagen die Einstiegsklasse der Spitzengruppen - später kann man auch aufrüsten.
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