Scheibenbremsen sind ein wichtiger Bestandteil moderner Fahrräder. Dieser Artikel beantwortet alle wichtigen Fragen rund um Scheibenbremsen, von den Vor- und Nachteilen über die Wartung bis hin zu Tipps zur Vermeidung von Transportschäden.
1. Vor- & Nachteile von Scheibenbremsen
Vorteile:
- Bessere Bremsleistung bei Nässe: Durch ihre höhere Flächenpressung bieten Scheibenbremsen auch bei schlechten Wetterbedingungen eine zuverlässige Bremsleistung.
- Weniger Handkraft erforderlich: Bis zu 20% weniger Handkraft sind nötig, was besonders für Frauen und ältere Personen von Vorteil ist.
- Kein Felgenverschleiß: Die Felgen werden geschont, da die Bremskraft direkt auf die Bremsscheibe wirkt.
- Unempfindlich gegen Felgenfehler: Auch bei einem "Achter" schleift die Bremse nicht.
- Keine Überhitzung der Felgen: Bei langen Abfahrten im Gebirge wird die Felge nicht überhitzt.
- Geringere Verschmutzung der Bremsscheiben: Die Bremsscheiben sind weniger anfällig für Verschmutzungen.
- Längere Lebensdauer der Bremsbeläge: In der Regel halten Bremsbeläge für Scheibenbremsen länger als Beläge für Felgenbremsen.
- Geeignet für dicke Reifen: Scheibenbremsen bieten mehr Platz für breitere Reifen.
Nachteile:
- Höheres Gewicht: Scheibenbremsen sind schwerer als Felgenbremsen.
- Höhere Kosten: Insbesondere hydraulische Scheibenbremsen sind teurer in der Anschaffung.
- Überhitzung der Bremsscheiben: Bei starker Belastung können die Bremsscheiben überhitzen.
- Beschädigungsrisiko beim Transport: Scheibenbremsen können beim Radtransport leicht beschädigt werden.
- Höhere Belastung von Naben und Speichen: Die Bremskraft wirkt direkt auf die Naben und Speichen, was zu einer höheren Belastung führt.
- Einbremsen erforderlich: Scheibenbremsen müssen eingebremst werden, was etwas Zeit und Mühe erfordert.
2. Nachrüstung von Scheibenbremsen
Eine Nachrüstung ist nur möglich, wenn Gabel und/oder Rahmen über entsprechende Aufnahmen für Scheibenbremsen verfügen. Laufräder müssen Disc-tauglich sein. Wer unbedingt will, kann seine Starr- oder Federgabel durch eine Gabel ersetzen, die für Scheibenbremsen ausgelegt ist.
3. Unterschiedliche Bremssattelaufnahmen
Es gibt zwei Standards: Postmount und IS2000 (International Standard). Bei Postmount liegen die Befestigungspunkte 74,2 mm auseinander und sind entlang der Längsachse ausgerichtet. Bei IS2000 liegen die Bohrungen der Aufnahme 51 mm auseinander und quer zur Fahrtrichtung.
Die Aufnahmen werden meist so angebracht, dass man vorne und hinten Bremsscheiben mit 160 mm Durchmesser als Standard montieren kann. Allerdings gibt es mehr und mehr Mountainbikes mit Direkt-Postmount; sie nehmen standardmäßig 180 mm Discs auf.
4. Adapter und Bremsscheibengrößen
Adapter dienen dazu, den Bremssattel in die passende Position zur entsprechenden Scheibengröße zu rücken. Es gibt Bremsscheiben in verschiedenen Größen: Manche Cross- und Rennräder benutzen 140 mm Discs, während es bei Trekkingbikes erst bei 160 mm losgeht. Wer entweder etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt oder aber mit viel Gepäck unterwegs ist, ist gut beraten mit 180 mm Scheiben. Wer in den Alpen unterwegs ist, tendiert wahrscheinlich eher zu 203 mm Scheiben. An Tandems und Transporträdern sind oft Scheiben mit 220, 240 oder sogar 254 mm Durchmesser (Santana) montiert.
Im Zweifel sollten Sie immer die größere Scheibe wählen. Sie ermöglicht höhere Bremsleistungen, wiegt etwas mehr und belastet Rahmen und Gabel mehr. Nicht jede Gabel darf Bremsscheiben größer als 180 mm aufnehmen.
5. Mechanische vs. Hydraulische Scheibenbremsen
Mechanische Scheibenbremsen werden über einen Bowdenzug gebremst. Je länger das Kabel, umso größer die systemimmanente Reibung. Hydraulische Scheibenbremsen werden dagegen mit Bremsflüssigkeit gebremst. Weil ihre Reibungsverluste geringer sind, sind auch Dosierbarkeit und Bremskraft besser. Diese Vorteile werden mit den Nachteilen höherer Kosten und höherer mechanischer Komplexität erkauft.
Die meisten mechanischen Bremsen arbeiten einseitig mit nur einem Kolben. Der bewegliche Kolben drückt die Scheibe gegen den fest im Bremssattel verankerten inneren Belag. Dagegen arbeiten hydraulische Bremsen in der Regel mit zwei Kolben, die die Bremsscheibe von beiden Seiten symmetrisch anbremsen.
Hydraulische Bremsen sind meist sehr zuverlässig, benötigen aber für die Wartung Spezialwerkzeug. Verglichen damit, sind die Bremszüge mechanischer Bremsen anfällig für Rost und Schmutz, aber sie lassen sich leichter reparieren.
6. Bremsflüssigkeiten bei hydraulischen Bremsen
Manche Hersteller verwenden DOT-(Auto-)Bremsflüssigkeit, andere Hersteller Mineralöl. Die zwei Arten der Bremsflüssigkeit sind nicht miteinander kompatibel.
Avid/SRAM, Formula, Hayes und Hope verwenden entweder DOT 4 oder 5.1, die jeweils auf Glykolbasis arbeiten. Achtung: DOT 5 ist auf Silikonbasis aufgebaut und nicht mit DOT 4 oder 5.1 kompatibel! DOT-Flüssigkeit hat den Vorteil eines hohen Siedepunkts, hat aber den Nachteil sowohl giftig als auch hygroskopisch zu sein. Mineralöl ist dagegen chemisch neutral und zieht kein Wasser. Es kann auf Jahre im Bremssystem verbleiben, ohne ausgetauscht werden zu müssen. Es wird von Magura, Shimano und Tektro eingesetzt.
7. Falsche Bremsflüssigkeit eingefüllt - Was tun?
Wenn man bei der Wartung die falsche Bremsflüssigkeit einfüllt, dann ist das etwa so wie der größte anzunehmende Unfall. Die Kombination DOT-Flüssigkeit und Mineralöl-Bremse sorgt dafür, dass die Dichtungen „angefressen“ und weich werden. Sie sind damit zerstört, sämtliche Dichtelemente muss man gegen neue austauschen und die Bremse danach neu zusammenbauen. Daher sollte man immer auf die korrekte Bremsflüssigkeit achten.
8. Geeignete Laufräder für Scheibenbremsen
Bei Scheibenbremsen müssen die Vorder- und Hinterradnaben auf der linken Seite jeweils über eine Aufnahme für die Scheibe verfügen. Die Aufnahme kann unterschiedlich ausgeformt sein. Ferner müssen die Speichen abgewinkelt zur Felge verlaufen, sodass sie sich gegenseitig kreuzen. Ein Rad mit radialer (= ungekreuzter) Einspeichung ist aus Stabilitätsgründen nicht für Scheibenbremsen geeignet.
9. Naben mit IS2000-Aufnahme & Centerlock
Die meisten Naben verwenden die IS2000-Aufnahme, auch „6-Loch Aufnahme“ genannt. Die Scheibe wird mit sechs M5-Torxschrauben auf die Nabe aufgeschraubt. Shimano hat mit Centerlock ein eigenes System mit Vielzahnprofil und Verschlussring eingeführt. Damit geht die Montage bzw. Demontage etwas schneller, die Flanschgröße der Naben kann ein wenig reduziert werden. Rohloff verwendet wegen der Form seiner Hinterradnabe ein eigenes, 4-Loch-Befestigungssystem für Bremsscheiben. Pinion-Räder brauchen kein eigenes System, jede geeignete Nabe kann verwendet werden.
10. 6-Loch-Scheiben auf Centerlock-Naben montieren
Ja. Es muss nur ein Centerlock-Adapter auf die Scheibe montiert werden, und schon kann man sie auf einer Centerlock-Nabe befestigen.
11. Vorsicht bei heißen Bremsscheiben
Die Scheiben können sehr heiß werden! Gehen Sie also im Zweifelsfall lieber kein Risiko ein - Finger weg! Das Hauptproblem bei allen Scheibenbremsen ist der Abbau von Wärme. Wer in ebenem Gelände ohne Gepäck unterwegs war und kürzlich auch nicht stark gebremst hatte, bei dem werden die Discs auch nicht allzu warm sein. Aber wenn Sie gerade mit vielen Taschen oder in den Bergen unterwegs sind, dann können die Scheiben richtig heiß werden.
12. Einteilige vs. zweiteilige Bremsscheiben
IS oder 6-Loch-Scheiben bestehen oft aus einem Stück Edelstahl. Das ist einfach und zuverlässig. Centerlock-Bremsscheiben haben dagegen immer ein inneres Profil aus Alu, um das Vielzahnprofil der Nabe aufzunehmen. Wenn das Profil etwas größer ausgeformt wird und über mehrere Arme verfügt, heißt es „Spider“. Gerade bei großen Scheiben verleihen Spider zusätzliche Stabilität und können bei großer thermischer Belastung vorteilhaft sein.
13. Bremsflächen der Discs - Material
Die meisten Bremsscheiben sind aus massivem Edelstahl, ein Material, dass sich seit Langem bewährt hat. Seit ein paar Jahren hat Shimano mit „IceTech“ eine neue Verbundkonstruktion auf den Markt gebracht. Die Bremsflächen der Discs sind aus Stahl, während der Aluminiumkern in der Mitte besser in der Lage sein soll, Bremswärme abzuführen. Dazu gesellen sich neue „IceTech“ Bremsbeläge.
14. Shimano „IceTech“ & „Freeza“ - Vor- & Nachteile
IceTech-Bremsbeläge werden mit Kühlrippen versehen. Bei der „Freeza“-Technik wird der IceTech-Alukern der Scheibe vergrößert und zu Kühlrippen geformt, um sie nochmals kühler zu halten. Tests haben gezeigt, dass IceTech-Beläge und -Verbundscheiben tatsächlich Wärme gut ableiten. Werden sie jedoch unter extremen, aber dennoch realistischen Bedingungen zu stark erhitzt, so kann der Alukern schmelzen - die Bremsleistung lässt schlagartig nach. Daher sollten alpine Radler und Tourenfahrer mit viel Gepäck lieber möglichst große Bremsscheiben aus massivem Stahl montieren.
15. Bremsscheiben von anderen Herstellern verwenden
Ja. Zunächst sollte natürlich die Größe stimmen. Wenn die Scheibe etwas zu klein ist, dann ist das nicht katastrophal, aber auch nicht vorteilhaft. Eine etwas zu große Scheibe kann dagegen oben an der Aussparung des Bremssattels schleifen. Manche neuen Bremsscheiben, wie z. B. die Shimano SM-RT54, dürfen nur mit organischen Belägen gefahren werden.
16. Metallische & organische Beläge - Unterschiede
Der Begriff „organische“ Beläge ist missverständlich, es handelt sich nicht um ökologische Bremsklötze. Organisch bedeutet lediglich, dass derartige Beläge weniger Metallelemente und mehr Fiberglas und Harz beinhalten. Sie bremsen besser, vor allem bei Nässe, und sie sind leiser. Metallische Beläge haben eine längere Lebensdauer und quietschen tendenziell mehr.
17. Müssen Scheibenbremsen eingebremst werden?
Ja, unbedingt! Lesen Sie dazu immer die Bedienungsanleitung. Speziell bei organischen Belägen müssen die Beläge durch starkes Dauerbremsen im Gefälle auf über 200 Grad erhitzt werden, damit Lösungsmittel ausgasen können. Daher beim Einbremsen möglichst immer nur mit einer Bremse bremsen, die zweite in Reserve halten. Sicherheitshalber sollte man diese Prozedur fernab von jeglichem Verkehr durchführen.
18. Ursachen für quietschende Scheibenbremsen
Wenn die Bremsen richtig eingebremst worden sind, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass entweder die Beläge oder die Scheiben dreckig sind. Denken Sie daran, dass zum Beispiel Kettenöl nie auf die Beläge geraten darf, in diesem Fall müssen sie ersetzt werden. Die Scheiben lassen sich mit Alkohol oder speziellem Bremsenreiniger reinigen.
19. Transportsicherung verwenden
Eine Transportsicherung dient als Hilfsmittel beim Transport eines Fahrrads mit hydraulischen Scheibenbremsen, wenn dabei eines der Räder ausgebaut ist. Die Transportsicherung, welche auch Belagspreizer genannt wird, hält die Bremsbeläge auseinander. Um die Bremse zu sichern, wird der Belagspreizer nach dem Radausbau von unten (Hinterrad) bzw. vorne (Vorderrad) in den Bremssattel gesteckt.
Weitere Tipps und Informationen
Hilfe bei der Händlersuche bzw.
2. Laufräder ausbauen und Bremsscheiben prüfen
Um an der Bremsanlage arbeiten zu können, müssen natürlich die Laufräder vom Rad abmontiert werden. Vorher aber kannst Du noch prüfen, ob die Bremsscheiben gerade oder eventuell verzogen sind. Eine verzogene Scheibe erkennst Du daran, dass sie bei Rotation im Bremssattel seitlich “taumelt“. Ein leichter Verzug ist zu verschmerzen und kann mit einem Richtwerkzeug begradigt werden.
Nun wird noch die Reibfläche der Scheiben geprüft. Diese unterliegt natürlich, genau wie die Beläge, einem gewissen Verschleiß, auch wenn dieser aufgrund der Härte des Stahls deutlich langsamer fortschreitet als bei den Bremsbelägen. Nimmst Du Dir die Scheibe vor, kannst Du mit dem Fingernagel am Übergang zwischen Reibfläche und Trägerarmen oft eine „Stufe“ spüren. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Reibfläche bereits dünner geworden ist.
Wenn die Scheibe rot- bis bläuliche Verfärbungen aufweist, ist dies ein Indiz dafür, dass sie mindestens einmal auf einer Abfahrt sehr heiß geworden ist. Schau Dir auch die Reibfläche genauer an: Siehst Du dort eingebrannte Fragmente der Beläge, hat sich Material dieser gelöst und mit der Scheibe unter Hitzeeinwirkung „verbunden“.
Sind die Bremsscheiben verölt oder stark verdreckt, müssen sie gereinigt werden. Hierzu nimmst Du einen herkömmlichen Bremsenreiniger, der auf einen Öl- und fettfreien Lappen gesprüht wird. Damit werden beide Seiten der Bremsfläche gründlich abgewischt.
Shimano-Bremse entlüften
Hast Du während Deiner letzten Tour festgestellt, dass Deine Shimano-Bremse bis zum Lenker durchziehbar ist oder der Druckpunkt sich verschoben hat? Diese Anzeichen deuten auf Luft in Deinem Bremssystem hin. Mithilfe unserer präzisen Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Dir, wie Du Deine Shimano-Bremse entlüften kannst, um Deine Bremsleistung wiederherzustellen. Du benötigst hierfür ein Entlüftungskit für Shimano.
Es kann vorkommen, dass beim Entlüften etwas Mineralöl austritt. Wir empfehlen unter die Anschlussstücke ein Tuch oder einen geeigneten Behälter zu legen. Sollte Mineralöl auf Teile Deines Rads laufen, reinige diese bitte unbedingt mit Isopropyl-Alkohol oder Spiritus.
Am besten funktioniert das Entlüften, wenn das Rad in einen Montageständer gespannt ist. Nach dem Entlüften empfehlen wir Dir, die Spritzen und die Schläuche zu reinigen. Die Entlüftungs-Kits sind wiederverwendbar.
- Entferne bei einer der Spritzen den Kolben und verbinde diese mit einem Schlauch, der Klemme und einem Stutzen.
- Befülle die Spritze mit dem Schlauch ohne Stutzen mit ca. 20 ml Mineralöl.
- Spann das Rad in einen Montageständer oder sorge für einen sicheren Stand z. B. mit Kisten oder Stühlen. Falls Deine Shimano-Bremse über eine Griffweitenverstellung verfügt, muss diese komplett nach außen (im Uhrzeigersinn/der Hebel muss so weit wie möglich weg vom Lenker) geschraubt werden.
- Entferne die Bremsbeläge, um Verschmutzungen mit Öl zu vermeiden.
- Installiere nun den mitgelieferten schwarzen ‚bleed block‘ oder eine Transportsicherung in dem Bremssattel, der die Kolben in der Endposition hält und sichere diesen mit der Belaghalteschraube oder einem Gummiband.
- Der Nippel ist bei den meisten Modellen mit einer Gummi-Schutzkappe verschlossen, die einfach abgeschoben werden kann.
- Achtung: Die Schraube ist mit einem Dichtring (O-Ring) versehen!
- Mit dem mitgelieferten 7er Maulschlüssel musst du nun am Bremssattel die Außensechskantschraube am Entlüftungsnippel mit einer viertel Umdrehung öffnen.
- Anschließend den Kolben der Spritze am Bremssattel behutsam ziehen, das Öl fließt nun von der Spritze oben in die Spritze unten. Diesen Vorgang des Öl-„Pumpens“ von unten nach oben und von oben nach unten mehrmals wiederholen.
- Wenn du keine Luftbläschen mehr in den Spritzen aufsteigen siehst, kannst du die Entlüftungsschraube mit dem 7er Maulschlüssel zudrehen. Das System ist jetzt am Bremssattel verschlossen. Die Spritze mit Schlauch am Bremssattel kann nun entfernt werden.
- Jetzt kannst Du den Bremshebel ziehen und solltest nach 1-2 mal Pumpen wieder einen sauberen Druckpunkt haben.
- Das alte Öl aus den Spritzen ggf. ordnungsgemäß entsorgen.
- Wenn Du nun wieder einen sauberen Druckpunkt am Bremshebel hast, kannst Du den Bleedblock bzw. die Transportsicherung wieder entfernen und die Bremsbeläge einsetzen.
Wie entstehen Geräusche beim Bremsen?
Mehrere Gründe können dafür sorgen, dass sich eine Scheibenbremse akustisch bemerkbar macht. Der häufigste Grund ist Feuchtigkeit. In diesem Fall musst du dir keine Sorgen machen. Bei Regen oder niedrigeren Temperaturen quietscht so gut wie jede Scheibenbremse.
Scheibenbremse Workshop Übersicht:
- 3 Die Scheibenbremse quietscht beim Bremsen und hat eine schlechte Bremsleistung
Wenn deine Bremse auch nach einem wiederholten Einbremsen (siehe oben) quietschen oder nicht richtig bremsen sollte, solltest du die Bremsbeläge prüfen und ggf. reinigen.
Fall 1: Bremsbeläge sind verglast
Das „Verglasen“ lässt sich bei Bremsbelägen an einer glänzenden, Glas-ähnlichen Oberfläche erkennen. Je nach Intensität lässt sich die Oberfläche der Beläge aber noch mit Schleifpapier anrauen und der Bremsbelag lässt sich als Notlösung weiter benutzen.
Fall 2: Bremsbeläge (-und Scheibe!) sind kontaminiert
Bei einer Scheibenbremse reicht oft schon ein winziger Tropfen Öl oder Fett zur Kontamination. In den meisten Fällen ist Kettenöl der Verursacher. Tausche den Bremsbelag aus (siehe Methode 3) und reinige den Bremssattel und die Bremsscheibe.
Wie reinigt man eine quietschende Scheibenbremse am besten?
Die größte Erfolgschance auf eine ölfreie Bremse hast du, wenn du dir möglichst viel Zeit nimmst und auf mehrere der beschrieben Mittel und Produkte zurückgreifst. Nimm dir einen sauberen Schwamm oder ein Spültuch und heißes Wasser mit Spülmittel und reinige die Bremsscheibe damit oder lege sie gleich darin ein.
Tipp: Für eine anfänglich bessere Bremsleistung lohnt es sich, nach jeder Instandsetzung einer quietschenden Bremse auch die Bremsscheibe mit Schleifpapier anzurauen.
Wir hoffen, dass dir unsere Tipps & Tricks helfen.
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