Sigi hat zwei aktuelle Radschuhmodelle von Shimano getestet: den Triathlon-Schuh SH-TR900-S und den Rennradschuh SH-RC701 M. Vor der ersten Testausfahrt stand zunächst etwas Tüftelarbeit an, denn zuerst musste Sigi Pedalplatten montieren. Dazu hat sie sich neue Platten für ihr Look-Keo-System besorgt. Diese gibt es in verschiedenen Bewegungsfreitheiten. Sigi vertraut seit Jahren auf die graue Platte mit 4,5° horizontalem Spielraum beim Pedalieren. Die Plattenmontage hat Sigi ganz old school vorgenommen: Zuerst habe ich mein Großzehengrundgelenk (die oft breiteste Stelle am Innenfuß) abgetastet und die Stelle mit farbigem Klebeband am Schuh markiert.
Ich habe die Platten zuerst grob fixiert und nur ganz leicht angezogen. Da die in der Pedalsohle eingelassenen Gewinde eher zart sind, hatte ich die Schrauben mit etwas Montagepaste aus dem Carbon-Bereich eingefettet, um die Reibung zu erhöhen und mit weniger Drehmoment arbeiten zu können. Nachdem die Längsposition gepasst hatte, ging es noch an die parallele Ausrichtung des Schuhs. Das war mit den Hilfslinien an der Sohle kein großes Problem. Die etzte Feinjustierungen erfolgten nach einer Probefahrt.
Triathlon- vs. Rennradschuh: Ein Vergleich
Die beiden Schuhe sind grundsätzlich verschieden aufgebaut: Während der Triathlonschuh den Fokus auf problemlose Wechsel legt, hat der schwarze Rennradschuh die jederzeit perfekte Passform auf der Haben-Seite. Beide Modelle haben eine supersteife Carbonsohle, die volle Kraftübertragung und beste Verbindung zwischen Mensch und Maschine garantiert.
Was ist für den Triathlonsport die bessere Lösung - Triathlon- oder Rennradschuh? Wie so oft heißt die Antwort: „Es kommt darauf an.“ Für kürzere Distanzen bis zur Olympischen Distanz setze ich perönlich ganz klar auf das Triathlon-Modell. Der breite obere Klettverschluss fixiert den Fuß ausreichend gut und garantiert schnelle Wechselzeiten, weil man problemlos in den Schuh kommt und integrierter Stopper ein Ausfädeln der Lasche wirksam verhindern. Darüber hinaus können die Haushaltsgummis zur Positioniertung des eingeklickten Schuhs sehr leicht durch die Laschen am Heck des Fußes geführt werden.
Der Rennradschuh punktet widerum durch die perfekte Einstellung durch die Boa-Drehverschlüsse. Gerade bei langen Hitzerennen schwellen die Füße manchmal derart an, dass ein nachjustieren erforderlich werden kann. Verarbeitet sind beide Schuhe sehr gut. Die Passform ist perfekt. Die Schuhe sind atmungsaktiv, aber auch nicht zu luftig aufgebaut und an den entscheidenden Stellen seht gut gepolstert. Die herausnehmbaren Innensohlen beider Modelle sind auf hohem Niveau; oft wird hier etwas gespart. Optisch ist der mattschwarze Rennschuh ein Highlight im Schuhregal. Der metallicblaue Triathlonschuh mutet sehr technisch an, ist aber natürlich aus modischen Gesichtspunkten nicht ganz so flexibel.
SHIMANO SH-TR501 Triathlon Schuhe: Details und Eigenschaften
Die SHIMANO SH-TR501 Schuhe für Triathlon machen einfach alles mit. Die glasfaserverstärkte Nylonsohle punktet durch eine optimale Kraftübertragung, das atmungsaktive 3D-Mesh Obermaterial bietet eine hervorragende Belüftung. Zahlreiche Features wie die großzügige Öffnung, die asymmetrische Fersenschlaufe und das breite Klettband ermöglichen dir einen schnellen Ein- und Ausstieg aus den TR5 Triathlonschuhen.
Details:
- leichte Triathlon-Fahrradschuhe für schnellen Ein- und Ausstieg für Herren
- integrierte nahtlose Zwischensohle und Oberschuh-Konstruktion aus Synthetikmaterial für Passform, Stabilität und Leichtigkeit
- flache Mittelsohle stabilisiert den Fuß und sorgt für Kraftübertragung
- T1-Quickstrap und extrabreite Öffnung erleichtern den Einstieg und ermöglichen blitzschnelle Wechselzeiten
- asymmetrische Fersenschlaufe ist leicht greifbar, sodass der Sitz des Schuhs beim Wechsel schnell gesichert werden kann
- atmungsaktives 3D-Mesh für optimale Belüftung und schnelles Trocknen
Hinweis: Schuhe dieser Marke fallen aufgrund ihres sportlichen Schnitts klein aus. Wir empfehlen ggf. größer zu bestellen.
Technische Daten:
- Sohlen-Steifigkeitsindex: 6.0
- Gewicht: ca.
Weitere Rennradschuh-Modelle im Test
Rennradschuhe mit Klickpedal-Kompatibilität sind bei Rennrädern schon vor vielen Jahren zur Norm geworden, spezielle Rennradschuhe gibt es seit Jahrzehnten. Waren vor 40 Jahren noch Lederschuhe erhältlich, die in sogenannten Hakenpedalen gefahren wurden, sind inzwischen sensibel auslösende Klickpedale der Standard - und Rennradschuhe, die aus raffinierten Kunstfaser-Kombinationen hergestellt werden und mit zahlreichen technischen Funktionen ausgestattet sind.
Im Test haben wir uns 27 Modelle der verschiedensten Preisklassen angesehen, vom günstigen Einsteigerschuh bis hin zum teuren Luxusmodell. Shimano ist mit dem RC702 ein speziell für ambitionierte Rennradfahrer toller Schuh gelungen. Im Hinblick auf Kraftübertragung und Einstellbarkeit erreicht der Schuh im Test Bestwerte. Mit knapp 600 Gramm Paargewicht ist der RC702 einer der leichteren Rennradschuhe im Test.
Wer auf der Suche nach einem fair bepreisten, komfortablen und für viele Fußtypen geeigneten Rennradschuh ist, findet mit dem Scott Road Team BOA einen dankbaren Partner für Rennradaktivitäten aller Art. Van Rysel aus dem Hause Decathlon hat mit dem RCR einen innovativen und optisch ansprechenden Rennradschuh entworfen, der sehr viel bietet - besonders eine tolle Kraftübertragung und einen komfortablen Sitz.
Der Sidi Ergo 6 begeistert durch seine wertige, langlebige Verarbeitung und die sehr gutmütige Passform, durch die sich auch Rennradler mit etwas breiteren Füßen wohlfühlen. Der Sidi ist nicht der leichteste Schuh im Test - doch darum geht es dem italienischen Traditionshersteller auch gar nicht. Er ist vielmehr solider Bestandteil des »Antriebsstrangs« und macht bei Rennrad-Ausfahrten aller Art zuverlässig seinen Job. Der Mavic Cosmic BOA bringt so ziemlich alles mit, was Rennradfahrer benötigen: hoher Tragekomfort, Schnellschnürsystem und geradlinige Optik. Der Preis für dieses Gesamtpaket ist heiß - der Schuh geht je nach Händler schon für unter 100 Euro über die Ladentheke.
Wichtige Eigenschaften von Rennradschuhen
Rennradschuhe müssen spezielle Anforderungen erfüllen. Das BOA-Schnellschnürsystem hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Sportarten etabliert. Ein filigran wirkender, aber hochfester Nylonfaden wird hierbei auf eine in einem Drehknopf untergebrachte Spule aufgerollt. Zieht man am Drehknopf, wird die Rasterung ausgeklinkt und die BOA-Schnürung lässt sich mühelos öffnen. Rennradschuhe sind ausschließlich zum Rennradfahren gedacht, das spiegelt sich auch im Profil wider.
Für den kurzen Weg von der Haustür zum Rennrad, zum Getränkeholen im Supermarkt oder zum Café nach der Tour sind Rennradschuhe geeignet. Im Rennradsektor haben sich einige wenige Pedaltypen durchgesetzt: Shimano SPD-SL, Look, Time und Speedplay. Zwar gibt es noch einige andere Hersteller, diese spielen jedoch auf dem Massenmarkt eine untergeordnete Rolle. Die vier genannten zeichnet eines aus: Die Kraft wird über recht voluminöse Plastikelemente übertragen, die Pedalplatten oder Cleats genannt werden. Im Gegensatz zu den kleinen Metallcleats für Mountainbikes bestehen die größeren Rennrad-Cleats zum Großteil aus Plastik. Sie stützen den Schuh auf einer größeren Fläche auf dem Pedal ab, um die Kraft flächiger übertragen zu können.
Rennradschuhe sollten relativ passgenau sitzen. Im Gegensatz zu Wanderschuhen, wo durchaus ein wenig »Luft« sein kann, sind Rennradschuhe Teil des Antriebs. Man sollte stets im Hinterkopf behalten, dass man beim Rennradfahren nicht nur nach unten auf die Fahrradkurbel drückt, sondern der Antriebsvorgang auch das »Ziehen« bei der Aufwärtsbewegung der Kurbel beinhaltet.
Detaillierte Testberichte
Shimano RC702
Der Shimano RC702 richtet sich an leistungsorientierte Rennradler. Gleich bei der ersten Testrunde merken wir: Dieser Schuh hängt viele andere besonders hinsichtlich der Kraftübertragung ab. Mit einem zweifachen BOA-Schnellschnürsystem und einer Carbonsohle ausgestattet, kann man mit dem RC702 ausgezeichnet Druck aufbauen. Auch auf Zug erfüllen die Schuhe ihre Aufgabe als Teil des Antriebsstrangs ganz ausgezeichnet. Im Test nehmen wir den Schuh auf eine herausfordernde, 110 Kilometer lange, Rennradrunde in den spanischen Pyrenäen mit. Es ist sommerlich warm, gerade hier kann der Schuh aufgrund seines etwas dünneren Obermaterials und der guten Belüftung punkten. Nicht nur aufgrund des Gewichts fühlt man sich mit ihm angenehm »unbeschwert« und wir kurbeln die Kehren unserer Testrunde munter hinauf. Zudem macht sich die Sohle mit Carbonversteifung positiv bemerkbar. Für Komfortsuchende ist der Schuh indes nicht unbedingt geeignet, hier gibt es etwas dankbarere Modelle.
Scott Road Team BOA
Langstreckenfahrer, die nicht auf jedes Gramm Gewicht Wert legen und einen komfortablen, fair bepreisten Schuh suchen, werden mit dem Scott Road Team BOA glücklich. Der Schuh ist mit einer Ergo-Logic-Einlegesohle ausgestattet. Die stützt den Fuß insbesondere im Mittelfußbereich - was wir auf unseren Testrunden auch sofort bemerken. Auch Scotts »Wrap Fit«-Technologie hat uns gefallen. Scott hat einen überzeugenden Mittelweg aus Komfort und Performance gefunden. Mit einem Steifigkeitsindex von acht auf der Scott-Skala (diese geht bis zehn) ist der Schuh nicht maximal hart, was speziell auf langen Ausfahrten einen Pluspunkt darstellt. Behagt hat uns auch die Kombination aus BOA-IP1-Schnellschnürung und Klettverschluss - der Schuh lässt sich so an viele Fußtypen anpassen. Man merkt schlichtweg, dass Scott schon früh damit begonnen hat, neben Mountainbikes und Rennrädern auch Radschuhe zu entwickeln.
Van Rysel RCR
Der Van Rysel RCR nimmt den wohl steilsten Einstieg in den Test. Wir nehmen ihn spontan auf den Imster Radmarathon mit 110 Kilometern und rund 2.400 Höhenmetern mit. Schon beim Auspacken hat uns das Design gefallen - beispielsweise ist die für eine ausgezeichnete Kraftübertragung sorgende Carbonsohle raffiniert in griffigere Hartplastik-Zonen eingebettet. Der für seine Leistungsklasse sehr fair bepreiste Schuh wendet sich an die leistungsorientierten Rennradfahrer. Während unseres Radmarathons merken wir bereits auf den ersten 40 Kilometern, dass ein Großteil der in den Schuh gesteckten Kraft auch in Vortrieb verwandelt wird. Komfortsucher werden mit der recht harten Sohle nicht unbedingt glücklich, Bestzeitenjäger schon eher. Van Rysel setzt auf einen eigenen Verschluss mit seiner Habu-Schnellschnürung. Trotzdem gehört der Schuh nicht zu den minimalistischsten Modellen im Test, was schon das Paargewicht von 605 Gramm unterstreicht. Dafür fällt die Polsterung etwas komfortabler aus als bei den leichtesten Modellen.
Sidi Ergo 6
Der italienische Rennradschuh-Routinier Sidi liefert mit dem Ergo 6 ein Meisterstück ab. Er ist im Testvergleich zwar nicht ganz leicht, trotzdem reicht uns schon ein Blick auf den Schuh, um von der Qualität überzeugt zu sein - »Made in Italy« eben. In unseren Augen richtet sich der Schuh insbesondere an Rennradfahrer, die auf ihren Runden keine Kompromisse eingehen wollen. Auch was die Kraftübertragung angeht, kann der Sidi überzeugen. Sidi gibt auf der Steifheits-Skala eine 11 an. Ein schönes Stück Rennradschuhmacherkunst - so könnte man unseren Eindruck zusammenfassen. Das hat seinen Preis, doch dieser ist, betrachtet man das Gebotene genauer, gerechtfertigt.
Mavic Cosmic BOA
Weiß in Weiß kommen die Mavic Cosmic BOA daher. Die Cosmic BOA sind so schnörkellos schön, dass es eine Freude ist. Im Test nehmen wir den Rennradschuh auf mehrere kleine Runden mit. Das Reinschlüpfen geht angenehm schnell. Ist der Schuh am Fuß, gibt es ein kleines Aha-Erlebnis: So muss sich ein Rennradschuh-Fußbett anfühlen! Daneben fällt ebenfalls auf, dass Mavic über eine Menge Knowhow im Rennradmetier verfügt - den sprichwörtlich »drückenden Schuh« suchen wir hier vergeblich, der Rennradschuh wirkt auf sympathische Weise wie aus einem Guss. Im Mavic fühlt man sich schlichtweg wohl - für uns stimmt hier das Gesamtpaket. Der französische Hersteller beweist, dass ein mit tollen technischen Features ausgestatteter Rennradschuh heutzutage nicht viel kosten muss.
Q36.5 Dottore Clima
Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn die Q36.5 Dottore Clima sind schlichtweg überwältigende Rennradschuhe. Das ist nicht nur so dahingesagt - schon beim Auspacken begeistern die Schuhe des Bozener Unternehmens durch ihre Haptik und Verarbeitung. So besteht der komplette Oberschuh bis auf wenige Zonen im Bereich der BOA Li2 Schnellschnürung aus Strickmaterial. Mit Omas Wollpulli hat dieses jedoch nur wenig zu tun. Der aufwendig in Italien hergestellte Schuh verblüfft auch durch die Steifigkeit der Carbonsohle. Zwar schweigt sich Q36.5 über den von vielen Herstellern übernommenen Steifigkeitsindex aus - wir würden dem Schuh jedoch mindestens eine 11-12 »andichten«, von Flex ist hier nichts zu spüren. Der durch den Schuh bedingte Kraftverlust dürfte hier extrem gering ausfallen - nicht nur beim Treten, sondern auch beim Ziehen. Würde Q36.5 auch im Bereich der Schnürung ausschließlich auf das Strick-Mischgewebe setzen, wäre unser Urteil vermutlich nicht so gut ausgefallen. Fast schämen wir uns, an dieses technische Wunderwerk unsere schon arg mitgenommenen Test-Cleats zu schrauben, das ist unter der Würde dieses Schuhs. Bleibt am Ende - der Preis. Für rund 400 Euro könnte man sich vier Paar schöne Einsteiger-Rennradschuhe kaufen. Auch das ist eine Diskussion, die unter dem Niveau des Q36.5 stattfindet. »Adel verpflichtet« möchte man analog einer hinlänglich bekannten Fernsehwerbung sagen. Ein Ferrari-Fahrer würde auf die Frage, warum er einen Ferrari fährt, vermutlich nur mit der Schulter zucken und auf den Fahrspaß verweisen. So ist es beim Q36.5 Dottore Clima auch.
Specialized Torch 2.0
Das Testszenario für den Specialized Torch 2.0: Eine schnelle Ausfahrt am Abend, der Schnitt sollte nicht unter 30 km/h sinken, mehr als 300 Höhenmeter werden auch eingebaut. Schon beim Anziehen fällt auf, dass Specialized bei Details wie der Fersen- und Zungenpolsterung seine Hausaufgaben gemacht hat. Entgegen vieler anderer Hersteller, bei denen es am Übergang von Zunge zur Fußbeuge gerne mal reibt bzw. Auf unserer Testrunde verblüfft uns der Rennradschuh mit seiner tollen Kraftübertragung. Bleibt die Verarbeitung des rund 100 Euro teuren Rennradschuhs, an der es nichts zu bemängeln gibt. Vernähung, Obermaterial, Belüftungsöffnungen - auch hier merkt man schnell, dass sich Specialized in den letzten Jahren auch bei Radschuhen zum Top-Hersteller gemausert hat.
Bontrager Circuit
Es gibt diese Schuhe, die man auf Anhieb gerne hat - die Bontrager Circuit gehören definitiv dazu. Allein schon durch ihre relativ breite Passform kommen sie unserem Tester entgegen - Rennradler mit schmaleren Füßen könnten sie allerdings etwas zu breit finden. Was uns besonders gut gefallen hat, ist das schnörkellose Design ohne allzu viel Nähte. Es verleiht dem Rennradschuh eine aufgeräumte Optik. Auch vom Komfort her reiht sich der Schuh weit oben ein. Der Circuit ist sozusagen der Birkenstock unter den getesteten Schuhen, die Füße fühlen sich auch auf langen Ausfahrten gut aufgehoben. Dank der griffigen Gummielemente schafft man es mit dem Circuit (im Vergleich zu anderen Schuhmodellen) auch noch recht gut, zum Bäcker oder ins Eiscafé zu stöckeln, ohne dass man sich gleich auf den Allerwertesten setzt.
Fizik Vento Omna
Beim Vento Omna kombiniert Fizik ein elegantes, schnörkelloses italienisches Design mit einer einfachen Bedienung per BOA-Schnellschnürung und einem komfortablen Fußbett. Auch die Belüftung hat uns behagt - und in allererster Linie, das geringe Gewicht. In der von uns getesteten Größe EUR 44,5 wiegt der Schuh lediglich 556 Gramm. Ein Manko hat der Vento Omna allerdings - das Obermaterial ist relativ empfindlich. Obwohl wir den Schuh beileibe nicht überstrapazieren, zeigten sich nach dem Test hier und da kleine »Abplatzer«. Was das Preisniveau angeht, siedelt sich der Vento Omna angenehm zwischen Ober- und Einstiegsklasse an und wendet sich somit an ambitionierte Einsteiger und Fortgeschrittene, die auch mit gelegentlichen Wettbewerbsteilnahmen liebäugeln.
Shimano SH-RC502
Die SH-RC502 von Shimano sind mit nur 540 Gramm eine der leichtesten Rennradschuhe im Test! Was gleich bei der ersten Ausfahrt auffällt, ist die direkte Kraftübertragung. Durch die carbonfaserverstärkte Zwischensohle verpufft auf dem Weg Richtung Pedal wenig Energie, gerade bei langen, kräftezehrenden Anstiegen kann der Shimano voll überzeugen. Durch den recht schmalen Schnitt sitzen die Füße fest in den Schuhen, da schlackert und wackelt nichts. Gut hat uns auch die Belüftung gefallen - auf der Unterseite an der Front befinden sich Lüftungsschlitze, die die Luft in den Schuhinnenraum führen und auch ausreichend groß sind, sodass man tatsächlich einen Lüftungs- bzw. Nicht zuletzt hat Shimano die Aufteilung der Sohle in unseren Augen einwandfrei gelöst. Ohne zu viel Material zu applizieren und damit das Gewicht in die Höhe zu treiben, hat Shimano die Sohle des Schuhs rutschsicher gemacht.
Luck Evo
Im Netz sieht der Luck Evo nach einem Fernost-Produkt aus. Die Produktbilder suggerieren eine eher billige Verarbeitung, zumal sich der Rennradschuh auch unter den günstigsten im Test einreiht. Zwei Dinge fallen sofort auf: Zum einen bedient sich Luck bei Farbe und Design relativ unverhohlen bei der italienischen Marke Sidi - deren Stammfarben Weiß, Schwarz und Rot finden sich auch hier wieder. Zudem erinnert der Name Luck, der uns übrigens in unserer ca. 35 Jahre andauernden Radkarriere noch nie in die Quere gekommen ist, auffällig an die renommierte französische Fahrrad- und Zubehörmarke Look. Was uns am meisten verblüfft: Der je nach Größe nur 60 Euro teure Schuh ist tatsächlich in Spanien hergestellt. »Made in EU« - das bekommen die anderen Billigheimer im Test nicht hin. Also nichts wie auf zur ersten Testfahrt. Eins fällt auf: Der Schuh ist echt breit! Wie bei wenigen anderen Schuhen im Test hat der Fuß angenehm viel Bewegungsfreiheit. Es fühlt sich alles etwas lockerer an als beispielsweise im XLC. Dazu sind die drei Klettverschlüsse relativ steif, was sich aber mit der Zeit etwas gibt. Beim Fußbett haben sich die spanischen Schuhmacher mehr Mühe gegeben als die Billig-Konkurrenz in Form von Sundried und XLC. Es ist durchaus als bequem zu bezeichnen. Unsere 65-Kilometer-Testrunde macht Spaß mit dem Schuh, auch wenn man sich bei langen Anstiegen etwas mehr Festigkeit beim »Ziehen« wünschen würde. Die Klettverschlüsse neigen eben dazu, etwas nachzugeben. Insgesamt hinterlässt der Rennradschuh für diesen Preis einen absolut zufriedenstellenden Eindruck. Besonders was den Tragekomfort angeht, hat man hier im Gegensatz zur Konkurrenz eher das Gefühl, in einem ordentlich geschusterten Schuh zu stecken als bloß in einem lieblos produzierten Bestandteil des Fahrradantriebs. Wer allerdings schmale Füße hat, wird nicht sehr angetan sein - oder muss dicke Socken anziehen.
Triathlon Schuhe: Spezielle Anforderungen
Das Radfahren ist ein wichtiger Bestandteil des Triathlon. Als Triathlet verbringen Sie neben dem Laufen und Schwimmen natürlich sehr viel Zeit auf dem Rad. Neben allen wichtigen Aspekten am Rad selbst, die Sie in unserem ausführlichen Triathlonrad Test erfahren, ist ein gut sitzender Schuh das A und O bei der Kraftübertragung vom Schuh auf das Pedal.
- Triathlon Schuhe sind, wie der Name schon vermuten lässt, spezielle, für den Triathlonsport optimierte, Radschuhe. Dabei handelt es sich im Endeffekt um Rennradschuhe, die rigoros auf den Gebrauch im Wettkampf ausgelegt sind und andere Aspekte in den Hintergund schieben. Dabei legen die meisten Triathleten neben einer perfekten Kraftübertragung von Schuh auf Pedal vor allem auf einen guten Tragekomfort und ausreichende Belüftung Wert. Zusätzlich verfügt ein Triathlon Schuh über Extras, die bei einem normalen Rennradschuh nicht notwendig sind. So muss es beim Triathlon beim Umzug der Schuhe schnell gehen. Hier helfen spezielle Dreh- und Klettverschlüsse, die auf „Geschwindigkeit“ optimiert sind.
- Diese Entscheidung müssen Sie individuell treffen. Wir von Profirad empfehlen Ihnen aber auf jeden Fall, nur dann einen Triathlonschuh zu verwenden, wenn Sie auch tatsächlich an Wettkämpfen teilnehmen. Dann, aber auch nur dann, bietet Ihnen der Triathlonschuh einige Extras, wie Belüftungsoptionen und effektivere Kraftübertragung, die im Wettkampf essentiell sind. Sollten Sie dagegen nur auf der Suche nach einem effektiven und einigermaßen preiswerten Schuh für Ihr Rennrad oder für das Training mit Ihrem Triathlonrad sein, empfehlen wir Ihnen, einen Blick in unseren auführlichen Rennradschuhe Test zu werfen.
- Alle Triathleten, die jetzt noch auf der Suche nach ihrem optimalen Wettkampfschuh sind, sollten sich zuerst einen Überblick über Material, Passform und andere Extras verschaffen, bevor sie sich Triathlon Schuhe kaufen. Bedenken Sie bitte bei allen berechtigten Material- und Design-Gedanken folgendes: Nur, wenn Ihr Triathlonschuh auch richtig sitzt, erhalten Sie eine optimale Kraftübertragung vom Schuh aufs Pedal, was sich letzendlich in der Geschwindigkeit auf dem Asphalt zeigt. Denn sitzt er zu eng, haben Sie zwar weiterhin eine sehr gute Kraftübertragung, jedoch erhalten Sie schnell unangenehme Druckstellen oder sogar Blasen an den Füßen. Der Triathlontraum wird dann ganz schnell zum Albtraum und Sie werden nicht mehr in der Lage sein, gute Leistung zu bringen. Der Triathlon Schuh darf aber auch nicht zu weit anliegen, da Sie sonst im Schuh „schwimmen“ und dieser immer wieder verrutscht. Gerade beim Wechsel muss es beim Triathlon schnell gehen. Üben Sie den Einstieg mit nassen Füßen in die Radschuhe daher mehrmals. Tipp: Einige Extras wie eine Wulste am Klettverschluss oder der Ferse beschleunigen das Anziehen der Schuhe.
Material und Eigenschaften von Triathlon Schuhen
Bei allen hochwertigen Modellen von Triathlonschuhen werden für eine optimale Kraftübertragung ausschließlich Carbonsohlen verwendet. Carbon ist ein sehr starres und festes Material, welches den Kraftverlust vom Schuh aufs Pedal gering hält. Daher eignet es sich sehr für Rennradschuhe, aber besonders für auf den Wettkampf optimierte Tri-Schuhe. Einige Triathlon Schuhe verfügen außerdem über spezielle Lüftungs- und Drainagesysteme an der Spitze des Schuhs, damit Feuchtigkeit besser ablaufen kann. Zur zusätzlichen Erhöhung der Kraftübertragung eignen sich außerdem unterschiedliche Einlagesohlen. Triathlon Fahrradschuhe sind dagegen absolut nicht auf das Gehen abseits von Asphalt geeignet. Und selbst auf dem schwarzen Teer watscheln Sie mehr umher wie ein Pinguin, als dass Sie tatsächlich gehen. Wenn überhaupt balancieren Sie auf den Cleats, die sich dadurch sehr schnell abnutzen. Die meisten Triathleten legen gerade bei Mittel- und Langstrecken großen Wert auf Tragekomfort und eine gute Belüftung der Schuhe.
Daher sollten an guten Tri-Schuhen im besten Fall atmungsaktive und schnell trocknende Materialien verarbeitet sein. Vor allem im Hochsommer kann es sonst extrem heiß unter den Schuhen werden. Zugunsten einer besseren Belüftung der Füße und eines schnelleren Einstiegs wird bei vielen Herstellern auch immer häufiger auf eine Zunge verzichtet. Dies schlägt sich auf der anderen Seite in einem unangenehmeren Tragekomfort nieder, was gerade auf längeren Distanzen richtig nervig sein kann. Um lästige Druckstellen und Blasen zu vermeiden sollte das Innenmaterial aus „barfußtauglichem“ Material sein und möglichst wenige Nähte aufweisen. Auch anti-bakterielle Beschichtungen setzten sich im Innenmaterial langsam, aber sicher durch. Denn dadurch, dass Sie ohne Socken fahren, kommen die Schweißfüße gerne mit Dreck in Berührung. Grundsätzlich eignen sich für den Triathlon vor allem Radschuhe, die über einen einfach und schnell zu bedienenden Verschluss verfügen. Eine Wulste am Klettverschluss oder an einer eventuellen Zunge vereinfacht den Einstieg in den Radschuh extrem. Grundsätzlich können Sie sich merken: Je fester die Fersenkappe sitzt, desto besser ist der Halt in Ihrem Schuh, wie der Triathlon Schuhe Test zeigt. Einige Hersteller verwenden dabei komplexe Systeme mit nach hinten herunterklappbaren Kappen. Diese sind mithilfe eines Drehverschlusses und eines stabilen Stahlbandes mit dem „Hauptschuh“ verbunden.
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