Shimano Ultegra Umwerfer Funktion und Einstellung

Der Shimano Ultegra FD-R8000 Umwerfer ist eine Komponente der Shimano Ultegra R8000 Gruppe, die viele Technologien der Dura Ace R9000 Serie übernimmt. Dazu gehören die Shadow Schaltwerkstechnik und eine neue Umwerfer-Mechanik. Durch die Verwendung etwas einfacherer Materialien bietet Shimano preiswerte, leichte und haltbare 11-fach Rennrad-Komponenten mit hochwertiger Technik.

Ultegra FD-R8000 Umwerfer Details

Die Zugführung des FD-R8000 Umwerfers wurde angepasst, um die Krafteinwirkung beim Schalten zu reduzieren. Die präzise und einfache Einstellung des Umwerfers bietet mehr Zugführungsoptionen und eine integrierte Anpassung der Zugspannung.

Kompatibilität

Die Ultegra 2x11-fach R8000 Komponenten sind mit allen Shimano 11x2-fach Rennrad-Komponenten kompatibel. Jedes 11-fach Schaltwerk kann mit jedem 11-fach Schalthebel, 11-fach Umwerfer, 11-fach Kurbel und 11-fach Kassette kombiniert werden.

Der Ultegra Di2 FD-R8050 Umwerfer wurde so gestaltet, dass er größere Abstände zwischen den Kettenblättern ohne Abstriche bei der Schaltqualität überbrücken kann. Die steifen Kettenblätter der Ultegra FC-R8000 Kurbel mit ihren perfekt abgestimmten Schalthilfen ermöglichen Schaltvorgänge in kürzester Zeit, auch im Wiegetritt. Dank der Elektronik sind typische Probleme wie ein Verstellen des Umwerfers nicht mehr existent. Mit der Shimano Syncro Shift und Semi Syncro Shift Funktion ermöglicht die Ultegra Di2 sogar ein halbautomatisches Schalten. Durch Syncro Shift schaltet der Umwerfer automatisch, sobald das Schaltwerk betätigt wurde, um in den nächsten passenden Gang aus der Kombination aus Kettenblättern und Kassette zu schalten.

Justierung des Umwerfers

Wenn die Kettenschaltung des Fahrrads nicht mehr richtig arbeitet, ist häufig der Umwerfer schuld. Ihn wieder richtig zu justieren, ist gar nicht so schwer. Der Umwerfer befindet sich an den vorderen Kettenblättern und ist dafür zuständig, die Kette zwischen den verschiedenen Kettenblättern zu bewegen. Am Hinterrad übernimmt das Schaltwerk die Aufgabe, die Kette auf die unterschiedlichen Ritzel des Zahnkranzes zu führen. Beide Komponenten zusammen ermöglichen den Gangwechsel und damit eine optimale Anpassung an Gelände und Fahrweise.

Dazu bewegt sich die Fahrradkette durch einen Käfig oberhalb des größten vorderen Kettenblatts. Dieser führt die Kette und ist beweglich. Wird mit dem Schalthebel am Lenker ein entsprechender Impuls gegeben, bewegt sich der Käfig in die gewünschte Richtung und führt die Kette auf ein größeres oder kleineres Kettenblatt. Zwei Leitbleche, ein inneres und ein äußeres, geben der Kette zusätzlich Führung.

Wann ist ein Umwerfer richtig justiert?

Bei der Begrenzung des Umwerfers geht es um den optimalen Abstand zwischen Kette und innerem Leitblech. Ist der Abstand zu klein, ist der Umwerfer zu wenig begrenzt. Ist er zu groß, ist er zu stark begrenzt. Zielwert ist, dass zwischen der Kette und dem Leitblech innen noch etwa 1,0 bis 1,5 Millimeter Platz sind.

Down-Swing- und Top-Swing-Umwerfer

Im Detail unterscheidet man zwei Arten von Umwerfern: Down-Swing und Top-Swing. Die erste Variante ist fest am Sitzrohr platziert, das zweite Modell weiter unten. Letztlich entscheiden der Fahrradtyp und der Platz am Fahrradrahmen darüber, welche Option zum Einsatz kommt. Innerhalb beider Gruppen differenziert man jeweils noch zwischen Top-Pull (hier erfolgt die Zugführung nach oben), Down-Pull (die Zugführung geht nach unten) sowie Dual-Pull (Zugführung von zwei Richtungen aus).

Benötigtes Werkzeug

  • Schraubenzieher

Im Grunde geht es nur um drei Schrauben:

  • Die Einstellschraube für die Zugspannung: Sie befindet sich am Schalthebel, häufig auf der linken Seite des Lenkers.
  • Die H-Schraube: Mit ihr wird die obere Begrenzung justiert, sodass die Kette nicht vom größten Kettenblatt fällt (oberen Anschlag einstellen).
  • Die L-Schraube: Mit ihr stellt man die untere Begrenzung des Umwerfers ein, sodass die Kette nicht vom kleinsten Kettenblatt fällt (unteren Anschlag einstellen).

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Justierung

  1. Schritt 1: Kontrolle aller Schaltungskomponenten

    Vorbereitend sollten alle Schaltungskomponenten überprüft werden. Der Check von Kette, Kettenblättern und Schaltzügen gehört dazu, aber auch die Kontrolle der Leitbleche des Umwerfers, die nicht verbogen sein dürfen. Wenn auch das Schaltwerk hinten so weit in Ordnung ist und sich alle Gänge problemlos schalten lassen, kann es mit dem eigentlichen Justieren des Umwerfers losgehen.

  2. Schritt 2: Lösen der Zugspannung

    Zuerst muss die Zugspannung gelöst werden. Nur so lässt sich der Zug am Umwerfer zur Justierung bewegen. Dazu wird die Einstellschraube des Schaltzugs etwa bis zur Hälfte herausgedreht.

  3. Schritt 3: Einstellen des unteren Anschlags

    Nun sollte die Fahrradkette so geschaltet werden, dass sie vorne auf dem kleinsten Kettenblatt und hinten auf dem größten Ritzel läuft. Jetzt wird der untere Anschlag mittels der L-Schraube (L für "low", also unten) eingestellt. Tipp: Mit einer 10-Cent-Münze lässt sich der Abstand von 1,0 bis 1,5 Millimeter Platz sehr gut überprüfen. Die Münze sollte gut und ohne Spiel zwischen Kette und inneres Leitblech passen.

  4. Schritt 4: Einstellen des oberen Anschlags

    Nun ist der obere Umwerfer-Anschlag an der Reihe. Dazu wird die Kette genau umgekehrt geschaltet, also vorne auf das größte Kettenblatt und hinten auf das kleinste Ritzel. Mit der H-Schraube (H für "high", also oben) wird nun die Position des Anschlags eingestellt. Auch hier ist der Abstand richtig, wenn zwischen Kette und Leitblech ebenfalls etwa 1,0 bis 1,5 Millimeter Platz bleiben.

  5. Schritt 5: Funktionskontrolle

    Sind die Anschläge des Umwerfers richtig eingestellt, wird noch seine Funktion kontrolliert. Dabei wird mit dem Schalthebel vom kleinsten in den größten Gang geschaltet. Führt der Umwerfer diesen Befehl richtig aus, passt alles. Wird die Kette zu weit geworfen, sollte der obere Umwerfer-Anschlag nochmals überprüft und nachjustiert werden.

  6. Schritt 6: Einstellen der Zugspannung

    Um das Fahrrad wieder fahrbereit zu bekommen, muss noch die Spannung der Zugseile eingestellt werden. Sie war im ersten Schritt gelöst worden. Wird jetzt der Schalthebel am Lenker benutzt, um die Gänge durchzuschalten, springt die Kette nicht auf die gewünschten Zahnkränze. Mit der Einstellschraube am Schalthebel wird nun langsam der Zug erhöht, bis die Gangwechsel korrekt sind. Aber Achtung: Wird der Zug zu hoch eingestellt, werden die Wechsel zum nächstkleineren Kettenblatt unsauber. Entsprechend muss der Zug wieder reduziert werden.

Einstellen des Umwerfers am Mountainbike

Das grundlegende Funktionsprinzip der vorderen Schaltung am Fahrrad ist bewährt und simpel: Ein Leitblech drückt die Kette in Richtung des Kettenblattes, auf das Du schalten willst. Die Einstellung des Umwerfers umfasst im Prinzip nur die Ausrichtung dieses Leitblechs zu den Kettenblättern und ein paar Vorgaben, wie weit es sich in welche Richtung bewegen kann.

Die korrekte Montage des Umwerfers

Von oben betrachtet sollte das Leitblech parallel zu den Kettenblättern stehen. Außerdem ist die Höhe wichtig. Zu niedrig montiert, stößt der Umwerfer gegen die Zähne des Kettenblattes. Zu hoch und er schaltet nicht korrekt. Die Leitbleche müssen parallel zur Kette verlaufen. Zwischen Leitblech und Kettenblatt sollten an der engsten Stelle ca. 2-3 mm Abstand sein.

Unterer Anschlag: die Begrenzung des Umwerfers nach innen

Mit der Schraube für den unteren Anschlag kannst Du nun begrenzen, wie weit sich das Leitblech in Richtung Rahmen bewegen kann. Die Schraube ist meist mit einem L markiert (für „Low“). Drehst Du die Schraube hinein (im Uhrzeigersinn), dann bewegt sich der Umwerfer vom Rahmen weg und umgekehrt. Der untere Anschlag ist richtig eingestellt, wenn das innere Leitblech im leichtesten Gang etwa einen Millimeter von der Kette entfernt ist und beim Kurbeln gerade so nicht schleift.

Zug klemmen und Spannung einstellen

Achte dabei auch auf den Zustand der Zughülle - sie hat einen großen Einfluss auf die Schaltpräzision. Das beste Ergebnis bekommst Du immer mit einem neuen Bowdenzug und einer neuen Hülle.

Oberer Anschlag: die Begrenzung des Umwerfers nach außen

Mit dem oberen Anschlag kannst du nun begrenzen, wie weit der Umwerfer maximal vom Rahmen weg schwenken kann. Liegt die Begrenzung zu weit außen, kann das Leitblech die Kette zu weit drücken und sie fällt herunter. Ist die Begrenzung zu weit innen, kannst Du nicht hochschalten. Korrekt eingestellt hast Du den oberen Anschlag, wenn die Kette gerade so nicht am äußeren Leitblech schleift, während sie hinten auf dem kleinsten Ritzel läuft.

Funktionsprüfung

Schalte zur Kontrolle noch alle möglichen Kombinationen von Kettenblättern und Ritzeln durch. Achte dabei auf den Schräglauf der Kette und in welchen Gängen sie eventuell am Umwerferleitblech schleift. Den extremen Schräglauf der Kette solltest Du sowieso vermeiden.

Troubleshooting

Du hast alle Einstellungen vorgenommen und geprüft, aber Dein Umwerfer macht trotzdem noch Probleme? Hier eine Liste, woran es liegen könnte und was Du dann tun kannst:

  • Ist das Leitblech des Umwerfers verbogen oder hat deutliches Spiel, dann solltest Du einen neuen verbauen.
  • Sind Kette oder Kettenblätter verschlissen, kann das die Schaltqualität beeinflussen.
  • Einzelne Zähne an den Kettenblättern sind verbogen: Dann kannst Du vorsichtig versuchen, sie mit einer Zange geradezubiegen.
  • Der Schalthebel lässt sich nur mit viel Kraft betätigen? Überprüfe den Zustand des Schaltzuges und der Hülle und wechsle sie gegebenenfalls.
  • Der Schalthebel greift nicht oder hakt: Nach einiger Zeit kann die Schmierung in der Mechanik verharzen. Sprühe etwas Kriechöl hinein und lasse es einwirken.

Justierung des Rennrad-Umwerfers

Insbesondere bei Vielfahrern und Sportfahrern (z.B. Rennrad, Triathlon Bike etc.) können perfekt aufeinander abgestimmte Fahrradteile den Unterschied ausmachen. Wenn die Schaltung an Ihrem Rennrad nicht gut eingestellt ist, kann die Kette über die Ritzel rutschen und somit die ungewünschte Abnutzung der mitunter teuren Bauteile erhöhen.

Prüfen Sie also zunächst, ob zum Beispiel alle Züge und Hüllen noch intakt sind. Zum Einstellen des unteren Anschlags des Rennrad-Umwerfers benötigen Sie die sogenannte L-Schraube (= low). Schalten Sie hierfür zunächst auf das kleinste Kettenblatt und hinten auf das größte Ritzel. Der untere Anschlag ist optimal eingestellt, wenn das innere Leitblech maximal 1 mm von der Fahrradkette entfernt ist. Wird die L-Schraube nach rechts gedreht, wandert der Umwerfer nach außen, also vom Fahrradrahmen weg.

Um den oberen Anschlag des Umwerfers vom Rennrad korrekt einzustellen, benötigen Sie die H-Schraube (=high). Dieser ist korrekt eingestellt, wenn das äußere Leitblech maximal 1 mm von der Fahrradkette entfernt ist. Schalten Sie zunächst vorne auf das größte Kettenblatt und hinten auf das kleinste Ritzel. Durch das Drehen der H-Schraube nach rechts bewegt sich der Umwerfer zum Fahrradrahmen hin.

Sind Probleme beim Sprung vom größeren auf ein kleineres Kettenblatt vorhanden, muss die Zugspannung gelockert werden. Beim Rennrad verwenden Sie zum Einstellen der Spannung den Schaltzugeinsteller. Überprüfen Sie alle Einstellungen Ihres Rennrads bei einer Probefahrt. Schalten Sie intensiv rauf und runter. Wenn Sie noch weitere Korrekturen vornehmen müssen, gehen Sie am besten sehr feinfühlig und in kleinen Schritten vor.

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