Die Wahl der richtigen Schaltgruppe ist entscheidend für das Fahrerlebnis, sowohl auf dem Mountainbike als auch auf dem Rennrad. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Vergleich von Shimano Umwerfern und Schaltgruppen, um Ihnen bei der Auswahl der optimalen Komponente zu helfen.
Shimano 105 Di2 im Dauertest
Die Shimano 105 Di2 erfreut sich wachsender Beliebtheit im Segment der günstigen, elektronischen Schaltungen. Wir haben der Schaltgruppe auf tausenden Kilometern im wahrsten Sinne des Wortes auf den Zahn gefühlt. Was unser Dauertest ergeben hat, liest du in unserem Bericht.
Nach über 6000 Testkilometern mit Shimanos 105 Di2 urteilte einer von zwei Testfahrern: "Bei der 105 fragt man sich, warum man überhaupt mehr Geld für eine Dura-Ace oder Ultegra ausgeben sollte ..." In der Praxis sind die Unterschiede zu den darüber angesiedelten, höherpreisigen Elektro-Gruppen der Japaner tatsächlich kaum spürbar. Die Hebel liegen angenehm in der Hand, die Ergonomie ist identisch, ebenso die Größe der Schalttasten, die auch gut mit Winterhandschuhen zu bedienen sind.
Schalten mit der Shimano 105 Di2
Die Gänge wechseln knackig und präzise, auch wenn der 105 Di2-Umwerfer für den Kettenblattwechsel einen Wimpernschlag länger benötigt als die Pendants von Dura-Ace und Ultegra. Dennoch: Gegenüber mechanischen Antrieben sind die elektronischen Gangwechsel einer 105 Di2 eine Offenbarung - vor allem unter Vollast. Auch die Bremsen überzeugen: Sie verzögern mit geringer Handkraft, sehr gut dosierbar und auf Wunsch kraftvoll - quietschen bei Nässe allerdings gerne empört.
Unterschiede zwischen den Gruppen finden sich im Detail: Die STIs der 105 Di2 verzichten auf die zusätzlichen Schalttasten auf den Höckern der Hebel, mit denen man bei Dura-Ace und Ultegra schalten, aber auch den Radcomputer bedienen kann. Und die 105 setzt auf andere Materialien, was sich auch im Gewicht niederschlägt: mehr Alu und Stahl, weniger Carbon und Titan.
Vom Umwerferdefekt abgesehen, gefiel Shimanos 105 Di2 mit guter Haltbarkeit: Nach 6000 Testkilometern war beispielsweise die Kette noch nicht verschlissen - das ROADBIKE-Werkstattpersonal prüfte mehrfach und konnte es selbst kaum glauben. Auch die Bremsbeläge sind noch in Ordnung, selbst wenn ein Tausch näher rückt.
Details zum Test
Größter Aufreger im Test: Nach 4500 Testkilometern quittierte der Umwerfer den Dienst - ein Defekt des Stellmotors. Das Schadensbild war laut Shimano-Importeur Paul Lange bislang nicht bekannt - sollte es dennoch bei Endkunden auftreten, könnten die mit anstandslosem Austausch rechnen.
Tipp: Unsere Fachleute haben in der ROADBIKE-Ausgabe 5/24 auf sechs Seiten Tipps und Kniffe zusammengestellt, wie du die Shimano Di2 richtig einstellst. Vom Feintuning, Updates bis hin zum Crashmodus. Das Heft ist am Kiosk erhältlich oder in unserem Webshop als pdf zum Download.
Überblick über Shimano Schaltgruppen
Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.
Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.
Shimano Schaltgruppen im Detail
- Shimano Tourney: Für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder konzipiert, bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist preisgünstig.
- Shimano Altus: Eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano, die solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis bietet.
- Shimano Acera: Ermöglicht erste Erfahrungen im Gelände.
- Shimano Alivio: Eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist und sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge auszeichnet.
- Shimano Deore: Eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren, die Robustheit und Zuverlässigkeit bietet.
- Shimano SLX: Bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen, ist langlebig, zuverlässig, leicht, kompakt und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten.
- Shimano Deore XT: Eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch zuverlässige Schaltleistung, präzise Gangwechsel und robuste Bauweise auszeichnet.
- Shimano XTR: Für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen, bietet eine schnelle und präzise Schaltung für anspruchsvolle Trail-Sessons oder Alpencross.
Rennrad-Schaltgruppen im Vergleich
Das Thema „Die Wahl der richtigen Gruppe für ein Rennrad“ lässt niemanden kalt. Am Marktführer Shimano führt ohnehin kein Weg vorbei. Der Komponentenriese aus Japan ist mit gleich drei Gruppen im Testfeld vertreten: der elektronischen Ultegra Di2 und den beiden mechanischen Top-Gruppen Dura Ace und Ultegra.
- Srams Force 22: Ist das Pendant zu Shimanos Ultegra 6800. Beide Gruppen übernehmen einige der Funktionen der Top-Gruppen von Srams Red und Shimanos Dura Ace 9000, jedoch zu einem deutlich günstigeren Preis. Die Sram Force 22 ist zwar auf der einen Seite leichter als die Ultegra 6800 Gruppe, jedoch kostet sie dafür auch geringfügig mehr.
- Shimano Ultegra: Sie ist der Bestseller unter den Rennradgruppen. Keine Gruppe wandert so oft über die Ladentheke wie die Ultegra. Sei es am Komplettrad oder als Zubehörteil, der Name Ultegra steht für Preis-Leistung - und für eine große Stückzahl.
- Shimano Ultegra Di2 6870: begeistert mit einer tollen Schaltperformance unter allen Bedingungen. Funktional und ergonomisch steht sie der elektronischen Top-Gruppe Dura Ace Di2 9070 in nichts nach.
Shimano-Umwerfer Vergleich 2025
Die besten Shimano-Umwerfer: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
Hier ist eine Übersicht der besten Shimano-Umwerfer im Vergleich:
| Position | Modell | Preis | Schaltstufen vorne | Schaltstufen hinten |
|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | Shimano Tourney FD-TY710 | ca. 24 € | 3 Stufen | 7 bis 8 Stufen |
| Platz 2 | Shimano Deore XT FD-M785 | ca. 36 € | 2 Stufen | 10 Stufen |
| Platz 3 | Shimano Deore XT FD-T8000-L-3 | ca. 22 € | 3 Stufen | 10 Stufen |
| Platz 4 | Shimano Altus FD-M313 | ca. 15 € | 3 Stufen | 7 bis 8 Stufen |
| Platz 5 | Shimano Tourney FD-A073 | ca. 22 € | 3 Stufen | 7 Stufen |
Details zu den einzelnen Modellen:
- Shimano Tourney FD-TY710: Geeignet für MTB, Zugführung von unten oder oben möglich, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt.
- Shimano Deore XT FD-M785: Geeignet für MTB und Trekkingbike, Zugführung von unten oder oben möglich, besonders leichter Umwerfer.
- Shimano Deore XT FD-T8000-L-3: Geeignet für MTB und Trekkingbike, Zugführung von unten oder oben möglich, leichter Umwerfer.
- Shimano Altus FD-M313: Geeignet für MTB und Trekkingbike, relativ viele Schaltstufen, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt.
- Shimano Tourney FD-A073: Mit SG-X-Kettenblättern kompatibel, geeignet für Trekkingbike und Rennrad, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt.
Die Shimano Cues Gangschaltung
Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Die neue Technik war für Shimano außerdem DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben. Die Cues.
Mit dem Fokus auf Langlebigkeit und leichter Bedienbarkeit soll die Cues alle Anwendungen vom E-Bike über Trekkingräder bis hin zu günstigen Mountainbikes und neuerdings sogar günstigen Rennrädern abdecken.
Die verschiedenen Ausführungen der Cues
Denn auch die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. So ist das Topgruppe Cues U8000 mehr als doppelt so teuer, wie die Einstiegsgruppe Cues U4000.
Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist trotzdem erstmal die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.
Shimano Cues im Fahrtest
Alle modernen Shimano-Schaltungen abseits der allergünstigsten Varianten liegen funktional auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für alle Varianten der Cues. Sauber eingestellt wechseln sie die Gänge schnell und zuverlässig.
- Shimano Cues U4000: Mit neun Gängen am E-Bike ist die 4000er Cues von Shimano eindeutig im Einsteigersegment unterwegs.
- Shimano Cues U6000: Optisch wie haptisch ist die Shimano Cues 6000 ein Upgrade. Gerade die etwas teurere Elffach-Variante bietet deutlich definiertere Gangwechsel, als die 4000er Cues.
- Shimano Cues U8000: Von der Wertigkeit und vom Schaltgefühl liegt die Cues 8000 sehr nah an der beliebten XT-Gruppe. Allerdings gilt das auch für den Preis.
Verwandte Beiträge:
- Shimano GRX Schaltwerk 11-fach: Test & Kaufberatung
- Shimano Dura Ace Kassette 11-fach: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Shimano XT Übersetzung: Die optimale Übersetzung finden
- Shimano EP8 App Einstellungen: Optimale Einstellungen für Deine E-Bike Tour
- Mountainbike Bremsscheiben Test 2024: Die besten Scheibenbremsen im Vergleich
- Spektakuläre MotoGP Renn-Ergebnisse: Wer hat das letzte Rennen dominiert?
Kommentar schreiben