Shimano Vierkant Kurbel demontieren – Eine detaillierte Anleitung

Wenn Sie die Kurbel an Ihrem Fahrrad austauschen oder zum Beispiel an das Innenlager gelangen möchten, müssen Sie zunächst die vorhandene Kurbel demontieren. Mit dem passenden Spezialwerkzeug, einem Kurbelabzieher, können Sie sich diese kraftaufwändige Arbeit deutlich erleichtern. Dieses Werkzeug kostet nur wenige Euro und macht sich deshalb schnell bezahlt.

Benötigtes Werkzeug

Für die Demontage einer Fahrradkurbel benötigen Sie neben dem Kurbelabzieher noch:

  • Einen Schraubendreher
  • Einen Innensechskantschlüssel
  • Einen passenden Steckschlüssel mit Nuss (SW14)

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Staubschutzkappe entfernen:

    Hebel Sie mit dem Schraubendreher die Staubschutzkappe aus der Kurbel.

  2. Kurbelabzieher vorbereiten:

    Bevor Sie den Kurbelabzieher gebrauchen, müssen Sie den inneren Teil, also die Spitze, soweit es geht zurück drehen, dass es fast bündig ist mit dem Außengewinde. Es ist ratsam, diese Spitze mit etwas Fett (z.B. Shimano Lagerfett) einzuschmieren, um später beim Herausziehen der Kurbel die Reibung auf die minimieren.

  3. Kurbelabzieher einschrauben:

    In das Innengewinde der Kurbel wird nun das Außengewinde des Kurbelabziehers fest eingeschraubt (im Uhrzeigersinn). Prüfen Sie zunächst, ob das Gewinde auch sauber und unbeschädigt ist.

  4. Kurbel herausdrücken:

    Die Innensechskantschraube am Kurbelabzieher wird nun mit dem passenden Schlüssel rechts herum in das Lager gedreht. Diese stößt dann an der Innenlagerwelle an, so wird die Kurbel herausgedrückt und kann abgenommen werden.

Zusätzliche Hinweise

  • Kurbelabzieher:

    Ein Kurbelabzieher ist ein Spezialwerkzeug zur Demontage von Fahrradkurbeln. Er besteht aus zwei beweglichen Teilen. Um den Abzieher fest mit der Kurbel zu verbinden, wird der eine Teil des Abziehers in das Kurbelgewinde gedreht.

  • Vorsicht beim Gewinde:

    Passen Sie besonders auf, dass die Gewinde sauber ineinander laufen und sich nicht verkanten. Mit einem Schraubenschlüssel können Sie noch etwas den Kurbelabzieher weiter hinein drehen. Aber drehen Sie diesen mit viel Gefühl hinein, damit Sie das Gewinde nicht überdrehen.

  • Kraftaufwand:

    Dafür brauchen Sie vor allem am Anfang richtig viel Kraft, da die Kurbel in der Regel sehr fest auf dem Vierkant sitzt.

Montage der Vierkantkurbeln

Damit Sie leichter die Vierkantkurbeln montieren können, fetten Sie zu Anfang etwas den Vierkant an den Enden der Achse ein. Vermeiden Sie zu viel Fett, sonst können Sie die Kurbeln nicht in die endgültige, feste Position bringen. Das führt dazu, dass die Kurbeln nicht ordentlich sitzen und schneller locker werden.

Drücken Sie die Kurbel so weit wie möglich auf die Vierkantachse, ohne dass sie sich jedoch dabei verkantet. Fetten Sie als nächstes das Gewinde der Kurbelbefestigungsschraube und deren Unterlegscheibe ein, um später ein lästiges Schleifgeräusch zu vermeiden.

Mit dieser Kurbelschraube pressen Sie die Kurbel richtig fest auf den Konus der Achse und befestigen die Kurbel darauf. Genauso, wie wir Ihnen bei der Demontage von der Vierkantkurbel, eine Ratsche mit einem langen Griff empfohlen haben, wäre eine solche Ratsche auch jetzt wieder sinnvoll, da sie mit dieser die Kurbelschraube richtig fest anziehen können, um der Kurbel auch einen festen Sitz zu verschaffen.

Der vorgeschlagene Anzugsdrehmoment liegt bei Kurbelschrauben bei 35 N/mm², kann sich aber je nach Hersteller auch unterscheiden.

Bevor Sie zum Abschluss der Arbeiten die Staubkappe darauf setzen, machen Sie eine Probefahrt mit ihrem Fahrrad und treten dabei immer wieder fest in die Pedalen. Hören Sie damit sofort auf, wenn Sie merken, dass die Kurbel locker sitzt.

Wenn Sie ihre Probefahrt beendet haben, versuchen Sie nochmal, die Kurbelschraube weiter hinein zu drehen. Setzen Sie hinterher die Staubkappe wieder auf die Kurbel.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0