Shimano XT Bremsbeläge: Verschleiß erkennen und rechtzeitig handeln

Warten und reparieren Sie Ihr Bike selbst, dann ist es sehr wichtig, zu erkennen, wann die Bremsbeläge bei Scheibenbremsen abgenutzt sind und ersetzt werden sollten. Die Bremsen sind eines der wichtigsten Bauteile eines Fahrrads.

Dass sie gut funktionieren, ist essentiell für die Sicherheit. Die Übertragung der Bremskraft auf die Laufräder findet unabhängig vom Bremssystem über die Bremsbeläge statt. Damit du keine böse Überraschung erlebst, solltest du sie regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig auswechseln.

Wann sollten Sie die Bremsbeläge tauschen?

Von allen Verschleißteilen an einem Fahrrad ist der rechtzeitige Austausch der Bremsbeläge am wichtigsten. Wie schnell die Bremsbeläge verschleißen, ist von zahlreichen Faktoren abhängig.

Die mit dem Rad zurückgelegte Distanz ist nur einer davon. Ebenfalls von Bedeutung sind das Wetter, Fahrstil, Gewicht des Fahrers und das Material der Beläge. Daher ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob noch genug Material vorhanden ist.

Fährst du mit verschlissenen Belägen weiter, wirst du im besten Fall dein Material, sprich Felgen oder Bremsscheiben unnötig stark verschleißen. Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass die Bremsen unberechenbar reagieren und im schlimmsten Fall komplett versagen.

Prüfen Sie die Bremsklötze regelmäßig, besonders vor längeren Fahrradtouren. Einen generellen Ratschlag, wann die Bremsbeläge rechtzeitig getauscht werden sollten, gibt es nicht. Je nach Art, Material und Güte der Bremsbeläge, eigenem Fahrverhalten und vieler weiterer Faktoren, kann man den Wechsel nicht an der gefahrenen Kilometerleistung festmachen.

So erkennen Sie den Bremsbelagverschleiß

Scheibenbremsen (MTB, Rennrad, Trekkingrad)

Mountainbikes sind mittlerweile immer mit Scheibenbremsen ausgerüstet. Gebremst wird indem die Bremsbeläge von beiden Seiten gegen die Bremsscheibe drücken. Durch die Reibung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe wird diese und mit ihr das gesamte Rad, an dem sie montiert ist, verlangsamt.

Zugleich entsteht Wärme. Wird die Bremse losgelassen, werden die Beläge durch eine Spreizfeder zurück in ihre Ausgangsposition gedrückt. Die einfachste Möglichkeit, die "Fahrtüchtigkeit" der Scheibenbremsbeläge zu beurteilen, ist die Begutachtung der Dicke der Beläge. Diese sollte auf keinen Fall 1 mm unterschreiten. Bei 1 mm oder mehr sind Sie noch auf der sicheren Seite.

Profis, die Ihr Bike sehr regelmäßig kontrollieren und warten, können die Beläge auch weiter herunterfahren und mit dem Wechsel etwas länger warten. Checken Sie die Beläge immer hinten UND vorne. Oft bremst man nämlich nur mit den hinteren Bremsen.

Die vordere Bremse kommt oft nur bei Vollbremsungen oder nur sehr dezent zum Einsatz. Von daher verschleißen die Bremsbeläge vorne und hinten nie gleichmäßig. Können Sie die Belagdicke nicht richtig beurteilen, weil Sie die Bremsbeläge nicht optimal einsehen können, dann sollten Sie sie ausbauen und sich genau anschauen, ob die Dicke der Beläge noch mindestens 1 mm beträgt.

Einige Bremsbacken besitzen ebenfalls sogenannte Indikatoren, die Ihnen signalisieren das ein Wechsel ansteht. Wie Sie die Bremsbeläge selbst wechseln können, erklären wir Ihnen in unserer Anleitung "Bremsbeläge bei Scheibenbremsen wechseln".

Um zu sehen, wie viel von deinen Bremsbelägen noch übrig ist, kannst du von oben in den Bremskörper schauen, eventuell kannst du hierzu eine Taschenlampe zur Hilfe nehmen. Ziehst du nun am Bremshebel, erkennst du am Abstand zwischen Bremsscheibe und Feder, wie dick der Belag noch ist. Da der Verschleiß der Beläge sehr unterschiedliche ist, kann an dieser Stelle kein genereller Ratschlag gegeben werden, wie viel Rest-Belag vorhanden sein sollte.

Mit ungefähr 1mm Stärke bist du aber in den meisten Fällen noch auf der sicheren Seite. Wenn du deine Beläge nicht kontrollierst, kann es sein, dass du sie über ihre Verschleißgrenze hinaus nutzt. Dies macht sich dann durch metallische Geräusche und schließlich einem Abfall der Bremskraft bemerkbar.

Hierbei hörst du zuerst die Spreizfeder auf der Scheibe kratzen. Dann wird die gesamte, nun von Bremsbelag freie Trägerplatte auf der Scheibe schleifen. In diesem Moment wirst du nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Bremskraft zur Verfügung haben.

Weiterhin ist das Bremsen mit der Metallplatte schädlich für die Bremsscheibe. So lange solltest du die Beläge jedoch auf keinen Fall verwenden. Besser du tauschst sie, wenn bei gezogenem Bremshebel noch etwas Platz zwischen Feder und Bremsscheibe zu erkennen ist.

Felgenbremsen (Rennrad, Trekkingrad, Cityrad)

Bei einer Felgenbremse werden die Bremsbeläge auf die Seitenflanken der Laufräder gedrückt. Bremsbeläge für Felgenbremsen gibt es aus unterschiedlichen Gummimischungen sowie aus Kork.

Wenn die Bremsbeläge einer Felgenbremse verschleißen, merkst du dies als erstes daran, dass du den Bremshebel weiter an den Lenker ziehen musst, um Kontakt zwischen Bremsbelag und Felge herzustellen.

Um dies auszugleichen, verfügen die meisten Bremsen um eine Einstellschraube, mit der du den Belag wieder näher an die Felge stellen kannst. Nutze diese Einstellmöglichkeit rechtzeitig, bevor du den Hebel bis an den Lenker ziehen kannst und somit nicht mehr richtig bremsen kannst.

Um zu sehen, wann die Beläge einer Felgenbremse verschlissen sind, haben die meisten dieser Bremsbeläge eine Indikatorlinie, die dir anzeigt, wann es an der Zeit ist, die Beläge zu wechseln. Natürlich kannst du noch einige Kilometer fahren, bevor die Beläge vollkommen aufgebraucht sind, auf eine längere Ausfahrt solltest du damit jedoch nicht mehr gehen.

Kontrolliere deine Bremsbeläge regelmäßig auf Verschleiß. Solltest du den Bremshebel deiner Felgenbremse sehr weit zum Lenker ziehen müssen, um eine Bremswirkung festzustellen, ist es an der Zeit, die Bremse nachzustellen. Bei den an Trekking- und Cityrädern verbreiteten „V-Brakes“ ist diese Einstellschraube am Bremshebel zu finden (nicht wie am Rennrad am Bremskörper). Es ist die Schraube, die sich zwischen Bremshebel und der Bremszug-Außenhülle befindet. Um die Bremsbeläge näher an die Felge zu stellen, musst du diese Schraube ein Stück herausdrehen. Kontrolliere dann direkt die Funktion der Bremse, um böse Überraschungen bei der nächsten Fahrt zu vermeiden.

Wenn die Bremsbeläge deiner Felgenbremse die Indikatorlinie erreicht haben, ist es auch hier an der Zeit, diese zu tauschen.

Geräusche beim Bremsen: Ursachen und Lösungen

Mehrere Gründe können dafür sorgen, dass sich eine Scheibenbremse akustisch bemerkbar macht. Der häufigste Grund ist Feuchtigkeit. In diesem Fall musst du dir keine Sorgen machen. Bei Regen oder niedrigeren Temperaturen quietscht so gut wie jede Scheibenbremse.

Sollte deine Bremse auch im trockenen Zustand quietschen oder auf eine andere Art Probleme machen, liegt höchstwahrscheinlich einer der drei folgenden Fälle vor:

  • Die Scheibenbremse quietscht oder vibriert am neuen (E-)Bike
  • Die Scheibenbremse schleift teilweise oder dauerhaft
  • Die Scheibenbremse quietscht beim Bremsen und/oder hat eine schlechte Bremsleistung

Problemlösung 3: Die Scheibenbremse quietscht beim Bremsen und hat eine schlechte Bremsleistung

Wenn deine Bremse auch nach einem wiederholten Einbremsen (siehe oben) quietschen oder nicht richtig bremsen sollte, solltest du die Bremsbeläge prüfen und ggf. reinigen.

Es gibt grundsätzlich zwei Fälle von „Defekten“ bei Bremsbelägen:

  • Fall 1: Bremsbeläge sind verglast
    Das „Verglasen“ lässt sich bei Bremsbelägen an einer glänzenden, Glas-ähnlichen Oberfläche erkennen. Je nach Intensität lässt sich die Oberfläche der Beläge aber noch mit Schleifpapier anrauen und der Bremsbelag lässt sich als Notlösung weiter benutzen. Alle Bremsenhersteller empfehlen jedoch einen verglasten Bremsbelag auszutauschen, da dieser nicht mehr die volle Bremsleistung bieten kann.
  • Fall 2: Bremsbeläge (-und Scheibe!) sind kontaminiert
    Bei einer Scheibenbremse reicht oft schon ein winziger Tropfen Öl oder Fett zur Kontamination. In den meisten Fällen ist Kettenöl der Verursacher. Es kann aber auch ein Defekt an der Hydraulik vorliegen. Prüfe daher genau, ob sich an den Anschlüssen oder innerhalb des Bremssattel Ölspuren befinden.

Die schlechte Nachricht: Die Bremsbeläge lassen sich leider nicht mehr weiterverwenden. Die gute Nachricht: Die Bremsscheibe kann in den meisten Fällen nach einer gründlichen Reinigung weiterverwendet werden.

Wie reinigt man eine quietschende Scheibenbremse am besten?

Die größte Erfolgschance auf eine ölfreie Bremse hast du, wenn du dir möglichst viel Zeit nimmst und auf mehrere der beschrieben Mittel und Produkte zurückgreifst. Nimm dir einen sauberen Schwamm oder ein Spültuch und heißes Wasser mit Spülmittel und reinige die Bremsscheibe damit oder lege sie gleich darin ein.

Im Anschluss kannst du diese dann nochmal Entfetten (z.B. mit Bremsenreiniger) und Papiertüchern „abtrocknen“. Erst dann solltest du die neuen Bremsbeläge einbauen.

Tipp: Für eine anfänglich bessere Bremsleistung lohnt es sich, nach jeder Instandsetzung einer quietschenden Bremse auch die Bremsscheibe mit Schleifpapier anzurauen.

Weitere Aspekte der Bremsbelagprüfung

Bremsscheiben prüfen

Um an der Bremsanlage arbeiten zu können, müssen natürlich die Laufräder vom Rad abmontiert werden. Vorher aber kannst Du noch prüfen, ob die Bremsscheiben gerade oder eventuell verzogen sind. Eine verzogene Scheibe erkennst Du daran, dass sie bei Rotation im Bremssattel seitlich “taumelt“.

Ein leichter Verzug ist zu verschmerzen und kann mit einem Richtwerkzeug begradigt werden. Dieser Verzug kann im Fahrbetrieb teils auffallen - Du spürst während des Bremsens ein leichtes, frequentes Pulsieren. Wenn Dich das nicht sonderlich stört, kann die Scheibe ruhig so weitergefahren werden.

Ist die Scheibe stark verzogen, so dass der Bremssattel nicht mehr schleiffrei einstellbar ist, kann es sein, dass sie nicht mehr zu begradigen ist und ausgetauscht werden muss. Nun wird noch die Reibfläche der Scheiben geprüft.

Diese unterliegt natürlich, genau wie die Beläge, einem gewissen Verschleiß, auch wenn dieser aufgrund der Härte des Stahls deutlich langsamer fortschreitet als bei den Bremsbelägen. Nimmst Du Dir die Scheibe vor, kannst Du mit dem Fingernagel am Übergang zwischen Reibfläche und Trägerarmen oft eine „Stufe“ spüren. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Reibfläche bereits dünner geworden ist. Mit dem Messschieber kannst Du die genaue Dicke messen. Ist sie nahe der Verschleißgrenze oder gar darunter, muss sie getauscht werden.

Diese Verschleißgrenze ist auf der Scheibe aufgedruckt. Wenn die Scheibe rot- bis bläuliche Verfärbungen aufweist, ist dies ein Indiz dafür, dass sie mindestens einmal auf einer Abfahrt sehr heiß geworden ist. Das darf aber durchaus sein und ist kein Grund zum Austausch - es sei denn, die Scheibe sieht komplett „verglüht“ aus.

Schau Dir auch die Reibfläche genauer an: Siehst Du dort eingebrannte Fragmente der Beläge, hat sich Material dieser gelöst und mit der Scheibe unter Hitzeeinwirkung „verbunden“. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Bremsbeläge an ihre Belastungsgrenze gekommen sind. Falls Du organische Beläge nutzt, wäre der Umstieg auf Sintermetall-Beläge ratsam, da diese mehr Hitze vertragen.

Um nichts auszulassen, empfiehlt es sich, noch die Verschraubung der Scheiben an den Naben zu prüfen, idealerweise mit dem Drehmomentschlüssel. Die Drehmomentwerte sind jeweils auf der Scheibe bzw. auf dem Center Lock-Verschlussring aufgedruckt. Findest Du keine Angabe auf der 6-Loch-Scheibe, sind 6-7Nm ein guter Anhaltspunkt. Bei Center Lock ist ein Wert von 40Nm vorgesehen.

Sind die Bremsscheiben verölt oder stark verdreckt, müssen sie gereinigt werden. Hierzu nimmst Du einen herkömmlichen Bremsenreiniger , der auf einen Öl- und fettfreien Lappen gesprüht wird. Damit werden beide Seiten der Bremsfläche gründlich abgewischt.

Anschließend empfehlen wir, noch einmal mit einem in Wasser getränkten Lappen nachzuwischen, denn Bremsenreiniger hinterlässt Rückstände auf der Scheibe, die den Reibwert verringern und somit temporär die Bremsleistung verschlechtern.

Verglaste Scheiben-Bremsbeläge von Shimano richten

Am besten ist es eigentlich verglaste Disc-Beläge auszutauschen und die neuen dann auch wie vorgegeben gut einzubremsen. Nur dann gehen Sie wirklich auf Nummer sicher, dass die Bremsen immer optimal und sicher greifen.

Wenn Sie die Bremsbeläge jedoch - aus Zeit- und / oder Kostengründen - nicht wechseln möchten, dann können Sie mit etwas handwerklichem Geschick die Bremsbeläge wieder richten und voll funktionsfähig bekommen. Versuchen Sie als erstes die verglaste Schicht von den Bremsbelägen „abzubremsen“.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Bremsbeläge von Shimano nur leicht verglast sind. Wir empfehlen, 20 bis 30-mal mit einer (moderaten!) Vollbremsung die Bremsbacken etwas „abzuschleifen“. Achten Sie darauf, dass dabei die Laufräder nicht blockieren.

Wenn das „Abbremsen“ nicht hilft, dann ist es nötig, die verglaste Schicht manuell zu entfernen. Sie können also die verglaste Oberfläche entfernen bzw. wieder aufrauen. Meist ist nur die oberste Schicht verhärtet; jedoch kann es in manchen Fällen auch sein, dass der komplette Bremsbelag bis hin zur Trägerplatte komplett verglast ist.

Wenn es sich bei der Verglasung nur um die oberste Schicht handelt, bauen Sie die Bremsbeläge aus den Shimano Bremssätteln aus. Legen Sie dann Schleifpapier (mit Körnung 100 bis 150) auf eine glatte Oberfläche, wie z.B. Tisch, Werkbank etc., und gehen mit den Bremsbelägen dann vorsichtig einige Male kreuzweise drüber.

Achten Sie darauf, dass die Bremsbeläge beim Abschleifen unbedingt plan aufliegen, da sonst die Oberfläche ungleichmäßig abgetragen wird. Dies würde dann zu einer schlechteren Bremswirkung und ggf. sogar zum Quietschen führen. Seien Sie vorsichtig beim Schleifen und üben nur mäßig Druck aus, damit Sie keine tiefen Rillen oder Riefen in den Bremsbelag ziehen.

Es muss so viel Oberfläche abgetragen werden, bis diese nicht mehr schimmert bzw. glänzend ausschaut. Die Bremsschuhe von Shimano werden dann wieder eingebaut und Sie können sich aufs Fahrrad setzen, um gut 20 bis 30 Vollbremsungen (moderat!) mit der Bremse durchzuführen. So können sich die Bremsbeläge wieder an die Shimano Bremsscheibe anpassen bzw. sich einschleifen.

Sie sehen: Der Aufwand dieser „Reparatur“ ist schon recht aufwändig und Sie benötigen einiges an Fingerspitzengefühl. Daher raten wir bei verglasten Bremsklötzen eher zu einem Neukauf, da der Zeitaufwand für die Arbeiten doch sonst recht hoch ist.

Bremsbelagtypen und ihre Eigenschaften

Die Eigenschaften von Bremsbelägen sind vom verwendeten Material abhängig. Diese unterscheiden sich insbesondere bei Scheibenbremsen hinsichtlich der Kraftübertragung, Dosierbarkeit, Lebensdauer und Geräuschentwicklung bei Nässe. Bei Felgenbremsen spielt weiterhin die Hitzeentwicklung beim Bremsen eine Rolle.

Organische Bremsbeläge

Organische Bremsbeläge zeichnen sich durch ihre von Beginn an hohen Bremskräften aus. Sie entwickeln weniger hohe Temperaturen als dies bei Sintermetallbelägen der Fall ist und neigen dazu, auch bei Nässe nicht zum Quietschen. Allerdings verschleißen organische Bremsbeläge schneller als solche aus Sintermetall.

Der Verschleiß nimmt noch zu, wenn du die Bremse etwa auf langen Abfahrten mit vielen Kurven ständig nutzt und die Beläge richtig heiß werden. Um die Hitzeanfälligkeit auszugleichen, werden organische Bremsbeläge für eher abwärtsorientierte Räder (z.B. Enduro) auf Bremsbelägen mit extra Kühlrippen angeboten, die einer Überhitzung entgegenwirken.

Kurz zusammengefasst:

  • hohe Bremskraft von Anfang an
  • geringe Hitzeentwicklung - jedoch auch weniger Hitzebeständigkeit
  • kaum Quietschanfälligkeit
  • höherer Verschleiß

Sintermetallbeläge

Die Stärke von Sintermetallbelägen ist ihre lange Haltbarkeit und ihre Unempfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen. Ihre Bremskraft liegt etwas unter der von organischen Belägen, weiterhin neigen sie dazu, bei Nässe zu quietschen.

Kurz zusammengefasst:

  • höhere Hitzeentwicklung als organische Beläge
  • neigen zum Quietschen
  • halten länger als organische Beläge

Semimetallbeläge

Semi-metallische Bremsbeläge verbinden die Vorteile der beiden zuvor genannten Bremsbelag-Typen. Sie verbinden eine hohe Bremskraft mit einer hohen Lebensdauer und einer sehr guten Resistenz gegenüber hohen Temperaturen. Ihr einziger Nachteil: Sie neigen dazu, laut zu quietschen.

Kurz zusammengefasst:

  • geringster Verschleiß der drei Beläge
  • hohe Bremskraft
  • sehr Hitzebeständig
  • Quietschen

Gummibremsbeläge

Gummibremsbeläge sind der Standard bei Felgenbremsen. Sie werden aus unterschiedlichen Gummimischungen hergestellt und haben damit unterschiedliche Eigenschaften. Im Allgemeinen sind Bremsbeläge aus Gummi recht langlebig und haben eine gute Bremskraftentwicklung. Sie eignen sich gut für die Nutzung in Verbindung mit Alufelgen. Für Carbonfelgen solltest du auf Bremsbeläge zurückgreifen, die für diese ausgelegt sind. Diese sind oft aus Kork.

Korkbremsbeläge

Korkbremsbeläge haben den entscheidenden Vorteil, dass sie weniger Hitze entwickeln als Gummibremsbeläge. Sie sind daher für Carbonfelgen geeignet. Diese sind empfindlicher gegenüber Hitze als Alufelgen und haben andere Oberflächeneigenschaften. Korkbeläge verschleißen in der Regel deutlich schneller als solche aus Gummi.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Punkte zur Erkennung und zum Umgang mit verschlissenen Bremsbelägen zusammenfasst:

Aspekt Beschreibung
Mindestdicke der Bremsbeläge 1 mm
Anzeichen für Verschleiß Metallische Geräusche, Abfall der Bremskraft, Schleifen der Trägerplatte auf der Bremsscheibe
Verglaste Bremsbeläge Glänzende Oberfläche, verminderte Bremswirkung, Quietschen
Kontaminierte Bremsbeläge Öl oder Fett auf den Belägen, verminderte Bremswirkung
Regelmäßige Kontrolle Vor längeren Fahrradtouren, regelmäßig während der Nutzung

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