Die Shimano Deore XT-Schaltgruppe ist seit Jahren eine feste Größe im Mountainbike-Bereich. Mit der Einführung der M8000-Gruppe wurde die Erfolgsgeschichte der XT nahtlos fortgesetzt, indem viele Details der aktuellen Elffach-XTR-Gruppe übernommen wurden. Die neue Deore XT soll allen Anforderungen von Cross Country bis zum harten Trail- und Enduro-Einsatz gerecht werden. Im Gegensatz zur XTR ist sie vor allem wegen des geringeren Anschaffungspreises interessant.
Der Trend zum 1x11-fach Antrieb
Mittlerweile gibt es von Shimano mit XT 8000 und SRAM mit der GX, die 11fach Antriebe deutlich günstiger als es damals mit der XX1 der Fall war. Der Grund für die Umrüstung auf 1x11 liegt darin, dass die Bandbreite mit 1x10 nicht hoch genug ist. Die einzige Alternative war ein Umwerfer, doch war mir dieser irgendwie "über" - ich wollte ihn einfach weghaben.
Shimano oder SRAM? Eine Frage der Philosophie
Normalerweise lautet die Wahl also Shimano oder SRAM? Ich entscheide mich für das beste aus den 2 Welten, beste Funktion mit möglichst wenig Kosten. Die Ritzelabstände bei Shimano und SRAM sind mit 3.9mm so gut wie identisch.
Es ist Schade, dass seit Anbeginn der XX1 Ära im Jahre 2012, von Shimano im Jahr 2015 maximal nur 11-42 erhältlich ist. Kein großer Schritt von 11-36. Shimano hatte viel Zeit gehabt zum nachbessern, meiner Meinung nach zuviel. 2017 kam dann tatsächlich doch endlich eine 11-46 Kassette von Shimano, aber das ist bereits 2 Jahre später, als SRAM die GX herausbrachte. SRAM ist hier übrigens bei der X01 im Jahr 2017 bereits bei 10-50 und 12fach, also immer einen Schritt vorraus. Wünschen würde ich mir allerdings eher eine GX 10-44t 11fach Kassette.
Doch man kann das große Ritzel auch nicht endlos vergrößern, man bekommt irgendwann Probleme mit Gewicht, Schräglauf oder das die Kette abspringt. von Shimano, dass nur eine neue Kassette nachgereicht wurde. Und speziell bei den großen Ritzeln als Berggang, benötigt man ohnehin große Sprünge.
Vergleich Shimano 11-42 vs. SRAM
Die Schaltschritte fallen bei SRAM generell etwas harmonischer aus, wie man unten im Bild sehen kann. Was dagegen bei beiden Kassetten stört, die größten 3 Ritzel sind zu eng gestuft. Man könnte hier problemlos bis min.
Die letzte Evolutionsstufe bei Shimano 11fach ist 11-46t. Die Übersetzung ist wie folgt: 11-13-15-17-19-21-24-28-32-37-46. Wenn man dies z.B. 60-584 Reifen und 85rpm folgende Geschwindigkeiten: 7.4, 9.3, 10.7, 12.2, 14.3, 16.3, 18.1, 20.1, 22.8, 26.4, 31.2.
Es ist zwar schön das man den Freilauf nicht umrüsten muss, jedoch schert sich sonst kaum ein Hersteller um Standards. Freilauf bei 11fach geändert, warum also nicht auch am MTB? will eben nicht jeder 2fach fahren. Dies ist für den Einsatz in den Alpen einfach zu wenig als Hobbysportler mit einem 42er Ritzel. Vor allem, wenn dann noch die großen Radgrößen von 650B oder gar 29er hinzu kommen.
10 statt 11 Zähne weniger an der SRAM Kassette hört sich nach wenig an, bewirkt aber in etwa soviel wie wenn das Kettenblatt um 3 Zähne kleiner werden würde. im Vergleich zur 11-40 Kassette. Und das Gewicht mit 445g erscheint sehr hoch für ein XT Modell. sogar schwerer. Alles Faktoren um 1fach unbeliebt zu machen?
XD Freilauf als Alternative
Da ich Novatec Naben verwende, ist es zum Glück nicht weiter kompliziert auf den XD Freilauf zu setzen. Kleiner Hinweis für User die auf Shimano Kassetten setzen wollen: Die schrägen Speichen und das riesige Ritzel machen es möglich, den Platz noch besser auszunützen. Der Freilauf ist trotz nahezu gleicher Ritzelabstände, deswegen bei Shimano nicht breiter geworden. Positiver Nebeneffekt bei XD Freilauf, dass sich die Ritzel nicht eingraben können wie es bei Shimano mit HG Alufreilauf der Fall ist.
SRAM GX XG-1150: Eine interessante Alternative
Die SRAM XG-1150 11fach Kassette aus der GX Reihe ist mit ca. Die XG-1150 ist mit 393g trotz 42er Stahlritzel, dazu noch einiges leichter als die XT 11-42 11fach Version von Shimano mit 445g. Ein Nachteil ist, die 4 kleineren Ritzel können nicht wie bei Shimano einzeln ersetzt werden. Allerdings gibt es Shimano auch keine Einzelritzel mehr zu kaufen. Bei der XG-1150 ist nicht einmal das größte Ritzel austauschbar wie bei der XX1, denn dieses ist vernietet.
Bei der XX1 Kassette wurde oft berichtet, dass das 42er Ritzel aus Alu nicht besonders haltbar sei. wie die gefrästen Stahlritzel der teureren Versionen. and that the aluminum 42 will be appearing on the aftermarket cassettes which will be arriving in bike shops some time later this year. Vielleicht wurde die Meinung später geändert, die reguläre XG-1150 hat ganz normale Schalthilfen. Bei der Version mit 42er Aluritzel scheint es sich um die XG-1175 mit 325g zu handeln. Entgegen der Meinung von Pinkbike wird aber genau diese bei OEM Bikes verwendet. Dies sind 68g weniger als mit Stahlritzel und sogar 120g weniger als bei Shimano 11-42.
Schaltwerk und Shifter Kombinationen
Schaltwerk, zusammen mit Shimano 11fach XT 8000 Shifter zu nutzen. Einstellung der B-Schraube. Wobei immer noch die Standard B-Schraube verwendet wird und diese nicht vollständig eingeschraubt ist. Beim XT 8000 Schaltwerk scheint die Rolle sogar noch weiter versetzt zu sein, aber noch lange nicht so weit wie bei SRAM mit X-Horizon. Ein Schaltwerk von SRAM wäre bei 1fach eigentlich die bessere Wahl, da die Rolle noch weiter versetzt ist als beim XT 8000 Schaltwerk.
die teureren X1/X01/XX1 SRAM Shifter auf XT Niveau sein. Und schließlich drittens, habe ich keine Zusatzhebel am Lenker also wäre der Vorteil ohnehin gering. In Bezug auf Kette müsste man laut SRAM für optimale Funktion eigentlich eine X1 11fach Kette fahren. Berichte im Netz gibt es ausschließlich über XX1 Ketten, welche mit einer sog.
Eine Alternative wäre noch die Shimano HG600,HG700 oder gar eine 10fach HG54. Beim Rennrad ist dies etwas anders, da dort die Schaltsprünge kleiner sind. So ist es weiterhin nur möglich mit dem neuen Lochkreis von 96, minimal ein 30er Kettenblatt zu montieren. beim alten Lochkreis 104 möglich. eh zu gering übersetzt wäre. Shimano setzt auch nicht auf Narrow Wide, sondern hat die Zähne einfach länger gemacht. Die neuen gestanzten X-Sync Stahlkettenblätter von SRAM haben die Situation bei Narrow Wide in Bezug auf die Folgekosten mittlerweile stark gesenkt.
Mit 133g ist es zwar kein Leichtgewicht, aber das lässt sich verschmerzen. Unklar ist, warum diese Stahl Kettenblätter so wenig beliebt sind. Da ich ja ein 10fach Schaltwerk verwenden möchte, habe ich vorher die Shifter noch einmal verglichen. Dazu habe ich die Länge des Schaltzuges vom 2. eines Klebebandes und einem Messschieber. So kam ich bei 10fach auf 3,57mm und 11fach 3,48mm. Der Grund warum ich die äußeren Gänge nicht messe ist der, weil der Schalthebel hier mehr Weg als notwendig machen könnte. beim kleinen Ritzel wird ein wenig übergeschaltet damit es schneller schaltet.
Bei einem Ritzelabstand von 3.9mm bei 11fach ergibt dies dann ein Hebelverhältnis von 1.12 (3.9/3.48) bei einem 11fach Schaltwerk. Hebelverhältnis von 1.1. Kombiniert man nun die 11fach Gruppe mit einem Shimano 10fach Schaltwerk müsste es pro Gang 0.07mm zu wenig schalten. Justiert man auf die Mitte der Kassette wären dies max. 0,35mm Abweichung nach unten oder nach oben im jeweils größten Ritzel.
Eine geänderte Klemmung am Schaltwerk wäre nicht ganz trivial, da der Arm mit der Befestigungsschraube verkürzt werden müsste d.h. abschleifen, um den Schaltschritt zu vergrößern. Bei der Montage der Kassette unbedingt beachten das die Einstecktiefe vom Werkzeug ausreichend ist. Probleme deswegen und es kann dann leicht passieren das das Werkzeug abrutscht und die Verzahnung der Kassette beschädigt. Danach lässt sich u.U. die Kassette nie mehr vom Freilauf lösen.
Erfahrungen und Optimierungen
Was vor allem auffällt, wie schnell der Einbau von statten geht. Hier macht sich besonders der fehlende Umwerfer bemerkbar. Auch muss keine Kettenführung mühsam justiert werden. allerdings nicht in Zukunft ausschließen möchte, nicht doch eine obere Führung zu montieren. Das einzige negative was ich zu berichten hätte, was ich aber schon beim 1x10 Umbau der Fall war: Die B-Schraube muss auf 1/4 Umdrehung genau einstellt werden um möglichst gute Schaltqualität zu haben. Entweder sind die kleineren oder die größten Ritzel zu langsam, je nachdem wie die Einstellung ist.
Das 28er Kettenblatt hat sich als genau richtig gezeigt und reicht mit dem 10er Ritzel und schmaler Endurobereifung selbst in der Ebene mit Rückenwind. der kleinste Gang entspricht exakt einem 24er Kettenblatt mit 36er Ritzel. Ich habe mir daher noch zusätzlich ein 26er Kettenblatt bestellt, leider aus Alu. Die 3 größten Ritzel finde ich zu eng gestuft, schöner wäre es wenn es bis 45t gehen würde. der kleine Hebel war mir am Anfang schon fast etwas zu straff.
Was man beim fahren mit 10fach Kette dann leider doch merkt, es gibt beim einstellen vom Schaltzug keinerlei Toleranzen mehr. Man muss die Schraube am Shifter extrem genau einstellen. Um diesen Missstand zu beheben, ohne ein neues 11fach Schaltwerk zu kaufen, habe ich mir eine SRAM PC 1130 Kette besorgt. es macht also keinen Sinn weiter 10fach Ketten zu fahren. Derzeit läuft es mit dem 10fach Schaltwerk problemlos und man muss mit der 11fach Kette auch die Zugspannung nicht mehr ganz so genau einstellen.
Ich hatte am Anfang auch Probleme mit rattern im niedrigsten Gang. Bei der PC-1130 Kette gilt zu berichten das diese relativ schnell verschleisst, eine XX1 sog. Hard Chrome auf den Bolzen, soll laut SRAM 4x haltbarer sein und ist in der Tat auch um einiges robuster. Die relativ neue PC-1110 NX Kette für 11€, hat ebenso eine äußerst geringe Lebensdauer.
Update 02/17: Mittlerweile bin ich die Schaltung 1,5 Jahre gefahren und immer noch zufrieden. würde ich allerdings heute nicht mehr empfehlen. Und nicht wegen der großen Ritzel, sondern weil die Schaltabstände zur Kassette grenzwertig sind und die Schaltvorgänge etwas verzögert von statten gehen. Ich habe mir kürzlich ein GX Schaltwerk zugelegt und war überrascht das dies noch genauer und schneller schaltet. Als ob die Teile füreinander gebaut worden wären. dies war überhaupt nicht notwendig. in der Bodenfreiheit aber das 11fach Shimano Schaltwerk ist vermutlich etwas länger.
Die Konstruktion vom SRAM Schaltwerk wirkt auf mich stabiler und verwindungssteifer als bei Shimano. Auch haben sogar die Schaltungsrädchen ein N/W Profil, welches verhindert das die Kette abspringt was mir beim Shimano Schaltwerk schon häufiger passiert ist. Dies ist mir besonders aufgefallen als der Käfig teilweise zerstört war und die Kette nicht mehr begrenzt wurde.
Update 03/17:Da es sehr viele Berichte von funktionieren Shimano 11fach Schaltwerken im Shimano 10fach 11-42 Setup gibt, kann man evtl. SRAM Kassetten nicht exakt die selben Schaltabstände haben. (also 11fach Shifter + 10fach Schaltwerk), was bei mir aber von den Abständen zusammen mit der SRAM Kassette sehr grenzwertig gewesen ist. heisst das noch nicht das das Hebelverhältnis 100% identisch ist, es könnte sein das man nur die Toleranzgrenze weiter auslotet.
Shimano MTB-Schaltungen im Überblick
Shimano Schaltungen gelten bei MTB-Sportlern seit Jahren als ausgereifte und stets verlässliche Schaltgruppen mit Top-Performance. Hier ein Überblick über die verschiedenen Modelle:
- Shimano XT M8100: Die Mittelklasseschaltung kommt in einer 1x12-Version auf den Markt mit einer Bandbreite von 10-51 Zähnen. Für Fans von zwei Kettenblättern gibt es die Gruppe auch mit Umwerfer und 10-45 Kassette. Ein spezieller Microspline-Freilaufkörper ist nötig.
- Shimano SLX M7100: Günstiger und schwerer als die XT-Gruppe, steht die SLX der Schwestergruppe in Sachen Funktion und Performance nur in wenigen Dingen nach. Auch die SLX wird es in 2x12 und 1x12 geben, wobei ein Mircospline-Freilaufkörper nötig ist.
- Shimano XTR M9100: Die erste 1x12-Mountainbike-Schaltung von Shimano mit einer enormen Bandbreite von 10-51 Zähnen. Weiterhin bietet Shimano die Topgruppe mit Umwerfer an.
- Shimano XTR M9000 Di2: Die erste elektronische Schaltung fürs Mountainbike, bei der die Gänge von einem elektronischen Stellmotor am Schaltwerk gewechselt werden.
- Shimano XTR M9000: In der mechanischen Ausführung ist die Shimano XTR noch günstiger als ihre elektronische Schwestergruppe. Die M9000 ist als Zweifach-Gruppe entwickelt, wurde aber gegen Ende der Produktion auch als 1x11-Gruppe angeboten.
- Shimano XT M8000: Für Sparfüchse die eine solide Gruppe suchen, ist die M8000er XT eine gute Wahl. Die Gruppe ist als 2x11-Gruppe entwickelt worden, kann aber einfach auf eine kompakte 1x11-Gruppe umgerüstet werden.
- Shimano XT M8000 Di2: Nachdem Shimano die elektronische Di2-Technologie auf der XTR präsentierte, rollten die Japaner ihre Elektro-Offensive auch auf die Mittelklassegruppe XT aus.
Shimano Deore XT M8000 im Detail
Die Deore XT-Schaltgruppe ist seit über 33 Jahren erhältlich und gilt als Rückgrat im Schaltungssegment des Mountainbikesports. Sie wird sowohl als 1-fach-, 2-fach- und 3-fach-Variante angeboten. Die fein abgestufte Kassette verfügt bei der 1×11-Variante über eine Bandbreite von 11-42-Zähnen, bei der 2×11 und 3×11 über 11-40 Zähne. Wie auch bei der Topgruppe XTR kann auch bei der neuen XT der Spider der Kurbel gewechselt werden und sie kann so von 1- auf 2-fach umgebaut werden. Mit 3-fach ist dieser Tausch jedoch nicht möglich.
Neuerungen der Shimano Deore XT M8000
- Side Swing-Umwerfer: Das Kabel wird nicht mehr über Umlenkungen an den Umwerfer geführt, sondern läuft direkt vom Rahmen aus auf ihn zu. Das soll den Kraftaufwand verringern und noch schnellere Schaltvorgänge ermöglichen.
- Ergonomie der Hebel: Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde vor allem die Ergonomie der Hebel überarbeitet, wodurch sich laut Shimano eine Kraftersparnis von bis zu 20 % beim Schalten der hinteren Gänge erreichen ließ.
- Shadow Plus-Technologie: Am Schaltwerk setzt Shimano weiterhin auf die bekannte und bewährte Shadow Plus-Technologie, um Kettenschlagen mithilfe des Reibungsdämpfers zu minimieren. Bei der neuen Deore XT ist dieser nun aber zusätzlich mithilfe einer Inbus-Schraube von außen einstellbar.
Fahrtest der Shimano Deore XT M8000
Die neue Shimano XT hämmert die Gänge förmlich rein. Besonders gut gefiel uns direkt von Anfang an der neu designte Schalthebel, der dank der neuen Struktur auf den Schaltpaddeln guten Grip und ein angenehmes Schaltgefühl bietet. Die präzise Rasterung, die kurzen Schaltwege speziell am hinteren Schaltwerk und das definierte Klicken gefallen, doch am meisten begeistert die Leichtgängigkeit des neuen Side Swing-Umwerfers. Die neuen Schalthebel verfügen außerdem über die bekannte Rapidfire Plus-Technologie, wodurch sich sowohl beim Hoch- als auch beim Runterschalten direkt zwei Gänge nacheinander am Hebel durchdrücken lassen.
Fazit zum Fahrtest
Die neue Shimano Deore XT überzeugt nicht nur durch ihre extrem schnellen und präzisen Schaltvorgänge, sondern auch durch das edle Finish und die hochwertige Verarbeitung. Dank der enormen Übersetzungsbandbreite und der individuellen Wahlmöglichkeiten findet hier jeder die für sich perfekte Abstufung.
Alternativen und Drittanbieter
Da Sram nach wie vor nur eine einzige Elffach-Übersetzung anbietet und Shimano bisher nur die XT-Kassette mit ausreichender Bandbreite vorweisen kann, bringen immer mehr Drittanbieter Alternativen auf den Markt. Größere Bandbreite, homogenere Abstufung, geringeres Gewicht - wir sind die Kassetten von E-Thirteen, Hope, Sunrace und Box Components gefahren und wissen, ob sie als Zahnersatz taugen oder nicht.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse verschiedener Kassetten:
| Kassette | Preis | Gewicht | Bandbreite | Schaltfunktion hoch | Schaltfunktion runter | Verschleiß | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Box Components Two 11-46 | 120 Euro | 479 Gramm | 418 % | 6/10 | 5/10 | 7/10 | Ähnelt der Sunrace bis ins Detail, Funktion ohne Last ist okay, unter Last klettert die Kette widerwillig hoch und fällt laut krachend auf die nächsten Ritzel. |
| E-Thirteen TRS Race | 369 Euro | 290 Gramm | 511 % | 8/10 | 6/10 | 8/10 | Bietet mehr Bandbreite als Srams 12-fach-Kassetten, unter Last plumpst die Kette mehr auf die nächstkleineren Ritzel, als dass sie wandert. |
| Hope 11 Spd Cassette | 225 Euro | 277 Gramm | 440 % | 6/10 | 6/10 | 8/10 | Extrem leichte Kassette, schaltet sauber und präzise, aber deutlich härter und lauter als die anderen Modelle. |
| Shimano Deore XT CS-M8000 | 110 Euro | 438 Gramm | 418% | 8/10 | 8/10 | 8/10 | Schaltet schnell und präzise mit typisch metallischem Shimano-Klang, unter Last präzise und ohne große Verzögerung, jedoch spürbar weniger geschmeidig als Sram und deutlich lauter. |
| Sram GX XG-1150 | 142 Euro | 392 Gramm | 420 % | 10/10 | 10/10 | 8/10 | Schaltet unvergleichbar weich, geschmeidig und schnell, selbst unter Last scheint es, als würde die Kette sanft, leise und trotzdem ohne Verzögerung über die Ritzel abgeseilt. |
| Sunrace CSMX8 11-46 T Black | 80 Euro | 479 Gramm | 418% | 6/10 | 5/10 | 7/10 | Absolut baugleich zur Box, im normalen Betrieb lässt sich die Kassette problemlos und treffsicher schalten, unter Last kracht und scheppert es. |
Besonderheiten der einzelnen Kassetten
- E-Thirteen: Fertigt seine Kassette aus zwei Einzelteilen und nutzt zur Montage den Sram XD-Freilauf. Das winzige Neuner-Ritzel bei E-Thirteen sorgt zwar für eine riesige Bandbreite, es tritt sich aber spürbar unrund.
- Shimano XT: Der große Sprung von 37 auf 46 Zähne bei der XT-Kassette ist beim Schalten kaum spürbar. Hier leisten die Steighilfen ganze Arbeit. Im Tritt fühlt sich die Abstufung aber unharmonisch an.
- Hope und E-Thirteen: Sind jeweils aus zwei einzelnen Blöcken gefräst (einer Stahl, einer Alu). Dadurch lässt sich das Gewicht auf unter 300 Gramm drücken.
- Sunrace und Box: Bis auf Farbe und Logos gleichen sich die Kassetten wie ein Ei dem anderen. Auch die Schaltqualität ist identisch.
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