Die Shimano XT-Gruppe hat sich als eine feste Größe im Mountainbike-Bereich etabliert. Dieser Artikel widmet sich einer umfassenden Analyse des Shimano XT Kettenblatts mit 34 Zähnen, wobei besonderes Augenmerk auf Leistung, Technologie und Kompatibilität gelegt wird.
Technologien und Features
Es ist schwer zu sagen, ob es an der XT HYPERGLIDE+ Technologie in Kassette oder Kette oder aber der DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie der Kettenblätter liegt, aber der neue Shimano Einfach-Antriebsstrang funktioniert extrem gut. Die neuen XT 1×12-fach Kurbeln zeichnen sich durch die DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie aus. Das spezielle, hochpräzise gefertigte Zahnprofil sorgt dafür, dass die Kette auf rauem Gelände optimalen Halt auf dem oberen Teil des Kettenblattes findet. Gleichermaßen gut löst sie sich wieder vom Kettenblatt und stellt somit sowohl Effizienz, Leichtgängigkeit, als auch Geräuscharmut des Antriebs sicher. Verfügbar ist die Kurbel in Boost- und Non-Boost-Spezifikation.
Schaltpräzision und Ergonomie
Die Schaltvorgänge sind knackig und „on point“. Die Gangwechsel laufen sauber, leichtgängig, geräuscharm und vor allen Dingen schnell ab. Die Schaltpräzision inklusive des eingangs erwähnten Shimano-Schaltpräzisionsgefühls ist bemerkenswert. Die neuen Schalthebel gefallen besonders gut, wobei es nicht nur die gummierten Kontaktflächen der Schalt-Paddles sind, sondern vor allem der Verstellbereich der I-SPEC EV Montage. Damit lassen sich die Hebel in seitlicher Richtung um mehr als 14 mm verschieben und wie gehabt auch in Rotationsrichtung anpassen. Dank 2-Way-Release Technik funktioniert der Schalthebel überdies auch intuitiv - je nach Vorlieben des Nutzers.
Übersetzung und Bandbreite
Für viele Biker scheint die Berechnung der Übersetzung immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, gerade beim Wechsel auf einen 1-fach-Antrieb herrscht immer noch Angst vor fehlender Bandbreite. Die meisten Biker werfen bei einem 1-fach-Antrieb zuerst den Blick auf die Größe des Kettenblatts.
Das wichtigste Thema ist dabei meist die Übersetzung des kleinsten Ganges, schließlich entscheiden hier die kleinsten Unterschiede darüber, ob man die steile Rampe noch hoch kommt oder schieben muss. Die Bandbreite der Kassette hat bei allen Kettenschaltungen einen wesentlichen Einfluss auf die nutzbare Übersetzung. In der Regel wird das kleinste und das größte Ritzel angegeben, bei einer 10-42-Kassette hat also das kleinste Ritzel 10 Zähne und das größte 42 Zähne.
Die Bandbreite erhält man, indem man die Zähne des größten Ritzels durch die Zähne des kleinsten teilt, also z. B. 42/10 = 4,20 = 420 %. Dabei wird offensichtlich, dass auch kleinste Veränderungen am kleinen Ritzel die Bandbreite sehr stark beeinflussen. In der Praxis kommt es also nicht immer auf die Anzahl der Gänge an, sondern vor allem auf die Bandbreite der Kassette.
Einfluss des Kettenblatts auf die Übersetzung
Während die Wahl der Kassette die Bandbreite des Antriebs festlegt, kann diese mit der Wahl des Kettenblatts verschoben werden. Je kleiner das Kettenblatt, desto leichter wird der kleinste Klettergang; je größer das Kettenblatt, desto höher wird die Endgeschwindigkeit, in der man im größten Gang noch pedalieren kann. Die Über- bzw. Untersetzung berechnet man, indem man die Zähne des Kettenblatts durch die Zähne des Ritzels teilt.
Wechselt ihr z. B. von einem 1×11 SRAM-Antrieb mit 32er Kettenblatt auf eine Eagle-Gruppe, könnt ihr auf ein 38er Kettenblatt umsteigen und erhaltet damit einen ähnlich leichten Klettergang wie bisher. Gleiches gilt beim Wechsel auf die neue 12-fach XTR-Gruppe von Shimano, die sich mit ihrer 10-51 Kassette sehr ähnlich wie die SRAM Eagle verhält. Wechselt ihr hingegen auf einen 1×11 Shimano-Antrieb, ist der kleinste Gang mit einem 34er Kettenblatt etwas leichter als bisher, bzw. mit einem 36er Kettenblatt etwas schwerer.
Als Faustregel lässt sich feststellen, dass die Übersetzung beim Wechsel von 27,5” auf 29” nahezu gleich bleibt, wenn man ein Kettenblatt mit zwei Zähnen weniger montiert. So entspricht die zurückgelegte Strecke im kleinsten Gang mit einem SRAM Eagle-Antrieb mit 34er Kettenblatt und 29” ca. 1,57 m pro Kurbelumdrehung, mit einem 36er Kettenblatt und 27,5” ca. 1,58 m.
Vergleich verschiedener Kettenblätter
Hier ist ein Vergleich verschiedener Kettenblätter, basierend auf den bereitgestellten Daten:
| Modell | Material | Kompatibilität | Kurbelart | Anzahl Arme | Verfügbare Varianten |
|---|---|---|---|---|---|
| Ybeki Kettenblätter 104 BCD | Aluminium CNC-gefräst | 8/9/10/11-Gang | 1 | 4 | 40, 44, 46 Zähne |
| Kmc 03378593 | Aluminium CNC-gefräst | keine Herstellerangabe | 1 | 4 | 40 Zähne |
| Sram 2286482356 | Aluminium CNC-gefräst | keine Herstellerangabe | 1 | 4 | 34 Zähne |
| CYSKY 104BCD Schmale Breite Kettenblatt | Aluminium CNC-gefräst | 9/10/11-Gang | 1 | 4 | 30, 32, 42 Zähne |
| Race Face Cinch DM | Aluminium CNC-gefräst | 10/11/12-Gang | 1 | 1 | 26, 38, 42 Zähne |
| Shimano MTB Kettenblatt | Stahl | keine Herstellerangabe | 1 | 4 | keine Angabe |
| SHIMANO DEORE XT FC-M780 | Metall | 9/10-Gang | 1 | 4 | keine Angabe |
| Truvativ MTB | Aluminium CNC-gefräst | 1-Gang | 1 | 4 | keine Angabe |
Fazit
Die Shimano DEORE XT Gruppe bringt eine hohe Schaltgenauigkeit mit sich. Es ist spürbar, dass die neue Shimano DEORE XT Gruppe auf dem großen Bruder der XTR Gruppe basiert. Mit ihrem ansprechenden modernen Design passt sie an wirklich jedes Bike und ist in Windeseile montiert. Das für mich wertvollste Merkmal ist das extrem ruhige und leise Schalten.
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