Shimano möchte mit den XT M770 Schalthebeln die Spitze des Marktes markieren.
Fakt ist, dass Shimano sich dies auch mehr wie gut bezahlen lässt, dafür aber etwas bietet.
Optik und Haptik sprechen klar für die XTR-Hebel, sie wirken im Vergleich zu XT-Shiftern einfach wertiger.
Funktionell muss man sich eingestehen, dass die XTR keine Revolution sind oder sich sehr deutlich von den XT Hebeln absetzen.
Erster Eindruck und Montage
Nach dem Öffnen dann die Erklärung. In der Verpackung findet man dann „das Objekt der Begierde“, edel verpackt mit XTR Schaltzügen, Schalthüllen, Dichtungskappen und einer Bedienungsanleitung.
Der erste Eindruck ist dementsprechend überwältigend und auch der zweite, wenn man die Hebel das erste Mal anfasst ist überzeugend.
Möglichst schnell sollten die Hebel natürlich montiert werden.
Im Prinzip funktioniert das bei den XTR-Hebel identisch wie bei anderen Hebeln, lediglich die silberne Schelle ist abnehmbar und kann auf Wunsch durch Matchmaker-Lösungen ersetzt werden um Gewicht zu sparen.
Fahreigenschaften und Tuning
Wenig auffällig, keine Probleme und eine tadellose Funktion.
Im Vergleich zu den XT Schalthebeln schalten sie etwas knackiger ohne dabei das Schaltwerk zu ruppig zu führen.
Außerdem empfand ich die Hebelform für den Daumen wesentlich angenehmer.
Ein zusätzliches Feature bei dem XTR Trigger: beide Hebel (für das hoch und runter Schalten) sind in beide Richtungen verwendbar.
Für die XTR-Hebel gibt es einige Tuningteile um das Gewicht weiter zu drücken.
Da wären beispielsweise Alu-Schaltzuggegenhalter oder Hebelschellen aus Carbon.
Vergleich mit anderen Schaltsystemen
Shimano will mit diesen Hebeln die Spitze des Marktes markieren und direkt mit diesen Hebeln Sram’s XX bzw. X.0 Schalthebel in den Schatten stellen.
Optik und Haptik sprechen klar für die XTR-Hebel, sie wirken im Vergleich zu XT-Shiftern einfach wertiger.
Funktionell muss man sich eingestehen, dass die XTR keine Revolution sind oder sich sehr deutlich von den XT Hebeln absetzen.
Diskussion über Kettenschaltungen und Komponenten
Nach vielem Suchen und Überlegen, komme ich auf folgenden Gedanken: XT-Nabe, XT Schaltwerk, XT Umwerfer, LX Schalthebel, und Tourney Kurbel.
Irgendwie hab ich da so des Gefühl jeweils a gutes Preisleistungsverhaeltnis zu haben.
7- und8-fach Kurbeln (sind die selben) passen mit 10-fach Ketten nicht zusammen, das kannst du vergessen.
Wenn dir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig ist, würde ich die von dir gewählten Teile alle schnellstens vergessen.
Mit 9-fach bekommst du sehr günstig an gute Teile, dazu hält der Antrieb länger, weil die Teile breiter sind.
Kurbel: sowohl können die Zähne zu breit sein für 10-fach Ketten, als auch der Kettenblattabstand zu groß (Kette reitet evtl auf oder rutscht sogar rein.
Die Qualität einer Schaltung wird im Hebel entschieden, daher würde ich es umgekehrt machten: xt Schalthebel und Deore Schaltwerk.
Dabei haben die vorredner gerade sehr sinnvoll für nur 9 Gaenge argumentiert.
Bei den XT und XTR-Schaltern sind bis zu 4 nach oben und bis zu 2 nach unten (bei XT ist bei Letzterem der Umbau auf "Multi-Release" notwendig, siehe hier )
Ich fahre die am Reiserad und bin damit sehr zufrieden.
10fach: Besseres Schaltverhalten (natürlich nicht so flutschig und knackig wie bei ner Sora), längere Lebensdauer (natürlich nicht so lange wie bei ner Sora), größere Fehlertoleranz (natürlich nicht so groß wie bei ner Sora), mehr Auswahl bei Übersetzungsabstufungen (natürlich nicht so viele wie bei ner Sora)... Fazit: Sora rules.
Für mich ist das entscheidende Argument gegen 10-fach: Man kann MTB-Teile und Rennradteile nicht mehr kombinieren.
Es besteht noch die Möglichkeit eine 11-36 Kassette zu nehmen.
Vergleich Shimano und Sram
Bei den unterschiedlichen Bedürfnissen der Biker reicht es aber nicht, eine einzige Gruppe anzubieten. Das Portfolio reicht sowohl bei Shimano als auch bei Sram von günstigen Einsteigerprodukten bis zur Highendklasse. Aber welche Gruppe ist für welche Biker die beste?
Beide Komponentenriesen versuchen ihre eigenen Wege zu gehen und mit technischen Features aufzutrumpfen.
Bei Sram etwa legt der Schaltzug gegenüber Shimano den doppelten Weg zurück, um das Schaltwerk zu bewegen.
Dadurch verdoppelt sich aber weder der Hebelweg, noch halbiert sich die Schaltkraft.
Aber: Wenn sich der Schaltzug mit der Zeit längt, wirkt sich das beim 1:1-Übersetzungsverhältnis von Sram weniger aus als beim 1:2-Übersetzungsverhältnis von Shimano.
Das Schaltwerk funktioniert deshalb ohne Nachjustierung länger.
Der jüngste Streich von Shimano dagegen: Die "Shadow"-Technologie, die sich im Markt schnell etabliert hat.
Die schmale Bauweise des Schaltwerks schützt wirksam gegen "Feindberührung" auf engen Trails.
Perfekt auch in der Praxis auf dem Trail: das "Multi-Release"-Prinzip von Shimano, das Schaltsprünge über zwei Ritzel auf größere Gänge an der Kassettte ermöglicht.
Wer also immer mit der neuesten Technologie fahren will und auch beim Gewicht keine Kompromisse eingeht, muss meist tief in die Tasche greifen und sich der Top-Gruppen bedienen.
Wer lieber ein paar Euro spart, aber trotzdem nicht auf hohe Qualität verzichten will, für den ist das mittlere Preissegment optimal.
Einsteiger und Sparfüchse finden meist in der unteren Klasse das Passende.
So können Sie bereits mit einer Kurbel, die eine Klasse tiefer rangiert, einiges an Geld sparen.
Während die Umwerferseite kompatibel ist, funktioniert der Mix auf Schaltwerksseite wegen des unterschiedlichen Schaltzugwegs nicht.
Mit etwas Übung gelingen zwei Kettenblätter oder bis zu fünf Ritzel mit einem Daumendruck.
Im Klassenvergleich der Günstigen zeigen sich bereits erste Unterschiede.
Die Deore-Shifter klicken definierter als die der X.5.
Die knackigen Schaltvorgänge der neuen SLX unterscheiden sich kaum noch von der einer XT.
Die X.9 schaltet bereits im Sram-typischen Stil - knackig und präzise.
Die XT befindet sich ähnlich wie die SLX am Zenit bei der Schaltperformance.
In der Oberklasse setzen beide Hersteller noch einen drauf.
Sram gefällt durch seine stark gerasterten X.0-Shifter.
Shimano kann mit der XTR sogar noch leichter, schaltet aber nicht ganz so knackig wie die XT.
Fazit: Die richtige Gruppe hängt vom Einsatzgebiet, persönlichen Vorlieben und vom Budget ab.
Wer Top-Performance sucht, kommt an X.0 oder XTR nicht vorbei.
Mit etwas Cleverness lässt sich aber viel Geld sparen, indem man sich seinen individuellen Mix sucht.
Tabellarische Übersicht der Schaltgruppen (Auszug)
| Gruppe | Schaltwerk (Preis/Gewicht) | Umwerfer (Preis/Gewicht) | Schalthebel (Preis/Gewicht) |
|---|---|---|---|
| Sram X.5 | 45 Euro/305 g | 31 Euro/179 g | 55 Euro/258 g |
| Shimano Deore | 39 Euro/314 g | 26 Euro/167 g | 50 Euro/271 g |
| Shimano XT | 78 Euro/226 g | 37 Euro/150 g | 106 Euro/257 g |
| Shimano XTR | 200 Euro/181 g | 115 Euro/125 g | 205 Euro/220 g |
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