Shimano XT M8000 Schalthebel Test: Präzision und Ergonomie auf dem Trail

Keine Schaltgruppe ist bekannter als die Shimano Deore XT. Seit mittlerweile über 33 Jahren ist sie nun schon erhältlich und nach Angaben von Shimano das Rückgrat im Schaltungssegment des Mountainbikesports. In Riva del Garda hatten wir jetzt erstmals die Möglichkeit, die neue 11-fach-Schaltgruppe Shimano M8000 ausgiebig zu testen. Mit der neuen XT möchte Shimano sich so breit wie möglich aufstellen und das Einsatzgebiet sehr variabel gestalten.

„We’ve designed the gear ratios to ride efficiently for everyone's needs” ist die Aussage auf der Shimano Homepage. Die Gruppe wird als 1x11, 2x11 und 3x11 angeboten. Wobei die 1x11 Gruppe in Kombination mit einer 11-42 Kassette gefahren wird. 2-fach und 3-fach werden mit einer Bandbreite von 11-40 Zähnen ausgeliefert. Wie auch bei der Topgruppe XTR kann auch bei der neuen XT der Spider der Kurbel gewechselt werden und sie kann so von 1- auf 2-fach umgebaut werden. Mit 3-fach ist dieser Tausch jedoch nicht möglich.

Optisch kommt die Gruppe offiziell in Schwarz daher. Praktisch ist sie aber eher schwarz-anthrazit. Nicht nur die Kurbel, auch die Schalthebel erinnern bei der neuen Shimano Deore XT stark an die höherpreisige Topgruppe XTR. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde bei ihnen vor allem die Ergonomie der Hebel überarbeitet, wodurch sich laut Shimano eine Kraftersparnis von bis zu 20 % beim Schalten der hinteren Gänge erreichen ließ.

Außerdem verfügen die Hebel nun über eine angenehmere Oberflächenstruktur für noch mehr Grip am Trigger und lassen sich dank der überarbeiten I-Spec II-Schelle noch besser an die Hand des Fahrers anpassen. Die Schalthebel sind dank der I-Spec II-Schelle am Bremshebel montiert und lassen sich dort individuell an die Hand und Vorlieben des Fahrers anpassen.

Am Schaltwerk setzt Shimano weiterhin auf die bekannte und bewährte Shadow Plus-Technologie, um Kettenschlagen mithilfe des Reibungsdämpfers zu minimieren. Bei der neuen Deore XT ist dieser nun aber zusätzlich mithilfe einer Inbus-Schraube von außen einstellbar. Das Shadow Plus Schaltwerk kommt mit einer ultrastarken Feder daher und das meine ich wirklich so. Die Feder ist so stark, dass schon nach der Montage klar wird, dass eine Kettenführung nicht nötig ist. Bei der Montage des Hinterrades macht der Hebel zur Federhärteverstellung nun tatsächlich Sinn und der Gebrauch ist hier zu empfehlen.

Eine große Neuerung ist, neben dem Wechsel auf 11-fach, der neue Side Swing-Umwerfer. Bei ihm wird das Kabel nicht mehr über Umlenkungen an den Umwerfer geführt, sondern läuft direkt vom Rahmen aus auf ihn zu. Das soll den Kraftaufwand verringern und noch schnellere Schaltvorgänge ermöglichen. Eine komplette Neuerung ist der High Direct Mount Side Swing Umwerfer. Dieser wird von vorne angesteuert. Auf der einen Seite erleichtert diese Technik das Schalten, auf der anderen Seite ermöglicht sie zukünftig den Rahmenbauern mit dem Hinterrad noch näher an das Sattelrohr zu bauen, da eine Schaltzugführung „hinten herum“, also hinter dem Sitzrohr wegfällt.

Was macht man als erstes, wenn man eine neue Schaltgruppe ausprobiert? Man schaltet direkt nach dem Aufsteigen erst einmal wild alle Gänge durch: rauf, runter, runter, rauf, einmal über die gesamte Bandbreite. Hier direkt die erste positive Überraschung: Die neue Shimano XT hämmert die Gänge förmlich rein. Nie gingen Schaltvorgänge mit einer Deore XT schneller und präziser. Ein Unterschied zum Topmodell XTR ist ohne direkten Vergleich bei diesem Modell nur noch schwer festzustellen.

Besonders gut gefiel uns direkt von Anfang an der neu designte Schalthebel, der dank der neuen Struktur auf den Schaltpaddeln guten Grip und ein angenehmes Schaltgefühl bietet. Die präzise Rasterung, die kurzen Schaltwege speziell am hinteren Schaltwerk und das definierte Klicken gefallen, doch am meisten begeistert die Leichtgängigkeit des neuen Side Swing-Umwerfers. Die neuen Schalthebel verfügen außerdem über die bekannte Rapidfire Plus-Technologie, wodurch sich sowohl beim Hoch- als auch beim Runterschalten direkt zwei Gänge nacheinander am Hebel durchdrücken lassen.

Kurz vorab: Die Schaltung funktioniert so, wie ich es erwartet habe. Einwandfrei und ohne Mucken. Auffällig ist aber der deutliche und knackige Druckpunkt für das Runterschalten am Hinterrad. Der Druckpunkt ist so eindeutig, dass dieser mir persönlich eine wirkliche Unterstützung beim Biken gegeben hat. Den Trigger mit Daumen oder Zeigefinger betätigt, und sofort hauen Gang oder Gänge rein. Ob unter Voll-Last oder Halb-Last, völlig egal. Die Schaltung schaltet sauber, exakt und zuverlässig. Nach oben schalten die Gänge einfach und entspannt. Beim ersten Mal Durchschalten hatte ich nach dem knackigen Runterschalten mit etwas mehr Daumendruck gerechnet. Dem war aber nicht so.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Federspannung des Schaltwerkes. Mir ist in der ganzen Zeit vielleicht dreimal die Kette vom vorderen Ritzel gesprungen bzw. gefallen, aber auch nur, weil ich in einem weniger optimalen Moment nach hinten in den Freilauf getreten habe. Die Shimano XT M8000 ist eine sehr unauffällige Schaltgruppe. Meine erste spontane Aussage zu der Frage, wie sie funktioniert, war einfach nur: „Gut.“ Hört sich jetzt lapidar an, aber was erwarte ich von einer Schaltung? Sie soll ohne Geräusche, schnell und exakt in den Gang wechseln, den ich brauche. Die Kette soll nicht abspringen und der Verschleiß soll sich ebenfalls in Grenzen halten und das ist der Fall.

Wie immer hat mich Shimano überzeugt und gezeigt, wie viel Entwicklungspotential nach wie vor in der Schaltung liegt, ohne direkt elektronisch zu werden. Aus meiner persönlichen Sicht absolut empfehlenswert.

Shimanos neues Volumenmodell XT mit dem Kürzel M8000 hat zweifellos eine harte Zeit bei uns. Zwei Einsätze bei Etappenrennen. Schonungsloser geht es kaum. Der Dauertest hätte aber auch noch härter ausfallen können. Denn während die teurere Schwester XTR über 2000 Kilometer im Winter bestehen musste (Dauertest in BIKE 5/15), blieben der XT die extrem schlammigen Kilometer vorerst erspart. Dies ist also eine erste Statusmeldung, der Dauertest geht weiter.

Fazit:

Die Elffach-XT-Gruppe überzeugt durch ihre einwandfreie Funktion, ihre Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Einzig die Oberflächen könnten widerstandsfähiger sein. Vernünftiger Preis im Vgl. zur XTR.

Merkmal Bewertung
FUNKTIONALITÄT 6 von 6 Punkten
HALTBARKEIT (NACH 1000 KM) 5 von 6 Punkten

Der Shimano Deore XT SL-M8000 I-Spec Schalthebel ist dein zuverlässiger Partner für präzise und geschmeidige Schaltvorgänge auf dem Trail. Als Teil der bewährten Deore XT-Gruppe bietet dieser Schalthebel erstklassige Performance und Langlebigkeit. Der SL-M8000 Schalthebel ermöglicht schnelle und präzise Schaltvorgänge in jeder Situation. So behältst du stets die Kontrolle über dein Bike, egal wie anspruchsvoll das Gelände ist.

Das ergonomische Design des SL-M8000 Hebels sorgt für eine angenehme Handposition und ermöglicht dir eine optimale Dosierung der Schaltvorgänge. So kannst du auch auf langen Touren komfortabel schalten. Dank des I-Spec-Systems lässt sich der SL-M8000 Schalthebel direkt an kompatible Bremshebel montieren.

Mit dem Shimano Deore XT SL-M8000 I-Spec B Schalthebel links 2/3-fach bringst du dein Mountainbike auf das nächste Level. Du schaltest blitzschnell und präzise, während du gleichzeitig dein Cockpit aufräumst. Da du den Schalthebel direkt am Bremsgriff befestigst, sparst du Platz und Gewicht.

Wenn du als ambitionierter Mountainbiker Wert auf präzises und schnelles Schalten legst, ist dieser Schalthebel ideal für dich. Außerdem profitierst du, wenn du dein Cockpit aufräumen und Komponenten direkt am Bremsgriff montieren möchtest. Der SL-M8000 I-Spec B ist mit Shimano Bremsgriffen kompatibel, die ebenfalls das I-Spec B System nutzen. Wähle den Shimano Deore XT Schalthebel SL-M8000 I-Spec B links 2/3-fach Rapidfire Plus, wenn du eine hochwertige, ergonomische und präzise Schaltlösung für dein Mountainbike suchst. Du genießt nicht nur zuverlässige Performance und ein aufgeräumtes Cockpit, sondern auch maximale Kontrolle auf jedem Trail.

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