Die Shimano XT Schaltgruppe hat sich über viele Jahre als feste Größe am Fahrradmarkt etabliert und steht für Qualität. Die neue XT-Gruppe setzt diesen Standard fort und bietet sowohl optisch als auch technisch ein sehr hohes Niveau.
Die Neuerungen der Shimano XT Gruppe
Mit der neuen XT möchte Shimano ein breites Einsatzgebiet abdecken. Die Gruppe wird als 1x11, 2x11 und 3x11 angeboten, wobei die 1x11 Gruppe in Kombination mit einer 11-42 Kassette gefahren wird. 2-fach und 3-fach werden mit einer Bandbreite von 11-40 Zähnen ausgeliefert.
Optisch präsentiert sich die Gruppe in Schwarz-Anthrazit. Die Trigger machen einen hochwertigen Eindruck, und der Daumenhebel aus Metall liegt gut am Daumen an. Der kleine Trigger-Hebel (2-Way-Release-Hebel) kann sowohl mit dem Daumen als auch mit dem Zeigefinger bedient werden.
Schaltwerk und Umwerfer
Das Shadow Plus Schaltwerk kommt mit einer ultrastarken Feder. Eine komplette Neuerung ist der High Direct Mount Side Swing Umwerfer, der von vorne angesteuert wird. Dies erleichtert das Schalten und ermöglicht zukünftig den Rahmenbauern, das Hinterrad noch näher an das Sattelrohr zu bauen.
Die Schaltperformance im Detail
Die Schaltung funktioniert einwandfrei und ohne Mucken. Auffällig ist der deutliche und knackige Druckpunkt für das Runterschalten am Hinterrad. Ob unter Voll-Last oder Halb-Last, die Schaltung schaltet sauber, exakt und zuverlässig. Nach oben schalten die Gänge einfach und entspannt.
Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Federspannung des Schaltwerkes. Die Shimano XT M8000 ist eine sehr unauffällige Schaltgruppe, die ohne Geräusche schnell und exakt in den benötigten Gang wechselt.
Die Bremsen im Test
Die neue Shimano XT BR-M8020 Vierkolbenbremse verspricht Bremskraft satt. Der neue Vierkolbenbremssattel, den der Hersteller von einer bestehenden Vierkolbenbremse übernahm, spricht aggressive Trailrider sowie eMTB-Fahrer an, die hohe Bremskraft bei guter Dosierbarkeit suchen.
Aufbau und Funktion der Vierkolbenbremse
Das Prinzip einer hydraulischen Vierkolbenbremse ist das gleiche wie bei einer herkömmlichen hydraulischen Zweikolbenbremse. Bei einer Vierkolbenbremse drücken je zwei Kolben mit unterschiedlichem Durchmesser auf einen Bremsbelag. Das gewährt eine bessere Flächenpressung bei größerer Reibfläche der Bremsbeläge und bewirkt so die höhere Bremskraft.
Montage und erste Eindrücke
Shimano ist für eine problemlose Montage bekannt, und so geht es auch bei diesem Modell gewohnt leicht von der Hand. Auch gelingt das schleiffreie Einstellen des Bremssattels durch einen großen Spalt zwischen Scheibe und Belägen schnell. Das Kürzen der Leitung und das damit verbundene Entlüften der Bremse erweist sich dank Shimanos One-Way Entlüftung als äußerst effektiv.
Die Shimano XT auf dem Trail
Auf dem Trail musste durch ein dosiertes Betätigen des Bremsgebers die Bremskraft so generiert werden, dass der Reifen viel Traktion auf den Boden bringt. Kontrollierte Verzögerungen lassen sich mit niedrigen Fingerkräften über die ergonomischen, kurzen Hebel einleiten, sodass die Gratwanderung zwischen Traktion und Traktionsverlust gelingt.
Kommt es zur brenzligen Situation, in der die Bremse den Fahrer schnell und sicher zum Stehen bringen muss, ermöglicht die gleichmäßige Modulation der Bremsleistung dosierbare Standfestigkeit, um auch schwerere Fahrer sicher und schnell zum Stehen zu bringen.
Empfehlung für maximale Leistung
Um maximale Standfestigkeit und Bremspower zu erreichen, wird empfohlen, am Vorderrad eine 200 mm Bremsscheibe zu montieren. Insbesondere auf langen Abfahrten macht sich die Servo Wave Technologie positiv bemerkbar. Diese spart viel Kraft, da durch eine Übersetzung der Hebelkraft nur geringe Fingerkräfte benötigt werden.
Dauertest der Shimano XT M8100 12-fach Gruppe
Nach der Vorstellung der neuen Shimano XTR 12-Fach Gruppe, legte Shimano mit der neuen XT M8100 nach. An einem Ibis Ripley Testbike wurde die komplette XT-Gruppe montiert, um einen Gesamteindruck zu bekommen. Bei der Übersetzung wurde ein 30er Kettenblatt mit der 10-51 Kassette kombiniert. Allerdings erfordert die Kassette den neu entwickelten Microspline-Freilauf.
Persönlich könnte man die XT M8100 fast als die schönere XTR-Gruppe bezeichnen. Die 12-Fach XT Gruppe ist größtenteils in schlichtem Schwarz gehalten. Somit ist die Gruppe optisch sehr neutral und kann in verschiedene Aufbauten farblich gut integriert werden, ohne jedoch optisch langweilig zu sein.
Ergonomie und Schaltperformance
Bei der XT-Gruppe sind Schalthebel und Bremsgriff durch die I-Spec Technologie ergonomisch und aufgeräumt am Lenker befestigt. So sind Schalt- und Bremshebel gut angeordnet, um diese jederzeit gut erreichen zu können. Der Schalthebel kann zusätzlich nach links und rechts um ca. Hochgeschalten wird mit dem kleineren Hebel, dieser kann mit Druck und Zug ausgelöst werden, und mit dem größeren Hebel wird heruntergeschaltet. Beide Hebel haben eine griffige Oberfläche.
Die Bremshebel sind als Einfinger-Bremshebel ausgelegt. Die Hebel liegen sehr ergonomisch am Finger an, und an der Außenseite sind runde Einsenkungen eingefräst worden, damit man mehr Grip bei den Bremsmanövern hat und der Hebel einem nicht so leicht vom Finder rutscht. Außerdem verfügen die Bremshebel über einen großzügigen Einstellbereich der Griffweite.
Schaltvorgänge und Erfahrungen im Gelände
Die Schaltvorgänge finden fast digital mit dem richtigen Feedback am Schalthebel statt. Aufs kleinere Ritzel können zwei Gänge mit einem Druck geschalten werden. Auch nervöse Schaltvorgänge mit viel Zug auf der Kette bereiteten der XT-Gruppe keine Probleme. Schlamm und Dreck machen das Treten und Schalten lauter, beeinflussen die Performance jedoch nicht eklatant.
Über Jahre hinweg hat sich die Shadow Plus Schaltwerksdämpfung bewährt, und auch am neuen XT 12 Fach-Schaltwerk wurde die Kette ruhig gehalten.
Die Shimano XT Bremse im Detail
Die Shimano XT Bremse ist ein echter Klassiker im umfangreichen Angebot des japanischen Herstellers. Im von uns getesteten Shimano-Line-up nimmt die XT-Reihe die mittlere Position der Performance-Bremse ein. Die Bremse bietet eine durchdachte, einteilige Klemmung und freie Kombinationsmöglichkeiten mit I-SPEC.
Handling und Bremsgefühl
Die Shimano XT-Bremse funktioniert wie die Marken-Geschwister mit Mineralöl und ist dadurch relativ unproblematisch bei Haut- oder Lackkontakt. Was das Entlüften angeht, sind die Shimano-Bremsen eine der einfachsten im gesamten Testfeld.
Im Trail-Test zeigt die Shimano XT eine sehr gute Bremspower. Das Bremsgefühl kann man dabei als „digital“ beschreiben: Der Druckpunkt ist sehr knackig und sehr definiert in einem schmalen Bereich. Die Power setzt direkt zu Beginn des Druckpunkts ein und ist dann mit Fingerspitzengefühl gut dosierbar.
Vergleich mit anderen Bremsen
Auf dem Trail sind die XT und XTR ziemlich gleich, erst im Labortest werden die Unterschiede deutlich: Hier erreicht die XT eine gute Verzögerung im Mittelfeld, vor der Shimano SLX und hinter Hayes Dominion T4, dicht gefolgt von der Shimano XTR. Mit Sinter Green-Belägen kann die Bremspower der Shimano XT aber noch deutlich gesteigert werden.
Durch die ICE-TECH-Bremsscheiben und -Beläge mit Kühllamellen entwickelt die Bremse viel weniger Hitze: In unseren Laborversuchen zeigt das Thermometer 25° C weniger als als bei der SLX im direkten Vergleich. Das führt zu Fading auf langen Abfahrten.
In Summe lässt die Shimano XT keine Wünsche offen, hebt sich aber auch in keine Richtung besonders ab. Die Shimano XT überzeugt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, starker Power und gutem Feeling. Auf dem Trail zeigt sie keinen spürbaren Unterschied zum teureren XTR-Topmodell, bietet jedoch Sparpotenzial von über 200 €.
Die Shimano Deore XT im Trekking-Einsatz
Mit sechs Ritzeln auf der Kassette fängt die Geschichte der Shimano Deore XT an. Die Zuverlässigkeit und Funktion der hochwertigen Gruppe haben mit der Zeit immer mehr Freunde unter den Tourenfahrern gefunden. Und da sich manche Ansprüche zu Mountainbikern unterscheiden, hat Shimano der Mountainbike-XT (erkennbar am M in der Produktbezeichnung) eine Trekking-Version (mit T gekennzeichnet) zur Seite gestellt.
Dank kurzer, direkter Gangwechsel ist das Schalterlebnis sportlich knackig. Entfaltungen, also der Weg des Rades pro Kurbelumdrehung, von etwa 1,7o bis 9,70 Meter belegen die ordentliche Bandbreite von grob 570 Prozent.
Die XT macht das auf jeden Fall mit. Nur die Wartungsarmut kann sie nicht liefern. Wie bei jeder Kettenschaltung, muss man regelmäßig Hand anlegen.
Erster Eindruck der neuen XT 1×12-fach Kurbeln
Die neuen XT 1×12-fach Kurbeln zeichnen sich durch die DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie aus, deren spezielles hochpräzise gefertigtes Zahnprofil dafür sorgt, dass die Kette auf rauem Gelände optimalen Halt auf dem oberen Teil des Kettenblattes findet. Gleichermaßen gut löst sie sich wieder vom Kettenblatt und stellt somit sowohl Effizienz, Leichtgängigkeit, als auch Geräuscharmut des Antriebs sicher.
Die Kassetten der XT sind in den Optionen 10-45 Z oder 10-51 Z verfügbar. Für geringe Gangsprünge ist die 10-45er-Kassette optimal. Für eine große Bandbreite hingegen ist die 10-51Z-Version die Wahl. Beide weisen die HYPERGLIDE+ Technologie auf, welche für eine sehr hohe Schaltgeschwindigkeit, Präzision und Leichtgängigkeit sorgt und zu einem leisen Antrieb beiträgt.
Mit einer Version für 1-fach- und 2-fach-Systeme sorgen die beiden neuen XT Schaltwerke für schnelle als auch präzise Gangwechsel über den sehr großen Übersetzungsbereich. Leit- und Spannrollen mit 13 Zähnen und ein Gummidämpfer dämmen Geräusche und erhöhen den Fahrkomfort.
Die neue DEORE XT kommt wahlweise mit Zwei-Kolben-Bremsen oder Vier-Kolben-Bremsen. Das neue Bremshebel-Design, der nun schräggestellt montiert wird und sich an zwei Punkten am Lenker abstützt, sorgt für mehr Steifigkeit als auch für direkteres Feedback und mehr Bremsleistung.
Erste Testfahrt der neuen Shimano XT-Gruppe
Auch optisch hat sich einiges getan. Während die XT im Laufe der Jahre mal verspielt, manchmal vielleicht sogar etwas billig wirkte, steht die aktuellste Version des Dauerbrenners richtig edel da. Mattschwarze Oberflächen und ein klares Design geben dem Fahrer schon beinahe etwas Shimano XTR-Feeling. Dass die XT in der M8000-Ausführung noch ein Stückchen näher an die große Schwester heranrückt, merkt man vor allem am Design der Kurbel.
Die erste Überraschung erwartet mich noch vor dem Start. Beim Ausrichten der Schalthebel fällt der Blick auf die überarbeitete I-Spec-II-Schelle. Die fällt im Vergleich zur Vorgängerin etwas filigraner aus. Der eigentliche Benefit ist aber der erweiterte Verstellbereich. Öffnet man die Schraube, mit der der Schalt- am Bremshebel fixiert ist, lässt sich der Schalthebel sowohl horizontal als auch vertikal bewegen.
Die Hebel liegen richtig gut am Finger und erinnern optisch stark an die Nobel-Gruppe XTR von Shimano. Ein kleiner Druck am leicht geriffelten, längeren Hebel schiebt die Kette sanft und ohne spürbaren Zeitverlust aufs nächstgrößere Ritzel. Der Gang sitzt.
20 Prozent leichter sollen die Schaltvorgänge mit der neuen Shimano XT ablaufen. Ich würde es als knackig und direkt bezeichnen. Scheinbar konnten die Shimano-Ingenieure den Leerweg beim Schalten nochmals etwas verkürzen. Bereits nach wenigen Millimetern liegt der Zug am Schalthebel an. Leichtgängig und geschmeidig wandert die Kette ohne spürbares Rasseln bis aufs elfte Ritzel.
Eine Neuerung gibt es auch beim Umwerfer: der wird jetzt von der Seite her angelenkt. Der Zug läuft dadurch direkter und weniger umgelenkt zum Umwerfer. Weniger Umlenkungen, weniger Reibung - das soll nicht nur den Kraftaufwand verringern, sondern auch die Zugkraft des Umwerfers erhöhen.
Funktion und Haltbarkeit
Funktion: *****
Haltbarkeit: ****** (max. 6 Sterne)
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