Shimano XT Schaltung Einstellen: Eine Anleitung

Die Shimano Schaltung einstellen kann zu einer Herausforderung werden. Mit den richtigen Tipps und Handgriffen lässt sich der Vorgang jedoch schnell durchführen. Das Radfahren wird jedoch erst dann wirklich zu einem Spaß, wenn das Rad richtig schaltet. Die Shimano Schaltung einstellen ist daher der erste Punkt, der bei einem neuen Fahrrad zu beachten ist. Zusätzlich dazu ist es empfehlenswert, bei seinem eigenen Rad immer wieder zu prüfen, ob noch alles gut funktioniert.

Wer seine Shimano Schaltung einstellen möchte, der sollte sich erst einmal mit den Faktoren beschäftigen, die ein Schaltwerk beeinträchtigen können. Bevor beim Shimano Schaltung einstellen die einzelnen Schritte in Angriff genommen werden, können diese Faktoren also ausgeschlossen werden. Bei einer neuen Shimano Schaltung ist die Wahrscheinlichkeit gering.

Grundlagen der Shimano Schaltungseinstellung

Eine Shimano Schaltung einstellen ist mit etwas Zeit und Aufwand verbunden. Wer sich diese jedoch nimmt, der kann mit einer optimal eingestellten Schaltung durchstarten. Am Schaltwerk selbst, können drei Dinge eingestellt werden: oberer Anschlag, unterer Anschlag und die Umschlingung. Über die Anschläge stellen Sie die Maximalauslenkung der Schaltung ein.

Shimano Schaltung einstellen beginnt mit dem Blick auf die Endanschläge. Normalerweise erfolgt die Einstellung hier mit zwei Schrauben, die als H- und L-Schraube bezeichnet werden. Die H-Schraube wird für den unteren Anschlag genutzt. Die L-Schraube steht für die Einstellung der oberen Anschläge.

Einstellung der Endanschläge

Um nun die Einstellung vornehmen zu können, muss der Blick auf das Ritzel gehen. Der untere Anschlag steht zuerst im Fokus. Das kleinste Ritzel, das sich auf der Kassette befindet, wird geschalten. Wenn die Einstellungen richtig vorgenommen wurden, ist nun das oberste Schaltröllchen so positioniert, dass es unter dem kleinsten Ritzel sitzt.

Wenn sich zeigt, dass die Leitrolle nicht wie gewünscht steht, muss mit dem Endanschlag gearbeitet werden. Auch die H-Schraube wird notwendig. Nun geht es an die Einstellung des unteren Endanschlages. Auch hier muss wieder auf das kleinste Ritzel geschalten werden. Der Endanschlag kann jetzt über die H-Schraube eingestellt werden. Die H-Schraube wird gedreht.

Abhängig von der ausgewählten Drehrichtung wird das Schaltwerk weiter nach innen oder auch weiter nach außen gesetzt. Damit die Leitrolle unter dem kleinsten Ritzel auch wirklich zu finden ist, muss nun ein wenig mit der Einstellung gespielt werden. Wenn die Schraube nach rechts gedreht wird, dann geht der Endanschlag in die Innenrichtung. Bei der Bewegung der Schraube nach links, wird das Schaltwerk dagegen eher nach außen bewegt.

Beim Shimano Schaltung einstellen wird nun der obere Anschlag eingestellt. Dafür ist es notwendig, die Schaltung durchzunehmen und auf das größte Ritzel zu stellen. Jetzt muss der Blick wieder auf die Leitrolle gehen. Diese muss nun direkt unter dem größten Ritzel zu finden sein.

Wenn jetzt beim Endanschlag zu sehen ist, dass das Schaltwerk zu nahe an den Speichen ist, muss mit der L-Schraube gearbeitet werden. Es kann passieren, dass nun das Schaltwerk blockiert. In diesem Fall muss mit der L-Schraube so gearbeitet werden, dass diese nach außen gedreht wird.

Einstellung der Zugspannung

Die Zugspannung stellt den nächsten Aspekt dar. Um diese Einstellung vornehmen zu können, muss nun jeder Gang erst einmal nach oben und nach unten geschalten werden. Hier muss darauf geachtet werden, wie die Kette beim Schalten reagiert. Wenn die Kette die Richtung einnimmt, die sie einnehmen soll, ist dies ein Vorteil.

Wenn die Kette allerdings nicht das nächste kleine Ritzel anspringt, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Zugspannung noch zu hoch eingestellt ist. Damit diese gelockert werden kann, muss an dem Einstellrädchen gedreht werden. Zeigt sich beim Test, dass die Schaltung nicht auf das nächste größere Ritzel übergeht, wird davon ausgegangen, dass die Zugspannung zu gering ist. In dem Fall muss sie erhöht werden.

Einstellung der Umschlingung

Wer die Shimano Schaltung einstellen möchte, der muss nun noch die Umschlingung einstellen. Hierfür wird die B-Schraube genutzt. Es handelt sich um die Einstellschraube, die für den Abstand zwischen dem größten Ritzel sowie der Leitrolle vom Schaltwerk notwendig ist. Die Vorgaben zur Umschlingung werden durch den Hersteller herausgegeben.

Die B-Schraube kann nach rechts oder auch nach links gedreht werden. Abhängig von der gewählten Drehrichtung kann auch die Wirkung variieren. Wenn die Drehrichtung nach rechts geht, wird das Schaltwerk nach unten und auch nach hinten bewegt. Zeigt sich ein zu großer Abstand zwischen Leitrolle und Ritzel, sollte die Drehrichtung nach links gehen.

Auch bei diesem Punkt ist es notwendig, sich ein wenig heranzutasten und dann zu schauen, wie die Schaltung reagiert.

Zusätzliche Hinweise und Tipps

Da die Einstellungen vor allem über die einzelnen Schrauben laufen, kommt es darauf an, mit ein wenig Fingerspitzengefühl zu arbeiten. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Ritzel richtig sitzen. Durch mehrere Tests mit der Schaltung ist eigentlich schnell erkennbar, wenn die Einstellungen noch nicht komplett optimiert sind.

Wir gehen bei dieser Beschreibung davon aus, dass die Schaltung schon am Fahrrad verbaut ist und die Schaltzüge und Außenhüllen unbeschädigt sind. Sind die Außenhüllen beschädigt oder von innen verrostet, kann sich der Schaltzug nicht richtig in der Hülle bewegen und das Einstellen des Schaltwerks bringt nichts.

Hier siehst Du alle Einstellschrauben auf einen Blick. Bevor es an das Einstellen geht, hier noch ein kurzer Überblick der 3 Einstellschrauben eines modernen Schaltwerks. Die Schrauben und deren Funktion sind bei SRAM und Shimano aber gleich, auch deren Anordnung ist sehr ähnlich.

  • B-Schraube (B-Screw): Diese Schraube ist für den Grad der Umschlingung der Kette auf der Kassette und für den Abstand des oberen Schalträdchens zum jeweiligen Ritzel zuständig.
  • L-Schraube (Low Limit Screw): Diese Schraube stellt die obere Begrenzung des Schaltwerk-Schwenkbereichs ein, am größten Ritzel der Kassette.
  • H-Schraube (High Limit Screw): Diese Schraube stellt die untere Begrenzung des Schaltwerk-Schwenkbereichs ein, am kleinsten Ritzel der Kassette.

Moderne 1x12-Antriebe sind mittlerweile Standard am Mountain Bike. Die Funktionsweise ist jedoch bei beiden Herstellern nahezu gleich.

Kompatibilität

Um Deine Schaltung bestmöglich einstellen zu können, gibt es ein paar Voraussetzungen. Alle Teile des Antriebs und der Schaltung müssen zueinander kompatibel sein. Schaltwerk und Schaltgriff müssen vom gleichen Hersteller und idealerweise aus der gleichen Serie stammen. Essenziell sind hier aber die Schaltstufen: ein 12-fach Schaltwerk kann nur von einem 12-fach-Schaltgriff gleichen Herstellers angesteuert werden; es kann ausschließlich eine 12-fach-Kassette und -Kette benutzt werden. Shimano- und SRAM-Bauteile können NICHT gemixt werden.

Pflege und Schmierung

Grobe Verschmutzungen, insbesondere an Ritzeln, Kette und Schaltröllchen, können Probleme beim Schalten verursachen. Eine gründliche Reinigung ist daher obligatorisch. Für geschmeidige Schaltvorgänge muss die Kette sauber und gut geschmiert sein. Die Gelenke des Schaltwerks müssen leichtgängig sein. Grundsätzlich sollen alle Komponenten, die mit im Spiel sind, vor dem Einstellen der Schaltung sauber und natürlich technisch einwandfrei sein. Die Hauptursache für schlecht funktionierende Schaltungen ist zu viel Reibung.

Bauteile prüfen

Nimm Dir zuerst die Kassette vor: Wenn Du das größte Ritzel im montierten Zustand an zwei gegenüberliegenden Stellen fasst und die Kassette dann zu kippen versuchst, darf nur wenig bis kein Spiel spürbar sein. Die Kassette sollte in puncto Verschleiß im grünen Bereich sein. Spitze Zähne, auch „Haifischzähne“ genannt, sind ein klares Indiz dafür, dass die Kassette getauscht werden muss. Kontrolliere die Kassette auch auf etwaige Beschädigungen wie beispielsweise krumme oder abgebrochene Zähne.

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