Shimano Deore XT FD-T8000 Umwerfer im Test: Details, Vorteile und Kompatibilität

Die Shimano Deore XT Gruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Die Komponenten der neuesten Generation können Sie unter der Produktbezeichnung T8000 ausmachen. In diesem Artikel werden wir uns den Shimano Deore XT FD-T8000 Umwerfer genauer ansehen.

Shimano Deore XT FD-T8000-L-3: Preis-Leistungs-Sieger

Der Shimano Deore XT FD-T8000-L-3 Umwerfer bietet solide Leistung mit Dual Pull-Funktion, einem breiten Schwenkbereich von 63-66 Grad und Low-Clamp-Design. Die Zuverlässigkeit und Präzision machen ihn zu einer soliden Wahl für Mountainbiker, die ein zuverlässiges Schaltverhalten schätzen.

Technische Details des FD-T8000-L-3:

  • Modell: Shimano Deore XT FD-T8000-L-3
  • Schaltstufen vorne: 3 Stufen
  • Schaltstufen hinten: 10 Stufen

Vorteile:

  • Geeignet für MTB und Trekkingbike
  • Zugführung von unten oder oben möglich
  • Leichter Umwerfer

Nachteile:

  • Instabiles Design

Shimano-Umwerfer im Vergleich

Hier ist ein kurzer Überblick über einige Shimano-Umwerfer im Vergleich:

PositionModellPreis (ca.)Schaltstufen vorneSchaltstufen hintenLieferzeit
Platz 1Shimano Tourney FD-TY71024 €3 Stufen7 bis 8 StufenSofort lieferbar
Platz 2Shimano Deore XT FD-M78536 €2 Stufen10 StufenDemnächst lieferbar
Platz 3Shimano Deore XT FD-T8000-L-322 €3 Stufen10 StufenSofort lieferbar
Platz 4Shimano Altus FD-M31315 €3 Stufen7 bis 8 StufenSofort lieferbar
Platz 5Shimano Tourney FD-A07322 €3 Stufen7 StufenSofort lieferbar

Weitere Shimano-Umwerfer im Überblick

Neben dem FD-T8000 gibt es noch weitere interessante Shimano-Umwerfer:

  • Shimano Tourney FD-TY710: Geeignet für MTBs, Zugführung von unten oder oben möglich, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt, jedoch instabiles Design.
  • Shimano Deore XT FD-M785: Geeignet für MTB und Trekkingbike, Zugführung von unten oder oben möglich, besonders leichter Umwerfer, jedoch wenig Schaltstufen vorne vorhanden.
  • Shimano Altus FD-M313: Geeignet für MTB und Trekkingbike, relativ viele Schaltstufen, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt, jedoch hohes Eigengewicht.
  • Shimano Tourney FD-A073: Kompatibel mit SG-X-Kettenblättern, geeignet für Trekkingbike und Rennrad, relativ viele Zähne am größten Kettenblatt, jedoch instabiles Design.
  • Shimano Claris FD-R2030: Dual-Pull-Zugführung, vielseitige Befestigungsmöglichkeit mit einer Schelle, flexibel einsetzbar für MTB und Trekking.

Die Wahl des passenden Mountainbike-Umwerfers

Umwerfer für Mountainbikes gibt es von Shimano und SRAM in einigen Varianten, die sich technisch grundlegend unterscheiden. Wenn Du einen neuen Umwerfer verbauen willst, ist es wichtig, das richtige Modell für Dein Bike auszuwählen. Dabei kannst Du den bisher verbauten als Vorlage nehmen oder in der Beschreibung des Herstellers nachschauen, welche Bauart mit Deinem Rahmen kompatibel ist.

In den folgenden Aspekten unterscheiden sich Umwerfer hinsichtlich der Kompatibilität zum Rahmen:

  • Befestigung am Rahmen (High- oder Low-Direct-Mount, E-Type, High-Clamp, Mid-Clamp, Low-Clamp)
  • Zugführung (Front-Pull, Down-Pull, Top-Pull oder Dual-Pull)

Außerdem solltest Du die Reifenfreiheit beachten. An Bikes mit besonders kurzen Kettenstreben kann es sonst vorkommen, dass der Umwerfer mit den Seitenstollen breiter Reifen kollidiert, wenn Du auf das kleine Kettenblatt schaltest.

Die korrekte Montage des Umwerfers

Bevor Du den Umwerfer an Deinem Mountainbike einstellen kannst, solltest Du sicherstellen, dass er korrekt montiert ist. Von oben betrachtet sollte das Leitblech parallel zu den Kettenblättern stehen. Außerdem ist die Höhe wichtig. Zu niedrig montiert, stößt der Umwerfer gegen die Zähne des Kettenblattes. Zu hoch und er schaltet nicht korrekt.

Die Leitbleche müssen parallel zur Kette verlaufen. Zwischen Leitblech und Kettenblatt sollten an der engsten Stelle ca. 2-3 mm Abstand sein. Von der Seite geschaut, sollte zwischen dem Leitblech und Deinem größten Kettenblatt eine Lücke von etwa zwei bis drei Millimeter zu sehen sein.

Beide Parameter - also die Richtung und die Höhe des Leitblechs - kannst Du variieren, indem du die Schelle oder Direct-Mount-Befestigung des Umwerfers leicht löst und nach dem Ausrichten des Leitblechs wieder festziehst. Achte dabei auch auf die empfohlenen Drehmomente!

Einstellung des Umwerfers

Die Einstellung des Umwerfers umfasst im Prinzip nur die Ausrichtung dieses Leitblechs zu den Kettenblättern und ein paar Vorgaben, wie weit es sich in welche Richtung bewegen kann. Die Einstellung des Umwerfers umfasst im Prinzip nur die Ausrichtung dieses Leitblechs zu den Kettenblättern und ein paar Vorgaben, wie weit es sich in welche Richtung bewegen kann.

Unterer Anschlag: die Begrenzung des Umwerfers nach innen

Damit die Kette beim Schaltvorgang nicht in Richtung Rahmen vom Kettenblatt fällt oder am Leitblech des Umwerfers schleift, stellst Du zuerst die Begrenzung nach innen ein. Das ist der untere Anschlag. Schalte dazu hinten auf das größte Ritzel. Wenn schon ein Bowdenzug geklemmt ist, dann schalte vorne auf das kleinste Kettenblatt. Wenn noch kein Zug montiert ist, steht der Umwerfer ohnehin ganz unten.

Mit der Schraube für den unteren Anschlag kannst Du nun begrenzen, wie weit sich das Leitblech in Richtung Rahmen bewegen kann. Die Schraube ist meist mit einem L markiert (für „Low“). Wenn Du keine Markierung findest, dann schau am besten in der Anleitung, welche der beiden Anschlagschrauben die richtige ist. Drehst Du die Schraube hinein (im Uhrzeigersinn), dann bewegt sich der Umwerfer vom Rahmen weg und umgekehrt.

Der untere Anschlag ist richtig eingestellt, wenn das innere Leitblech im leichtesten Gang etwa einen Millimeter von der Kette entfernt ist und beim Kurbeln gerade so nicht schleift.

Zug klemmen und Spannung einstellen

Ist der untere Anschlag eingestellt, kannst Du im nächsten Schritt den Bowdenzug klemmen oder die Spannung überprüfen, wenn er schon geklemmt ist. Achte dabei auch auf den Zustand der Zughülle - sie hat einen großen Einfluss auf die Schaltpräzision. Das beste Ergebnis bekommst Du immer mit einem neuen Bowdenzug und einer neuen Hülle. Die Zughülle sollte in gleichmäßigen Kurven verlegt sein.

Wie der Zug genau am Umwerfer zur Klemmung geführt wird, unterscheidet sich stark von Modell zu Modell. Schau daher am besten in den Hinweisen des Herstellers nach. Achte darauf, dass Dein Schalthebel im korrekten Gang steht, drehe die Zugspannungsschraube am Schalthebel komplett rein und wieder eine Umdrehung heraus. Ziehe den Zug leicht straff und fixiere ihn mit der Klemmschraube am Umwerfer.

Nun kannst Du auf das zweite Kettenblatt schalten. Wenn die Kette nicht auf das größere Blatt wechselt, dann erhöhe die Zugspannung, indem Du die Spannungsschraube am Schalthebel etwas herausdrehst. Gehe dabei in kleinen Schritten von etwa einer Viertelumdrehung vor und probiere den Schaltvorgang erneut.

Oberer Anschlag: die Begrenzung des Umwerfers nach außen

Nachdem Du die Zugspannung eingestellt hast, ist der obere Anschlag an der Reihe. Bei einer Zweifachkurbel bist Du schon auf dem größten Kettenblatt. Bei einer Dreifachkurbel schaltest Du jetzt vom mittleren aufs größte Kettenblatt.

Mit dem oberen Anschlag kannst du nun begrenzen, wie weit der Umwerfer maximal vom Rahmen weg schwenken kann. Liegt die Begrenzung zu weit außen, kann das Leitblech die Kette zu weit drücken und sie fällt herunter. Ist die Begrenzung zu weit innen, kannst Du nicht hochschalten.

Eingestellt wird der obere Anschlag mit der zweiten Schraube - meist mit einem H für „High“ markiert. Drehst Du die Schraube hinein (im Uhrzeigersinn), rückst Du die Begrenzung nach innen, also näher zum Rahmen und umgekehrt.

Korrekt eingestellt hast Du den oberen Anschlag, wenn die Kette gerade so nicht am äußeren Leitblech schleift, während sie hinten auf dem kleinsten Ritzel läuft.

Funktionsprüfung

Hast Du beide Anschläge und die Zugspannung eingestellt, bist Du im Prinzip fertig. Schalte zur Kontrolle noch alle möglichen Kombinationen von Kettenblättern und Ritzeln durch. Achte dabei auf den Schräglauf der Kette und in welchen Gängen sie eventuell am Umwerferleitblech schleift. Wenn das bei der Kombination der größten ein oder zwei Ritzel mit dem größten Kettenblatt der Fall ist, dann ist das nicht schlimm. Den extremen Schräglauf der Kette solltest Du sowieso vermeiden.

Troubleshooting: Was sonst noch schiefgehen kann

Du hast alle Einstellungen vorgenommen und geprüft, aber Dein Umwerfer macht trotzdem noch Probleme? Hier eine Liste, woran es liegen könnte und was Du dann tun kannst:

  • Ist das Leitblech des Umwerfers verbogen oder hat deutliches Spiel, dann solltest Du einen neuen verbauen.
  • Sind Kette oder Kettenblätter verschlissen, kann das die Schaltqualität beeinflussen.
  • Der Schalthebel lässt sich nur mit viel Kraft betätigen? Überprüfe den Zustand des Schaltzuges und der Hülle und wechsle sie gegebenenfalls.
  • Der Schalthebel greift nicht oder hakt: Nach einiger Zeit kann die Schmierung in der Mechanik verharzen. Sprühe etwas Kriechöl hinein und lasse es einwirken.

Falls Du weiterhin Probleme beim Einstellen hast und nicht weiter kommst, melde Dich immer gerne bei unserem Service-Team.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0