Shimano steht für solide japanische Qualitätsarbeit und verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Fahrradkomponenten. Neben Bremsen ist die Marke hauptsächlich für Gangschaltung, Antrieb und E-Bike-Motoren bekannt. Die Shimano XTR Vierkolbenbremse ist vor allem an High-End- und Leichtbau-Bikes zu finden. Dazu tragen nicht nur die 552 g des Bremssystems bei, auch die Bremsscheiben sind mit nur 149 g sehr leicht.| Feature | Beschreibung || ---------------------------- | ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- || Gewicht Bremssystem | 552 g || Gewicht Bremsscheiben | 149 g || Preis | 630 € || Bremsflüssigkeit | Mineralöl || Besonderheiten | Hohes Maß an Leichtbau, sehr starke Power, einfache Wartung, gutes Handling || Bremshebel | Alu-Hebel mit Drehpunkt näher am Lenker, leicht nach oben gebogene Hebelform, werkzeuglos verstellbare Hebelweite || Bremssattel | Vierkolben-Design für Trail- und Enduro-Einsatz, zwei unterschiedliche Kolbendurchmesser, verbesserte Dosierbarkeit, Bremssattel aus einem Teil gefertigt || Neue Bremsflüssigkeit | Geringere Viskosität, nicht rückwärtskompatibel || Schaltwerk | Komplett überarbeitet, breitere Gelenkstruktur, spezielles Gleitplattendesign, robuster und langlebiger, Akku fest integriert || Kompatibilität | E-Bike-Varianten mit 12-fach (10-51) oder 11-fach, Hollowtech-II Kurbel, SM-CRM96-Kettenblätter kompatibel || Kassettenoptionen | 9-45-Kassette mit 500 % Übersetzung für Racer || Laufräder | XC-Laufradsatz unter 1300 g, Enduro-Laufradsatz mit 30 mm breiter Carbonfelge |
Optik und Design
Optisch sieht die XTR ihren günstigeren Verwandten sehr ähnlich. Nur die Farbe und die Bremsscheibe unterscheidet sie von der Shimano XT. Zudem ist die Lenkerschelle für eine zusätzliche Gewichtseinsparung ausgefräst. Ansonsten ist die einteilige Klemmung identisch einfach in der Handhabung: Nach Lösen der Schraube und Drücken des Sicherheits-Pins klappt die Schelle auf und kann am Stück abgenommen werden.Technologie und Wartung
Die XTR-Bremse funktioniert wie ihre Geschwister mit Mineralöl, was relativ unbedenklich bei Haut- oder Lackkontakt ist. Solange das Öl nicht auf die Bremsbeläge gelangt, seid ihr safe. Was das Entlüften angeht, sind die Shimano-Bremsen eine der einfachsten im gesamten Testfeld. Das Shimano-eigene System „One-Way-Bleeding“ sorgt dafür, dass sich keine Luftblasen im System festsetzen. So genügt es in der Regel, den Trichter mit Mineralöl auf die Gebereinheit zu schrauben und einige Male den Bremshebel zu betätigen.Bremsleistung und Fahrgefühl
Die Shimano XTR-Bremsen beißen auf dem Trail sehr stark zu und zeigen ein nahezu ähnliches Bremsgefühl wie die Shimano XT. Der Leerweg ist leichtgängig und der Druckpunkt knackig und „kurz“ im Vergleich zu den Modellen von SRAM, Hope oder Trickstuff. So setzt die Power direkt zu Beginn des Druckpunkts stark ein und ist dann mit Fingerspitzengefühl gut dosierbar. Im Labor zeigt sich, dass die Shimano XTR noch einen Tick kräftiger zubeißen als die Konkurrenten im Test - sie muss sich nur hinter SRAMs neuem Bremsanker MAVEN einreihen. Außerdem ist die Bremstemperatur 35° C niedriger als bei der XT, was auf die zweiteiligen Rotoren mit Aluminiumkern zurückzuführen ist - obwohl das Bremsmoment das gleiche ist. Das hilft gegen Fading auf langen, steilen Abfahrten.Das Alleinstellungsmerkmal der Shimano XTR-Bremsen ist das hohe Maß an Leichtbau, zusätzlich kombiniert mit sehr starker Power. Die Shimano XTR ist eine sehr gute Bremse und vereint Bremskraft, leichte Wartung und Handling mit geringem Gewicht. Innerhalb des Testfelds ist der Preis mit 630 € dafür immer noch sehr fair.Die Shimano XTR im Detail
Die neue XTR M9220-Vierkolbenbremse liefert eine feinere Dosierbarkeit, ohne den gewohnt digitalen Charakter und die starke Bremsleistung seines Vorgängers zu verlieren.Neuerungen und Designmerkmale
* Neuer XTR BL-M9220-Bremshebel: Der Drehpunkt des Alu-Hebels ist näher an den Lenker gewandert und hat eine leicht nach oben gebogene Hebelform bekommen, was die Ergonomie verbessern soll. Die Hebelweite ist werkzeuglos verstellbar.* Neue Kabelführung: Die Leitung verlässt jetzt sehr nah am Lenker den Bremshebel, was für eine aufgeräumtere Optik am Cockpit sorgt.* Neuer XTR BR-M9220 Bremssattel: Der Bremssattel ist in einem Vierkolben-Design für den Trail- und Enduro-Einsatz gedacht. Es kommen zwei unterschiedliche Kolbendurchmesser zum Einsatz, womit der Hersteller eine verbesserte Dosierbarkeit verspricht. Der gesamte Bremssattel wurde aus einem Teil gefertigt, was die Steifigkeit optimieren und das Gewicht senken soll.* Neue Bremsflüssigkeit: Im Bremssystem ist eine neue Bremsflüssigkeit mit geringerer Viskosität vorhanden, die nicht rückwärtskompatibel ist, denn es werden andere Dichtungen dafür benötigt.Fahrgefühl und Bremsleistung auf dem Trail
Auf dem Trail liefert die XTR-Vierkolbenbremse die gewohnt starke Brems-Performance, übertrifft ihren Vorgänger aber nicht in dessen Power. Geblieben ist auch das typisch digitale Bremsgefühl von Shimano, was sich mit der neuen XTR-Reihe allerdings etwas besser dosieren lässt und kein direktes Klicken erzeugt, wie man es vom Vorgänger kennt. Insgesamt überzeugt die neue Shimano XTR-Vierkolbenbremse weiterhin mit guter Bremspower, ohne dabei in irgendwelchen Belangen besonders positiv oder negativ herauszustechen.Weitere Features der Shimano XTR M9100 Gruppe
Die neue XTR Di2 ist jetzt vollständig wireless - und das merkt man sofort: keine störenden Kabel, aufgeräumtes Cockpit, modernes Setup. Der Trigger hat ein Upgrade bekommen und lässt sich jetzt ausschließlich mit dem Daumen bedienen. Das mag für eingefleischte Shimano-Fans etwas gewöhnungsbedürftig sein, schließlich konnte man bisher auch mit dem Zeigefinger schalten. Aber das neue Design wirkt stimmig und das Feedback beim Schalten ist richtig gut. Das Schaltwerk ist für mich das eigentliche Herzstück der neuen XTR. Shimano hat es komplett überarbeitet: Eine breitere Gelenkstruktur und ein spezielles Gleitplattendesign sollen das Schaltwerk robuster und langlebiger machen. Und das merkt man direkt beim Fahren - gerade im ruppigen Gelände. Besonders genial finde ich, dass der Akku jetzt fest im Schaltwerk integriert ist. Der Akku selbst hat 310 mAh - das sind 10 mAh mehr als bei SRAM AXS.Im Praxistest hat die Schaltung auf ganzer Linie überzeugt: schnell, präzise und spürbar schneller als die Konkurrenz. Aber: Unter Volllast wirkt das Ganze etwas filigraner als ein SRAM-Schaltwerk - es kracht mehr, wenn ich richtig reintrete. Laut Shimano soll das aber keine Probleme verursachen.Optionen und Kompatibilität
E-Bike-Varianten: mit 12-fach (10-51) für Hyperglide+-Ketten oder 11-fach für Linkglide-Ketten. An der Kurbel hat sich wenig verändert: Hollowtech-II bleibt, dazu alle SM-CRM96-Kettenblätter kompatibel. Für Enduro gibt es eine verstärkte Version mit 160 mm Länge. Das Kettenblatt ist weiterhin per Direct Mount befestigt und setzt auf Dynamic Chain Engagement. Shimano bietet es in 28 bis 38 Zähnen an - immer in Zweierschritten.Für Racer interessant: Die neue 9-45-Kassette mit 500 % Übersetzung - super für alle, die Gewicht sparen oder mehr Bodenfreiheit wollen. Die neuen Bremsbelag-Aufnahmen sind leiser und klapperfreier.Laufräder
Die neuen Laufräder und Naben werden sicher einen hervorragenden Job machen - gerade der XC-Laufradsatz verspricht eine echte Waffe zu sein.Verwandte Beiträge:
- Shimano GRX Schaltwerk 11-fach: Test & Kaufberatung
- Shimano Dura Ace Kassette 11-fach: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Shimano XT Übersetzung: Die optimale Übersetzung finden
- Shimano EP8 App Einstellungen: Optimale Einstellungen für Deine E-Bike Tour
- MotoGP Japan Übertragung: Alle Sender, Zeitpläne & geheime Tipps enthüllt!
- Bremsflüssigkeit beim Motorrad mit ABS wechseln: Schritt-für-Schritt Anleitung für maximale Sicherheit!
Kommentar schreiben