Shimano XTR Bremsscheibe 180mm Centerlock im Test

Mit dem Siegeszug der Scheibenbremse reduzierte sich der Bremsscheibendurchmesser zwar erheblich, aber die Bremsleistung und Dosierbarkeit stiegen auf ein neues Level.

Material und Design

Diese Scheibe vereint drei hochwertige Materialkomponenten: Die Bremsfläche ist aus Edelstahl, der halb schwimmend gelagerte Innenkörper aus Carbon und die Befestigungsnieten zwischen beiden Komponenten sind aus Titan. Der Spider-Innenkörper aus Carbon drückt die Anzeige der Waage besonders nach unten. Außerdem besticht die Kohlefaser mit ihrem Wärmemanagement.

Alternativen und Vergleiche

Bremsscheiben anderer Hersteller

Neben Shimano gibt es eine Vielzahl von Herstellern, die hochwertige Bremsscheiben anbieten.

  • Galfer: Die spanische Firma Galfer hat sich vollkommen auf die Entwicklung und Herstellung von Bremsbelägen und Bremsscheiben für Fahr- und Motorräder spezialisiert. „Made in Spain“ sind die aus hochwertigem Edelstahl gefertigten Bremsscheiben von Galfer, erhältlich in unterschiedlichen Scheibendurchmessern und wahlweise mit 6-Lochoder Center-Lock-Befestigungsaufnahme.
  • Hope: Hier kommt die RX der britischen Kultmarke Hope ins Spiel. Die schwimmend gelagerte, lasergeschnittene Scheibe aus hitzebehandeltem Stahl kommt mit hohen Temperaturunterschieden klar. Die aus stainless steel mittels Laser-Cut-Technologie gefertigte Bremsscheibe von Hope ist aufgrund ihrer wuchtigen Stärke von 2,3 Millimetern und der mit der Materialmasse zusammenhängenden langsameren Überhitzung für die härtesten Abfahrten rund um den Globus bestimmt, egal ob auf dem Enduro-, Downhill oder E-Bike.
  • SwissStop: Die neuen Catalyst-One-Bremsscheiben besitzen den bewährten Catalyst-Bremsring, kommen jedoch - der Name verrät es - im einteiligen Aufbau. Sie sind mit einem Durchmesser von 140 bis 220 Millimetern zu haben.
  • XLC: Mit der BR-X82 führt XLC eine Centerlock-Bremsscheibe im Portfolio, die in den gängigen Größen 140, 160, 180 sowie 203 Millimeter Durchmesser erhältlich ist. Sie zeichnet sich durch einen CNC-gefertigten Aluminiumspider in Kombination mit einer Stahlbremsfläche samt „Wear-out“-Indikator aus.
  • Trickstuff: Bremscheiben von Trickstuff werden dem Versprechen von Langlebigkeit und hoher Qualität mehr als gerecht. HD steht für Heavy Duty, denn die Bremsscheibe ist für höchste Belastungen ausgelegt und wird von den Tüftlern aus Merzhausen bei Freiburg auch für E-Bikes empfohlen. Die Dächle UL - für Ultra Light - ist noch mal gut 30 Gramm leichter. Mit einer Dicke von 2,05 Millimetern bei einer Größe von 204 Millimetern sind beide sehr stabil, temperaturbeständig und geräuscharm.
  • Magura: Bremsenguru Magura bietet für jeden Einsatzzweck die passende Bremsscheibe, und alle drei Modelle sind E-Bike-optimiert.
  • Brake Stuff: Brake Stuff aus Sachsen entwickelte die Punch Disc in Zusammenarbeit mit Intend BC. So vergrößert sich die Abkühlfläche um bis zu 35 Prozent gegenüber vielen Standardscheiben und Wärme kann schneller abgeleitet werden.

Bremsbeläge

Wer viel bergab unterwegs ist oder gar hin und wieder einen Bikepark besucht, weiß: Bremsbeläge sind das Verschleißteil Nummer eins am Mountainbike. Dass Ersatz nicht immer teuer sein muss, beweist 3min19sec.

  • AMP: AMP - All Mountain Project Pads ist ein französischer Hersteller leichter, effizienter Bremsbeläge.
  • SwissStop: Die Disc-RS-Mischung in den Belägen von SwissStop soll, egal bei welchen Umweltbedingungen, durchgängig leise funktionieren. Zudem verspricht die organische Mischung nicht nur eine hohe, gut dosierbare Bremskraft, sondern auch eine lange Lebensdauer.
  • Trickstuff: Bei all seinen Bremsbelägen setzt Trickstuff auf organische Belagsmischungen. Und alle zeichnen sich durch ihre Bissigkeit bei Nässe und Trockenheit aus.
  • Galfer: Passend zu den verschiedenen Bremsbelagtypen bietet Galfer die passenden Bremsscheiben sowie einen Centerlock-Adapter zur Aufnahme von 6-Loch-Scheiben. Galfer bietet für einen breit gefächerten Einsatzbereich und Fahrertyp sowie für schier unzählige Bremsmodelle den passenden Bremsbelag.
  • 3min19sec: Die 3min19sec-Disc-Bremsbeläge sind eine preiswerte Alternative zu Originalbelägen. Sie verfügen über eine organische Belagsmischung, die einen guten Kompromiss aus Bremspower und Langlebigkeit liefert, ohne unnötigen Verschleiß an der Bremsscheibe zu bewirken.

Adapter und Zubehör

Was nicht passt, wird passend gemacht! 6-Loch und Centerlock sind die gängigen Standards zur Montage von Bremsscheiben. Blöd nur, wenn das begehrte Scheibenmodell nicht zur Nabe passt …

  • Galfer Center Lock Adapter: Der aus Aluminium gefertigte und schwarz eloxierte Center Lock Adapter des Bremszubehörspezialisten Galfer ermöglicht es ganz einfach, Bremsscheiben mit einer 6-Loch-Aufnahme an einer Center-Lock-Nabe zu montieren.
  • SwissStop Adapter: Zum Glück gibt es von SwissStop den passenden Adapter, um die 6-Loch-Bremsscheibe mit dem Centerlock-Standard kompatibel zu machen.
  • Trickstuff Centerblock: Nie wieder lockere Centerlock-Verbindungen: Beim neuen Trickstuff-Adapter für die Befestigung von 6-Loch-Bremsscheiben auf Centerlock-Naben ist der Name Programm. Der Centerblock lässt sich nach dem normalen Anziehen mit dem Tretlagerschlüssel zusätzlich mit einer Madenschraube blockieren beziehungsweise fixieren.

Allgemeine Informationen über Bremsscheiben

Die Bremsscheibe ist als Reibpartner des Bremsbelags ein essentielles Bauteil jeder Bremsanlage. Doch Bremsscheibe ist nicht gleich Bremsscheibe. Sie unterscheiden sich in Durchmesser, Stärke, Material und Form. Alle diese Faktoren beeinflussen die Bremseigenschaften deines Rades. Spätestens wenn die Mindestdicke erreicht ist, solltest Du Deine Bremsscheibe wechseln.

Bauweise

Man unterscheidet zwischen einteiligen und zweiteiligen (floating) Bremsscheiben. Die Reibfläche jeder Bremsscheibe (bis auf sehr wenige Ausnahmen) ist aus Edelstahl. Einteilige Bremsscheiben sind komplett aus Edelstahl und in einem Stück gefertigt. Zweiteilige Bremsscheiben haben in der Regel einen Spider aus Aluminium, der Reibring ist aus Edelstahl. Hintergrund für die zweiteilige Bauweise ist zum einen die geringe Dichte von Aluminium, somit wird eine Reduzierung des Gesamtgewichts erzielt, zum anderen hat Aluminium eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl und fördert die Kühlung der Bremsscheibe.

Durchmesser und Bremskraft

Der Durchmesser der Bremsscheibe beeinflusst das Bremsverhalten unter allen genannten Aspekten am stärksten. Je größer der Durchmesser der Bremsscheibe umso größer ist die Bremskraft, da der Hebelarm durch die Verwendung einer größeren Bremsscheibe größer wird, und sich somit das Kräfte - Übersetzungsverhältnis ändert. Eine größere Bremsscheibe begünstigt zudem die Kühlung der Bremsanlage, da die Bremsscheibe eine größere Oberfläche hat und aus mehr Material besteht.

Stärke und Kompatibilität

Mittlerweile haben Bremsscheiben eine Stärke von ca. 1,6 mm bis sogar 2,3 mm. Die Stärke spielt damit bei der Kompatibilität neuerdings auch eine Rolle. Je dünner die Bremsscheibe, umso leichter ist Sie tendenziell, allerdings werden Sie aufgrund des geringen Materialeinsatzes auch schneller heiß.

Kühlung und Design

Verallgemeinert kann man sagen, dass die Ausschnitte in der Reibfläche günstig für die Kühlung der Scheibe sind. Sie reduzieren das Gewicht und reißen die oberste Schicht des Bremsbelages wieder auf und verhindern so ein Verglasen des Belages.

Befestigung

Üblicherweise werden Bremsscheiben mit 6 Linsenkopfschrauben (M5x10 bis M5x15 je nach Stärke der Scheibenbremsaufnahme) befestigt (6-Loch Standard). Des Weiteren ist die Centerlock Befestigung eine gängige Befestigungsmöglichkeit. Hier hat die Bremsscheibe eine zur Nabe passende Verzahnung und wird mit nur einer Mutter gesichert.

Auswahl der richtigen Größe

Grundsätzlich gilt: Am Hinterrad kann die Bremsscheibe im Vergleich zu vorne eine Größe kleiner ausfallen, da am Vorderrad ca. 2/3 der Bremskraft übertragen werden können, am Hinterrad nur ca. 1/3. Je nach Einsatzbereich und Anspruch wählst Du die passende Scheibe. Für dein All-Mountain Bike wählst Du Scheiben mit 180 mm/ 160 mm Durchmesser mit etwas größerer Reibfläche und Stärke oder 203 mm / 180 mm mit kleiner Reibfläche.

Shimano XTR RT-MT900

Das Design der Shimano XTR / Dura Ace RT-MT900 Bremsscheiben ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen ICE TECHNOLOGIES FREEZA Designs.

ICE TECHNOLOGIES FREEZA

Mit SHIMANOs ICE-TECH Technlogie wurde die ultimative Bremsscheibe entwickelt, bei der Aluminiumrippen für bessere Wärmekontrolle zum Einsatz kommen. Dank einer größeren Oberfläche für die Wärmeverteilung erreicht die Bremsscheibe eine Temperaturverminderung um 50°C. Dies wiederum erzeugt eine 20-prozentige Steigerung der Bremskraftdauer und eine um 20% verlängerte Lebensdauer des Bremsbelags.

CENTER-LOCK System

CENTER-LOCK-Bremsscheibenaufnahme. Dieses System der Montage mittels Sicherungsring ermöglicht eine schnelle Montage und Demontage der Bremsscheibe und spart damit Servicekosten.

Bremsentests und -vergleiche

Wer bremst, verliert - aber wer später bremst, ist länger schnell. So oder so braucht es dafür eine geile Bremse.

Anforderungen an moderne MTB-Scheibenbremsen

Fakt ist: Bikes werden immer potenter, die Strecken härter und wir schneller - da müssen auch die Bremsen mithalten. Starke Bremsen helfen, maximale Verzögerung auf den Boden zu bringen und die Kontrolle auf immer anspruchsvolleren Strecken zu behalten. Die Lösung dafür lautet starke Bremsen, die dennoch gut zu dosieren sind. Die beste MTB-Scheibenbremse muss zuverlässig, einfach zu warten, leicht und am besten auch noch erschwinglich sein.

Testparameter

Im Testfeld hatten wir sowohl Budget-Bremsen, die üblichen Verdächtigen, die sich an den meisten Serien-Bikes finden, als auch echte Boutique-Bremsen, die eurem Kontostand alles abverlangen. Im Test finden sich nur hydraulische Scheibenbremsen, wie sie schon seit Jahren in modernen MTBs als Standard gelten.

Die Preise haben wir jeweils als unverbindliche Preisempfehlung im Set, also 2 Bremsen, aber ohne Bremsscheiben verglichen. Das Bremsmedium - also die Flüssigkeit, die die Power vom Hebel zum Bremssattel am Rad überträgt - variiert nur zwischen mineralischem Öl oder DOT-Bremsflüssigkeit. Ebenfalls nur diametral sind die Unterschiede bei den Bremsbelägen, die entweder metallisch oder organisch sein können.

Hydraulische Bremsen

Hydraulisch betätigte Bremsen bedeutet, dass diese die Kraft durch eine Flüssigkeit übertragen. Der Vorteil von Flüssigkeiten: Sie lassen sich im Gegensatz zu Luft nicht komprimieren, die Kraftübertragung findet also nahezu verlustfrei statt. Aus diesem Grund ist auch penibles Entlüften - also kleinste Lufteinschlüsse aus dem Bremssystem zu entfernen - so wichtig.

DOT-Bremsflüssigkeit

DOT-Bremsflüssigkeit kommt ursprünglich aus dem Kfz-Bereich. Das wichtigste Merkmal von DOT-Bremsflüssigkeit ist, dass sie hygroskopisch ist. Das heißt, DOT bindet Wasser (unter anderem aus der Luft) und bildet eine homogene Flüssigkeit. Dadurch ändern sich die Eigenschaften von DOT und der Siedepunkt (regulär bis zu 260° C) sinkt. Darum sollte die Bremsflüssigkeit regelmäßig getauscht werden.

Mineralöl

Mineralöl als Bremsflüssigkeit ist die Alternative zu DOT. Das Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen und hat in der Regel einen niedrigeren Siedepunkt von 190° C. Es ist nicht gesundheitsschädlich oder schlecht für den Lack, nur der Kontakt mit den Bremsbelägen sollte unbedingt vermieden werden. Mineralöl zieht kein Wasser an, bindet es aber auch nicht: Wie beim Salatdressing schwimmt das Öl einfach oben - eine typische Emulsion.

Bremsbeläge: Metallisch vs. Organisch

Prinzipiell gilt, dass jeder Bremsenhersteller auch seine eigenen Beläge anbietet. Hiermit lässt sich häufig vergleichsweise günstig die Bremspower steigern. Zudem gibt es meist zwei Arten von Belägen: metallische und organische.

Die Bremsscheiben für MTB-Bremsen bestehen alle aus Stahl - zumindest die Reibfläche, an der die Beläge anliegen. Mehr Material kann mehr Hitze vom sensiblen Bremssattel abtransportieren.

Testmethoden

Für unseren umfassenden Bremsentest haben wir alle Bremsen mit original Bremsbelägen und den zugehörigen 200-mm-Bremsscheiben an Front und Heck getestet. Das Testergebnis setzt sich aus drei Parametern zusammen: Labor, Telemetrie-Aufzeichnung mit BrakeAce und natürlich dem Praxistest auf dem Trail.

Zudem sind wir alle Bremsen auf unseren bekannten Hometrails gefahren und haben unsere jahrelangen Erfahrungen mit einfließen lassen. Unseren ausführlichen Labortest haben wir beim Belag-Spezialisten Sinter in Slowenien durchgeführt.

BrakeAce Telemetrie-Messsystem

Um die Unterschiede der Bremsen auf unserer auswendig gelernten Teststrecke noch besser erfahren und vor allem aufzeichnen zu können, haben wir jeweils an einem Bike das BrakeAce Telemetrie-Messsystem aus Neuseeland verwendet. Startet man das System am Handy, werden die Daten aufgezeichnet und nach dem Run kabellos an eure App übermittelt - dort oder am Laptop könnt ihr anschließend euren Run und die verschiedenen Bremspunkte auswerten.

Trail-Test

Der Test auf dem Trail beginnt denkbar unromantisch: Alle Bremsen müssen montiert und entlüftet werden. Im Anschluss an die teils ganz unterschiedliche (Lenker-)Montage wurden die Bremsen nach Herstellerangaben eingebremst, um sie dann - ähnlich wie unsere Test-Bikes - über den immer gleichen Test-Trail zu jagen.

Hayes Dominion T4

Vom Geheimtipp zum Testsieg! Die Hayes Dominion T4 zeigt eine enorme Performance, sowohl auf dem Trail mit einem sehr guten Bremsgefühl als auch im Labor, und legt damit ein erfolgreiches Comeback hin. Ihre beeindruckende Power und das Hebelgefühl, kombiniert mit dem geringsten Gewicht und nützlichen technischen Features wie die Crosshair-Bremssattel-Montage, machen die Hayes Dominion T4 zum Testsieger im Rennen um die beste MTB-Scheibenbremse.

Shimano XTR Di2 M9200 im Test

Karl Platts Ersteindruck

Marathon-Legende und Shimano-Athlet Karl Platt schraubte die neue XTR an sein Racebike, lud es ins Auto und fuhr zur BIKE. Gemeinsam mit unseren Testredakteuren fuhr Platt, welcher dieses Jahr erneut das prestigeträchtige Cape Epic Etappenrennen gewinnen konnte, die brandneue Schaltgruppe zum ersten Mal.

Karl Platt, Team Bulls: „Steige ich von der neuen Di2 auf eine andere Funkschaltung, denke ich erst mal der Akku wäre leer. Die Schaltgeschwindigkeit der XTR M9200 macht richtig Laune.“

Funkschaltung im Detail

Ganz ohne Züge und Kabel ist der Shimano XTR M9200 Antrieb im Handumdrehen montiert. Shimano setzt auf den bekannten Microspline-Freilauf, lässt Kompatibilität mit allen Schaltaugen (inklusive Sram UDH-Standard) zu und vertraut in Kombination mit wahlweise geschraubten BSA- oder verpressten Pressfit-Tretlagern auch an der Kurbel auf den bewährten Hollowtech II Standard.

App-Steuerung

Zur Kopplung von Schaltwerk und -hebel braucht es die Shimano E-Tube-App. Dafür lassen sich von Hebelfunktionen bis Multishift-Einstellung auf dem Smartphone alle möglichen Setups finden. Spannend: In der App lässt sich sogar die Schaltgeschwindigkeit von dezent bis blitzschnell einstellen.

Schaltperformance

Fährt man auf der Shimano XTR Di2 M9200 durchs Gelände, vergisst man fast, ob am Ausfallende ein elektronisches oder ein mechanisches Schaltwerk hängt. Mit einem definierten Klacken wird der Hebel ausgelöst und die Kette wechselt mit knackiger Reaktion aufs nächste Ritzel. Unsere Tester bestätigen Karl Platts Ersteindruck: Die neue XTR ist schnell. Das war die alte auch, ihr Nachfolger setzt die Schaltvorgänge jedoch in hektischen Situationen etwas genauer und zuverlässiger um.

Kassette und Kettenblatt

Wir testeten auch die neue Kompakt-Kassette mit neun bis 45 Zähne. Der Gedanke dahinter: Mit kleinem Ritzel kann ohne Verluste bei der Übersetzungsbandbreite ein kleineres Kettenblatt gefahren werden.

Bremsen im Test

Eine große Stärke aller Shimano-Bremsen bringt auch die neue XTR wieder mit: Montage und Entlüftung sind ein Kinderspiel. Für eine leichte Race-Bremse legt die Zweikolben-XTR eine ordentliche Power an den Tag. Gekonnt mittig platziert zischen knallhart und weich begeistern die neuen Shimano Bremsen mit guter Dosierfähigkeit.

Karl Platt, Team Bulls: „Selbst im Marathon fuhr ich bislang die XTR-Bremsen mit vier Kolben. Die paar Gramm Gewichtsersparnis des kleineren Bremssattels wogen die Power der Trail-Version nicht auf. Ich bin aber erstaunt, wie viel Wumms die neue Crosscountry-Bremse hat."

Ergonomie und Funktion

In Sachen Aussehen ist bei der Enduro- und Trailversion der Shimano Scheibenbremsen mehr passiert. Die Leitung verläuft nun näher am Lenker. Optisch trägt die Vierkolben-Version auch am Hebel dicker auf als ihre schlanke Race-Schwester. Im ersten Test der neuen XTR-Vierkolben-Bremse verfehlte das Update seine Wirkung nicht. Auch die zügige Rückstellung der Hebel spart Körner und schafft Vertrauen.

Laufräder

Ganz ähnlich, wie der Rest der neuen XTR-Gruppe, bauen die Carbon-Felgen der getesteten Enduro-Variante optisch bullig. Das gibt in Sachen Haltbarkeit ein gutes Gefühl. Bereits im Montageständer gefällt der Leichtlauf und der feine Sound der ebenfalls erneuerten XTR-Naben. Auf dem Trail verrichteten die Laufräder ihren Job unauffällig.

Gewichte und Preise

Dass die neue XTR kein Schnäppchen ist, versteht sich von selbst. Preislich ist der Schaltungs-Roboter jedoch vergleichbar mit den Top-Produkten von Sram (zum Beispiel Sram X0 Eagle Transmission Schaltwerk für 660 Euro).

Komponente Gewicht Preis
Schaltwerk (kurzer Käfig, inkl. Akku) 388 g 664,95 Euro
Schalthebel 101 g 234,95 Euro
Kassette (9-45 Z.) 322 g 504,95 Euro
Kette (ungekürzt) 269 g 78,95 Euro
Kettenblatt (30 Z.) 63 g 174,95 Euro
Kurbel (170 mm) 528 g 334,95 Euro
Innenlager (BSA) 75 g 50,95 Euro
Antriebsgruppe gesamt 1746 g 2044,65 Euro (999 Euro als Upgrade-Kit)
Bremse (vorne / hinten) 296/312 g je 314,95 Euro (649,95 Euro als Upgrade-Kit)
Bremsscheibe (Centerlock, vorne 203 mm / hinten 180 mm) 165/136 g N/A
Laufradsatz 1806 g 1649 Euro

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