Elektronisches Schalten gehört bei modernen E-Bikes inzwischen längst zum guten Ton. Nicht durchweg an allen Modellen, aber genauso wie Autos mit Schaltautomatik wird diese Entwicklung künftig nicht mehr verschwinden, sondern höchstens von einer fortschrittlicheren abgelöst. Shimano hat im Sommer 2022 mit der Einführung von Free Shift und Auto Shift die ersten eigenen Schaltgruppen für das elektronische Schalten auf den Markt gebracht. Dieses Segment rund um die damaligen Gruppen Cues-Di2 und XT-Di2 wächst zur Saison 2026 an.
Die Evolution der elektronischen Schaltung bei Shimano
Schon 2009 präsentierte Shimano eine Schaltung, die den mechanischen Schaltzug durch Elektronik ersetzte. Diesen Entwicklungsvorsprung wusste das Unternehmen in den Folgejahren jedoch nicht vollends zu nutzen. Nun kommt auch Shimano mit einer kabellosen Version seiner Di2-Plattform. Das präsentierte System soll schneller und präziser schalten als alles, was der Hersteller bisher anbieten konnte.
Mit Cues und Deore XT gibt es bereits zwei Schaltgruppen, die wahlweise an urbanen E-Bikes, Trekking-E-Bikes und E-Mountainbikes zum Einsatz kamen und kommen. Sie sind etwas robuster gefertigt und nutzen die speziell auf die höheren Belastungen am E-Bike ausgelegte Linkglide-Technologie. Für die Cues-Schaltgruppe trifft dies auch weiterhin zu. Shimano Deore XT verändert sich hingegen.
Die Gruppe bildet die goldene Mitte des neuen Di2-Trios, zu dem außerdem Shimano XTR und Shimano Deore zählen. Erwartungsgemäß bildet XTR quasi den Gold-Standard, während Deore einfacher und günstiger konzipiert ist. Unterscheiden lassen sich die drei neuen Schaltgruppen unter anderem anhand ihrer farblichen Gestaltung. Je mehr der Look silbern glänzt, desto hochwertiger die Gruppe. Vor allem bei den Schaltwerken und den Schalthebeln könnt ihr das gut erkennen. Natürlich stehen die Bezeichnungen auch immer noch auf den Komponenten drauf.
Neue elektronische Schaltwerke
Für Shimano XTR Di2, Shimano Deore XT Di2 und Shimano Deore Di2 gibt es neue elektronische Schaltwerke, die komplett ohne Kabel auskommen und die Energie für den Schaltvorgang aus einem integrierten Akku beziehen. So kennt ihr das seit Jahren von Sram mit den elektrischen AXS-Schaltgruppen. Daneben gibt es in all diesen drei Schaltgruppen zudem Schaltwerke mit einem Kabel.
Diese Versionen sind explizit auf den Einsatz am E-Bike ausgelegt. Beim Kabel handelt es sich um die Stromversorgung für das Schaltwerk, die in diesem Falle direkt mit dem E-Bike-Akku verbunden ist. Vermutlich werden Hersteller ihre E-Bikes überwiegend mit diesen Schaltwerken ausstatten. Die Komponenten eignen sich entweder für Kassetten mit zwölf Ritzeln. Dann verfügen sie über die Hyperglide+ von Shimano für zuverlässiges Schalten unter hoher Last.
In beiden Fällen nutzt Shimano einen langen Schaltkäfig. Unter den kabellosen Schaltwerken finden sich lange und mittlere Schaltkäfige. Außerdem gibt es hier ausschließlich die Kombinationen mit Kassetten mit zwölf Ritzeln. Der Schaltkäfig an einem Schaltwerk für Shimano XTR Di2 besteht aus Carbon.
Alle drei Produktlinien profitieren in gleichem Umfang von den technischen Lösungen, die Shimano in diese neue Generation eingearbeitet hat. Besondere Erwähnung verdient aus unserer Sicht dabei die besondere Beweglichkeit der Schaltwerke. Sie sorgt dafür, dass nicht jeder harte Aufprall der Komponenten mit einem anderen Objekt ihren Austausch nach sich zieht. Innerhalb erstaunlich großer Grenzen kann das Schaltwerk nämlich nachgeben, so dem Zusammenstoß die zerstörerische Kraft nehmen und euch das Weiterfahren erlauben. Die Betonung liegt dennoch auf „kann“.
Damit das Schaltwerk wie beschrieben ausweichen kann, hält Shimano an einem herkömmlichen Schaltauge fest. Folglich gibt es keine Montage direkt am Ausfallende des Rahmens wie bei den Transmission-Schaltwerken von Sram. Nach Ansicht von Shimano vergrößert das Schaltauge den Weg, den das Schaltwerk nehmen kann und erleichtert dessen Rotation. Außerdem nimmt es große Teile der Kräfte des Aufpralls auf, die sonst direkt auf den Rahmen übertragen werden würden.
Di2-Schalter: Ergonomie und Anpassbarkeit
Bei der Entwicklung der neuen Di2-Schalter hat sich Shimano an seinen bekannten mechanischen Schalthebeln orientiert. Als Ziele galten vor allem das Vermitteln eines klaren taktilen Feedbacks auf jeden Schaltvorgang sowie eine ergonomische Umsetzung, die es euch erlaubt, während des Schaltens die Hand jederzeit in der gewohnten Griffposition am Lenker zu belassen. In Bezug auf das zweite Ziel legen zahlreiche Bilder und Videos nahe, das Shimano hier sehr gewissenhaft gearbeitet hat. Allein Formgebung und Größe der Schaltwippen wirken deutlich optimiert.
An den Schalthebeln für die XTR-Gruppe könnt ihr die Position für jede der beiden Wippen auf mehrere Achsen anpassen. Erste Tests verschiedener Bike-Magazine haben gezeigt, dass vor allem auch das Schaltprotokoll der Rapid ES-Technologie ziemlich gut arbeiten soll. Die Schaltvorgänge erfolgen so schnell und präzise, wie man das von einem Hersteller mit einem riesigen Erfahrungsschatz wie Shimano erwarten kann. Beim Schalten könnt ihr zwischen verschiedenen Modi wählen.
Vom klassischen Schaltvorgang für einen Gang mit einem Klick über das doppelte Schalten beim Durchdrücken der Schaltwippe bis hin zum Multi-Shift beim Gedrückt-Halten der Wippe, um zum Beispiel drei Gänge auf einmal zu überspringen, ist etliches möglich. Festlegen könnt ihr eure Präferenzen in der E-Tube Project Cyclist App von Shimano. Für das Schaltwerk empfiehlt sich die Aktivierung des Modus "E-Bike". Glücklicherweise ähneln sich die Schalter für Shimano XTR Di2, Shimano Deore XT Di2 und Shimano Deore Di2 sehr stark. Im Grunde sorgen lediglich die Einstellmöglichkeiten für die Schaltwippen für eine gewisse Abstufung - neben der Optik, versteht sich.
Kassetten und Kurbeln
Schaltwerke und Schalter sind so entwickelt worden, damit sie bestmöglich mit allen weiteren Komponenten der Schaltgruppen harmonieren. Folglich bringt Shimano auch dazu passende neue Kassetten auf den Markt. Von den vier verschiedenen Ausführungen gehören jeweils zwei zur XTR-Gruppe und zwei zur Deore XT-Gruppe. Bei XTR-Kassetten versucht der Hersteller bei einem möglichst geringen Gewicht eine möglichst lange Haltbarkeit zu bieten. Einige Ritzel bestehen daher aus Titan, andere aus Aluminium und wiederum andere aus Stahl.
Die XT-Kassetten bedeuten einen etwas größeren Kompromiss aus den ziemlich gegensätzlichen Anforderungen Gewicht und Haltbarkeit. In der Folge bestehen lediglich maximal zwei Ritzel aus Aluminium. In der Summe ergibt das jeweils zwölf Ritzel. Die Anzahl der Gänge ist demnach identisch. Was sich leicht unterscheidet, ist der Übersetzungsbereich. Bei der Kassette mit zwölf bis 51 Zähnen pro Ritzel beträgt der Wert 510 Prozent.
Was für die Kassetten galt, gilt ebenfalls für die Kurbeln der neuen Shimano Di2-Gruppen. Zumindest, was ein optimales Zusammenspiel untereinander betrifft. Der Umfang der Neuheiten ist hier noch etwas geringer. Von der neuen Kurbelgarnitur Shimano XTR M9200 gibt es zwei verschiedene Ausführungen. Die robustere FC-M9220 verfügt über eine rund 20 Prozent dickere Achse. Daher empfiehlt Shimano sie für den Enduro-Bereich. Die leichtere FC-M9200 sieht der Hersteller eher an auf Cross-Country ausgelegten E-Mountainbikes sowie an Trekking- und Touren-E-Bikes.
Bei der Kurbelgarnitur Shimano Deore XT M8200 handelt es sich um ein Einzelstück. Auf einer Standard-Stahlachse mit einem Durchmesser von 24 Millimeter basierend kennt sie keine Unterscheidungen bezogen auf ihren Einsatzzweck.
Synchronized Shift Funktion
Die Synchronized-Shift-Funktion der Shimano XTR Di2 ist der erste Schritt zu einer Automatikschaltung am MTB - und begeistert nicht nur Profis. Die schnellen und ultrapräzisen Gangwechsel faszinieren. Der eigentliche Clou verbirgt sich aber hinter der Funktion Synchronized Shift - nämlich eine Art Automatikschaltung.
Der Biker muss noch immer selber schalten. Aber Synchronized Shift übernimmt quasi die Steuerung des Umwerfers und passt gleichzeitig die Gangwahl am Schaltwerk an. Und das wirklich automatisch, sodass der linke Schalthebel sogar bei einem 2- oder 3-fach-Antrieb unnötig ist. Wer sich voll auf Synchronized Shift verlassen mag (manuell schalten ist jederzeit auch möglich), montiert ihn einfach ab.
Grundsätzlich gilt: Sobald ein definierter Gangsprung an der Kassette erreicht ist, schaltet der Umwerfer automatisch. Diese Gangsprünge sind fast frei definierbar und lassen sich via PC-Software programmieren. Voreingestellt sind zwei am Di2-Display wählbare Schemata - S1 und S2 -, mit denen die meisten Biker bestens zurechtkommen dürften.
Beispiel 1: Liegt die Kette vorne auf dem kleinen Blatt und hinten auf dem fünftgrößten Ritzel, ertönt ein Piepton. Schaltet der Fahrer ein weiteres Ritzel „runter“ (Hebel kurz drücken), hebt der Umwerfer die Kette aufs große Blatt, schaltet gleichzeitig hinten einen Gang hoch - um den Gangsprung klein zu halten. Drückt der Fahrer den Hebel durch, bleibt die Ritzelwahl gleich, es schaltet nur der Umwerfer.
Beispiel 2: Liegt die Kette schon auf „Groß/Groß“ und wird der Anstieg steiler, bewirkt ein kurzer Druck des unteren rechten Schalthebels: vorne aufs kleine Blatt, hinten einen Gang gegenschalten. Langer Druck: aufs kleine Blatt, kein Wechsel hinten.
In ersten MountainBIKE-Tests funktionierte dies äußerst zuverlässig, fast unbemerkt, selbst unter hoher Last. Normalfahrer profitieren von Synchronized Shift - denn vor Verschaltern am Umwerfer, die für Verschleiß und Verdruss sorgen, ist kaum jemand gefeit.
Details zur Shimano XTR M9200 Di2 Wireless Schaltung
- Shimano XTR Schaltwerk:
- 12 via Funk schaltbare Gänge
- Shimano Shadow ES Stabilisations-Technologie
- Robuste Struktur mit Gleitplatte und soliden Rollen
- Entnehmbarer und aufladbarer Akku
- Optionale kabelgebundene Version für E-MTBs inkl. Auto- u. Free-Shift-Funktion
- Preis: 664,95 Euro
- Einzelpreis Akku: 63,95 Euro
- Einzelpreis Ladegerät: 56,95 Euro
- Gewicht Schaltwerk: 388 g (BIKE-Messung, kurzer Käfig)
- Gewicht Akku: 22,5 g (BIKE-Messung)
- Shimano XTR Schaltgriff:
- Shimano Rapid ES Technologie
- Vielfältig einstellbar mit wählbaren Schalt-Modi
- Zusätzliche individualisierbare Taste
- Preis: 234,95 Euro
- Gewicht: 101 g (BIKE-Messung)
- Shimano XTR Kassette:
- Zwölf Ritzel, wahlweise 9-45 Z. oder 10-51 Z.
- Micro-Spline-Montagestandard
- Hyperglide+-Technologie
- Übersetzungsbandbreite: 500 / 510 %
- Preis: 504,95 Euro
- Gewicht: 322 g (BIKE-Messung, 9-45 Z.)
- Shimano XTR Schaltungs-Upgrade-Set:
- Preis: 999 Euro
Starke und leichte Kurbeln für Trail und Race
Die neue XTR-Kurbel bietet Shimano in zwei Varianten an. Eine Option für Trail- und Enduro-Fahrer soll auf höchste Haltbarkeit hin optimiert sein. Im Fokus der Entwickler lagen Steifigkeit, Kraftübertragung und Widerstandsfähigkeit gegen Kollisionen. Dafür kommt die Enduro-Kurbel mit stärkerer Achse. Für weniger Kurbelaufsetzer ist eine kurze 160-Millimeter-Option vorgesehen. Die neue Race-Kurbel soll sich durch ein besonders geringes Gewicht auszeichnen und für Crosscountry-Rennen sowie Touren optimiert sein. Sie kommt mit einem reduzierten Q-Faktor von 168 Millimetern. Beide Varianten der neuen XTR-Kurbel setzen auf den bewährten Hollowtech II Standard.
Shimano XTR M9200 Kurbeln im Detail
- Shimano XTR Kurbelgarnitur:
- Hollowtech II Technologie
- Zwei Varianten: Trail u. Enduro / Race
- Spezifischer Q-Faktor: 176 / 168 mm
- Kettenlinie: 55 mm
- Preis: 334,95 Euro (ohne Kettenblatt)
- Gewicht: 528 g (BIKE-Messung, 176 / 170 mm)
- Shimano XTR Kettenblatt:
- Zähnezahl: 28 / 30 / 32 / 34 / 36 / 38
- Preis: 174,95 Euro
- Gewicht: 63 g (BIKE-Messung, 30 Z.)
Neue Shimano XTR Scheibenbremsen
Shimano-Bremsen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Mit der Neuauflage wollen die Japaner ihre Stopper noch ergonomischer und zuverlässiger gemacht haben. Dazu wurde der Hebel vollkommen neu designt und kommt mit der neuen Ergo Flow Technologie, welche es ermöglichen soll, den Druckpunkt näher an den Lenker zu bringen. Damit folge die Bewegung des Bremsfingers einem mehr natürlichen, anatomischen Weg. Die Form des Bremshebels ist nun asymmetrisch nach oben angestellt, was eine aggressivere Fahrposition und eine bessere Gewichtsverteilung auf dem Bike ermöglichen soll.
Die neue Shimano XTR Bremse kommt in gleich drei verschiedenen Varianten. Die XC-Version mit zwei Kolben ist auf ein besonders geringes Gewicht ausgelegt, verfügt über einen Carbon-Hebel, Hauptzylinder aus Magnesium und Kolben aus Kunststoff. Der neue, nun einteilige Trail- und Enduro- Bremssattel kommt mit vier Kolben unterschiedlichen Durchmessers und soll endlich über klapperfreie Beläge mit Kühlrippen verfügen. Die entsprechenden Bremshebel verfügt über die weiterentwickelte Servo Wave Konstruktion, welche den Hebelweg besonders reibungslos und direkt in Bremsleistung umsetzen soll. Bremssättel und -hebel lassen sich zu einer dritten Variante kombinieren. Alle Optionen setzen jetzt auf ein Mineralöl mit geringer Viskosität und Dichtungen mit konsistenter Rückstell-Geschwindigkeit. Das soll auch das Bremspunkt-Wandern verhindern, welcher Shimano bei der Vorgänger-Generation immer wieder vorgeworfen wurde.
Superstabile Carbon-Laufräder aus der XTR-Familie
Bei den neuen Naben will Shimano Lager, Dichtungen und Wartungsfreundlichkeit verbessert haben. Zudem soll der Rollwiderstand gesunken und der Schutz vor Feuchtigkeit und Dreck gestiegen sein. Die Hinterradnabe kommt mit einem neuen Direct Engagement Freilaufkörper, der mit einem Eingreifwinkel von 3,5 Grad besonders wenig Widerstand bieten soll. Verbaut werden die Naben entweder in einen spezifischen Trail-, beziehungsweise Enduro- oder XC-Laufradsatz. Letzterer setzt zur Gewichtsoptimierung auf 24 Speichen aus Titan.
Shimano XTR M9200 Laufräder im Detail
Shimano XTR Laufradsatz: Verfügbar als Trail-/Enduro- u.
Das XTR Di2 RD-M9050 Schaltwerk
Das Shimano XTR Di2 RD-M9050 Schaltwerk sorgt für hochpräzise, superschnelle und kraftvolle Schaltvorgänge, die zu jeder Zeit und überall einfach auf Knopfdruck ausgelöst werden können. Damit ist es ein wesentlicher Teil der ersten elektronischen Schaltung für Mountainbikes, die Shimano auf den Markt gebracht hat. Wie sein mechanisches Pendant wurde das RD-M9050 mit der Shadow-Plus-Technologie für mehr Kettenstabilität ausgestattet, wobei zwischen maximaler Sicherheit und minimalen Schaltkräften feinjustiert werden kann.
Einen wesentlichen Fortschritt stellt zudem die Synchro Shift Funktion dar: Sie erlaubt es dem Umwerfer, automatisch in Abhängigkeit von der Position des Schaltwerks Schaltbewegungen auszuführen. Das XTR Di2 Schaltwerk besteht aus Aluminium und Carbon und ist in zwei Ausführungen erhältlich, wobei die kürzere Variante (GS) nur für 1x11-fach und 2x11-fach Antriebe (11-46 bzw. 11-42 Kassette) und die längere Variante (SGS) auch für 3x11-fach Schaltungen (11-40 Kassette) konzipiert wurde.
Spezifikationen des XTR Di2 RD-M9050 Schaltwerks
- Serie: XTR Di2 M9050
- Einsatzbereich: Cross Country, All Mountain, Enduro
- Schaltstufen: 11-fach
- Befestigung: Standard (Direct Mount kompatibel)
- Kapazität: 35 Zähne (kurz), 41 Zähne (lang)
- Kompatibilität: Shimano MTB 11-fach
- Kompatible Kette: HG-X11
Technische Daten
- Schalträdchen: 11 Zähne
- Material äußerer Käfig: Carbon (CFRP)
- Material innerer Käfig: Aluminium
- Material weitere Bauteile: Edelstahl, Aluminium, Carbon (CFRP)
Kompatibilität
- Stromkabel: EW-SD50 (1 x Anschluss)
- Schaltgriff: SW-M9050, SW-M8050
Features
- Schaltungsmotor reagiert augenblicklich auf Fahrer-Input
- Nahtlose Gangwechsel: akkurate Kettenposition in jedem Gang, konsistentes Schalten in jeder Gangkombination
- Shimano Synchronized Shift: System-Kommunikation mit Umwerfer
- Arbeitet zuverlässig unter allen Bedingungen: elektrische Impulsweitergabe garantiert stabile Performance
- Di2 System schränkt möglichen Kettenschräglauf ein, um Kettenabwurf zu verhindern
- Leitbleche lackiert/eloxiert
- 4 Gelenkbuchsen, fluorbeschichtet
- Leit- und Spannrollen-Lagerung gedichtet
Technologien
Digital Integrated Intelligence (Di2): Di2-Systeme sind die elektronischen Schaltsysteme von Shimano. Sie basieren auf dem SEIS, dem Shimano Electronic Intelligent System, das die Indexschaltfunktion von den mechanischen Komponenten übernimmt, nur eben über Stromkabel bzw. Funksignale und nicht über einen Bowdenzug ausführt. Das Schalten erfolgt über einen einfachen Tastendruck. Das hat den Vorteil, dass kein großer Kraftaufwand nötig ist, Deine Konzentration auf die Fahrt nicht gestört wird und die Bedienung z. B. auch mit kalten Händen leichtfällt. Zudem sind die elektronischen Gangwechsel sehr schnell und hochpräzise. Es besteht außerdem nicht die Gefahr einer defekten Schaltung durch verschmutzte Züge oder Ähnliches. Über die E-Tube-Plattform, das sogen. E-Tube Project, kannst Du individuelle Einstellungen vornehmen, wie z. B. die Anpassung der Schaltgeschwindigkeit, der Anzahl von Schaltvorgängen pro Tastendruck oder der Synchro- bzw. Semi-Synchro-Schaltfunktion. Shimano bietet dazu eine App an. Die Wartung der Schaltung und Firmware-Updates erfolgen ebenfalls über E-Tube, wobei das Fahrrad für umfassendere Werkstattarbeiten an einen PC mit der entsprechenden E-Tube-Software angeschlossen wird.
Shimano Synchronized Shift: Die synchronisierte Schaltfunktion von Shimano ist ein Schaltmodus, der eine automatische Abstimmung von Di2-Schaltwerk und Di2-Umwerfer bewirkt. Er wird entweder über die E-Tube-Plattform oder über Schaltwerke mit Funktionstaste aktiviert. Dabei bedeutet Synchro-Shift, dass der Umwerfer je nach Position des Schaltwerks automatisch einen passenden Gang auswählt, während Semi-Sychro-Shift bedeutet, dass automatisch eine passende Schaltwerksposition eingestellt wird, wenn Du den Umwerfer betätigst. Du hast dadurch den Vorteil, dass Du Dich nur auf eine Seite des Schaltvorgangs konzentrieren musst und nicht durch plötzliche ungünstige Veränderungen des Übersetzungsverhältnisses aus dem Rhythmus gebracht wirst.
Shadow RD+: Shadow-Plus-Schaltwerke sind genauso niedrig profiliert wie die Shadow-Schaltwerke von Shimano. Darüber hinaus kommt ein Stabilisator mit Ein- und Ausschalter zum Einsatz, der das Schlagen der Kette reduziert und so einem Kettenabwurf entgegenwirkt. Zugleich führt das zu einem geräuschärmeren Antrieb. Im Vergleich zu anderen Kettenrückhaltevorrichtungen wird außerdem Gewicht gespart.
Die neue Shimano XT Di2 im Überblick
- Zwölf Gänge (Linkglide: Elf Gänge)
- Bekannte Microspline-Aufnahme
- Kabellos-Technik (kabelgebunden für E-MTBs)
- SGS (langer Käfig für 10-51Z Kassette), GS (mittellanger Käfig für 9-45Z Kassette)
- Besonders Robust dank kantenlosem Design
- Preis Schaltwerk: ca. 500 Euro (alte XT mechan. ca. 100 Euro)
Die Deore XT M8200 Bremse erhält ebenfalls ein Update. Der BL-M8200 Bremshebel kommt mit einem neuen Drehpunkt, der für eine natürlichere Fingerbewegung beim Bremsen sorgen soll. In Kombination mit dem überarbeiteten Bremssattel-Design und einem neu entwickelten Mineralöl mit niedriger Viskosität soll die Bremse eine konsistente Leistung über einen weiten Temperaturbereich liefern.
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