Shimano ZEE Bremshebel im Test: Eine solide Grundlage für aggressives Trailfahren

ZEE bietet eine solide Grundlage für aggressives Trailfahren. Es ist ein Set, bei dem jede Komponente Sie in der Situation unterstützt, in der Sie sie am dringendsten benötigen. Ein Set, das dir das Selbstvertrauen gibt, die wichtigsten Abfahrten in Angriff zu nehmen, und wenn du neu im Gravity-Bereich bist, ist das ZEE der perfekte Ausgangspunkt.

Technische Spezifikationen des ZEE Bremshebels

  • Art: MTB
  • Verpackung: Links
  • Montage: Auf dem Ärmel
  • Material: Aluminium/Stahl
  • Gesamtgewicht des Pakets: 260g

Die Bedeutung von Scheibenbremsen am Bike

Scheibenbremsen gehören zu den wichtigsten Teilen an eurem Bike. Solange sie gut funktionieren, nehmen wir sie gar nicht wahr, aber wenn sie ihren Dienst verweigern, merken wir erst, WIE wichtig sie sind. Kraftvolle Bremsen gehören zum wichtigsten, was an unseren Bikes dran ist; sie erlauben uns, schnell zu fahren, geben uns Selbstvertrauen und vor allem sorgen sie für unsere Sicherheit. Nichts schadet der Performance mehr als eine schlecht funktionierende Bremse.

Entwicklung der Scheibenbremsen im letzten Jahrzehnt

Im letzten Jahrzehnt haben sich die Scheibenbremsen enorm entwickelt. Das Grundprinzip - Bremskolben, die auf eine Stahlscheibe drücken, die am Rad befestigt ist - hat sich zwar nicht verändert, doch bei den verwendeten Materialien, dem Aufwand beim Entlüften und der Zuverlässigkeit gab es immense Fortschritte. Eine gute Scheibenbremse liefert heute alle Bremskraft, die wir brauchen - und das bei sehr guter Dosierbarkeit. Und: man muss sie eine ganze Saison lang nicht entlüften oder anderweitig anfassen.

Kriterien zur Beurteilung der besten Bremse

Bremsen sind eine sehr individuelle Angelegenheit. Die einen mögen es, wenn der Druckpunkt direkt am Lenker liegt, andere ziehen es vor, wenn der Leerweg so kurz wie möglich ist. Manche mögen kraftvolle Bremsen mit viel Biss, andere lieber gute Dosierbarkeit. Um eine Bremse zur besten erklären zu können, müssen wir viele Annahmen über Fahrer und Fahrstil treffen. Allerdings gibt es mittlerweile eine Menge Bremsen, denen eine großartige Balance zwischen Bremskraft und Dosierbarkeit gelingt und deren Hebel an diverse unterschiedliche Vorlieben angepasst werden können.

Der Scheibenbremsen-Test 2018

Die Ergebnisse unseres Scheibenbremsen-Tests 2018 findet ihr in der aktuellen Ausgabe 033 lesen.

Trail-Performance und Alltagstauglichkeit

Doch auch wenn die Laborwerte eine entscheidende Komponente unserer Tests sind, sind sie doch nur die halbe Wahrheit. Noch wichtiger ist, wie die Bremsen auf dem Trail performen. Also übergaben wir sie den mehr oder weniger sanften Händen unserer erfahrenen Tester. Für vier Monate testeten wir jede Bremse, mit schlecht gewählten Lines, Stürzen, zu späten Bremsungen, Not-Entlüftungen auf dem Parkplatz, Regen, Sonnenschein, auf langen Abfahrten im alpinen Gelände und beim Heizen auf den Hometrails. Jede Bremse wurde bezüglich Bremskraft, Dosierbarkeit und Performance auf dem Trail bewertet. Alle wurden mehrfach auseinander gebaut, entlüftet und an zahlreichen Bikes montiert, um sicherzugehen, dass sie alltagstauglich sind. Nach einigen zähen Gesprächen und hitzigen Diskussionen standen die Sieger fest - aber knapp war es schon.

OAK Performance Bremshebel für Shimano Bremsen

Das OAK Bremshebel ist da und hebt deine Shimano Bremse auf ein neues Level. Erlebe die perfekte Kombination aus Stabilität, Steifigkeit, Ergonomie und beeindruckender Optik. Upgrade jetzt deine Shimano Bremsanlage mit OAK Brake Levers und fühle den Unterschied bei jeder Fahrt!

Features der OAK Components Bremshebel

  • Erhöhte Steifigkeit für maximale Performance: Das einzigartige Design um die filigranen Taschen macht die Herstellung zwar aufwendig, ermöglicht aber auch die extrem steife Konstruktion. Diese Steifigkeit spürst du beim Bremsen unmittelbar durch eine direktere Kraftübertragung, was die Bremse dosierbarer macht. Durch eine höhere mechanische Übersetzung bekommt deine Bremse 6 % mehr Leistung, bei gleicher Fingerkraft. Du wirst die deutlich bessere Kontrolle über deine Bremse lieben!
  • Ergonomie für weniger Ermüdung: Unsere Ingenieure und Teamfahrer haben intensiv an der Ergonomie der OAK SR-Brake Lever gearbeitet. Durch zahlreiche Tests und Optimierungen ist es uns gelungen, einen Bremshebel zu entwickeln, der die Belastung deiner Hände reduziert und den gefürchteten Armpump verringert. Die besondere OAK Grip Face Technologie im Bereich des Bremsfingers erzeugt spürbar mehr Halt durch die feinen Bohrungen, selbst bei Nässe oder in Grenzsituationen. Egal welcher Fahrertyp oder welche Bremsgewohnheiten - dieser Hebel ist vielseitig und bietet dir Selbstvertrauen und Reserven auf langen Abfahrten.
  • Stabilität und Langlebigkeit: Unsere Bremshebel sind aus dem Vollen gefräst und bieten durch ihre durchdachte Formgebung eine herausragende Stabilität. Dank unserer robusten Konstruktion sind sie extrem widerstandsfähig und überzeugen selbst bei härtestem Renneinsatz.
  • Optik, die beeindruckt: Nicht nur funktional, sondern auch optisch ein Highlight: Die OAK SR Brake Levers werten deine Bremse massiv auf. Das elegante und sportliche Design zieht Blicke auf sich und verleiht deinem Bike einen individuellen und hochwertigen Look.

Formula Cura: Eine neue Ära für Formula-Bremsen

Formula-Bremsen waren in der Vergangenheit immer berühmt-berüchtigt für ihre starke Bremsleistung, kombiniert mit einer „Stock-in-den-Speichen“-Dosierbarkeit. Ganz anders ist da die neue Cura. Völlig neu konzipiert, setzt sie nun auf Mineralöl und einen konventionellen Geberkolben. Der geschmiedete Aluzylinder ist super schick, der Bremshebel liegt gut in der Hand und lässt sich durchweg angenehm bedienen, auch wenn man für die Griffweitenverstellung ein Werkzeug benötigt. Der ergonomische Hebel liegt kompakt am Lenker und lässt sich mit einem MixMaster-Adapter sowohl an SRAM- als auch Shimano-Schalthebeln befestigen. Die Bremssättel sind sowohl in glänzendem Schwarz als auch in poliertem Aluminium erhältlich und verfügen über zwei 24-mm-Kolben. Die Bremse ist leicht zu montieren, da die Bremssättel mit Speed Lock-Verbindungen ausgestattet sind. Dadurch kann man die Leitungen anschließen, ohne sie im Anschluss entlüften zu müssen.

Performance der Formula Cura auf dem Trail

Auf dem Trail ist die Cura wirklich beeindruckend und überzeugte mit starken Bremsungen und feiner Dosierbarkeit - eine immense Verbesserung gegenüber den Vorgängern. Gleich geblieben ist der frühe Druckpunkt. Die Cura ist die beste Bremse, die Formula je gebaut hat! Sie lässt sich super dosieren, liegt ergonomisch in der Hand und besitzt genug Power für richtig lange, harte Abfahrten.

Shimano Zee Gruppe: Eine Brieftaschen-freundliche Alternative für den Gravity Sport

Muss es immer Highend sein? Mit dieser Frage im Kopf sind wir auf der Suche nach einem Antrieb und Bremse für unsere Downhill Testplattform gegangen. Da trifft es sich sehr gut, dass Shimano neben der über allen Zweifel erhabenen Saint Gruppe auch die Brieftaschen freundliche Zee Gruppe im Programm hat. Etwas weniger „Bling Bling“ aber ähnliche Performance? Klingt nach einem No Brainer. Die Shimano Saint Gruppe bildet schon seit langem die Speerspitze des Downhillsports im Programm der Japaner. Wie für Highend Produkte üblich kosten sie jedoch ihren Preis und genau da kommt die Zee Gruppe ins Spiel. Entwickelt für den Einsteiger in den Gravity Sport, soll sie mit einem fairem Preis und dennoch hoher Performance Punkten. Damit das funktioniert wurden einige Highlights der Saint übernommen und so könnte man die Zee die kleine Schwester der Saint nennen. Mit vier Kolben und dem Servowave Hebel wird der Schwerkraft den Kampf angesagt. Lediglich auf eine werkzeuglose Hebelweiten Verstellung und der Druckpunktverstellung muss an der Bremse verzichtet werden. Die Platten der Bremsbeläge bestehen bei der kleinen Schwester außerdem aus Stahl und besitzen keine Kühlrippen. Das sollte uns aber nicht wirklich stören. Das obligatorische kürzen der Bremsleitungen hat sich dank Shimano´s One-Way Entlüftung als äußerst einfach erwiesen.

Technische Details der Shimano Zee Gruppe

Mit einer stabilen Stahlachse und Stahl-Pedaleinsätzen an der Kurbel sollen wir einen bombensicheren Partner haben, der auch härteste Einschläge wegsteckt. Dank der Auswahl aus drei Kurbelarmlängen (165 mm, 170 mm, 175 mm) hat jeder die Möglichkeit sein Optimum aus Bodenfreiheit und Vortriebsstärke zu finden. Die Schaltung hat wie von anderen Shimano Produkten bekannt die Rapid-Fire Technologie mit der bis zu 3 Gangsprünge auf einmal möglich sind und das 2-Way-Release mit der es auch möglich ist den Gangwechsel mit dem Zeigefinger einzulegen geerbt.

Gewicht und Preisvergleich: Shimano Zee vs. Saint

Vom Gewicht her schenken sich die beiden Gruppen wenig. Mit 1879 Gramm ist die Zee Gruppe lediglich 29 Gramm schwerer als die Saint. Beim Preis wird es allerdings schon etwas deutlicher. Bei den üblichen Internethändlern findet man die Saint Gruppe (Kurbel, Schaltgriff, Schaltwerk, Bremse) für ca. 620 €, die Zee Gruppe dagegen schon für ca. 380 €.

Performance der Shimano Zee Gruppe auf dem Trail

Der Zee sieht man auf dem ersten Blick an, dass sie für den Gravity Sport entwickelt wurde. Mit einer robust wirkenden 175 mm langen Kurbel, einem 36er Kettenblatt und eng abgestufter 10 Gang Kassette ist sie perfekt für die Streckenabschnitte die nicht in Falllinie den Berg hinab führen. Für schnelle Gangwechsel lässt die Shimano Zee Schaltung bis zu drei Gangsprünge in einen leichteren Gang und einen Gangsprung in einen härteren Gang zu. Die Montage samt Einstellung hat uns gerade einmal 10 Minuten gekostet und da sie eine völlig sorglose Schaltung ist, mussten wir bisher kein zweites Mal Hand anlegen. Die Schaltperformance kann dabei nicht ganz mit der Saint oder XTR mithalten, mit einem knackigen Druckpunkt hat man die Gänge aber immernoch schnell genug nach rechts geschubst, um von der Startrampe zu Sprinten. Damit die Kette auch dort bleibt ist das Schaltwerk mit Shimanos Shadow Plus Technologie versehen, einem Reibungsdämpfer der äußerst gute Arbeit abliefert. Selbst auf den rauesten Strecken hört man kaum ein klappern vom Hinterrad und auch wenn wir eine Kettenführung verwenden, sorgt das Schaltwerk für genug Zug an der Kette, damit sie auch ohne Kettenführung nicht herunter fällt. Für den leichteren Ein- und Ausbau des Hinterrades kann man den Reibungsdämpfer aber auch abstellen.

Shimano Zee Bremse im Einsatz

Wie bei jeder Bremse, ist es wichtig das System vor der ersten richtigen Ausfahrt einzubremsen. Hier macht auch die Shimano Zee Bremse keine Ausnahme. Hat man diesen Prozess abgeschlossen, wird man mit einer überragenden Bremskraft belohnt. Ein sehr knackiger Druckpunkt kündigt dabei den Kontakt der Beläge an der Scheibe an. Zieht man die Hebel weiter Richtung Lenker baut sich die Bremskraft gut kontrollierbar weiter auf. Doch aufgepasst! Wenn man den Bremshebel der Vorderradbremse in einer „Oh Shit“ Situation mit Vehemenz zieht, kann man sich schnell vor seinem Fahrrad wiederfinden. Hierbei ist es egal ob man die mitgelieferten Sinterbeläge oder organische Beläge nutzt, die Bremskraft ist nahezu identisch.

Zuverlässigkeit und Bremsleistung unter extremen Bedingungen

Eine Bremse wird allerdings nicht nur an ihrer reinen Stopwirkung gemessen, sondern auch an ihrer Zuverlässigkeit. Dabei hat sie in langen alpinen Abfahrten am Ende immer noch so gut zugepackt wie am Anfang, auch wenn die Arme schon längst am Glühen waren. Dafür sorgen unter anderem die Shimano RT 76 Bremsscheiben die aus einem Stahl Reibring auf einem Alumiunspider bestehen. Der Gedanke dahinter ist, die Hitze möglichst schnell vom Bremssattel abzuleiten, um ein Überhitzen des Öls zu verhindern, was in der Praxis hervorragend funktioniert. Wer seiner Bremse noch etwas gutes tun möchte, kann zusätzlich die mit Kühlrippen versehenen Bremsbeläge der Saint verwenden.

Shimano RT 66 Bremsscheiben im Test

Da wir ein Bremssystem für einen schmalen Taler gesucht haben, haben wir zusätzlich die RT 66 Bremsscheiben getestet, die ohne Aluspider auskommen müssen.

Fazit zur Shimano Zee Gruppe

Die Shimano Zee Gruppe ist wahrscheinlich eines der unterschätztesten Produkte auf dem Markt. Auch wenn die Verarbeitung deutlich unter Saint Level ist, stimmt der Preis und die Performance ist auf höchstem Niveau. Wer auf eine Werkzeuglose Hebelweitenverstellung an der Bremse verzichten kann und gleichzeitig ein minimales mehr Gewicht im Gegensatz zur Saint in Kauf nimmt, sollte hier zuschlagen. Die Shimano Zee Gruppe überzeugt auf ganzer Linie. Mit gewohnt knackiger Schaltperformance und einer Bremse die einem Wurfanker gleicht, steht sie der großen Schwester in nichts nach und wird nicht nur Einsteiger begeistern.

MAGURA MT5: Eine beeindruckende Bremse mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Schon letztes Jahr hat uns die 109 € teure MAGURA MT5 beeindruckt und mit der guten Preis-Leistung überzeugt. Und auch in diesem Jahr gibt es viel, was man an der MT5 mögen muss: Die MagnetiXchange-Beläge suchen sich wie von Geisterhand ihre Position und das Mineralöl Royal Blood ist nicht umweltschädlich. Der Bremssattel mit seinen vier Kolben bietet brutale Power und auch die Dosierbarkeit kann sich sehen lassen. Der Hauptkritikpunkt der MT5 ist ihr Hebel: Er polarisiert immer noch das Testteam, ist merkwürdig lang und fühlt sich hölzern und etwas undurchdacht an, gerade im Vergleich mit den ergonomischen Kunstwerken der Konkurrenz. Auch die Carbotecture-Kunststoffkonstruktion macht es nicht wirklich besser und wenn man beim Entlüften nicht aufpasst, macht man schnell was kaputt. Der neue optionale HC-Hebel ist ergonomisch ein großer Schritt nach vorne und wäre unsere erste Wahl. Im Trailtest waren das Bremsmoment und die Bremsleistung brutal, aber ohne die deutsche Präzision missen zu lassen. Egal ob trocken oder nass, die MT5 bringt einen immer schnell zum Stehen und ist absolut zuverlässig. Seit über einem Jahr haben wir sie jetzt an Testbikes und sie braucht wenig Aufmerksamkeit, auch wenn die Beläge schnell verschleißen. Die MT5 ist eine ausgezeichnete Bremse mit viel Bremspower für wenig Geld. Bei dem geringen Preis kann man sich eigentlich kaum beschweren, aber der lange Hebel mit seinem hölzernen Gefühl passt einfach nicht.

Shimano Bremse Zee VS Cues: Ein Vergleich

Wenn es dir nur um die maximale Bremsleistung gepaart mit niedriger Fadingneigung geht, dann würde ich zu einer von Shimano höher angesiedelten 4-Kolben Bremsen mit möglichst großer Bremsscheibe und Zulassung für Sinterbeläge greifen. Der ZEE Bremssattel ist deutlich schwerer, mehr Material heißt mehr Dauerleistung in Downhill. Der Cues 8020 sieht mir identisch zum XT 8120 aus, nur in anderer Farbe.

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