Shimano Zodias: Eine umfassende Analyse der beliebten Rutenserie

Die Shimano Zodias Rutenserie, entwickelt in Japan, ist eine der herausragenden JDM-Ruten des renommierten Herstellers. Die Modelle, welche es auf den deutschen Markt geschafft haben, lassen sich prima für das Kunstköderangeln auf Barsch und Zander (Stillwasser) zweckentfremden.

Technische Merkmale und Innovationen

Herzstück der Zodias Blanks ist die exklusive Hi-Power X Technologie von Shimano. Diese reduziert Blank-Twist für mehr Präzision beim Werfen und ermöglicht die Herstellung besonders leichter, reaktionsschneller und kraftvoller Blanks mit ausgezeichneter Wurf-Performance. Das Prädikat Hi-Power X steht für einen Prozess bei der Blank-Konstruktion, bei dem Carbon-Tape um die Außenseite der Blankwand gewickelt wird. Die spiralförmige Wicklung ermöglicht den Bau extrem steifer und schneller Blanks und wirkt gleichzeitig dem Verwinden des Blanks entgegen.

Shimano ist der erste Hersteller auf dem Markt, der in der Lage ist, das Carbon-Tape über den kompletten Blank zu wickeln - vom Griffende bis in die Spitze, also dort, wo die Ruten besonders anfällig für Twists sind. Ein weiteres Highlight ist der exklusive Carbon Monocoque Griff von Shimano, der leicht in der Hand liegt und wunderbar ausbalanciert ist. Er verbessert sowohl Feinfühligkeit als auch Rückmeldung und überträgt jede Berührung und jeden Anfasser direkt in die Hand des Anglers.

Neu ist der Carbon Monocoque, der direkt aus dem Blank hervorgeht und zusammen mit dem Custom Ci4+ Rollenhalter als “Bissverstärker“ fungiert. Damit erreichen wir nicht nur eine Gewichtsersparnis, sondern ermöglichen es, dass die Vibrationen des Köders und die Bisse bis ins letzte Glied der Rute transferiert werden. Man fühlt ganz deutlich jede Bewegung des Köders und kann jeden noch so zaghaften Biss mit einem Anhieb beantworten. Die Carbon Monocoque-Konstruktion bietet also die volle Kontrolle über das Geschehen am Köder und eröffnet Shimano dadurch die Möglichkeit, den Anglern noch sensiblere Ruten für ein breites Spektrum an verschiedenen Angel-Disziplinen anzubieten.

TAFTEC Spitzen (Tough Construction Power Carbon) bestehen aus vorgestreckten T-3500 Fasern mit geringem Harzanteil. Die Originalstruktur der Fasern bleibt hierbei erhalten, auch wenn sie geschliffen wird. Das Resultat ist eine gratlose Konstruktion, die nach Testangaben 250% stärker und zudem leichter, sensibler und schneller in der Aktion ist. Das Modell ULS2 verfügt über eine TAFTEC ALPHA Solid Tip Spitze für maximale Feinfühligkeit.

Modellübersicht und ihre Einsatzgebiete

Die perfekt gestaffelte Auswahl an Casting und Spinning-Modellen bieten mit Ihrer Aktion (Fast oder Extra-Fast) ein breites Einsatzspektrum. Spinning-Version. Nämlich 6 Casting-Modelle und 5 Spinnings.

Shimano Zodias BFS 168L: Eine spezielle Baitcastrute für Finesse-Anwendungen

Bei meiner Suche nach einer leichten Baitcastrute für Barsch, primär für Finesse- und Gummianwendungen, bin ich schließlich auf die Shimano Zodias BFS 168L gestoßen und habe diese geordert. Die Zodias BFS 168L besticht wie jede andere Rute aus der Serie durch ihre aggressive, aber auch sportliche schwarz-rote Optik. Der strukturierte Blank ist von der Spitze bis zum Rollenhalter mit zusätzlichen Kohlefasermatten umwickelt, welche diesem ein diamant-artiges Finish verleihen. Desweiteren schütz eine Schicht Klarlack den Blank vor äußeren Einflüssen und Beschädigungen, ohne dabei in die Sensibilität einzuwirken.

Fürs bezahlte Geld erhält man eine Fuji Alconite Beringung im K-Style mit rostfreiem Edelstahlrahmen, welche fast so leicht ist wie eine Titanium-Beringung. Geflochtete Schnüre sind für die Alconite-Einlagen kein Thema und auch die Lautstärkeentwicklung ist absolut ok. Der Spitzenring dagegen verfügt sogar über eine SiC-Einlage. Ein Highlight der Shimano Zodias BFS 168L ist definitiv der shimano-eigene CI4+ Rollenhalter. Zum einen ist er für meine Hände optimal ergonomisch und zum anderen empfinde ich die Biss- und Grundkontaktübertragung als überdurchschnittlich gut - jede noch so minimale Vibration wird zuverlässig und klar als Feedback an die Hand weitergeleitet.

Beim Trockenwedeln der Zodias BFS fällt einem sofort die sensible, aber dennoch schnelle Spitze auf. Diese lädt sich bereits bei sehr leichten Ködergewichten auf und katapultiert den Bait auf ansehnliche Weiten hinaus. Nichtsdestotrotz bleibt es eine Finesse-Rute für Barsch, wie es auch ihm Namen mit BFS(Bait-Finesse-System) unverkennlich ausgedrückt wird.

Als Hauptschnur benutze ich die Sunline Cast Away in 10lb, welches gleichzeitig meine erste Schnur auf einer Baitcastrolle war. Die Länge der Zodias BFS 168L von etwas über 2 Meter, macht sich positiv auf die Wurfdistanz bemerkbar und sie ist damit auch für Uferangler (oder wie man auf Englisch sagt „Bank-Fisher“) äußerst gut geeignet. Die sensible, schnelle Spitze in Verbindung mit einem gesunden, stabilen Backbone und der hochauflösende Blank geben vorsichtige Bisse von den Barschartigen extrem akkurat wieder.

Das angegebene Wurfgewicht von 4-12g kann meiner Meinung nach voll ausgereizt werden, denn mein persönliches Limit liegt bei einem 10g Bullet oder Bleikopf an einem 3 Inch Trailer, was in Summe etwa 12g entspricht. Im Drill zeigt sich die Zodias BFS 168L als sicheres Werkzeug mit eingebautem Spaßfaktor. Bereits kleine Barsche machen Dank der sensiblen Spitze schon richtig Fun und ausreichend Power für größere Fische ist trotzdem jeder Zeit vorhanden.

Weitere Modelle und ihre Vielseitigkeit

Shimano Teamangler Christopher Jung - „Die Zodias 172H ist für mich die perfekte Allroundrute fürs leichte Hechtangeln, Zanderangeln und schwere Barschangeln. Sie hat zwar etwas mehr Power als man vermuten lässt, versteckt das aber in einer sehr gutmütigen und dennoch schnellen Aktion. Die Rute hat eine gute Rückmeldung und die angegebenen Gewichte konnte ich auf ordentlich Weite bringen. Die Zodias lädt sich schön auf und lässt sich total angenehm werfen.

So ich habe heute meine Zodias 270M2 erhalten und bin sehr zufrieden. Sie ist ziemlich schnell und feinfühlig mit doch recht starkem rückrat meiner Meinung nach. Kombiniert habe ich sie mit einer Stradic Ci4 2500FB und 0.10er geflochtene. Perfekt ausbalanciert. Ich glaube die 270M2 wäre perfekt als Zwischending. Ich habe zwar nie die 270MH gewedelt aber viele schreiben, dass die mehr wirft als draufsteht. Daher glaube ich, dass die 270M2 gut passen würde.

Vergleich mit anderen Ruten und Preis-Leistungs-Verhältnis

Ich habe die Poison Adrena 1610M und war neugierig, wie sich die Ruten zueinander verhalten. Die Adrena ist mit einer Aldebaran 51 und die Zodias mit einer Curado 71 bestückt. In Geld umgerechnet heißt das, die günstigere Kombo kostet nicht mal die Hälfte der anderen. Der Carbongriff der Adrena ist ja oft kritisiert worden, ich find ihn super. Durch diesen Griff ist die Rückmeldung unglaublich gut. Die Zodias macht den Job aber auch sehr gut.

Gefühlt ist es subjektiv so, dass die Adrena ein bißchen straffer ist, ein bisschen feinfühliger und ein bisschen schneller. Gefühlt. Im Preis-Leistungsverhältnis kann eigentlich nur die Zodias gewinnen. ABER, bedenkt man, dass die Curado knapp ein drittel der Aldebaran kostet, muss man vermutlich sagen, dass es angeltechnisch gesehen kaum einen Grund gibt sich die teure Kombo zuzulegen.

Neueste Entwicklungen und die Zodias 2020

Es kommt eine neue Zodias! Noch leichter. Noch sensibler. Was viele Angler erfreuen wird: Die Cast-Modelle gibt’s als Ein- und Zweiteiler! Alle Spinnings sind? Zweiteiler! Mit der 270 M-2 gibt’s eine krasse Allround-Rute, die sich anschickt, sogar der besten Barschrute der Welt Konkurrenz zu machen. Und es gibt zwei BFS-Versionen! Eine lange 168 LBF (einteilig) und eine etwas kürzere 164 LBF-2 (zweiteilig). Auch in der M-Klasse gibt’s zwei Modelle, nämlich eine zweiteilige 1610 M-2 und eine einteilige 1610 M. Das gleiche Prinzip greift auch bei den H-Zodiassen: die beiden H-Modelle sind gleich lang (7 Fuß und 2 Inch) und werden als Ein- und Zweiteiler angeboten.

Die auffälligste Neuerung ist der neu gestaltete Griff. Der Moosgummi-Abschluss wurde durch einen Carbon Monocoque ersetzt. Das macht die Ruten leichter und erhöht noch einmal die eh schon enorme Sensibilität. Der Griff fungiert nicht nur als Bissverstärker sondern überträgt auch Ködervibrationen und „Störgeräusche“ wie z.B. Krautkontakt oder das Antockern von Kleinfischen.

Ich schwanke derzeit zwischen der Zodias 268L-2 (Wg 3-10 g) und der 268ML-2 (Wg 4-12 g). Vielleicht kann mir jemand helfen, mein Problem zu lösen. Ich möchte vor allem mit der Rute Rigs, Toppies und Twitchbaits fischen und für die meisten Köder denke ich passt die L Variante besser. Es sollen aber auch mal 6 cm Twitchbaits als DD Variante wie Pointer oder Laydown Minnow ran. Hat jemand die L Variante und kann mir sagen, ob sich solche Köder noch halbwegs vernünftig damit führen lassen oder ob die ML die bessere Wahl wäre?

Sicherheitsrichtlinien beim Umgang mit Angelruten

  • Haken vorsichtig handhaben: Decken Sie die Angelhaken immer ab oder entfernen Sie diese von den Ruten für den Transport.
  • Abstand einhalten: Fischen Sie mindestens 10 Meter von anderen entfernt, um Unfälle zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie High Sticking: Biegen Sie Ihre Rute nicht zu stark, während Sie einen Fisch drillen, was als "High Sticking" bezeichnet wird.
  • Vorsicht bei Kohlefaser: Kohlefaserruten sind zwar stark, können aber spröde sein. Kohlefaserruten leiten Elektrizität.
  • Versuchen Sie niemals, Köder oder Vorfächer aus Bäumen oder Büschen herauszuziehen, indem Sie Druck auf die Rute und die Angelschnur ausüben. Dies kann dazu führen, dass der Köder/das Blei in Richtung des Anglers katapultiert wird.

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