Fahrradshorts Arten Vergleich: Die Richtige Wahl für Komfort und Leistung

Radsport ist beliebt bei den Deutschen. Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) gab es im Jahr 2016 rund 4,7 Millionen Menschen, die angaben, ein „ganz besonderes“ Interesse an Radsport zu haben. Und auch der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) - der offizielle Verband für Radsportler im Deutschen Olympischen Sportbund - wächst (trotz minimaler Schwankungen) seit ein paar Jahren stetig: Im Jahr 2015 konnte der BDR rund 137.000 Mitglieder verzeichnen.

Wer allerdings schon einmal länger im Sattel gesessen hat, der weiß, dass es irgendwann ungemütlich werden kann - vor allem im Gesäßbereich. Deswegen ist es gerade beim Radfahren wichtig, dass viel Wert auf die passende Ausrüstung gelegt wird.

In der Kaufberatung zu unserem Fahrradhosen-Vergleich erfahren Sie, worauf es beim Kauf der richtigen Bike-Hose ankommt.

Funktioneller Mehrwert von Radsportbekleidung

Unser Radhosen-Vergleich zeigt: Fahrradbekleidung ist Multifunktionskleidung. Fahrradbekleidung muss heute den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden: Bei Sonnenschein und Hitze soll sie kühlen, an kalten Tagen soll der Körper warm gehalten werden. Wenn der Radsportler schwitzt, möchte er gerne trocken bleiben - selbiges gilt für regnerische Tage.

Gleichzeitig darf es keinerlei Einschränkungen der Bewegungsfreiheit geben und die Weichteile müssen geschützt sein. Moderne Trikots und Fahrradhosen sind Funktionstextilien, die aus Kunstfaserstoffen hergestellt werden. Galten früher noch Woll-Shirts als das Nonplusultra, haben sich heute Polyester-Elasthan-Trikots durchgesetzt.

Diese zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Atmungsaktivität, ihren Windschutz und ihre Wasserundurchlässigkeit aus. Aber Achtung, Naturfasern sind noch nicht vollends abgeschrieben. Gerade in den letzten Jahren geht der Trend wieder zunehmend in Richtung Naturfaser. Hier hat sich vor allem ein Material durchgesetzt: Merinowolle.

Diese kann den Körperschweiß zwar nicht annähernd so gut ableiten wie Kunstfaserstoffe, gilt aber als besonders antibakteriell und geruchsneutral. Im Bereich der Hosen wird sich Merinowolle aber kaum durchsetzen - dafür ist sie zu empfindlich.

Welche Radhosen-Typen gibt es?

In unserem Fahrradhosen-Vergleich unterscheiden wir zwischen drei verschiedenen Arten von Radhosen, die wir Ihnen in folgender Tabelle einmal näher erläutern werden:

KategorieBeschreibung
Radhose (lang/kurz)gehört (zusammen mit dem passenden Trikot) zur Grundausstattung eines jeden Radsportlers
Material: meist Mischgewebe aus Polyester/Polyamid und Elasthan
Sitzpolster schützt Gesäß und Genitalbereich
liegt sehr eng an - geringer Windwiderstand
Eigenschaften: atmungsaktiv, winddicht, abriebfest, rutschfest, reflektierend
kurze Radhosen eignen sich vor allem für milde und warme Tage; an kühleren Tagen sollten Sie zu einem längeren Modell greifen (3/4-lang oder lang)
Hier kommen Sie zu unserem Vergleich von MTB-Hosen.

Hier nochmal die Vor- und Nachteile einer Rennrad-Hose im Vergleich zur MTB-Hose:

  • Rennrad-Hose: hohe Bewegungsfreiheit, besonders aerodynamisch - geringer Windwiderstand, sehr atmungsaktiv, Sitzpolster schützt Gesäß und Weichteile.
  • MTB-Hose: weniger abriebfest, nicht sonderlich „stylish“.

Welche Kriterien sind beim Radlerhosen-Kauf zu beachten?

Größe & Länge

Wenn Sie eine Fahrradhose kaufen möchten, sollten Sie zunächst einmal darauf achten, dass diese richtig sitzt, also weder zu eng noch zu weit ist. Einige Hersteller stellen Größentabellen bereit, mit deren Hilfe Sie die optimale Größe ermitteln können. Da die Werte - je nach Hersteller - stark variieren können, lassen sich an dieser Stelle keine pauschalen Angaben dazu machen, welche Größe für welchen Hüft- oder Taillenumfang geeignet ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Länge der Hose: Prinzipiell unterscheidet man zwischen kurzen, 3/4-langen und langen Radlerhosen. An warmen Sommertagen sollten Sie zu einer kurzen Hose greifen, 3/4-Hosen eignen sich vor allem für die Übergangszeit (Frühjahr, Herbst). Im Winter empfehlen wir Ihnen eine lange Fahrradhose: Die meisten Hersteller bieten spezielle Wintermodelle - meist sogenannte Softshell-Hosen, die warm halten und gleichzeitig mit einer besonders atmungsaktiven Membran punkten können.

Tipp: Für sehr kalte Tage gibt es auch Fahrrad-Beinlinge, die über die Waden gezogen werden und zusätzlich Wärme spenden sollen. An regnerischen Tagen raten wir Ihnen zu einer wasserdichten Überhose. Diese kann in der Regel sehr schnell übergestreift werden - und zwar ohne, dass Sie die Schuhe ausziehen müssen.

Das Sitzpolster

Das Herzstück einer jeden Radlerhose ist die Polsterung. Eine Fahrradhose mit Polster schützt die Nerven im Damm- und Schambereich und beugt Überhitzung und Wundreiben vor. Aufgrund der Tatsache, dass beim Fahrradfahren ein Großteil des Gewichts auf dem Sattel lastet, sollte ein bequemes Sitzpolster also nicht unterschätzt werden. Dieses besteht in der Regel aus antibakteriellem Kunstfaser-Material (nur noch sehr selten aus Leder) und ist entweder fest eingenäht oder beliebig herausnehmbar.

Bei Radlerhosen für Damen fällt das Polster für gewöhnlich etwas breiter aus. MTB-Hosen kommen hin und wieder auch ohne Polsterung daher: In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich eine Fahrradunterhose zuzulegen, die gepolstert ist und unter der MTB-Hose getragen werden kann.

Enganliegende Radlerhosen werden immer ohne Unterhose getragen (mehr dazu später).

Weitere Eigenschaften

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Nähte: In den „empfindlichen Tragebereichen“ kommen Radhosen in der Regel ohne Nähte aus, da diese drücken und scheuern könnten. Und auch ansonsten werden die Nähte aus ebendiesem Grund besonders flach gehalten, damit keine Knubbel entstehen, die den Tragekomfort beeinträchtigen könnten.

Achten Sie beim Kauf also darauf, ob Ihr persönlicher Fahrradhosen-Testsieger über sogenannte „Flachnähte“ verfügt. Die meisten Fahrradhosen weisen zudem eine „Antirutsch-Gummierung“ im Beinsaum auf, die dafür sorgt, dass die Hose nicht nach oben rutscht.

Vor allem bei langen Radhosen kann es außerdem vorkommen, dass am Beinsaum ein Reißverschluss angebracht ist, der das An-bzw. Ausziehen der doch recht engen Hose erleichtert. An dunklen Tagen oder in den Abendstunden sorgen Reflektoren für eine erhöhte Sichtbarkeit. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie auf schlecht beleuchteten Straßen unterwegs sind.

Fragen und Antworten rund um das Thema Fahrradhosen

Wie eng darf eine Fahrradhose sein?

Eine Radlerhose sollte sehr eng sitzen, sich also in etwa so anfühlen wie eine „zweite Haut“. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass sie nirgends zwickt oder kneift. Zwar ist der Stoff in der Regel sehr elastisch, wenn Sie aber das Gefühl haben, die Hose schnürt Ihnen den Unterleib ab, dann wird sie zu eng sein!

Lassen Sie sich nicht irritieren: Das Polster sollte - bei optimalem Sitz - ein bisschen im Schritt drücken. Bei einer Hose, die zu weit ist, rutscht die Polsterung mitunter unangenehm hin und her - das sollte auf jeden Fall vermieden werden, da so schmerzhafte Scheuerungen entstehen können.

Wie und wie oft sollte man eine Fahrradhose waschen?

Vor dem Wiedergebrauch Ihrer Hose sollten Sie unbedingt darauf achten, dass auch das Sitzpolster vollständig getrocknet ist. Gerade feuchte Polster stellen einen guten Nährboden für Pilze und Bakterien dar - hier sind Hautentzündungen vorprogrammiert!

Nach einer langen Tour ist Ihre Hose oft vollgeschwitzt - mitunter setzen auch Sonnenschutzmittel und Sitzcreme den Fasern zu. Auf Mehrtagestouren empfehlen wir Ihnen deswegen, Ihre Radlerhose nach jedem Einsatz mit lauwarmem Wasser abzuspülen und dann zum Trocknen aufzuhängen.

Die gründliche Wäsche erfolgt dann in der Maschine: Je nach Herstellerangabe sollten Sie Ihre Hose bei 30 bis 40 °C waschen - am besten drehen Sie sie vorher auf links. Wir raten Ihnen, den Schonwaschgang einzulegen und ausschließlich Flüssigwaschmittel zu verwenden.

Achtung: Verzichten Sie in jedem Fall auf Weichspüler und Vollwaschmittel mit Bleichmitteln - diese schaden den empfindlichen Elasthan-Fasern.

Was zieht man unter einer Fahrradhose an?

Das kommt auf die Art der Hose an: Da MTB-Hosen oft auch ohne Sitzpolster daherkommen, empfehlen wir Ihnen in diesem Fall, auf längeren Touren zusätzlich eine gepolsterte Fahrradunterhose zu tragen.

Unter klassischen Radlerhosen (sowohl Herren- als auch Damenmodellen) trägt man keine Unterwäsche. Was nützen antibakterielle Sitzpolster und eine minimierte Anzahl an (Flach-) Nähten, wenn Sie eine Unterhose tragen, die nicht antibakteriell wirkt und deren Nähte Hautirritationen auslösen können?

Gleichzeitig kann der Gummibund der Unterhose beim Radfahren einschnüren - Scheuern und Einschneiden werden durch Schweiß und Feuchtigkeit sogar zusätzlich begünstigt. Verzichten Sie also auf Unterwäsche, wenn Sie auf den Sattel steigen, und beugen Sie Hautirritationen und Entzündungen vor!

Welche Marken/Hersteller sollte man kennen?

Zu den bekanntesten Herstellern von Rennrad-Bekleidung zählen zweifelsohne das österreichische Unternehmen Löffler, die US-amerikanische Firma Gore und das schweizerische Unternehmen ASSOS. In folgender Liste finden Sie weitere Namen, über die Sie während Ihrer Suche nach der besten Fahrradhose stolpern könnten:

  • Löffler
  • Gore
  • Assos
  • Gonso
  • Brubeck
  • Adidas
  • Vaude
  • Stanteks
  • Airtracks
  • iCreat
  • ALLY
  • Jako
  • Puma
  • Baleaf
  • Berkner
  • Lixada

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