Simson Moped oder Mokick – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Heute erleben die kultigen »Ostmopeds« ein echtes Comeback. Warum sie damals so beliebt waren und heute wieder aufblühen, zeigen wir in diesem Blogbeitrag. Simson war für die vielen verschiedenen Mokick- und Moped-Baureihen wie etwa die berühmte Vogelserie mit den klangvollen Namen Schwalbe, Spatz, Star, Sperber und Habicht bekannt oder auch für die weitverbreiteten Modelle S50 und S51, die oft einfach als »Simmen« bezeichnet wurden.

Geschichte und Bedeutung der Simson-Fahrzeuge

Nicht selten, vor allem in den 1960er-Jahren, nahmen die Zweiräder aus Zschopau vordere Plätze im internationalen Motor- und Endurosport ein und galten als gute und zuverlässige Konstruktionen, die sich auch im westlichen Ausland verkauften. So sind die Fahrzeuge etwa in Großbritannien bis heute ausgesprochen beliebt. In Zschopau wurden auch Sonderfahrzeuge für die Volkspolizei und die NVA produziert.

In der Geschichte der DDR sind aber nicht nur Suhl und Zschopau als Standorte des ostdeutschen motorisierten Zweiradbaus zu nennen, sondern auch Ludwigsfelde in Brandenburg. Denn in den Jahren 1955 bis 1964 wurden dort, im VEB Industriewerke Ludwigsfelde (später: Automobilwerke Ludwigsfelde), vier verschiedene Rollermodelle gebaut, ehe das Werk sich ganz dem Lastkraftwagenbau widmen musste.

In Ermangelung einer ausreichenden PKW-Produktion sorgten Mopeds, Roller und Motorräder für individuelle Mobilität in der DDR, während die motorisierten Zweiräder in der Bundesrepublik ab den 1970er-Jahren mehr und mehr zu Sport- und Freizeitgefährten avancierten. So kann die DDR zurecht als Zweiradland bezeichnet werden, denn die kurzfristige Verfügbarkeit ohne lange Wartezeit und die im Vergleich zum Auto moderaten Preise trugen zur hohen Verbreitung der motorisierten Zweiräder in der DDR bei.

Die Rolle der Simson-Mokicks für Jugendliche

Gerade bei Jugendlichen hatten die Mokicks von Simson mit ihren 50 ccm und 60 km/h Höchstgeschwindigkeit durchschlagenden Erfolg, denn sie durften bereits von 15-Jährigen gefahren werden. Dies gilt bis heute, da diese Regelung Teil des Einigungsvertrages von 1990 war. Mit über 1,6 Millionen gebauten Fahrzeugen sind die verschiedenen Simson S50/S51-Baureihen bis heute die meistgebauten Kleinkrafträder Deutschlands.

Das Ende der DDR-Zweiradproduktion und der Kultstatus heute

Zwar war die DDR-Zweiradproduktion nach dem Übergang in das vereinigte Deutschland etwas sanfter gefallen als die der Hersteller der vierrädrigen ostdeutschen Fahrzeuge, der überwältigenden Konkurrenz aus Japan oder Italien hatten sie aber langfristig kaum etwas entgegenzusetzen. In der Planwirtschaft noch heißbegehrt, waren sie über Nacht im Niedrigpreissektor der bundesdeutschen Marktwirtschaft gelandet. Schnell war in den Nachwendejahren die große Zeit der motorisierten Zweiräder für den Alltagsgebrauch in den neuen Bundesländern vorbei.

Mit der Schließung des MZ-Werks 2008 und dem endgültigen Produktionsende 2012 endete die industrielle Serienproduktion ostdeutscher motorisierter Zweiräder nach einer gut 70 Jahre dauernden Geschichte. Dies bedeutet aber nicht, dass auch die Geschichte der produzierten Fahrzeuge aus der DDR vorbei ist, ganz im Gegenteil. Heute genießen die Simsons und MZ aus dem untergegangenen Staat Kultstatus und es hat sich eine lebendige Schrauber-, Bastler und Liebhabercommunity entwickelt.

Mit den letzten Entwicklungsstufen der Motoren M451 und M 471, die noch zu DDR-Zeiten in Suhl entwickelt wurde, wird auch heute wieder ein Teil der ostdeutschen Zweiradindustrie in Thüringen hergestellt.

Der 2-Takt-Motor in Simson-Mopeds

Ein 2-Takt-Motor war in vielen der von der ehemaligen DDR-Firma Simson produzierten Mopeds und Motorrädern, wie der Simson Schwalbe, der Simson S51, der Simson S50, der Simson KR51 und dem Simson Spatz, zu finden.

Ein 2-Takt-Motor ist im Vergleich zu einem 4-Takt-Motor einfacher aufgebaut und benötigt weniger bewegliche Teile, was ihn zu einer platzsparenden Option für kleinere Fahrzeuge wie Mopeds und Motorräder macht. Die Simson-Modelle, die mit 2-Takt-Motoren ausgestattet waren, hatten auch den Vorteil einer höheren Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe.

Die Funktionsweise eines 2-Takt-Motors ist durch die Zündung einer Kraftstoff-Luft-Mischung innerhalb des Zylinders gekennzeichnet, die eine Kraft erzeugt, die den Kolben nach unten drückt und so die Kurbelwelle dreht. Die Ein- und Ausstoß der Gase werden durch den Kolben gesteuert, der den Einlass und Auslass des Zylinders öffnet und schließt.

Ein weiteres Merkmal von 2-Takt-Motoren, wie sie in den Simson-Mopeds zu finden sind, ist, dass sie Öl direkt in den Kraftstofftank einmischen, um den Motor zu schmieren und zu kühlen. Dies führt jedoch zu einer höheren Emission von Schadstoffen, insbesondere von Kohlenwasserstoffen, Stickoxiden und Kohlenmonoxid.

Insgesamt waren 2-Takt-Motoren in den Simson-Mopeds und Motorrädern eine platzsparende Option mit einer höheren Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe. Allerdings waren sie auch lauter, weniger kraftstoffeffizient und emittierten mehr Schadstoffe als 4-Takt-Motoren.

Warum ist ein 2-Taket so effektiv?

Ein 2-Takt-Motor ist aufgrund seiner Einfachheit und des geringeren Gewichts im Vergleich zu einem 4-Takt-Motor effektiver. Ein weiterer Vorteil von 2-Takt-Motoren in Simson-Mopeds ist, dass sie aufgrund ihrer geringeren Anzahl beweglicher Teile weniger Wartung benötigen.

Bei einem 2-Takt-Motor erfolgt der Ein- und Auslass der Gase und die Zündung der Kraftstoff-Luft-Mischung in nur zwei Hüben (Einspritz- und Ausstoßhub), während es bei einem 4-Takt-Motor vier Hübe (Ansaug-, Verdichtungs-, Arbeits- und Auspuffhub) gibt. Dadurch können 2-Takt-Motoren eine höhere Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe erzeugen, was sie ideal für kleinere Fahrzeuge wie Simson-Mopeds macht.

Die 2-Takt-Motoren in Simson-Mopeds sind in der Regel kleiner und einfacher aufgebaut als 4-Takt-Motoren und benötigen daher weniger bewegliche Teile. Dies führt zu einer höheren Zuverlässigkeit und reduzierten Wartungskosten.

Simson Modelle im Überblick

Jedes Modell der Simson-Reihe hat seinen eigenen Charme und Zweck. Simson ist mehr als nur ein Name auf glänzendem Chrom - es ist ein Stück Motorradgeschichte, das sich durch die Jahrzehnte hindurch in den Herzen der Menschen verankert hat. Von der legendären Schwalbe bis zum vielseitigen S51 - jedes Modell erzählt seine eigene Geschichte.

Simson Star

  • Motor: Ausgestattet mit einem 50ccm Motor, der in den Versionen von 1964 bis 1986 eine Leistung von bis zu 3,6 PS erreichte.
  • Design: Der Star bietet ein einfacheres, klassisches Moped-Design mit minimaler Verkleidung.

Simson Schwalbe KR51

Die Simson Schwalbe KR51, die zwischen 1964 und 1986 produziert wurde und eine beeindruckende Stückzahl von über 1.176.640 Einheiten erreichte, ist nur ein Beispiel für die tiefe Verwurzelung der Marke in der DDR. Doch die Faszination für Simson endet nicht mit dem Fall der Mauer.

Bis heute sind Fahrzeuge wie die Schwalbe KR51 Teil des deutschen Straßenbildes und erleben ein Revival in der Oldtimer-Szene. Die Möglichkeit, klassische Modelle wie die S50/51 oder KR51/2 in elektrische Fahrzeuge umzubauen, zeigt, dass die Marke auch in der heutigen Zeit noch für Innovation steht.

Jedes dieser Simson-Modelle bietet eine einzigartige Kombination aus Stil, Leistung und Zweckmäßigkeit, die sie zu einer geschätzten Wahl für verschiedene Fahrer macht.

Simson S51

Die Simson S51 zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus und ist berühmt für ihre Langlebigkeit und Leistung.

Unterschied zwischen Moped und Mokick

Moped(s): Simson S50 B1 Bj. ich habe deletzt mein moped angemeldet, jetzt ist mir aufgefallen dass ich es als Moped (Fahrrad mit Hilfsmotor) und nicht als Mokick(Kleinkraftrad) angemeldet habe.

Moped(s): Simson S50 B1 Bj. ich habe es als Moped (Fahrrad mit Hilfsmotor) und nicht als Mokick (Kleinkraftrad) angemeldet. Das bekommt mein Versicherer auch nicht auf die Reihe, obwohl ich es schon mehrfach ansagte. Da steht jedes Jahr was anderes drin, aber nie das richtige - "Mokick".

Ein Moped ist doch nicht zwingend ein Fahrrad mit Hilfsmotor, wer erzählt denn sowas. Den Spatz gab es z.B. auch als Moped und später dann als Mokick. Der Unterschied vom Ganzen ist die Art wie man den Motor startet. Vielleicht ist der Begriff „Fahrrad mit Hilfsmotor“ auch nicht hilfreich.

Das ist auch wenn nur ein Schönheitsfehler. Mir ist aber auch schon passiert, dass obwohl die Daten vom Vorjahr übernommen wurden, ich plötzlich eine einsitzige Mofa mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit hatte. Das ging ja gar nicht. Die Fahrgestellnummer war aber eigenartigerweise geblieben. Ein kurzer Anruf bei der Versicherung, und das Problem war erledigt. Ich bekam einen neuen Versicherungsschein mit 2-Sitzer und 60 km/h Höchstgeschwindigkeit. Allerdings stand da jetzt Mokick. Eigentlich ist die Schwalbe ja ein Roller.

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