Wer sein Motorrad putzt, muss sich natürlich auch dem Sitz zuwenden, oft auch einfach als Sitzbank bezeichnet.
Der Wechsel einer Motorradsitzbank ist alles andere als preiswert. Deswegen sind die meisten Biker auch darum bemüht, dass Sie sich Ihre Motorradsitzbank lange erhalten.
Doch gerade der Motorradsitz gehört zu den Komponenten, die während der Fahrt, aber auch während des Überwinterns stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
Materialien und die Richtige Reinigung
Die Materialien können verschiedene sein und doch findet man immer den passenden Reiniger, den man einfach auftragen kann und dann wieder entfernt, wenn er einwirken konnte.
Somit hat man im Grunde überhaupt keine Mühe und muss auch nicht lange den Sitz polieren, damit er wieder an Farbe gewinnt.
Wichtig ist nur, dass man passend zum Material das richtige Mittel für sich nutzt.
Um Vorurteile aus dem Weg zu räumen, möchten wir noch einmal betonen, dass Kunstleder prinzipiell so lange halten kann wie Leder.
Beide Materialien haben einen erheblichen Vorteil: Die Oberflächen sind glatt und lassen sich mit einem feuchten Lappen einfach abwischen.
Somit können Staub und kleinere Flecken problemlos entfernt werden.
Reinigung von Leder- und Kunstledersitzbänken
Für Leder und Kunstleder Sitzbänke gibt es zum Beispiel den Sitzreiniger S100 von Dr. Wack.
Kauft man das passende Mittel, kann der Sitz perfekt gereinigt und gepflegt werden.
Man kann den Dreck schnell entfernen, die Farbe wieder kräftigen und wird sich somit auf die Ausfahrt mit seinem Motorrad freuen.
Reinigung von Sitzbänken mit Polsterbezug
Während sich Leder und Kunstleder Sitzbänke noch recht einfach reinigen lassen, sieht es bei einer Sitzbank mit Polsterbezug schon ganz anders aus.
Häufig müssen Sie die Sitzbank aufwendig reinigen, denn in das textile Gewebe dringen Flecken sehr schnell und vor allem auch tief ein.
Haben Sie sich tief im Gewebe erst einmal festgesetzt, werden Sie diesen nur schwer wieder Herr.
Zumal die falsche Technik hier schnell dazu führt, dass die Flecken noch schlimmer aussehen als vorher.
Tipps und Tricks für die Reinigung
- TIPP: Um Beschädigungen zu vermeiden, sollten Sie spitze und scharfe Gegenstände meiden.
- Verwenden Sie für die Reinigung der Motorradsitzbank einen speziellen Reiniger.
- Hier haben sich in den letzten Jahren 2in1-Lösungen durchgesetzt, bei denen Reinigungs- und Pflegelösung in einem Produkt angeboten werden.
- Ohne viel Kraft- und Zeitaufwand tragen Sie den Reiniger, den Sie meistens in einer Sprühflasche bekommen, auf die Oberfläche auf.
- Anschließend wird er mit einem Tuch in die Materialien eingerieben und sorgfältig auf der Sitzbank verteilt.
- Der Reiniger entfernt Schmutz und Staub, sorgt aber auch dafür, dass die Bezugsmaterialien wieder strahlen.
Wann sollte man die Motorradsitzbank pflegen?
Wann genau Sie Ihre Motorradsitzbank pflegen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Die Reinigung sollte öfter vorgenommen werden, denn gerade bei einem echten Biker wird der Motorradsitz auch hart beansprucht und umso besser man ihn pflegt, desto länger wird er halten und wird so schnell nicht ausgewechselt werden müssen.
Denken Sie immer daran: Immer wenn Sie mit dem Motorrad unterwegs sind, wird die Sitzbank stark beansprucht.
UV-Schutz
Die meisten Pflegeprodukte für die Motorradsitzbank enthalten aber einen gewissen UV-Schutz.
Vor allem für die Farbe des Sitzbankbezugs ist die Sonne eine enorme Belastung.
Reinigung von Ledersitzbänken
Haben Sie sich für eine Ledersitzbank entschieden, besteht die größte Gefahr darin, dass das Material mit der Zeit brüchig wird und reißt.
Es verliert in diesem Fall einfach an Geschmeidigkeit.
Spezielle Lederpflegemittel können das vermeiden.
TIPP: Online erhalten Sie Lederpflegemittel oftmals zu einem viel günstigeren Preis.
Als Pflegemittel werden vorwiegend zwei Varianten angeboten.
Zum einen gibt es die Lederpflegemilch und zum anderen können Sie sich für den Lederbalsam entscheiden.
Mehrmals im Jahr sollten Sie Ihre Ledersitzbank mit einem solchen Pflegemittel behandeln. Besonders wichtig ist das nach dem Sommer.
Die starke Sonneneinstrahlung stellt im Sommer für die Lederbezüge Ihrer Sitzbank eine besondere Herausforderung dar, insbesondere wenn das Möbel beispielsweise unter einem Fenster stand.
Die UV-Strahlen und die enorme Temperaturentwicklung tragen hier dazu bei, dass die Bezüge Risse bekommen und das Leder beschädigt wird.
Weiterhin verblassen die Farben des Lederbezugs durch das Sonnenlicht.
Auch eine Ledersitzbank sollten Sie regelmäßig reinigen.
Hier brauchen Sie neben destilliertem Wasser vor allem Neutralseife.
VORSICHT: Wenn Sie die Ledersitzbank reinigen, sollte diese auch nicht benutzt werden.
Wird das Leder nass und mit Seife behandelt, dehnt es sich unter Belastung aus.
Reinigen Sie mit der Neutralseife gründlich die gesamte Ledersitzbank und achten Sie dabei insbesondere auf Ecken und die Stelle zwischen Lehne und Sitzfläche.
Nachdem Sie die Seife aufgetragen haben, müssen Sie besonders darauf achten, dass Sie diese wieder gründlich entfernen, sonst bleiben weniger schöne Flecken zurück.
Damit das Leder nach der Reinigung nicht so anfällig für Flecken ist, gehen Sie einfach ein wenig Lederfett auf den Bezug.
Obwohl Leder robust ist, ist es recht fleckenanfällig.
Haben Sie eine Sitzbank mit einem hellen Lederbezug können sich Jeans für Sie sehr schnell zum Erzfeind Nummer 1 entwickeln.
Sie hinterlassen auf dem Lederbezug schnell unschöne Flecken, die Sie mit Wasser und Seife leider auch nicht wieder loswerden.
TIPP: Mit einem hellen Radiergummi geht es Jeansflecken auf Lederbezügen an den Kragen.
Reinigung von Polstersitzbänken
Holen Sie möglichst schnell ein sauberes Tuch. Damit können Sie die restliche Flüssigkeit abtupfen, bevor auch diese noch in den Bezug eindringt.
Mit Tuch und Spülmittel wischen Sie immer von außen nach innen, nicht umgedreht.
In vielen Fällen können Sie natürlich auf warmes Wasser zurückgreifen.
Eine Ausnahme sind jedoch Blut, Urin und Eiflecken. Hier ist warmes Wasser keine große Hilfe.
Verwenden Sie stattdessen kaltes Wasser und verzichten Sie darauf, mit dem Tuch zu reiben. So dringen die Partikel nur weitaus tiefer in das Gewebe ein.
TIPP: Verwenden Sie niemals Seife auf textilen Polsterbezügen. Seife ist fetthaltig, um die Haut zu pflegen.
Sie können natürlich auch bei der Polstersitzbank auf einen speziellen Polsterreiniger ausweichen.
In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen des Herstellers halten.
Die Polsterreiniger gibt es als Pulver und Schaum.
Neben der regelmäßigen Reinigung sollten Sie die Sitzbank mit Polsterbezug regelmäßig einer Grundreinigung unterziehen.
Auch diese ist wichtig, um hartnäckigere Verschmutzungen zu entfernen.
Krümel und ähnliches saugen Sie im Alltag am besten mit dem Staubsauger ab.
Weitere Tipps und Überlegungen
- Bei der Auswahl des Reinigungs- und Pflegemittels müssen Sie unbedingt darauf achten, wofür dieses geeignet ist.
- Nicht nur auf dem Motorrad, sondern auch im Wohnbereich muss eine Sitzbank regelmäßig gereinigt werden, zumal Sie auch hier mit ganz unterschiedlichen Besonderheiten konfrontiert werden.
- In modernen Wohnkonzepten werden im Esszimmer und in der Küche heute vorwiegend pflegeleichte Sitzbänke verwendet, die sich bei Bedarf einfach abwischen lassen.
- Die Favoriten sind hier Leder und Kunstleder. Beide Bezüge haben glatte Oberflächen.
- Bei der täglichen Pflege greifen Sie auf ein weiches Tuch, beispielsweise aus Microfaser zurück.
- Um Verunreinigungen nach dem Essen zu entfernen, machen Sie das Tuch nass und wischen Sie mit dem nassen Lappen über den Fleck.
- Die meisten Flecken lassen sich so problemlos und rasch entfernen.
- Klebt der Bezug an manchen Stellen, können Sie ein mildes Spülmittel einsetzen.
- Aggressivere Reinigungsmittel sollten Sie aber nicht verwenden.
- Sowohl für Leder als auch für Kunstleder gibt es spezielle Reiniger, die auf die Besonderheiten der Materialien abgestimmt sind und weder zu Verfärbungen führen noch eine zu starke Belastung darstellen.
Schraubertipps zu Motorrad-Sitzbänken
Sie ist alles andere als "für’n Arsch". Denn ohne eine gescheite Sitzbank mangelt es gehörig an des Fahrers Komfort wie auch an Fahrdynamik.
Die Gründe, der Sitzbank zu Leibe zu rücken, sind vielfältig: Spätestens wenn sie durchgesessen ist oder sich Risse zeigen, muss sie erneuert werden.
Oder man will Sitzhöhe durch Auf- oder Abpolstern verändern, hat den Wunsch nach mehr Komfort oder will ihr einen schicken, individuellen Look verpassen.
Ein simpler Bezugwechsel ist auch vom Hobbyschrauber einfach zu bewerkstelligen.
Wird eine größere Veränderung geplant, dann bietet sich der Gang zum Profi mit technisch wie optisch oft herausragenden Ergebnissen an.
Standard-Sitzbank
Motorrad-Sitzbänke sind fast immer ähnlich aufgebaut.
Die Basis ist meist eine Grundplatte aus Kunststoff, bei älteren Maschinen kann sie auch aus Metall bestehen und ist dann zusätzlich rostanfällig.
Darüber sitzt das Polster, bestehend aus einer Lage Schaumstoff, der auf der Platte fixiert ist, und schließlich der eigentliche Bezug, der in der Regel aus Kunstleder besteht und meist an der Grundplatte festgetackert ist.
Das Kunstleder härtet mit den Jahren langsam, aber sicher aus, da sich die im Bezug enthaltenen Weichmacher verflüchtigen.
Dadurch wird er spröde und brüchig, und schließlich bekommt die Sitzbank auch Risse.
Wenn es jetzt noch regnet, dann saugt sich das Polster mit Wasser voll, was die Freude am Sitzen auf Dauer deutlich trübt.
Provisorisch lassen sich kleinere Risse mit Panzerband tapen, das hält aber selten lange und sieht auch nicht wirklich toll aus.
Nicht nur der Bezug, auch das Polster altert und verliert zunehmend seine dämpfende Funktion.
Pflege der Sitzbank
Damit die Sitzbank lange Freude bereitet, ist eine entsprechende Pflege sinnvoll.
Am besten reinigt man sie mit einem weichen Mikrofasertuch, warmem Wasser und Spüli.
Auf keinen Fall sollte man aggressive Reinigungsmittel benutzen.
Anschließend kann ein Kunstleder-Pflegemittel aufgebracht werden, das aber keine Lösemittel enthalten, sondern auf Wasserbasis arbeiten sollte (z. B. Big Block Protectant).
So bleibt der Bezug länger geschmeidig und behält obendrein seine Farbe und seinen Glanz.
Zusammenfassung
Die regelmäßige Motorradpflege sorgt dafür, dass das Bike optisch Eindruck macht.
Bei der Reinigung geht es aber auch darum, den Wert des Motorrads zu erhalten und die Fahrsicherheit zu gewährleisten.
Mit regelmäßiger Pflege können Motorradfahrer die neuwertige Optik ihres Bikes länger erhalten und sorgen dafür, dass es seinen Wert behält.
Darüber hinaus ist das regelmäßige Reinigen auch zentral für die Fahrsicherheit des Motorrads.
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