Es drückt, es zwickt, es reibt. Schmerzen beim Radfahren sorgen dafür, dass du die Ausdauersportart nicht richtig genießen kannst. Viele Radfahrer haben oder hatten schon einmal Schmerzen beim Radfahren. Beim Radfahren treten zwei verschiedene Arten von Schmerzen häufig auf: Druckschmerz und Reibungsschmerz. Manchmal gehen diese Schmerzen weg, sobald sich der Körper an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat.
Häufige Schmerzarten beim Radfahren
Beim Radfahren können verschiedene Arten von Schmerzen auftreten, darunter:
- Sitzschmerzen: Diese entstehen durch Druck und Reibung am Gesäß.
- Hand- und Armschmerzen: Unpassende Fahrradergonomie kann zu Taubheitsgefühlen und Schmerzen führen.
- Rückenschmerzen: Falsche Einstellungen am Fahrrad oder muskuläre Dysbalancen können die Ursache sein.
- Knieschmerzen: Oft durch eine falsche Sitzposition verursacht.
- Fußschmerzen: Können durch unpassende Schuhe, Cleats oder Klickpedale entstehen.
Sitzschmerzen: Ursachen und Lösungen
Schmerzende Sitzknochen und Sitzschmerzen beim Radfahren müssen kein Dauerzustand sein. Sitzschmerzen beim Radfahren können verschiedene Ursachen haben. Diese 3 Dinge sollten unbedingt geprüft werden, wenn es beim Sitzen während dem Radeln weh tut. Oft ist es auch eine Kombination aus den 3 genannten Ursachen. Ein Problem, das sowohl bei Frauen, als auch bei Männern auftreten kann. Schmerzen, Reizungen und Taubheitsgefühle sollte man beim Radfahren nicht auf die Leichte Schulter nehmen.
Falscher Sattel
Ein schmerzendes Steißbein beim Radfahren wird oft durch einen falschen Sattel ausgelöst. Meist liegt es daran, dass der Sattel zu schmal oder weich ist. Viele Menschen denken, dass ein weicher Fahrradsattel bequem ist. Doch das ist nur auf den ersten Blick der Fall. Fährst du längere Strecken, sinkst du zu sehr in den Sattel ein und dein Becken hat keinen richtigen Halt mehr.
Unpassende Radhose
Aber auch unpassende Radhosen können für Druckschmerzen im Intimbereich sorgen. Was viele auch unterschätzen, sind Reibungen im Intimbereich. Ausgelöst durch schlechte Polster oder Unterwäsche. Unter einer guten Radhose trägt Mann oder auch Frau keine Unterwäsche. Die Polster sind antibakteriell und können auch, wie Unterwäsche, gewaschen werden.
Falsche Sitzposition
Als Erstes sollte die Sitzposition überprüft werden. Dann gilt es, Schuhe, Cleats und Klickpedale zu überprüfen, ob diese passend und richtig eingestellt sind.
Weitere Ursachen und Lösungen für Beschwerden beim Radfahren
Hand- und Armschmerzen
Ein unpassendes oder ein falsch eingestelltes Fahrrad können zu einer unnatürlichen Position für die Arme und Hände führen. Richtig schmerzende Hände können durch andere Griffe in den Griff gebracht werden. Meist sind die aktuellen Griffe in einer falschen Größe oder Form. Du könntest auch andere Handschuhe ausprobieren.
Rückenschmerzen
Besonders Rennradfahrer haben oft Rückenschmerzen beim Radfahren. Ein schmerzender Rücken hängt nicht immer mit einem falschen oder falsch eingestellten Fahrrad zusammen. Selbstverständlich sollte das auch unbedingt gecheckt werden. Aber Rückenschmerzen können auch durch muskuläre Dysbalancen ausgelöst werden. Radfahrern wird empfohlen, auch die Rücken- und Bauchmuskeln zu trainieren. Durch gezieltes Krafttraining für Radfahrer können viele Schmerzen verhindert werden.
Knieschmerzen
Radfahren soll eine der besten Sportarten für Menschen mit problematischen Knien sein, denn es ist sehr gelenkschonend. Meist liegt das dann an einer falschen Sitzposition. Gerade dann, wenn die Beine dauerhaft zu sehr gebeugt oder zu sehr gestreckt sind, kann es zu schmerzenden Knien kommen. Hierfür sollte erst mal die Sitzposition überprüft werden.
Fußschmerzen
Außerdem ist es sehr unangenehm, wenn beim Radfahren die Füße anfangen zu schmerzen oder richtig kribbeln und dann einschlafen. Auch für dieses Problem gibt es wieder verschiedene Lösungen.
Die richtige Ausrüstung und Einstellung
In erster Linie hängen Schmerzen immer mit falschen Einstellungen am Fahrrad oder einer falschen Sitzposition zusammen. In allen Fällen ist es zu empfehlen, ein professionelles Bikefitting zu machen. Im Rahmen dessen können verschiedene Quellen, die Schmerzen verursacht werden, herausgefunden werden. Du kannst selbstverständlich auch selbstständig an einigen Stellschrauben drehen und die oben genannten Dinge ausprobieren.
Die perfekte Radhose
Eine gute, bequeme Radhose mit Trägern (auch Bib Shorts genannt) trägt sich leicht und flexibel. Man fühlt sich frei damit und hat den Vorteil, dass immer alles an der richtigen Stelle sitzt. Eine Radhose mit Trägern passt sich einfach perfekt deinem Körper an. Man trägt am besten nichts unter der Radhose - denn wo nichts ist, kann auch nichts aufscheuern beim Radfahren. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du ein gutes Sitzpolster ohne Nähte trägst. Fast alle Radfahrer sind unter der Radhose nackt. Das ist ganz normal und daran gewöhnst du dich sicher schnell.
Sitzcremes
Gegen Reibungen können übrigens auch sogenannte Sitzcremes schnelle Hilfe leisten. Diese wirken kühlend und entzündungshemmend auf die betroffenen Bereiche. Solche Cremes sollten bereits vor der Radfahrt aufgetragen werden. Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass es am Gesäß trotz guter Radhose zu Reibungen kommt. In dem Fall empfehle ich Sitzcreme auszuprobieren. Ich selbst nutze eine solche Sitzcreme gerade bei extremen Belastungen.
Der passende Sattel
Die optimale Druckverteilung auf die Sitzbeinhöcker kann nur gewährleistet werden, wenn der Sattel a) eine Breite hat, die zum Abstand der Sitzbeinhöcker passt und b) diese beiden Kontaktpunkte ausreichend höher liegen als der Rest des Sattels (Stufe zur Sattelnase). Die anatomische Varianz des Abstands der Sitzbeinhöcker zueinander liegt einer eigenen Untersuchung zufolge beim Mann zwischen 9 und 16 cm, bei der Frau zwischen 11 und 17 cm.
Ermittelt wird dieser Wert durch einen Abdruck der Sitzbeinhöcker im Sitzen auf einer Wellpappe (Maß = Mitte - Mitte). Für die passende Sattelbreite werden je nach Einsatzgebiet (Rennrad vs. MTB) 2 bis 3 cm addiert. Es gibt kaum etwas, was die Freude am Radfahren effektiver vermiesen kann als dieses Szenario, das viele Fahrer*innen nur zu gut kennen: Du hast dich seit Tagen auf die Radtour am Wochenende gefreut, dein Fahrrad ist bereit, das Wetter ist ein Traum.
Die ersten Kilometer laufen prima, aber schnell wird die Fahrt unbequem. Was mit einem leichten Druckgefühl beginnt, wächst sich nach kurzer Zeit zu stechenden Schmerzen in den Sitzknochen aus. Eine Zeit ignorierst du es, hoffst, dass du dich daran gewöhnen wirst. Aber bald stehen deine Sitzbeinhöcker in Flammen und du kannst dich nicht mehr im Fahrradsattel halten - die Fahrt ist vorbei und die Stimmung im Eimer. Woher kommen solche Schmerzen an den Sitzknochen und wie kannst du solche Beschwerden bekämpfen?
Ergon CORE 3D®-Satteltechnologie
Ergon hat eine Innovation zu bieten, die du nirgends sonst finden wirst: die CORE 3D®-Satteltechnologie. Hier ist die Sitzfläche schwimmend auf einem Kern aus Infinergy-Polstermaterial gelagert, der sich dank der 3D-Beweglichkeit an die natürlichen Tretbewegungen anpasst. So werden die Sitzknochen entlastet, der untere Rücken mobilisiert und Reizungen, Taubheitsgefühle oder eine Entzündung der Nerven werden effektiv verhindert.
Zusammenfassung der Empfehlungen
Hier ist eine Tabelle mit Empfehlungen zur Vorbeugung und Behandlung von Sitzschmerzen beim Radfahren:
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Falscher Sattel | Sattelbreite an Sitzknochenabstand anpassen, geschlechtsspezifischen Sattel wählen, Sattel mit Entlastungskanal verwenden |
| Unpassende Radhose | Hochwertige Radhose mit gutem Sitzpolster tragen, keine Unterwäsche unter der Radhose |
| Falsche Sitzposition | Sattelhöhe und -neigung richtig einstellen, professionelles Bikefitting durchführen lassen |
| Reibung | Sitzcreme verwenden, atmungsaktive Kleidung tragen |
| Hautirritationen | Haut im Sitzbereich sauber halten und pflegen, Haarentfernung vermeiden oder richtig timen |
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