Skihelm vs. Fahrradhelm: Ein Vergleich

Immer wieder stellt sich die Frage, ob man einen Skihelm auch zum Fahrradfahren verwenden kann und umgekehrt. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Helmtypen.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Viele fragen sich, was der Unterschied zwischen Fahrrad- und Snowboardhelmen ist. Der größte Unterschied dabei ist, dass Fahrradhelme nicht die gleiche Stoßabfangskraft haben im Vergleich zu Ski- und Snowboardhelmen. Es gibt nur sehr wenige Helme, die für beide Sportarten geprüft und zugelassen sind.

Zertifizierung

Ein Velohelm muss die Zertifizierung EN 1078 erfüllen - ein Skihelm darf in Ländern mit so einem Gesetz nur auf dem Rad getragen werden, wenn er AUCH diese Zertifizierung erfüllt. Laut firmeneigener Homepage ist der Kraken nach den Norm EN 1078 zertifiziert. Das heißt, dass er für Fahrradfahrer, Skateboard, Inline und Rollschuh zugelassen ist. Die Norm für Ski- und Snowboardhelme ist die EN 1077.

Belüftung

Skihelme sind für niedrige Temperaturen gedacht, Radhelme sollten auch bei über 30°C noch tragbar sein. Schaut man sich Radhelme an, sieht man, dass sie viel besser belüftet sind als Skihelme. Die Belüftungssysteme von Radhelmen sind auf wesentlich wärmere Temperaturen ausgelegt als bei Skihelmen. Die Folge wäre ein schnelles Auskühlen des Kopfes. Im umgekehrten Fall kommt man mit einem Skihelm beim Biken schnell ins Schwitzen.

Passform und Komfort

Der wichtigste Aspekt ist die Passform. Der Helm muss eng und angenehm zugleich sein - wenn er nicht passt, ist er zum einen unangenehm zu tragen, zum anderen schützt er nicht optimal. Um die richtige Größe herauszufinden, messe den Umfang deines Kopfes an der breitesten Stelle, welche sich in der Regel genau über den Ohren befindet. Die Größen sind je nach Modell und Hersteller unterschiedlich, schaue also bei jedem Helm einzeln in die bei uns angegebene Größentabelle. Viele Helme sind so gemacht, dass du die Passform anpassen kannst, und so einen korrekten Sitz garantierst.

Eignung für verschiedene Jahreszeiten

Ein Skihelm (Wintersporthelm) ist für sportliche Aktivitäten im Winter gemacht. Er eignet sich daher sehr gut auch zum Fahrradfahren - im Winter. Im Sommer ist er natürlich zu warm, aber ein normaler Fahrradhelm ist im Winter ja auch zu kalt! Im Sommer ist ein Skihelm natürlich zu warm, sodass du keine Freude daran haben wirst.

Als Ganzjahresradlerin habe ich im Sommer einen «normalen» Velohelm mit vielen Belüftungsöffnungen, aber im Winter ist der auch mit Kappe darunter zu kalt. Ein hochwertiger Skihelm mit einstellbarer Belüftung ist daher viel angenehmer zu tragen. Die Ohrenklappen sollten abnehmbar sein, man braucht sie erst, wenn es wirklich sehr sehr kalt ist. Ohne die Ohrenklappen sieht der Skihelm dann auch nicht viel anders aus, als die Skaterhelme, die viele Leute auf dem Fahrrad tragen, weil sie die sowieso optisch besser finden.

Sicherheitsaspekte

Ein Snowboardhelm beschützt nicht nur deinen Kopf, sondern gibt dir auch zusätzliches Selbstvertrauen, da du Tricks probieren und schwierige Abfahrten fahren kannst, ohne Angst um deinen Kopf haben zu müssen. Helme haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, es gibt inzwischen sehr viele stylische Helme.

Da es keine Pflicht zum Tragen von Fahrradhelmen gibt, ist man völlig frei in der Wahl seiner Kopfbedeckung. Fahrradhelme müssen z. B. dem Aufprall auf einer Bordsteinkante standhalten, was beim Skifahren eher selten der Fall sein dürfte.

Skihelme werden sogar im Winter als Fahrradhelm-Alternative empfohlen, weil sie sicherer sind als Fahrradhelme (viel höhere Anforderungen) und besser sitzen als die meisten Fahrradhelme auf einer dickeren Mütze.

Weitere Überlegungen

Man kann Skihelme beim Radfahren tragen. Oder blecherne Salatschüsseln. Von Mützen unter dem Sommerhelm halte ich persönlich gar nichts. Der Helm sitzt dann nicht mehr so gut, rutscht zu leicht hin und her und es wird auch schnell mal zu warm.

Wer gut und komfortabel geschützt sein will, sollte sich lieber einen Skihelm und einen Fahrradhelm zulegen.

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