Softshelljacke Fahrrad Herren Test & Vergleich: Die beste Wahl für jede Jahreszeit

Wenn Sie gern Touren mit Ihrem Fahrrad unternehmen und auch bei Regen und Wind unterwegs sind, benötigen Sie passende Fahrradbekleidung, um vor dem schlechten Wetter geschützt zu sein. Doch davor stellt sich die Frage: Was anziehen? Zur Patentlösung hat sich in den vergangenen Jahren Softshell entwickelt. Es ist die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Bekleidungsmaterialien.

Was ist eine Softshelljacke?

Softshell vereint gewissermaßen die mittlere und die äußere Bekleidungsschicht des bekannten Zwiebelprinzips miteinander, denn im Grunde wird eine wetterfeste Außenschicht mit einer isolierenden Innenschicht kombiniert.

Aufbau des Materials

Wie ist das Material aufgebaut? Softshell besteht in den meisten Fällen aus drei Lagen, die fest miteinander verklebt werden - sie bilden das Softshell-Laminat. Die äußerste Schicht besteht aus einem wasserabweisenden und strapazierfähigen Oberstoff. Die Innenschicht ist aus weichem Material, meist Velours oder Fleece, und fällt je nach Einsatzzweck mal dicker, mal dünner aus. Sie soll wärmen und Feuchtigkeit von der Haut abführen. Fast Standard ist eine Membran als Zwischenschicht und dritte Lage, die zusätzlich Wind abhält, dabei aber Wasserdampf von innen durchlässt. Bei den Membranen unterscheidet man zwischen mikroporös und hydrophil: Erstere haben winzige Poren, durch die nur Wasserdampfmoleküle kommen, Regentropfen aber nicht. Es gibt auch Softshells ohne Membran.

Zwei- oder Dreilagig?

Ob die Jacke zwei- oder dreilagig sein sollte, richtet sich nach dem Bedarf. Es gilt: Je atmungsaktiver eine Jacke, desto weniger winddicht. Steht der Schutz vor Wind im Vordergrund, sollte man sich für eine Drei-Lagen-Jacke entscheiden - gerade beim Radfahren wegen des Fahrtwinds eine wichtige Überlegung. Hat die Atmungsaktivität Priorität, können zwei Membranen ausreichen.

Warum eine Softshelljacke zum Radfahren?

Dass sich Softshell-Jacken seit einigen Jahren so großer Beliebtheit erfreuen, ist nicht verwunderlich. Schließlich ist das Material so vielseitig wie kaum ein anderes. Nach außen hin bieten Softshell-Jacken einen Schutz vor Wind und Regen. Natürlich ist dieser nicht vergleichbar mit den sogenannten wasser- und winddichten Hardshells, aber durch winddichte Membrane und Beschichtungen zur Imprägnierung halten sie zumindest leichten Nieselregen und den Fahrtwind vom Körper fern. Gleichzeitig sind Softshells aber sehr atmungsaktiv - so wird Schweiß während des Radfahrens gut vom Körper abtransportiert. Ein weiteres Plus ist die Beschaffenheit des Materials: Softshells sind viel stoffähnlicher als das oft raschelige Material von Hardshells. Softshells sind weich und elastisch und bieten so viel Bewegungsfreiheit - ideal für allerlei sportliche Aktivitäten.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Auf einige Punkte bei der Ausstattung sollte man beim Kauf einer Softshell-Jacke achten. Was den Wetterschutz betrifft, kann der Reißverschluss ein Schwachpunkt bei den Jacken sein. Man sollte darauf achten, dass er unterlegt ist, damit Wind und Regen nicht ungehindert hindurchpfeifen und eindringen können. Hier außerdem wichtig: Eine Reißverschlussgarage am oberen Ende, damit der Reißverschluss nicht am Kinn reibt oder man sich beim Zumachen die Haut einklemmt. Am unteren Bund, den Armen und am Kragen sollte es eine Möglichkeit geben, die Jacke eng abzuschließen, zum Beispiel durch Klettverschlüsse oder Gummizüge. Auch auf ausreichend Taschen innen und außen sollte man je nach Einsatzzweck achten. Zuletzt stellt sich noch die Frage nach einer Kapuze. Ohne Kapuze sollte der Kragen nicht zu weit sitzen.

Besondere Merkmale von Fahrradjacken

Fahrradtrikots haben zwar eine hohe Atmungsaktivität sind aber nicht wasserdicht oder winddicht. Wenn es in Strömen regnet oder schneit und ein starker Wind weht, muss eine ordentliche Windjacke her. Viele Hersteller von Outdoor-Bedarf, wie beispielsweise Vaude, Gore Wear oder Pearl Izumi, haben spezielle Fahrradjacken im Portfolio. Um zu wissen, ob Sie eine Radjacke benötigen oder ob eine normale Regenjacke oder eine Softshell ausreicht, sollten Sie die grundlegenden Merkmale und Unterschiede der verschiedenen Modelle kennen. Auf den ersten Blick fallen sofort zwei typische Eigenschaften von Fahrradjacken auf: Jacken fürs Radfahren haben lange Ärmel und sind am Rücken länger als an der Vorderseite. Somit schützen sie optimal vor Regen und Fahrtwind.

Die Ärmel von Radjacken verfügen meist über ein Stretch-Bündchen oder lassen sich per Klettverschluss verschließen, sodass weder Regen noch Wind eine Chance hat unter die Jacke zu gelangen. Durch die leicht gebeugte Körperhaltung auf dem Rad ist ein längeres Rückenteil notwendig, um auch dort vor eindringender Nässe oder Kälte zu schützen. Außerdem schützt Sie das lange Rückenteil einer Fahrradjacke vor Spritzern, wenn Sie durch Pfützen oder Matsch fahren. Einige Modelle lassen sich zusätzlich am Bund mit einem Kordelzug zuziehen.

Einer der größten Hersteller von hochwertiger Fahrradkleidung ist Gore Wear, das besonders für die bewährte Gore Tex-Membran bekannt ist. Sie zeichnet sich durch die seltene Eigenschaft aus, nicht nur wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv zu sein. Dies sind Attribute, die auch bei Fahrradbekleidung sehr wichtig sind. Wenn Sie auf Tagesausflügen oder mehrtägigen Radtouren unterwegs sind, benötigen Sie nicht nur Schutz vor äußeren Witterungsbedingungen, sondern auch eine gute Belüftung. Nur mit einem luftigen, atmungsaktiven Material herrscht ein angenehm trockenes Klima unter der Jacke. So können auch schweißtreibende Touren oder Trainingseinheiten mit hohem Tragekomfort genossen werden. Wer besonders sportlich unterwegs ist und Wert auf optimale Beweglichkeit legt, sollte außerdem auf flexible Materialien an den Ärmeln sowie am Rücken achten - hier kommen Softshells in Frage.

Reflektierende Elemente sind vor allem wichtig für Radfahrer, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen unterwegs sind, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Wenn Sie auch im Winter häufig radfahren, sollten Sie bei Ihrer Fahrradjacke neben Reflektoren auch auf Winddichtigkeit achten, denn vor allem in der dunklen Jahreszeit ist der kalte Fahrtwind sehr unangenehm. Zudem sollte eine Kapuze vorhanden sein, die groß genug ist, damit darunter noch ein Fahrradhelm Platz findet. Wenn Sie für alle Outdoor-Abenteuer gewappnet sein möchten und gern mehrere Kleidungsschichten miteinander kombinieren, schauen Sie sich auch noch bei anderen Funktionsjacken um, zum Beispiel bei Fleece- oder Daunenjacken. Thermojacken mit synthetischer Fütterung haben im Vergleich zu Daunenjacken den Vorteil, dass sie auch im feuchten Zustand nicht ihre Wärmewikrung verlieren. Beim Radfahren im Winter sollten Sie also am besten zu einer Thermojacke greifen.

Fahrradfahrer haben oft nur die besten Ansprüche an ihr Material: Demnach muss die perfekte Fahrradjacke sowohl winddicht als auch wasserabweisend und bestenfalls auch noch atmungsaktiv sein. Jahrelang mussten sich ambitionierte Radler entscheiden: Sollte die Jacke möglichst leicht sein, musste an Funktion gespart werden. Wer allerdings mehr Funktionen will, muss mit einem höheren Gewicht leben. Das gilt größtenteil auch noch heute.

Test & Vergleich: Unsere Empfehlungen

Wir haben in unserem Test neun Jacken ausprobiert, die sich gut für die kommende Übergangszeit eignen - manche eher für die kühlen, andere für die wärmeren Tage. Der Test soll ein breites Spektrum abbilden: Auf der einen Seite haben wir Softshells getestet, die sportlich und eng geschnitten sind und zum Beispiel durch einen verlängerten Rücken oder lange Ärmel speziell für das Radfahren ausgelegt sind. Hier stehen Shimano, Endura, Scott, Gore und Sugoi auf dem Programm. Auf der anderen Seite haben wir in diesen Test auch Softshell-Jacken von Vaude und Switcher aufgenommen, die sich von Design und Stil gut für urbane Radfahrer eignen. Die letzten beiden Testkandidaten stammen von den Outdoor-Marken Norrona und Tatonka: Für längere Reisen oder den Freizeitsport suchen viele Jacken, die universell einsetzbar sind.

Alle Softshell-Jacken im Testfeld verfügen über eine Membran als Zwischenschicht, preislich unterscheiden sie sich aber erheblich.

Hier ist eine Auswahl der besten Fahrradjacken für Herren im Test & Vergleich:

Modell Note Besondere Eigenschaften
Vaude Oimsa Sehr gut 100 % winddicht, atmungsaktiv, wasserabweisend, reflektierende Elemente, verstellbare Kapuze
Ettore Night Eagle II Sehr gut Sehr wasserabweisend, schnell trocknend
Gore Wear Phantom Sehr gut Verlängerter Rücken, winddicht, sehr atmungsaktiv
Inbike ICM7103-BK-S Sehr gut Winddicht, atmungsaktiv, abnehmbarer Hut
Ettore Herren Fahrradjacke Sehr gut Sehr atmungsaktiv, wasserabweisend
Baleaf Windjacke Sehr gut Rutschfester Saum, mit Kapuze, zwei Innentaschen
Airtracks wlj108 Sehr gut Sehr wasserabweisend, reflektierende Elemente

Weitere Empfehlungen und Alternativen

  • Rab Borealis Jacke: Leicht, geschmeidig, elastisch und ein echtes Preis-Leistungswunder.
  • Mammut Ultimate VII SO Hoodie Jacke: Bietet gute Belüftung durch Unterarmreißverschlüsse und schützt mit Kapuze und hohem Kragen effektiv vor Wind und Wetter.
  • Marmot Pinnacle Driclime Hoodie Jacke: Überzeugt mit Wind- und Nässeschutz durch eine hervorragende Imprägnierung.
  • Dynafit Transalper DST: Macht im Test des Outdoor-Magazins vor allem beim Trailrunning, Biken und Klettern eine gute Figur.
  • Fjällräven Abisko Lite Trekking Jacke: Bietet Wetterschutz auf Top-Niveau und kann bei Bedarf mit Grönlandwachs imprägniert werden.
  • Black Diamond Alpine Start Hoody: Konzentriert sich auf das Wesentliche und punktet mit robustem und leichtem Material.
  • Ortovox Windbreaker Jacke: Überzeugt mit federleichtem Gewicht und sportlicher Passform.
  • Vaude Elope Hybrid Jacke: Eine funktionale, gut sitzende, mittelwarme und windabweisende Hybridjacke mit grünem Gewissen.
  • Mountain Equipment Switch Pro Hooded: Erweist sich im Praxistest der Outdoor als eine der Jacken „mit dem besten Klimakomfort“.
  • Dynafit Free Alpha: Angenehm warm, weich und gleichzeitig atmungsaktiv auf der Innenseite.
  • Ortovox Westalpen Swisswool Hybridjacke: Verdient sich das überragende Testurteil des Outdoor Magazins mit seinem „maximalen Klimakomfort“ vereint mit optimalem Tragekomfort und „hoher Elastizität“.

Fazit

Die Wahl der richtigen Softshelljacke für Herren zum Radfahren hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Achten Sie auf die Passform, die Atmungsaktivität, den Wetterschutz und die Ausstattung, um die ideale Jacke für Ihre Touren zu finden.

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