sollso Laufrad Test NDR: Mobilität für Erwachsene neu definiert

Das Laufrad ist eine geniale Erfindung, das ist nichts Neues. Neu ist die Nutzung des Laufrades für Menschen höheren Alters mit Einschränkungen des Bewegungsapparates. In diese Lücke springt nun ein Startup aus Schleswig-Holstein.

Das Konzept mag zunächst seltsam erscheinen: Ein Laufrad, das wir normalerweise mit Kindern assoziieren, als Fortbewegungsmittel für Erwachsene. Doch sollso® sieht darin eine Chance, die Mobilität und damit die Lebensqualität vieler Menschen signifikant zu verbessern.

Mit einem Gewicht von nur 5,2 Kilogramm bietet das sollso®-Laufrad eine leichte und wendige Alternative zum herkömmlichen Fahrrad. Der Rahmen und die Gabel sind aus Carbon gefertigt. Das komplette Laufrad für Erwachsene wiegt nur 5,2 KG und ist ganz einfach zu bewegen. Das Gefährt aus Carbon gewährleistet die notwendige Stabilität und Sicherheit für seine Nutzerinnen und Nutzer.

Ein kleiner Schwung genügt, um dem Tempo eines Fußgängers zu entsprechen. Es geht schließlich um entspannte Mobilität und Sicherheit. Zuverlässige V-Brakes Bremsen vorne und hinten garantieren ein optimales Bremsverhalten.

Ein Laufrad für Erwachsene? Was ungewöhnlich klingt, hat durchaus seine Berechtigung. Es gibt viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine herkömmlichen Fahrräder oder Pedelecs nutzen können. Mal kurz zum Einkaufen, ins Lieblingscafé oder zum Arzt gehen: Mobilität ist das A und O für eine aktive Teilhabe am Alltag. Doch mit zunehmendem Alter oder bei Bewegungseinschränkungen werden oft die Beine und der Gleichgewichtssinn schwach. Dann wird das Fahrrad zu unsicher, für den Rollator fühlen sich die meisten noch zu fit.

„Es ist beeindruckend, wie viele Menschen aufgrund von körperlichen Einschränkungen vom Straßenverkehr ausgeschlossen sind.

Das Unternehmen bietet eine Vielzahl von Modellen an, darunter das „sollso elan“ in lebendigen Farben wie Orange, Magenta und Schwarz sowie klassischere Töne wie Dunkelgrün und Hellgrau matt.

Hinter sollso® steht die Sollso Laufrad UG aus Moorrege bei Hamburg, ein Unternehmen, das aus persönlicher Inspiration heraus gegründet wurde.

Heinrich Schnitzer, der zuvor 15 Jahre einen Maschinenbaubetrieb leitete, wurde durch die Mobilitätsherausforderungen seines 85-jährigen Vaters zur Entwicklung des Laufrads für Erwachsene angeregt.

Der Senior merkte irgendwann, dass es mit dem Rad doch zu unsicher wird. Er montierte also den Antrieb ab und baute so den ersten Prototypen eines Laufrads für Erwachsene. Das Produkt wurde dann verfeinert und einmal von Grund auf neu designt.

Der Name sollso® entstand übrigens auf humorvolle Weise während einer Testfahrt: „Kaputt oder soll so?“, wurde Schnitzer gefragt.

Es gibt hier auch einen TV-Bericht im NDR mit Albrecht Schnitzer, in dem er seine Idee erklärt.

Mit der Einführung des sollso®-Laufrads wagt das Unternehmen einen mutigen Schritt in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft, in der Mobilität nicht vom Alter oder von körperlichen Fähigkeiten abhängt. Die positiven Rückmeldungen und das wachsende Interesse bestätigen das Potenzial der Innovation.

Die Bewegung mit dem Laufrad entspricht der Philosophie des zu Fuß-Gehens. Das Laufrad wird entsprechend der Straßenverkehrsordnung auf dem Gehweg benutzt. Man passt sich einfach dem Fußgänger an.

Unser Fazit: In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer wichtiger werden, bietet sollso® eine Antwort auf die Frage, wie wir Mobilität neu denken und gestalten können, damit jeder, unabhängig von seinen körperlichen Voraussetzungen, am mobilen Leben teilhaben kann.

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