Mountainbike-Griffe sind entscheidend für Kontrolle und Komfort auf dem Trail. Sie bieten sicheren Halt und absorbieren Vibrationen, was die Handgelenke schont. Die meisten Modelle bestehen aus Gummi oder Silikon und sind ergonomisch geformt. Die Preise variieren je nach Qualität und Marke, liegen jedoch durchschnittlich zwischen 20 € und 30 €.
So wurde getestet
Wie sicher liegt ein MTB-Griff in der Hand, auch auf ruppigem Terrain? Im Test zählten nicht nur Grip und Rutschfestigkeit, sondern auch Komfort und Vibrationsdämpfung. Es zeigte sich, ob die Griffe Druck gut verteilen oder schnell Ermüdung verursachen. Auch Montage und Haltbarkeit spielten eine Rolle: Sitzen sie sicher am Lenker oder verdrehen sie sich?
Testsieger: SQlab 7OX
Die SQlab-7OX überzeugten als Performance-Griff mit maximalem Grip und ergonomischer Form. Die durchdachte Gummimischung bietet eine perfekte Kombination aus Kontrolle und Dämpfung. Besonders für Trail- und Enduro-Fahrer eignet sich das Modell hervorragend. Zwar liegt der Preis leicht über dem Durchschnitt, doch Haltbarkeit, Sicherheit und Fahrgefühl machen diesen Griff zum Testsieger für MTB-Fahrer.
SQlab 7OX im Detail
Der SQlab-7OX zeigt bereits beim ersten Anfassen, dass er für anspruchsvolle Einsätze entwickelt wurde. Die Kombination aus harter Innenstruktur und weicher Außenschicht sorgt für Stabilität und guten Grip. Das Design ist funktional und bietet eine griffige Oberfläche mit klaren Strukturzonen für verschiedene Handbereiche. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Keine sichtbaren Gussnähte oder Materialfehler, stattdessen eine präzise gefertigte Oberfläche. Besonders auffällig: Der Gummi fühlt sich griffig an, ohne klebrig zu wirken - ein Problem, das bei vielen günstigeren Griffen auftritt. Beim ersten Greifen fällt die leicht taillierte Form positiv auf. Sie unterstützt eine natürliche Handhaltung und verbessert die Kontrolle, besonders auf ruppigen Trails. Insgesamt macht der SQlab-7OX einen sehr professionellen Eindruck und vermittelt direkt das Gefühl, dass hier Performance und Komfort vereint wurden.
Testbericht: SQlab 7OX
Der 7OX von SQlab musste sich im MTB-Griff-Test auf verschiedenen Untergründen beweisen. Grip, Komfort und Stabilität standen dabei im Fokus, denn ein hochwertiger MTB-Griff muss sicheren Halt bieten und gleichzeitig Erschütterungen abfedern. Besonders auf schnellen Trails zeigt sich, wie gut die Konstruktion durchdacht ist. Direkt beim ersten Grip fällt die markante Struktur auf. Die Kombination aus feinen und groben Profilbereichen sorgt für spürbar besseren Halt, ohne dass die Hände abrutschen. Gerade bei kräftigem Lenkerzug bleibt die Position stabil. Die leicht taillierte Form fördert eine natürliche Handhaltung, was sich besonders bei längeren Fahrten positiv bemerkbar macht. Mit dem Lock-On-System lassen sich die SQlab-7OX-Griffe einfach und sicher montieren. Die Schraubklemme verhindert ein Verdrehen, sodass die Griffe auch bei hoher Belastung fest sitzen. Das empfohlene Anzugsdrehmoment von 3Nm sorgt für eine optimale Fixierung ohne Materialschäden. Auch bei aggressivem Fahrstil überzeugt der 7OX-MTB-Griff von SQlab. Die leicht gepolsterte Außenschicht reduziert den Druck auf die Handballen, ohne das direkte Fahrgefühl zu beeinträchtigen. Besonders auf Wurzelpassagen und felsigem Untergrund fällt auf, dass Vibrationen effektiv gedämpft werden. Wer oft lange oder technisch anspruchsvolle Strecken fährt, profitiert von dieser Kombination aus Grip und Komfort. Die Montage verlief problemlos. Dank der Innenklemmung bleibt die gesamte Grifffläche nutzbar, ohne störende Schellen an der Außenseite. Die Klemmschraube lässt sich mit wenig Kraft sicher anziehen, sodass der Griff fest am Lenker sitzt. Selbst unter hoher Belastung verdreht er sich nicht - ein klares Plus für aggressive Trail- und Enduro-Fahrer. Die Markierung auf den SQlab-7OX-Griffen zeigt die richtige Montageposition. So wird eine optimale Ergonomie gewährleistet. Ein weiterer Vorteil zeigt sich in schnellen Richtungswechseln. Die feste, aber nicht zu harte Gummimischung ermöglicht präzise Steuerimpulse, ohne dass zu viel Griffkraft nötig ist. Dadurch lassen sich Kurven sauber anfahren, ohne die Hände übermäßig zu belasten. Gerade in anspruchsvollem Gelände kommt dieser Vorteil stark zur Geltung. Auch bei längerer Nutzung bleibt der Grip stabil. Die Oberfläche fühlt sich auch nach intensiver Beanspruchung noch griffig an, ohne Anzeichen von Abrieb. Der Gummi verklebt nicht durch Handschweiß, was besonders an warmen Tagen ein wichtiger Faktor ist. Fahrer, die auf lange Haltbarkeit und gleichbleibenden Grip setzen, bekommen hier eine solide Lösung.
Allrounder: Fifty-Fifty MTB Griffe
Die Fifty-Fifty-MTB-Griffe bieten eine gelungene Balance aus Komfort und Kontrolle. Die weiche Gummimischung absorbiert Vibrationen zuverlässig, während das Dual-Lock-On-System für sicheren Halt sorgt. Besonders auf längeren Touren punktet das Modell mit angenehmem Griffgefühl. Zwar fehlt der bissige Grip aggressiver Performance-Griffe, doch für Touren- und All-Mountain-Fahrer ist dies eine solide Wahl.
Fifty-Fifty MTB Griffe im Detail
Der Fifty-Fifty-MTB-Griff wird schlicht in einer Plastikverpackung geliefert. Hier steht Funktion über Präsentation, was den Fokus klar auf das Produkt legt. Kein übertriebenes Design, sondern ein klassischer Lock-On-MTB-Griff ohne auffällige Extras. Das Material fühlt sich angenehm an, weder zu weich noch klebrig. Die feine Riffelstruktur sorgt für soliden Grip, ohne sich unangenehm in die Hand zu graben. Wer ein dezentes Profil bevorzugt, das sich auch ohne Handschuhe angenehm anfühlt, wird hier gut bedient. Zudem ist der MTB-Griff angenehm leicht. Verarbeitung und Befestigung machen einen soliden Eindruck. Keine unsauberen Kanten oder Gussnähte, stattdessen eine schlichte, saubere Konstruktion. Die Dual-Lock-On-Klemmringe versprechen eine einfache Montage und einen festen Sitz am Lenker. Ein funktionaler Griff ohne große Überraschungen, aber mit einer grundsoliden Basis.
Testbericht: Fifty-Fifty MTB Griffe
Die Fifty-Fifty-MTB-Griffe bringen eine eigene Charakteristik ins Testfeld. Weicher als der SQlab 7OX, dezenter als der Reetee - hier steht Komfort vor maximalem Grip. Wer Wert auf angenehmes Fahrgefühl und leichte Dämpfung legt, bekommt hier eine interessante Option. Die Montage der Fifty-Fifty-Griffe ist unkompliziert. Dank der Lock-On-Klemmen lassen sie sich schnell befestigen und bieten einen sicheren, rutschfesten Sitz. Beim ersten Anfassen fällt die geschmeidigere Gummimischung auf. Die feine Riffelung sorgt für soliden Halt, allerdings fehlt das aggressivere Profil, das man bei stärker strukturierten Griffen findet. Mit Handschuhen ist die Haptik angenehm, ohne störendes Kleben oder übermäßige Reibung. Ohne Handschuhe bleibt das Gefühl neutral - ausreichend Grip, aber kein extra „Biss“. Der große Unterschied zeigt sich auf ruppigem Terrain. Die weichere Mischung absorbiert spürbar mehr Vibrationen, was auf langen Touren eine Wohltat für die Hände ist. Dafür fehlt die direkte Lenker-Rückmeldung, was in technischen Passagen oder schnellen Kurven auffällt. Wer eine präzise Steuerung gewohnt ist, muss sich etwas mehr anstrengen. Beim Fahren überzeugen die Fifty-Fifty-Griffe durch ihre gelungene Mischung aus Komfort und Kontrolle. Das Material dämpft Vibrationen, ohne das Fahrgefühl zu schwammig zu machen. Besonders auf längeren Touren oder ruppigen Trails sorgt die griffige Struktur für sicheren Halt - mit oder ohne Handschuhe. In Sachen Ergonomie bleibt das Design neutral. Kein ausgeprägter Flansch und keine auffällige Taillierung - wer eine spezielle Handführung sucht, ist mit anderen Modellen besser beraten. Dafür lassen sich die Griffe vielseitig einsetzen, egal ob für Touren, Trail oder All-Mountain. Die Montage ist klassischer Lock-On-Standard. Mit zwei Schraubklemmen pro Griff sitzt das Ganze äußerst fest, was auch nach intensiver Fahrt so bleibt. Anders als beim SQlab-7OX stehen hier die Klemmringe außen minimal über - funktional kein Problem, optisch Geschmackssache. Nach ein paar Stunden im Einsatz bleibt das Material stabil. Keine auffällige Abnutzung, aber langfristig könnte die weiche Mischung schneller verschleißen. Besonders in hitzigen Sommermonaten könnte das weiche Material schneller nachgeben als härtere Mischungen. Dennoch bleibt die Oberfläche angenehm, auch wenn die Hände schwitzen. Dank des Dual-Lock-On-Systems sitzen die Griffe sicher. Ein klarer Vorteil ist die Anpassungsfähigkeit. Der Griff eignet sich für verschiedene Handgrößen und ermöglicht eine entspannte Haltung auf langen Strecken. Wer ein Modell sucht, das sich komfortabel fährt, ohne die direkte Kontrolle komplett zu verlieren, wird hier gut bedient.
Komfort-Favorit: Reetee Fahrradgriffe
Die Reetee-Fahrradgriffe setzen auf Komfort mit ergonomischen Finger-Einkerbungen und einer weichen Gummimischung für gute Dämpfung. Das doppelte Lock-On-System sorgt für festen Sitz, doch bei Nässe oder schwitzigen Händen fällt der Grip etwas schwächer aus. Wer eine preisbewusste Lösung für Touren sucht und Komfort über maximale Kontrolle stellt, wird hier gut bedient.
Reetee Fahrradgriffe im Detail
Ergonomische Finger-Einkerbungen machen sofort klar: Diese Griffe setzen auf Komfort und unterscheiden sich deutlich von klassischen Rundmodellen. Die Formgebung unterstützt eine entspannte Handhaltung, was vor allem auf längeren Touren spürbar sein dürfte. Auch die Verarbeitung hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Sauber gegossenes Material ohne störende Kanten oder Gussnähte sorgt für ein angenehmes Griffgefühl. Die Gummimischung fällt spürbar weicher aus als bei härteren Performance-Griffen, was eine bessere Dämpfung verspricht. Beim ersten Greifen fällt die angenehme Haptik auf. Die Oberfläche bietet Führung, ohne die Hand zu fixieren, wodurch ein neutrales, komfortables Fahrgefühl entsteht. Wer einen griffigen, tourenfreundlichen MTB-Griff sucht, dürfte hier gut aufgehoben sein.
Testbericht: Reetee Fahrradgriffe
Die Reetee-Fahrradgriffe für das MTB zeigen direkt ihre größte Stärke: Komfort steht klar im Mittelpunkt. Die ergonomische Form mit Finger-Einkerbungen sorgt für eine entspannte Handhaltung und reduziert Druckstellen. Auf längeren Strecken fällt das positiv auf, da weniger Ermüdung auftritt. Die ergonomische Form der Reetee-MTB-Griffe entlastet Handgelenke und beugt Taubheitsgefühlen vor. Besonders auf längeren Touren sorgt die größere Auflagefläche für mehr Komfort und weniger Belastung auf den Handflächen. Beim Grip zeigt sich eine differenzierte Leistung. In trockenen Bedingungen bieten die Einkerbungen eine gute Führung, ohne die Hand unangenehm einzuschränken. Mit Handschuhen bleibt das Gefühl neutral, während ohne Handschuhe weniger direkter Grip vorhanden ist als bei stärker profilierten Modellen. Besonders auf anspruchsvolleren Trails fehlt die bissige Haftung eines SQlab oder Fifty-Fifty-Griffs. In Sachen Dämpfung überzeugt das weiche Material. Stöße und Vibrationen werden spürbar abgefedert, was vor allem auf Schotter- und Waldwegen angenehm ist. Allerdings geht dadurch auch etwas direkte Lenker-Rückmeldung verloren, was sich auf technische Passagen auswirkt. Wer absolute Kontrolle über den Untergrund sucht, könnte das als Nachteil empfinden. Die Montage gestaltet sich unkompliziert. Das doppelte Lock-On-System hält die Griffe sicher, sodass ein Verdrehen selbst unter Belastung ausgeschlossen ist. Auch nach mehrfacher Demontage bleibt die Klemmung stabil, was nicht bei allen günstigen Griffen der Fall ist. Beim Thema Haltbarkeit dürfte sich das weichere Material auf lange Sicht schneller abnutzen als härtere Performance-Griffe. Im kurzen Testzeitraum zeigte sich keine auffällige Abnutzung, doch langfristig könnte der erhöhte Komfort mit etwas geringerem Verschleißwiderstand einhergehen. Schmutz bleibt leichter haften als bei fester strukturierten Modellen. Eine regelmäßige Reinigung mit Wasser und Bürste hilft, um die Griffigkeit zu erhalten. Positiv ist, dass das Material keine Feuchtigkeit aufnimmt und nicht spröde wird, selbst nach Regenfahrten. Auf längeren Touren zeigt sich der Reetee als komfortabler Begleiter.
Weitere getestete MTB-Griffe
Neben den oben genannten Modellen wurden auch andere MTB-Griffe getestet, darunter:
- Ergon GA3
- RaceFace Chester
- Ergon GP3
- Lizard Skins DSP Grip
- SQlab 711
- SQlab 710
- ODI Longneck
- Aaron Fit Fahrradgriffe
- Hasagei Fahrradgriffe
- Ergon GS1 Evo
- SQlab 702
- Ergon GT1
- Ritchey WCS Ergo
- Revolute Grip-C
- Tatze Sport Grip MTB Griffe
- SOLODRIVE MTB-Griffe
- ESI Grips Chunky
- GD Grip Division MTB Fahrradgriffe
- Velo Ergogel D3 Bar
- PLATT Fahrrad Lenkergriffe
- GUB G-113 Fahrrad Bike Lenkergriffe
Vergleichstabelle
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die getesteten MTB-Griffe und ihre Eigenschaften:
| Griff | Grip | Komfort | Haltbarkeit | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| SQlab 7OX | Sehr hoch | Hoch | Sehr hoch | 24,00 € | Ergonomisch, Innenklemmung |
| Fifty-Fifty MTB Griffe | Mittel | Hoch | Mittel | 28,00 € | Dual Lock-On |
| Reetee Fahrradgriffe | Mittel | Sehr hoch | Mittel | N/A | Ergonomische Finger-Einkerbungen |
| Ergon GA3 | Hoch | Hoch | N/A | N/A | Flügelform |
| RaceFace Chester | Hoch | Mittel | N/A | N/A | Leicht konisch |
Hinweis: Die Preise können variieren und sind als Richtwerte zu verstehen.
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