Spinning Bike Filzbremse wechseln: Eine ausführliche Anleitung

Wenn es um das Warten und Pflegen Ihres Speedbikes geht, ist die Filzbremse eine Komponente, die besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die Filzbremse Ihres Speedbikes ist eine entscheidende Komponente, die für das reibungslose Funktionieren des Bremsmechanismus verantwortlich ist.

Ohne regelmäßige Pflege und Wartung kann es zu Verschleißerscheinungen und einer Beeinträchtigung der Bremsleistung kommen. Eine regelmäßige Wartung und Pflege kann die Lebensdauer Ihrer Filzbremse erheblich verlängern und somit auch die Effizienz und Sicherheit Ihres Trainings verbessern.

Filzbremse ölen: Schritt für Schritt

Schritt 2: Tragen Sie das spezielle Filzbremse-Öl gleichmäßig auf die Filzoberfläche auf.

Die regelmäßige Wartung und Pflege der Filzbremse Ihres Speedbikes sind entscheidend, um die Leistung und Sicherheit Ihres Trainings zu gewährleisten. Mit der richtigen Ölung können Sie die Lebensdauer Ihrer Filzbremse verlängern und für ein reibungsloses Fahrerlebnis sorgen.

Bremsbeläge am Fahrrad wechseln

Von keinem Teil hängt die Sicherheit beim Biken so enorm ab wie von Bremsbelägen. Deshalb sollte man sie regelmäßig checken und rechtzeitig austauschen. So klappt der Wechsel schnell und sicher.

Ein wirklicher Notfall an der Scheibenbremse beim Mountainbike lässt sich meist schon im Vorfeld einer Tour verhindern. Denn anders als beim platten Reifen oder beim abgerissenen Schaltwerk, treten Probleme bei der Bremse in der Regel nicht plötzlich während einer Tour auf. In den allermeisten Fällen kündigt sich ein Bremsversagen in einem schleichenden Prozess an und kann so frühzeitig behoben werden.

Wer regelmäßig seine Bremsbeläge auf ihren Verschleiß hin überprüft, sie rechtzeitig erneuert oder einen schwammigen Druckpunkt nicht wochenlang ignoriert, kann die häufigsten Fehlerquellen im System Bremse entweder in der heimischen Werkstatt selbst oder vom Fachmann beheben lassen.

Wir zeigen im Video exemplarisch an einer Shimano XT-Bremse, wie Ihnen der Wechsel der Bremsbeläge gelingt.

Ein wichtige Info vorab: Eine Scheibenbremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wer daran selbst rumschraubt, sollte wissen, was er tut und vor allem gründlich arbeiten. Ohne ausreichende Schraubererfahrung schadet es nicht, eine Fahrradwerkstatt aufzusuchen und sich Rat bei Experten zu holen.

Die Arbeitsschritte im Detail

  1. Laufrad ausbauen: Um an der Bremse vernünftig arbeiten zu können, muss man als erstes das Laufrad ausbauen.
  2. Belagsicherung entfernen: Entnehmen Sie den Sicherungssplint und lösen Sie die Belaghalteschraube. Bei den meisten Modellen klappt das nach oben, manche Beläge muss man allerdings nach unten aus dem Sattel entnehmen. Heben Sie sich die Feder auf, denn manchmal ist bei neuen Bremsbeläge keine neue Feder dabei.
  3. Neue Beläge einbauen: Die Beläge formschlüssig in die Feder einsetzen und als Paket zusammengedrückt in den Bremssattel schieben.
  4. Beläge sichern: Sichern Sie die Beläge mit Sicherungsschraube und Splint bzw. dem Sicherungssplint.

Wichtig ist, dass man die neuen Bremsbeläge nicht einzeln in den Bremssattel fummelt, sondern als Paket samt Feder einsetzt.

Hat man Bremsbeläge und Laufrad wieder eingebaut muss man die Bremse nun wieder neu einbremsen. Dazu die Bremse in kontrolliertem Umfeld mehrmals richtig heiß bremsen, damit sie ihre volle Bremsleistung entfalten kann.

Ergonomische Einstellungen am Spinning Bike

Die Berechnung der Sattelhöhe kommt aus dem Fahrrad Bereich und funktioniert nur wenn die Kurbelarme am Ergometer zwischen 170 und 175 Millimeter lang sind . Bei kürzeren Kurbeln lässt sich diese Berechnung nur bedingt anwenden.

Die Formel für die Sattelhöhen Ermittlung wurde in den 80er Jahren von dem Schweizer Wilfried Hügi zur Berechnung von Fahrradrahmen entwickelt und wird auch heute noch im Radsport zur Grundeinstellung angewendet. Zur Berechnung wird die Schrittlänge mit dem Faktor 0,885 multipliziert.

Gemessen wird die Innenbeinlänge indem man sich Barfuß mit dem Rücken an eine Wand stellt. Die Füße sollten Schulterbreit auseinander stehen. Das Buch sollte parallel an der Wand anliegen. Danach einfach bis zur Oberkante des Buches messen.

Am häufigsten kommt der Sattelkloben bei Ergometern und Indoor Bikes zum Einsatz. Diese Art der Befestigung stammt vom Fahrrad. Der Sattelkloben verbindet die Sattelstreben mit dem Ende der Sattelstütze. Wird der Sattelkloben gedreht kann der Abstand zum Lenker um 3,5 cm verändert werden.

Dabei wird der Sattel direkt mit der Sattelstütze verschraubt. Auf die Sattelstütze ist dazu eine dreieckige Platte mit drei Bohrungen, geschweißt. In den Sattel sind drei Gewinde eingelassen, die zu den Bohrungen in der Platte passen.

  1. Befestigung mit Sattelkloben

Wer auf seinem Ergometer das gleichen Tritt wie auf seinem Fahrrad haben möchte, sollte darauf achten, dass der Kurbelarm die gleiche Länge hat wie auf dem Fahrrad. Gemessen wird die Kurbellänge von der Mitte des Tretlagers bis zur Mitte der Pedalachse. Die Länge wird in Millimeter angegeben.

Weitere wichtige Aspekte

Beim Ergometertraining bezeichnet man die Umdrehungen der Kurbel pro Minute als Trittfrequenz oder Kadenz. Radsportler trainieren auf dem Ergometer häufig mit einer Trittfrequenz von 90 bis 120 Umdrehungen.

Die hohen Trittfrequenzen von ambitionierten Sportlern sollten auch dem Einsteiger als Messlatte dienen. Bei diesen hohen Drehzahlen ist die Sauerstoffversorgung der Muskulatur und der Krafteinsatz deutlich besser als bei niedrigen Drehzahl.

Allerdings muss das Trainieren mit hoher Trittfrequenz geübt werden, vor allem am Anfang hat man das Gefühl sehr schnell außer Atem zu kommen. Es dauert einige Trainingseinheiten bis sich die motorischen Fähigkeiten so weit entwickelt haben, das man problemlos eine Trittfrequenz von 100 Umdrehungen über eine längere Zeit durchhalten kann.

Beim Wiegetritt bleibt der Sportler nicht auf dem Sattel sitzen, sondern er steht auf. Dazu muss er sicher auf den Pedalen stehen und den Lenker fest umgreifen. Das Fahren im Wiegetritt beansprucht mehr Muskeln vor allem im Oberkörper und den Armen. Besonders häufig wir der Wiegetritt beim Indoorcycling eingesetzt.

Bremssysteme bei Fitnessgeräten

Heimtrainern, Ergometern und Indoor Cycles mit Wattangabe bremsen mit Magnet. Bei Speed Bikes werden überwiegend Filzbremsen verbaut. Magnetbremsen werden in drei Klassen eingeteilt. Elektronische Magnetbremsen kommen bei hochwertigen Heimtrainern und Ergometern zum Einsatz. Der Sportplus SP-HT-9600-iE arbeitet mit einer elektronisch gesteuerten Magnetbremse.

Magnetbremse die elektronisch von einem Motor gesteuert wird. Die Induktionsbremse, oder auch Wirbelstrombremse genannt, ist ebenfalls eine Magnetbremse. Das Magnetfeld wird allerdings nicht durch einen Dauermagneten erzeugt, sondern durch eine elektrische Spule.

Es gibt zwei Arten von Schleifbremsen. Die eine Variante funktioniert ähnlich wie eine Seitenzugbremse vom Fahrrad. Dabei werden zwei Beläge rechts und links gegen die Schwungscheibe gedrückt. Das Modell Sportstech SX 400 aus unserem Test arbeitet mit einer Stempel Filzbremse.

Ältere Geräte können auch noch mit Riemen gebremst werden. Diese bestanden früher aus Leder und später aus Kunststofffasern.

Schwungmasse

Bei der Schwungscheibe handelt es sich nur um die Scheibe die beim Fahrradtrainer angetrieben wird. Die Schwungmasse berücksichtigt zusätzlich das Gewicht der Teile die beim Treten mit bewegt werden müssen, wie beispielsweise die Kurbelarme oder das Antriebsrad und den Antriebsriemen.

Leider gibt es keine einheitlichen Vorgaben welche Teile mit zur Schwungmasse gerechnet werden dürfen, so dass jeder Hersteller seine eigene Berechnung angibt. Dadurch sind diese Werte leider nur schwer vergleichbar. Ein Schwungmassengewicht von 25 bis 40 Prozent vom Gesamtgewicht ist realistisch.

Antriebssysteme

Sportstech SX400 mit starrem Antrieb. Ein Freilauf ist eine Kupplung in Drehrichtung. Diese entkoppelt beim Fahrradergometer den Antrieb von der Schwungscheibe, sobald die Schwungscheibe eine höhere Drehzahl hat als unsere Trittfrequenz.

Die ganze Antriebseinheit ist einfacher und mit weniger Teilen aufgebaut.

Pedalgewinde

Das Gewindemaß 9/16″ (0,56″ x 20 tpi*) ist am weitesten verbreitet und kommt auch am Fahrrad am häufigsten zum Einsatz. Das Maß 1/2″ (0,5″ x20 tpi*) findet sich ebenfalls an Fahrradtrainern. Beim normalen Fahrrad ist diese Größe fast ausgestorben. Man verbaut sie nur noch ab und zu bei Kinderrädern und BMX Rädern.

Die Auswahl an Pedalen für diese Größe ist relativ gering. Hat die Kurbel nicht das richtige Gewinde kann man die Kurbelarme auch komplett austauschen oder mit einem Pedal Gewinde Adapter arbeiten.

Tretlagerwellen und Kurbeln

Die Tretlagerwelle und Kurbeln können auf verschiedene Weisen miteinander verbunden sein. Die meisten Fahrradtrainer haben Tretlagerwellen mit einer Vierkantaufnahme, bei denen man die Kurbelarme auswechseln kann.

Nur sehr einfache oder ältere Geräte haben einteilige Tretlagerwellen bei denen Kurbelarme und die Welle aus einem Stück gefertigt sind.

Der Abstand sollte aus biomechanischen Gründen möglichst gering sein. Ein zu großer Q-Faktor kann zu Kniebeschwerden führen. Allerdings gibt es auch Personen die Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen oder einer Prothese einen größeren Q-Faktor brauchen.

Normen für Ergometer

DIN 32932 A entspricht Ergometern, die ihre Leistung in Watt angeben. Auch die Widerstandsverstellung muss über die Vorgabe von Watt möglich sein. Der maximale Widerstand muss bei mindestens 250 Watt liegen und die Anzeigengenauigkeit darf nicht mehr als 10 Prozent abweichen.

Aus technischer Sicht müssen diese Geräte auch einen Freilauf haben, um zu verhindern das sich die Pedale weiter drehen, wenn der Fahrer aufhört zu treten.

Die DIN 32932 B beschreibt hochwertige Heimtrainer, die mindestens eine Schwungmasse von 5 kg haben. Die Widerstandseinstellung erfolgt mechanisch oder über eine Steuerung im Computerdisplay. Die Widerstandsanzeige erfolgt in Stufen nicht in Watt.

Einfache Heimtrainer werden in der DIN 32932 C geführt. Diese Geräte können auch eine Schwungmasse unter 5kg haben. Bei Geräten mit kleiner Schwungmasse ist auch kein Freilauf notwendig. Der Widerstand muss nicht reproduzierbar sein.

Rollentrainer oder Rollenständer sind in der DIN 32932 D geregelt.

In der EN 957 werden die Fitnessgeräte geregelt. Die Europäische Norm EN 957-1/5 gilt für Trainingsgeräte mit Kurbelantrieb. Damit gemeint sind Fahrradergometer und Fahrradheimtrainer.

In der Klasse A sind die Geräte, die ihre Leistung in Watt angeben. Es muss mindestens eine Leistung von 250 Watt eingestellt werden können. Die Abweichung der Anzeige darf bis 50 Watt bei maximal 5 Prozent und darüber hinaus bei maximal 10 Prozent liegen.

Wird die Leistung über die Drehzahl berechnet, so darf die angezeigte Trittfrequenz (RPM), bei einer Frequenz über 40 Umdrehungen nicht mehr als 5 Umdrehungen pro Minute abweichen.

Problemlösungen

BEI PROBLEMEN

Der Fahrradcomputer schaltet sich nicht ein

  1. Kontrolliere auf der Rückseite, ob die Batterie richtig eingelegt ist ( +/-). Sollte das Problem anhalten, lege eine neue Batterie ein.

Fehler bei Anzeige, Distanz und/oder Geschwindigkeit

  1. Position des Sensors überprüfen. Der Abstand zwischen Sensor und Magnet am vorderen Rad sollte 1 bis 2 mm betragen.
  2. Überprüfe die Parametrierung des Fahrradcomputers, ob Kilometer oder Miles eingestellt sind.Siehe Gebrauchsanweisung für die Parametrierung.

Bei jeder Pedalbewegung knackt es

Lockere die Pedalen um eine Umdrehung und ziehe sie dann sehr fest an.

Das Indoor Bike macht Geräusche

Die Schrauben sind locker:=> Ziehe alle sichtbaren Schrauben an.

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