Der Spreewald ist eine einzigartige Kulturlandschaft im Herzen Europas. Das Besondere sind seine unzähligen Fließe (Flussläufe), welche ein ausgedehntes Wasserlabyrinth bilden und für eine charakteristische Flora und Fauna sorgen. Durch sein flaches Landschaftsprofil und seine sehr gut ausgebauten Radwege gibt es Radelspaß auf Fahrradreisen pur. Der Spreewald Radweg oder Gurken Radweg, wie die Strecke aufgrund der kulinarischen Besonderheit der Region gerne genannt wird, ist in vielerlei Hinsicht besonders.
So handelt es sich um eine Kombination aus gleich drei Rundkursen, in denen die Stadt Lübben den Mittelpunkt bietet. Entsprechend wird der Ort gleich mehrfach angefahren, was jedoch aufgrund der Fülle an Sehenswürdigkeiten durchaus Sinn macht. Genießen Sie Spreewälder Spezialitäten und besuchen Sie das einzige Gurkenmuseum Deutschlands in Lehde.
Der Gurkenradweg im Spreewald
Der Gurkenradweg ist der bekannteste Radweg im Spreewald. Der Gurken Radweg ist ein 250 km langer Rundweg und er verbindet auf ihren Radreisen Sehenswertes im Ober- und Unterspreewald als auch am Rande, Nahezu flaches Gelände, ein gut ausgebautes Radwegenetz und eine einzigartige Wald-, Wiesen- und Flusslandschaft bieten beste Voraussetzungen dazu.
Der Gurken Radweg - Spreewald Radweg führt über rund 250 Kilometer, die nahezu ohne Steigungen auskommen. Gelegentlich radeln Sie durch unwegsames Gelände bzw. Der Gurkenradweg ist eine 260 km lange Rundtour und wird von Radfahrern gern als Sternentour genutzt.
Dabei besuchen Sie die Orte und Sehenswürdigkeiten im Spreewald. Zahlreiche Touren auf dem Gurkenradweg führen Sie entlang von Kanälen, Feldern und Wiesen. Erleben Sie Natur pur und Geschichte hautnah.
Auf der Gurkenradweg-Tour ist die radelnde Gurke Ihr ständiger Begleiter. Entdecken Sie seltene Tier- und Pflanzenarten und erleben Sie das lebendige Brauchtum der in der "Gemüsekammer Deutschlands" lebenden Menschen. Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der ganz jungen Deutschen Geschichte.
Besuchen Sie Museen mit spreewälder Geschichte, kehren in gemütliche Gaststätten ein und entdecken interessante Ausflugsziele der Spreewaldregion. Aufgrund der geringen Steigungen ist das Radfahren auf dem Gurkenradweg auch für den Familienurlaub geeignet.
Wer mit dem E-Bike (Elektrofahrrad) unterwegs ist, findet ein nahezu flächendeckendes Netz an Ladestationen, Akkuwechselstationen im Spreewald. Der Spreewald ist eher ein Flachland.
Start: Da der Gurkenradweg eine Rundtour ist, legen Sie am besten selbst fest, wo Start- und Zielpunkt sein sollen.Dauer: Für die gesamte Tour sollten Sie etwa 5 bis 6 Tage einplanen.
Unsere Empfehlung: Planen Sie etwa 5 Tage für eine Tour auf dem gesamten Spreewaldradweg ein. So können Sie links und rechts noch kurze Abstecher zu Sehenswürdigkeiten im Biosphärenreservat unternehmen. Wer seinen Urlaub mit dem Rad nicht allein planen möchte, nutzt gern die organisierten Radreiseangebote unserer Partner. Von der Buchung der Unterkunft, der Bereitstellung der Fahrräder bis hin zum Gepäcktransport, alles wird für Sie organisiert.
Die Radwanderkarte "Gurkenradweg Spreewald" widmet sich dem gleichnamigen rund 260 km langen Rundweg. Die Beschreibung der Route hat Cottbus als Start- und Zielort, bietet Infos über Vetschau, Lübbenau, Lübben und Peitz. Zudem wird das gesamte Naturschutzgebiet Spreewald, das zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt wurde, beschrieben.
Der Spreeradweg
Wer den Spreeradweg befährt, begibt sich auf eine Tour entlang der Spree von deren Quelle bis zur Einmündung in die Havel. Startend in Eibau, in der sächsischen Oberlausitz, führt die Strecke rund 360 km durch Sachsen, Brandenburg und durch den Spreewald bis nach Berlin.
Die Spree, in Deutschland, entspringt im Oberlausitzer Bergland in drei Quellen am Kottmar und bei Ebersbach-Neugersdorf. Nach insgesamt rund 400 Kilometern Länge, mündet der Fluss in Berlin in die Havel.
Auf ihrem Lauf schlängelt sich die Spree durch das Lausitzer Tiefland, den sehenswerten Spreewald bis ins Berliner Urstromtal. Eine wunderschöne, insgesamt achttägige Radtour auf dem Spreeradweg führt die Radtouristen von Cottbus bis nach Berlin-Köpenick über 241 Kilometer durch zauberhafte und einzigartige Landschaften. Auch führt der Spree-Radweg durch Brandenburg, von Spremberg bis nach Erkner.
Die Radreisen auf dem Spree Radweg führen von Cottbus, der Heimatstadt des Cottbusser Postkutschers, bis vor die Tore von Berlin, zum Hauptmann von Köpenick. Unterwegs durchqueren Sie dem Flusslauf folgend, den Spreewald. Hier und da lädt ein See zum Baden ein. Kulturelle, Abwechslung finden Sie in Beeskow und der Domstadt Fürstenwalde.
Im ersten Streckenabschnitt durch das Lausitzer Bergland bis nach Bautzen müssen zahlreiche Steigungen überwunden werden. Anschließend wird das Gebiet deutlich flacher. Der größte Teil des Spreeradweges führt über asphaltierte und gut ausgebaute Radwege.
Sehenswürdigkeiten entlang des Spreeradwegs
Auf dem Weg liegen historische Städte und einzigartige Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören beispielweise Fürstenwalde, Neubrück, Leibsch und unter anderem auch die Stadt Peitz. Jede einzelne hat ihre besonderen Higlights. Burgen, Museen, Wanderwege und damit die kleinen der Familie nicht zu kurz kommen, die schönsten Spielplätze.
- Eibau: Spreequelle
- Bautzen: historische Altstadt mit Rathaus, Alte und Neue Wasserkunst, Michaeliskirche
- Bärwalde (Boxberg): Bärwalder See, Braunkohlekraftwerk Boxberg (Besichtigung)
- Spremberg: historischer Stadtkern, Kreuzkirche, Postamt, Schloss Spremberg
- Cottbus: Branitzer Park mit Wasserpyramiden, historische Altstadt, Spremberger Turm mit Aussichtsplattform
- Peitz: Festung Peitz; Teichlandschaft
- Burg (Spreewald): Kahnfährhäfen, Bismarckturm, Spreewald Therme
- Straupitz: Holländerwindmühle, Schinkelkirche
- Raddusch: Slawenburg Raddusch, Kunstscheune
- Lübbenau: Freilandmuseum Lehde
- Lübben (Spreewald): Kahnfährhäfen, Paul-Gerhard-Kirche; Schlossinsel mit Naturbadestelle SpreeLagune
- Schlepzig: Agrar- und Bauernmuseum, private Bauerei und Brennerei, Fachwerkkirche
- Neuendorfer See: Wassersportart
- Trebatsch: Geburtsstätte von Ludwig Leichardt
- Beeskow: Burg Beeskow; St.-Marien-Kirche, Stadtmauer mit Wehrtürmen und Mönchsherberge
- Fürstenwalde/Spree: Altes Rathaus; Dom St. Marien
Etappen auf dem Spreeradweg von Cottbus nach Berlin-Köpenick
Eine Besonderheit dieses Gebietes ist die deutsch-sorbische Zweisprachigkeit, denn hier ist die Heimat der Sorben, eine von vier Minderheiten in Deutschland. Bis in unsere heutige Zeit hinein, haben sie sich ihre eigenständige Sprache und Kultur bewahrt. Zweisprachige Orts- und Straßenschilder sind ein erster Hinweis, sorbische Literatur, Musik und Bräuche - wie das alljährliche Osterreiten - gehören zu den Traditionen der Sorben.
Ausgedehnte Wälder und unzählige Teiche und Seen prägen die Landschaft im Norden der Oberlausitz. Etwa ein Fünftel des Areals der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wurde als UNESCO-Biosphärenreservat unter besonderen Schutz gestellt, um den Lebensraum der hier vorkommenden seltenen Tier- und Pflanzenarten zu bewahren.
- 1. Tag: Anreise Cottbus - Cottbus ist ein idealer Ausgangspunkt für diese einwöchige Radtour entlang der Spree. Dabei empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise, denn in Cottbus gibt es einiges zu entdecken.
- 2. Tag: Cottbus - Burg (42 km) - Die erste Etappe führt von Cottbus nach Burg in den herrlichen Spreewald. Die Etappe ist flach und verläuft auf überwiegend asphaltierten Radwegen. Zunächst geht es dabei durch die Peitzer Teichlandschaft, welche mit einer Fläche von rund 1000 Hektar als größtes zusammenhängendes Teichgebiet Deutschlands gilt und für seine Fischzucht weithin bekannt ist. Kurze Zeit später ist die ehemalige Festungsstadt Peitz erreicht, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und sich für eine ausgiebige Rast anbietet. Neben dem historischen Stadtzentrum sind das Hüttenmuseum, die Burganlage und der Festungsturm, wo heute das Heimatmuseum untergebracht ist, besonders reizvoll.
- 3. Tag: Burg - Lübbenau (19 km) - Auf dieser kurzen Etappe geht es entlang von Fließen und Kanälen durch den malerischen Hochwald nach Lübbenau, einem der schönsten Städtchen im Spreewald. Bevor die Tagestour durch den Spreewald richtig gestartet wird, empfiehlt sich ein Abstecher nach Vetschau, nur wenige Kilometer südlich von Burg. Sehenswert sind hier das Schloss, die Wendisch-deutsche Doppelkirche und vor allem das Storchen-Informationszentrum. Ein Muss ist der Besuch von Lehde, einem typischen Ort des Spreewaldes. Ein vielbesuchter Treffpunkt in Lübbenau ist der Fährhafen. Von hier starten die Kähne zu ihren Rundfahrten in den Oberen Spreewald. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten Lübbenaus gehören das Schloss mit Orangerie und Park und die im Stil des Barock erbaute St.
- 4. Tag: Lübbenau - Schlepzig / Krausnick (30 / 46 km) - Nachdem Lübbenau verlassen wurde, geht es entlang des Hauptarms der Spree zunächst nach Lübben. Das sehenswerte Städtchen mit seinen liebevoll restaurierten Gebäuden liegt zwischen dem Ober- und Unterspreewald und lohnt sich für einen längeren Stopp. Nicht versäumen sollte man den Besuch des Schlosses und der Schlossinsel. Auch von Lübben aus werden Rundfahrten auf den typischen Spreewaldkähnen durchgeführt. Nach einer kurzen Wegstrecke ist schließlich Schlepzig erreicht, as als schönstes Dorf im unteren Spreewald gilt. Lohnenswert ist hier der Besuch des Bauernmuseums, das Einblicke in das frühere Leben der Spreewaldbauern gewährt.
- 5. Tag: Schlepzig / Krausnick - Beeskow (56 / 40 km) - Am heutigen Tag vereinen sich die verschieden Spreearme endgültig. Der Weg durch eine reizvolle Landschaft führt zunächst am Neuendorfer See und später am Schwielochsee entlang nach Beeskow. Zwischen den beiden Seen lohnt sich ein Abstecher zum Schloss Kossenwort, welches einst das Lieblingsschloss von König Friedrich Wilhelm I. war und eine bemerkenswerte Dreiflügelanlage im Stil des Barock ist. Im Etappenziel Beeskow sollte man einen Stadtrundgang einplanen, denn es gibt einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt.
- 6. Tag: Beeskow - Fürstenwalde (37 km) - In gemütlicher Fahrt geht es durch eine wunderschöne Landschaft, die von herrlichen Wäldern geprägt ist. Auf den letzten Kilometern bis Fürstenwalde schlängelt sich die Spree zunächst durch das Berliner Urstromtal und wird dann Teil der Oder-Spree-Wasserstraße. Das Etappenziel Fürstenwalde ist eine im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Stadt mit einer liebevoll restaurierten Altstadt. Sehenswert vor allem der Dom St. Marien, das gotische Rathaus und zahlreiche Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen.
- 7. Tag: Fürstenwalde - Berlin-Köpenick (57 km) - Auf der letzten Tagesetappe auf dem Spree-Radweg warten noch einmal einige Höhepunkte auf die Radtouristen. Bevor Berlin erreicht ist, lohnt in Erkner ein Besuch des Gerhart-Hauptmann-Museums, das sich in der Villa Lassen befindet. Besucher erhalten einen Einblick von seinem Leben und Werken. Kurz darauf ist der Müggelsee erreicht. Dabei sollte unbedingt der 30 Meter hohe Müggelturm bestiegen werden, um einen herrlichen Blick auf den See und die reizvolle Umgebung zu werfen. Am Ende der Tour wartet mit der sehenswerten Altstadt von Köpenick noch ein Höhepunkt auf die Radler.
- 8. Tag: Abreise Köpenick - Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Von Berlin aus kann direkt nach Hause gereist werden.
Weitere Informationen und Tipps
Bei Kromlau lockt die weltberühmte Rakotzbrücke im Azaleen- und Rhododendronpark, ein Ort der zum entspannen und spazieren einlädt. Die Bezeichnung Brücke ist etwas irreführend, es ist ein Zierelement des Parkes - daher bitte nicht betreten.
Ein besonderes Kleinod am Ende der Etappe ist die grenzüberschreitende, mit UNESCO Welterbe betitelte Stätte Muskauer Park/Park Mużakowski, bekannt auch unter Fürst-Pückler-Park, in Bad Muskau. Fürst Pückler hat sich selbst durch seine wegweisende Landschaftsgestaltung ein Denkmal gesetzt und einen außergewöhnlichen europäischen Landschaftspark erschaffen.
Zur Blütezeit der Rhododendren und Azaleen lockt Rothenburg Blumenliebhaber in seinen Stadtpark. Zu dieser Zeit ist er ein wahres Blütenmeer. Nahe des Ortsausgangs lädt der Luftfahrttechnische Museumsverein Rothenburg e.V.
Wenn man schon in der Nähe ist, sollte man Bautzen auf jedenfall besuchen. Ihr Mittelalterliches Ambiente hat die Stadt sich bis in unser modernes Jahrtausend bewahrt und ihr Slogan „Viele Türme. Gute Aussicht.“ kommt nicht von ungefähr.
Einen weiteren Abstecher vom Radweg sollte man in die Lessingstadt Kamenz machen. Der bekannteste Sohn der Stadt, Gotthold Ephraim Lessing, war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. In Hoyerswerda locken Spaß und Erlebnis, wie der Zoo, das Renaissanceschloss, die KRABAT-Mühle und noch so vieles mehr.
Einen Katzensprung von hier liegt die noch junge Urlaubsregion Lausitzer Seenland. In den letzten Jahren entstanden hier Seen aus ehemaligen Tagebauen.
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