SRAM MTB Schaltung: Eine umfassende Erklärung

Wer die Funktionsweise der Mountainbike-Gangschaltung verinnerlicht hat, tut sich leichter mit der optimalen Einstellung. Wir erklären die wichtigsten Bauteile einer MTB-Schaltung und erklären die einzelnen Stellschrauben und Bestandteile von Schaltwerk und Schalthebel.

So funktioniert eine Mountainbike-Schaltung

Schaltwerk und Schalthebel sind die entscheidenden Bauteile einer Kettenschaltung. Ein Schaltzug aus Stahlgeflecht (bei mechanischen Kettenschaltungen, z.B. von Shimano) oder ein Funksignal (wie bei den Sram AXS Elektro-Schaltungen) überträgt die Schaltimpulse vom Daumen auf den Antrieb.

Das Schaltwerk

Das sogenannte Schaltwerk sitzt hinten am Bike und ist das essenzielle Bauteil einer Kettenschaltung, damit die Kette über die Ritzel der Kassette wandern kann.

  1. Befestigungsschraube: Mit der großen Inbus-Schraube ganz oben wird das Schaltwerk über das Schaltauge am Hinterbau des Bike-Rahmens befestigt. Das passende Drehmoment fürs Festziehen liegt bei 8 bis 10 Newtonmeter.
  2. Umschlingschraube: Der Abstand zwischen Schaltwerk und Kassette lässt sich mit der Umschlingschraube (im Bild verdeckt) regulieren. Sie sitzt an der Rückseite des Schaltwerks nahe der Schaltaugenbefestigung. Diese Schraube wird von Shimano und Sram auch B-Schraube genannt. Wichtig: Die Umschlingung muss man bei MTB-Fullys immer im SAG einstellen!
  3. Obere Anschlagsschraube: Bei Shimano-Schaltwerken ist die obere Anschlagsschraube mit einem H markiert (high gear), bei Sram-Schaltwerken ist es die innere Schraube. Sie begrenzt den Schwenkbereich des Schaltwerks nach außen. Mit ihr verhindert man, dass die Kette beim Schalten auf das kleinste Ritzel zwischen Rahmen und Ritzel fällt.
  4. Untere Anschlagsschraube: Unter der oberen sitzt die untere Anschlagsschraube. Bei Shimano-Schaltwerken ist sie mit einem L (low gear) markiert, bei Sram-Schaltwerken ist es die äußere Schraube. Sie begrenzt den Schwenkbereich des Schaltwerks nach innen. Damit verhindert sie, dass die Kette beim Schalten auf das größte Ritzel zwischen Speichen und Ritzel fällt. Die Einstellung von elektronischen Schaltwerken funktioniert ähnlich wie bei mechanischen MTB-Schaltwerken.
  5. Zugführung: Die Buchse dient dazu, den Schaltzug mit Hülle (Bowdenzug) in die richtige Position am Schaltwerk zu führen.
  6. Zugklemmung: Die Kombination aus einer Schraube und einem kleinen Klemmblättchen sichert den Zug am Schaltwerk. Die Schraube muss ausreichend festgezogen sein (4-7 Nm), damit der Schaltzug nicht durchrutscht.
  7. Schaltwerksfedern: Die Arme des Schaltwerks sind mit Federn verbunden, die dafür sorgen, dass die Kette auf kleinen Ritzeln genauso gespannt ist wie auf großen. Sie verhindern ein Schlagen der Kette an den Hinterbau.
  8. Schaltröllchen: Die beiden Schaltröllchen sind für die Führung der Kette im Schaltkäfig verantwortlich. Wegen der exponierten Position sammelt sich an ihnen häufig Schmutz. Deshalb sollte man sie regelmäßig reinigen. Sie sind austauschbar. Mit farbigen Schaltröllchen lassen sich optische Akzente setzen.
  9. Schaltkäfig: Um die Kette aufs nächste Ritzel zu hieven, ist eine Querbewegung des Schaltwerks nötig. Die unterstützt der Schaltkäfig mit den Schaltröllchen. Die Länge des Schaltkäfigs ist abhängig vom größten Ritzel der Kassette. MTB-Schaltungen mit zwölf Gängen hinten haben deshalb einen längeren Schaltkäfig als ältere Zweifach-Schaltsysteme mit Umwerfer.

Der Schalthebel

Der Schalthebel am Lenker ist mit einem Schaltzug aus Stahl mit dem Schaltwerk verbunden. Unabhängig vom Hersteller (Shimano oder Sram) funktionieren die Systeme sehr ähnlich.

  1. Oberer Schalthebel: Er dient dazu, die Kette aufs nächstgrößere Ritzel zu befördern. Die Gänge lassen sich dann leichter treten. Im Inneren des Schalthebels befindet sich ein Zahnkranz­-Mechanismus, der durch Einrasten den Zug nach jedem Gangwechsel in der gewünschten Position hält. Zieht man den Hebel stark durch, können bis zu vier Gänge gleichzeitig geschaltet werden. Bei den Schaltvorgängen sollte man Druck von der Kette nehmen, also nicht mit maximaler Kraft treten und gleichzeitig schalten. Der obere Schalthebel darf sich nach dem Schalten aufs größte Ritzel nicht weiter durchdrücken lassen.
  2. Unterer Schalthebel: Ein Druck auf den unteren Schalthebel befördert die Kette aufs nächstkleinere Ritzel, die Gänge werden also schwerer. Genau wie beim Hochschalten sollte man auch beim Runterschalten nicht mit voller Kraft in die Pedale treten.
  3. Zugspannungsschraube: Mit der Einstellschraube für die Zugspannung lässt sich das Kletterverhalten der Kette an den Ritzeln der Kassette feinjustieren. Um die Spannung zu erhöhen, dreht man das Einstellrad heraus (gegen den Uhrzeigersinn bzw. links herum). Um die Zugspannung zu reduzieren, dreht man es rein (im Uhrzeigersinn bzw. rechts herum). Neue Schaltzüge längen sich in der Regel nach einer Weile. Deshalb muss die Zugspannung nachjustiert (meist erhöht) werden.

SRAM MTB Gruppen

Wenn du dir ein neues Mountainbike aussuchst, kannst du auch eine passende Komplettgruppe für dein MTB wählen. Aber für welches SRAM Gruppenset solltest du dich entscheiden? Ein unerfahrener Mountainbiker weiß vielleicht noch nicht genau, aus welchen Teilen sich eine Gruppe zusammensetzt. Kurz gesagt, alle beweglichen Teile deines MTBs gehören zu deiner Komplettgruppe. Zunächst einmal sind das die Schalthebel, der Umwerfer, das Schaltwerk sowie die Bremsen.

Eine günstigere SRAM Komplettgruppe bedeutet nicht automatisch, dass du schlechte Qualität kaufst. Ein Mountainbike-Einsteiger braucht eine ganz andere Komplettgruppe als ein Profi. Der Unterschied liegt vor allem im Material der einzelnen Teile und im Gewicht der Gruppe. Schaue dir dann erst genau an, ob sich auch Teile anderer SRAM Gruppen an diesem Fahrrad befinden.

Mit einem Upgrade Kit kannst du die Komponenten deines MTBs aufrüsten.

Die SRAM MTB Gruppen im Überblick

  • Eagle: Mit der Einführung der 1 x 12-fach Gruppe hat SRAM allen 1 x 12-fach Gruppen den Zusatz "Eagle" gegeben, um - Nomen ist Omen - die Bedeutung zu verdeutlichen.
  • SX Eagle: Die Einsteigergruppe von SRAM ist die SX Gruppe. Diese Komplettgruppe ist als 12-fach (Eagle) erhältlich und wird hauptsächlich bei den Einsteigermodellen eingesetzt. Für relativ wenig Geld kannst du mit einer kompletten 12-fach Gruppe fahren. Der Nachteil der Gruppe ist ihr Gewicht. Die SRAM SX Eagle Gruppe ist zum Beispiel in verschiedenen Cube-Mountainbikes, aber auch in den Einsteigermodellen von Trek, Scott und Giant zu finden. Bei einem Verhältnis von 11 / 50 hast du eine Reichweite von 454 Prozent. Die Komplettgruppe hat auch eine HG Kassette.
  • NX Eagle: Die nächste Gruppe in der SRAM Reihe ist die SRAM NX Eagle. Die NX Gruppe ist als Eagle (1 x 12) erhältlich. Früher gab es auch eine 11-fach Gruppe, aber diese wird bei neuen Mountainbikes nicht mehr verwendet. Die Kassette der NX Eagle Gruppe hat eine HG Passung. Das bedeutet, dass sie auf einen Shimano HG Body mit 9, 10 oder 11 Gängen montiert werden kann. Mit der Kassette hast du eine Reichweite von 454 Prozent.
  • GX Eagle: Die SRAM GX Gruppe ist als 1 x 11, 2 x 11 oder 1 x 12 erhältlich. Die 11-fach Gruppe ist nicht mehr als kompletter Gruppensatz erhältlich. Die einzelnen Teile der Gruppe sind jedoch weiterhin erhältlich. Die GX Eagle enthält einen SRAM XD Body. Damit erhältst du eine Kassette mit einer Übersetzung von 10 / 52 und einer Reichweite von 520 Prozent. Die Schaltgeschwindigkeit unter Druck ist etwas geringer als bei den Top-Gruppen, aber diese Gruppe hat sicherlich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • X01 Eagle: Ab dieser Komplettgruppe befinden wir uns im höheren Segment von SRAM. Die für dieses Gruppenset verwendeten Materialien sind schwerer und nicht so langlebig wie die der XX1 Gruppe. Die SRAM X01 Eagle Gruppe ist also nicht die leichteste, wohl aber die stärkste Gruppe.
  • X01 AXS Eagle: Für Radsportler, die mit einer starken SRAM Komplettgruppe ohne Kabel unterwegs sein wollen, ist die SRAM X01 AXS Eagle Gruppe eine perfekte Wahl. Mit dem kabellosen AXS Schaltsystem gehört diese Gruppe zum Trail- und Enduro-Wettkampfniveau. Die Farbkombinationen dieser Gruppe sind sicherlich nicht unwichtig.
  • XX1 Eagle: Bevorzugst du als Mountainbiker eine möglichst leichte Komplettgruppe? Dann ist die SRAM XX1 Eagle Gruppe die Richtige für dich. Die Gruppe besteht zu einem großen Teil aus Carbon und hochwertigem Aluminium. Im Vergleich zur X01 Gruppe muss man bei der Langlebigkeit der Komponenten ein paar Abstriche machen. Andererseits erhältst du eine leichtere und schnellere Schaltgruppe. Diese Gruppe ist mit einem SRAM XD Body ausgestattet, der dir eine Kassette mit einer Bandbreite von 520 Prozent bietet.
  • XX1 Eagle AXS: Schließlich die letzte der SRAM MTB Gruppen: die SRAM XX1 Eagle AXS. Diese Gruppe enthält die leichtesten Komponenten von SRAM und wird kabellos gesteuert. Die Kassette ist auf einem SRAM XD Body montiert und liefert eine Bandbreite von 520 Prozent. Mit einem Gewicht von nur 1415 Gramm ist die XX1 Eagle AXS eine sehr gute und leichte Gruppe! Außerdem ist das Schalten mühelos und der Verschleiß ist geringer.

AXS App

Mit der AXS App kannst du die Komplettgruppe noch weiter personalisieren. Um deine Fahrräder zu verbinden und die AXS Systeme optimal zu nutzen, kannst du die AXS App benutzen. Die App sucht automatisch nach den neuesten Firmware-Updates. Du kannst die Schaltung nach deinen eigenen Wünschen einstellen und überprüfen, wie die verschiedenen Teile des Sets arbeiten. Drahtlos und elektrisch - das ist die modernste Art zu schalten.

SRAM Transmission: Die Zukunft der MTB-Schaltung

Aber der US-Hersteller SRAM geht noch einen Schritt weiter. Die Transmission Antriebe bestehen aus präzise aufeinander abgestimmten Komponenten, von der Kurbel bis zur Kassette. Dazu ein Schaltwerk, das vor Innovationen nur so strotzt. Und das Schaltauge am Rahmen hat auch ausgedient! Wir stellen die neuen Transmission Gruppen vor.

Die Drahtlos-Technologie schickt verschmutzte und schwergängige Bowdenzüge endgültig in Rente. Ein kleiner Stellmotor am Schaltwerk positioniert den Schaltkäfig so präzise und schnell wie der Blitz unter dem gewählten Ritzel. Eine elektrische Schaltung funktioniert stets und unter allen Bedingungen gleich gut. Vorausgesetzt der Akku liefert Strom.

Schaltauge adé

Mit Einführung des „Universal Derailleur Hanger“ (Universal Schaltauge), kurz UDH, im Jahr 2019 hatte Sram Vorarbeit geleistet für das, was mit der Transmission kommen sollte: Ein Schaltwerk, das direkt an der Schnittstelle zwischen Hinterbau und Steckachse sitzt. Selbst das UDH Schaltauge fällt damit weg. Einzige Voraussetzung: Der Rahmen, respektive Hinterbau, muss mit dem UDH-System kompatibel sein.

Das Transmission Schaltwerk wird oben am Flansch mit Durchführung der Steckachse bombenfest am Ausfallende verschraubt. Das bietet etliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Aufhängung eines Schaltwerks.

Die Vorteile von Transmission

  • Überragende Stabilität: Dadurch dass der Befestigungsflansch quasi das Ausfallende umklammert und zugleich mit der Steckachse fixiert wird, ist das System so stabil, dass es sich nicht einmal verbiegt,wenn sich ein Mensch seitlich auf den Hinterbau stellt.
  • Hohe Pannensicherheit: Das ist mit Transmission so gut wie ausgeschlossen!
  • 100% Präzision: Dank der stets identischen, stabilen und spielfreien Position des Schaltwerks stehen Schaltkäfig und Rollen immer exakt in der Flucht unter den Ritzeln. Die Indexierung des elektrischen Stellmotors garantiert somit immer perfekte Schaltvorgänge unter allen Bedingungen. Aus diesem Grund gibt es auch keine Einstellschrauben mehr, und auf die Anschläge des Schwenkbereichs kann ebenfalls verzichtet werden.
  • Magic Wheel: Für diesen (Un-)Fall hat die Transmission mit dem so genannten Magic Wheel einen weiteren Pannenschutz eingebaut: Das untere Schaltröllchen besitzt eine Gleitfläche zwischen Speichen und Zahnring, so dass sich die Kette weiter drehen kann. Das Magic Wheel gibt‘s bei den Top-Gruppen XX und XX SL.

Transmission Kassette und Kette

Das Transmission System funktioniert deshalb so gut, weil alle Komponenten des Antriebs aufeinander abgestimmt sind. Das gilt insbesondere für die Kassette mit den Ritzeln und die Kette - die eigentlich den schwierigsten Part beim Schaltvorgang bewältigen muss: Nämlich auf der schrägen, mit Zähnen gespickten Rampe hoch und runter zu klettern.

Im Gegensatz zu den bislang üblichen Steighilfen, die sich über alle Ritzel hinweg verteilt haben, gibt es auf der Transmission Kassette exakt vorgezeichnete Schaltgassen, die ausschließlich genutzt werden. Möglich macht‘s die Programmierung des elektrischen Schaltwerks. Der Schaltvorgang wird automatisch erst dann ausgeführt, wenn eine der Schaltgassen quasi „vorbei kommt“.

Transmission Kurbeln

Zu jeder der vier Transmission Gruppen gehört eine eigene Kurbel. Jede hat ihr individuelles Design, und jede ist - wie das Schaltwerk - definitiv ein Hingucker. Je nach Gruppe und Preisklasse unterscheiden sich Materialien und Bauweise: Die Kurbeln der Gruppen GX und X0 sind aus Aluminium gefertigt, die beiden XX Modelle bestehen standesgemäß aus Carbon.

Transmission Pods und App

Das Schaltwerk erhält seine Befehle über Funk von zwei minimalistischen Tastern, genannt Pods.

Die Transmission AXS App steht in den bekannten AppStores für iOS und Android zum Download bereit. Sie dient als Kommandozentrale für alle SRAM AXS Gruppen. Via Bluetooth gekoppelt kannst du individuelle Einstellungen vornehmen oder die Daten deiner Touren analysieren.

Übersicht: Diese Transmission Gruppen gibt es

T-Type - An diesem Kürzel erkennst du in den Specs eines Bikes, dass es sich bei der betreffenden Komponente, beispielsweise dem Schaltwerk, um ein Transmission Schaltwerk handelt. Und wenn von einer Gruppe die Rede ist, sind im Fall der Transmission die Komponenten Schaltwerk, Kassette, Kette, Schalthebel und Kurbel gemeint.

Alle Eagle Transmission Gruppen arbeiten elektrisch/drahtlos und stellen 1 x 12 Gänge zur Verfügung. Die Hierarchie verläuft wie üblich von preiswert nach teuer. Die Unterschiede bei der Performance sind über alle Gruppen hinweg marginal. Das heißt, die GX Eagle Transmission Schaltung wechselt die Gänge genauso perfekt wie eine deutlich teurere XX Eagle. Sehr wohl spürbar sind hingegen die Unterschiede bei den Gewichten. Beispiel: Eine XX SL Eagle Gruppe wiegt unterm Strich rund 500 Gramm weniger als eine GX Eagle.

Bestandteile einer Mountainbike-Gruppe

Klassischerweise besteht eine komplette Mountainbike-Gruppe aus allen Komponenten des Antriebs und der Bremsen. Im Einzelnen sind dies:

  • Schalthebel
  • Schaltwerk
  • Schaltkäfig
  • Umwerfer
  • Kassette
  • Kurbel
  • Tretlager
  • Kette
  • Bremshebel
  • Bremszug oder -leitung
  • Bremssattel
  • Bremsscheibe und Bremsbeläge

Während Shimano komplette Gruppen aus Schaltung, Bremsen und sogar Laufrädern anbietet, umfassen die SRAM-Gruppen „nur“ die Schaltung.

Die Tretkurbel

Hier nimmt die Kraftübertragung ihren Anfang. An den Kurbeln des Tretlagers befinden sich die Pedale, mit deren Hilfe die Antriebsgruppe in Gang gebracht wird. Das Tretlager besteht dabei aus den Teilen Kurbelarme, Kettenblatt bzw. Kettenblätter und der Achse, die beide Kurbeln miteinander verbindet.

Die Anzahl der Kettenblätter gibt dabei Aufschluss über die Anzahl der Gänge, welche deinem Mountainbike vorne zur Verfügung stehen. Aktuell geht der Trend eher in die Richtung „weniger ist mehr“, also weg von drei Kettenblättern, die sich vorrangig noch an Einsteigermodellen finden und hin zu Einfach- und Zweifachkurbeln mit einem bzw. zwei Kettenblättern.

Das Tretlager

Die Tretkurbeln werden auf der Tretlagerwelle befestigt, welche wiederum auf mehreren Innenlagern, dem Tretlager, gelagert sind. Das Gehäuse unterscheidet sich je nach Ausführung des Tretlagers.

Die Kassette (oder das Ritzelpaket)

Die Kassette besteht aus mehreren Zahnkränzen, häufig Ritzel genannt, und befindet sich am Hinterrad des Mountainbikes. Die Kassette bestimmt die Gangzahl am Heck, welche in der Regel zwischen 8 und 12 liegt. Zusammen mit den Kettenblättern ergibt sich daraus die gesamte Gangzahl und Übersetzungsbandbreite.

Die Kette

Die Kette verbindet die Kettenblätter vorne mit der Kassette hinten und ist essentiell für den Antrieb des Mountainbikes. Sie wird fast ausschließlich aus Stahl gefertigt und besteht aus zahlreichen kleinen Gliedern, die eine reibungslose Rotation ermöglichen, sich jedoch nicht verdrehen lassen.

Das Schaltwerk und der Umwerfer

Das Schaltwerk und der Umwerfer verschieben den Lauf der Kette über die Kettenblätter bzw. die einzelnen Ritzel der Kassette. Sie werden in der Regel über ein Kabel angesteuert und leiten über die Manipulation der Zugkraft den Schaltvorgang ein.

Bei Einfach-Schaltungen mit nur einem Kettenblatt vorne wird kein Umwerfer benötigt.

Die Schalthebel

Die Schalthebel befinden sich direkt am Lenker und sind dein Kontrollelement, um den Schaltvorgang über das Schaltwerk und den Umwerfer einzuleiten. Dies geschieht entweder über ein mechanisches Kabel oder einen elektrischen Impuls.

Die Bremsen

Ebenfalls Bestandteil einer Mountainbike Gruppe ist die Bremse. Auch wenn sie in den letzten Jahren immer mehr in eine eigene Kategorie gedrängt wurde, gibt es zu jeder Schaltgruppe die passende Bremse.

Gänge und Übersetzungen

Wie es auch bei Motoren im Auto der Fall ist ermöglichen dir die Gänge beim Fahrrad eine konstant hohe Kraftübertragung über eine große Übersetzungsbandbreite, um hohe Geschwindigkeiten bei jeder Steigung zu ermöglichen.

Hervorzuheben ist dabei der Fakt, dass Ganganzahl nicht mit der Übersetzungsbandbreite gleichzusetzen ist. Die Übersetzungsbandbreite ist logischerweise die wichtigere Größe, weswegen viele Hersteller immer mehr auf weniger Gänge und eine zum Teil noch höhere Übersetzungsbandbreite setzen.

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