Starnberger See Radtour Route: Eine umfassende Erkundungstour

Mit dem Fahrrad um den Starnberger See zu fahren, bedeutet, die schönsten Orte, Badeplätze, gemütliche Biergärten und interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Für eine gemütliche Seerunde sollte man 4 Stunden reine Fahrzeit einplanen. Die Radtour um den Starnberger See verläuft auf einer 49 Kilometer langen Strecke mitten im Oberbayerischen Fünf-Seen-Land entlang.

Auf dem Radweg verlieren Radler den Starnberger See nur selten aus den Augen. Die Radstrecke bahnt sich ihren Weg vorbei an Uferpromenaden, kleinen Straßenabschnitten sowie Feld- und Waldwegen. Die besten Zeitpunkte für diese Tour sind Frühjahr und Herbst. Zu dieser Zeit ist es zwar angenehm warm, dennoch sind die Radwege nicht durch Badegäste überfüllt.

Die Tour startet in Starnberg am Bahnhofsplatz (S-Bahn Station Starnberg See) und führt in östlicher Richtung über Percha nach Kempfenhausen, Leoni, weiter Richtung Ammerland und Ambach an die Südseite des Starnberger Sees nach Seeshaupt. Richtung weiter nach Bernried durch den Schlosspark über Unterzeismering nach Tutzing. Auch hier führt der Weg bis Possenhofen am See entlang. Die gut ausgeschilderte Tour ist ohne nennenswerte Steigungen und bietet vielfach die Möglichkeit, Rast in einem der zahlreichen Naherholungsgebiete zu machen.

Start in Starnberg

Länge: 49 Kilometer. Starnberg ist der Ausgangspunkt der Tour. Die Rundfahrt um den See beginnt in Starnberg. Eine Anreise ist mit dem Pkw aus Richtung München über die A95 oder A952 möglich. Doch auch mit der S-Bahn oder Regionalbahn ist Starnberg einfach erreichbar. Hier startet die Tour in der 23.000-Seelen-Gemeinde, die am nördlichen Ende des Starnberger Sees nahe München zu Hause ist. Hier bildet der Starnberger See das Herzstück des Städtchens, dessen Seepromenade mit seinen Bars und Cafés Gourmetherzen höher schlagen lässt. Zudem verkehren sechs Fahrgastschiffe der Bayerischen Seenschifffahrt auf dem Gewässer, die unter anderem in Starnberg ihre Anker auswerfen.

Weiter geht's in Richtung Berg

Die Rundtour verläuft im Uhrzeigersinn, so dass Berg eine der ersten Stationen ist. Einer der nächsten Orientierungspunkte ist das preisgekrönte Landratsamt, das mit futuristischen Stilelementen die Blicke auf sich zieht. Die nächste Station ist die Würm, der einzige Abfluss des gesamten Starnberger Sees. Nun setzt sich die Radtour weiter nach Berg fort. Badestrände und Liegewiesen sind stetige Wegbegleiter, an denen hin und wieder kleine Bistros oder Kioske zum Verweilen einladen.

Die Votivkapelle

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Votivkapelle, die bei Berg in einem schmaleren Waldgebiet zu Hause ist. Diese Votivkapelle erinnert an König Ludwig II. Im Jahre 1886 wurde der sogenannte Märchenkönig unterhalb der Gedenkstätte im Starnberger See tot aufgefunden. Heute befindet sich ein Kreuz an diesem Ort, um dessen Geschichte sich zahlreiche Legenden und Verschwörungstheorien ranken.

Wer das Waldstück hinter sich gelassen hat, fährt mit dem Fahrrad an mehreren Stränden, Liegewiesen und Bootsstegen vorbei. Die Route setzt sich in Assenhausen, Allmannshausen sowie dem Ammerland fort. Hier befindet sich im Ammerland zum Beispiel eine Fischerei mit Fischgeschäft, deren Biergarten wie für eine Verschnaufpause geschaffen ist. Verführerisch duftet es nach geräuchertem Fisch. Natürlich stehen ebenfalls frisch gekühlte Getränke bereit.

Ambach und das Ostufer

Der nächste Teil der Rundfahrt verläuft von Seeheim bis nach Ambach. Hier ist das gleichnamige Erholungsgebiet gelegen, dessen Campingplatz, Liegewiese und Badebereich bei Urlaubern besonders beliebt ist. An der Ostseite des Starnberger Sees verläuft die Route nunmehr über die südliche Spitze des Starnberger Sees bis hin nach Seeshaupt.

Weitere Highlights am Ostufer sind in Berg das Schloss, dem Marstall, die Votivkapelle mit Kreuz von König Ludwig II. Das Erholungsgebiet Ambach lädt zum Schwimmen, Sonnenbaden und Kite-Surfen ein. Einkehr in den fast 300 Jahre alten Buchscharner Seewirt.

Bernrieder Park

Ein Streifzug durch den Bernrieder Park. Der nächste Halt ist Seeshaupt. Die dem Landkreis Weilheim-Schongau angehörige Gemeinde ist ein hübscher Teilabschnitt der Rundstrecke, die sich an der Westseite des Starnberger Sees in nördliche Richtung fortsetzt. Im Gegensatz zur Ostseite befinden sich in diesem Gebiet wesentlich mehr Naturlandschaften, die in Park- und Waldregionen unterteilt sind. Zum Teil sind die Radwege in dieser Region allerdings etwas holpriger und steiniger. Rund fünf Kilometer nach Seeshaupt ist der Bernrieder Park erreicht.

Der Bernrieder Park ist ein Stiftungspark, dessen rund 80 Hektar große Fläche unter Landschafts- und Denkmalschutz steht. Insbesondere die in dem Park gedeihenden Eichen und Buchen erregen Aufsehen. Daran schließen sich Attraktionen wie das Kloster Bernried oder das Buchheim Museum der Phantasie an. Diese Ausstellung widmet sich spannenden Themen wie Kunst, Natur oder Architektur. Eine der moderneren ausgestellten Kunstwerke sind bereits von außen deutlich sichtbar.

Die Roseninsel

Die Roseninsel: dieser Ort steckt voller Geschichte. Die Radtour setzt sich nun bis zum Südbad Tutzing fort. Nachdem Sie den Yachthafen und Tennis-Club hinter sich gelassen haben, schließt sich der Kustermannpark an. Nunmehr verläuft ein kurzer Streckenabschnitt auf der Hauptstraße durch Tutzing, bis der Radweg in Richtung See seinen Lauf nimmt. Haben Sie das Nordbad hinter sich gelassen, taucht schon bald das Freibad Garatshausen am Horizont auf. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Roseninsel, die Radfahrer auf der Höhe von Feldafing über eine bewaldete Region erreichen.

Dieser Streckenabschnitt führt zur einzigen im Starnberger See gelegenen Insel, die trotz ihrer geringen Größe von rund 200 Metern an Durchmesser schon zur Steinzeit besiedelt gewesen ist. Überregionale Bekanntheit erlangte das Eiland allerdings erst durch deren prominenteste Bewohnerin - Sisi, der Kaiserin von Österreich. Die im nahegelegenen Schloss Possenhofen ansässige Ehegattin des österreichischen Kaisers Franz stattete der Insel an nahezu jedem Tag einen Besuch ab. Diese Historie ist für viele Ausflügler bereits ein Grund, auf der Roseninsel vorbeizuschauen. Von diesem Orientierungspunkt ist der Yachtclub Possenhofen auf der Rundtour am Starnberger See nicht mehr weit entfernt. Das sich anschließende Schloss Possenhofen ist zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Dafür steht das Seeufer des einstigen Schlossparks allerdings für einen Spaziergang offen.

Das Paradies

Das Paradies: der Name hält, was er verspricht. Die Radtour startet nun vom Uferweg bis zur Badeoase "Paradies". Das Paradies macht seinem Namen alle Ehre. Diesem Erholungsgebiet fehlt es dank Grillplatz, Volleyballplatz, Badestegen, Liegewiesen sowie einem speziellen Strandbereich für Windsurfer an nichts. Am zu dem Erholungsgebiet gehörigen Kiosk endet der Radweg. Daher müssen Sie den verbleibenden Weg auf der Straße zurücklegen. Die letzten Station dieser Rundfahrt ist der Untere Seeweg, an den sich die Seepromenade anschließt. Auf dieser Flaniermeile sind Ausflügler wiederum am Ausgangspunkt der Radtour angelangt.

Alternative Routen

Viele Radstrecken verbinden München und Starnberg, da ist für jeden etwas dabei aber viele Teilstrecken sind nicht familienfreundlich. Die Regel Nummer eins lautet: vertraue nicht auf die Beschilderung! Sonst dauert es nicht lange und ihr verpasst eine Abzweigung. Oder ihr landet womöglich mit Kindern auf einer Landstraße ohne Radweg. Wirklich gemütlich und für alle Altersgruppen geeignet ist der Würmradweg, wenn ihr ab Gauting westlich der Bahnlinie fahrt.

Familienfreundlich ist die nicht beschilderte Route ab Gauting über die Hangstraße und Königswieser Straße nach Königswiesen. Auf dieser Route gibt es nur kurze Strecken mit Kfz-Verkehr. Hinter Königswiesen geht es durch den Königswieser Forst parallel zur Bahnlinie und dann am Golfplatz Gut Rieden vorbei nach Starnberg.

Eher für geübte Radfahrende ist die beschilderte Strecke entlang der Würm. Die wird vor Leutstetten zu einem schmalen Waldweg, der stellenweise sehr steil am Hang verläuft und uneben ist. Am Ende mündet dieser Weg auf die Altostraße. Oder man fährt auf der Altostraße bis nach Leutstetten. Dort beginnt die Freizeitroute auf Holzstegen und Schotterwegen durch das Leutstettener Moos.

Die bekannte Olympiastrecke führt direkt an der Autobahn entlang und ist nur für unerschrockene geeignet. Wer auf dem schnellsten Weg fahren möchte und wen weder Autobahnlärm noch schnell überholende Autos abschreckt, kann diese Route wählen.

Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten

Diese einzigartige Tour verläuft fast ausschliesslich am Seeufer entlang. Die Route führt durch diverse Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Sehr viele Bänke sind am Seeufer platziert und laden zum Verweilen ein. Der Obstgarten von Fischer Sebald in Ammerland ist ein Paradies für Radler. Der frische Fisch kommt direkt aus dem See auf den Tisch - Mo.Ruhetag.

Auf diesem Radweg fahren Sie an Wiesen und kleinen Waldstücken vorbei und können hin und wieder auch einen Blick auf die Loisach erhaschen. In Achmühle angekommen, biegen Sie rechts in die Degerndorfer Straße ein. Folgen Sie ihr immer weiter durch einen Wald bergauf. Der Anstieg bis nach Bolzwang wird belohnt, denn dort erwartet Sie ein Panorama-Blick über die Ortschaften, Wiesen und Wälder bis hin zu den Alpen.

Wenn Sie Bolzwang durchqueren, gelangen Sie anschließend nach Degerndorf. Dort biegen Sie nach der Kirche links in die Dorfstraße ein. Es folgt ein Weiher, bei dem Sie auf einer Bank verweilen und Enten sowie Schwäne beobachten können. Biegen Sie nach dem Weiher links ab. Anschließend nehmen Sie den asphaltierten Weg nach rechts leicht bergauf und fahren geradewegs in Richtung Ambach. Links von Ihnen befindet sich die Maria-Dank-Kapelle auf einem Hügel.

Sie folgen dem Weg nach Ambach immer weiter bis Sie zur St.-Heinricher-Straße gelangen. Fahren Sie die Straße ein kleines Stück nach links und biegen dann gleich rechts in den Weg zum Schlossgut Oberambach ein, das mit seinem Café und Restaurant zum Einkehren einlädt. Weiter geradeaus und bergab kommen Sie nach Ambach. Dort fahren Sie weiter auf der Seeuferstraße. So kommen Sie an der Kirche und dem Gasthaus zum Fischmeister vorbei. Die Straße führt entlang des Starnberger Sees und lässt zwischen den Privatgrundstücken hin und wieder einen Blick auf den See zu.

Am Landhotel Huber am Starnberger See verlassen Sie den Weg am See. Es erwarten Sie ein langer Kiesstrand und Wiesen, die genügend Platz zum Picknicken, Sonnen und Ausruhen bieten. Genießen Sie von hier den Blick auf die Berge bis zur Zugspitze und das klare Wasser des Sees.

Sehr viele Bänke sind am Seeufer platziert und laden zum Verweilen ein.

Zusammenfassung der Tourdaten

Merkmal Details
Länge 49 Kilometer
Startpunkt Bahnhofsplatz, Starnberg
Beste Jahreszeit Frühjahr und Herbst
Fahrzeit Ca. 4 Stunden (reine Fahrzeit)

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