MotoGP Startaufstellung: Der Weg zum besten Startplatz

Um in einem Rennen der MotoGP die Siegchancen zu erhöhen, ist ein Startplatz weit vorn im Fahrerfeld von entscheidender Bedeutung. Die Startaufstellung für jedes Rennen einer MotoGP-Saison wird im Qualifying ermittelt.

Allerdings ersetzen die MotoGP-Sprints nicht das Qualifying, was früher am entsprechenden Samstag des Rennwochenendes stattfindet und die Startaufstellung für das Sprintrennen und den Grand Prix am Sonntag bestimmt.

Ausschlaggebend für das Qualifying sind zudem die Ergebnisse in den Freien Trainings: Die zehn schnellsten Piloten aus den Trainings starten im Samstags stattfindenden Qualifying direkt in Q2, alle anderen Teilnehmer kämpfen zunächst in Q1 um den Platz im Rennen.

Hierfür werden die schnellsten Runden aus den ersten beiden Trainingssession herangezogen und in ein Gesamt-Klassement zusammengerechnet.

Nach beiden FP-Sitzungen wird das Starterfeld das MotoGP-Qualifying ermittelt.

Der Ablauf des Qualifyings

In Q1 ermitteln die Fahrer, die es im Training nicht in die Top-10 geschafft haben, zwei Piloten, die in Q2 um die Pole Position (also den Platz ganz vorn in der Startaufstellung) eingreifen. Beide Sessions dauern jeweils 15 Minuten.

Nur die zwei schnellsten Fahrer aus Q1 dürfen auch in Q2 wieder antreten, danach stehen die Startplätze ab Position 13 für ein Rennen der MotoGP fest.

In Q2 treten entsprechend 12 Fahrer an: Die zehn schnellsten Piloten aus den Trainings und die zwei schnellsten aus Q1. Auch die zweite Runde der MotoGP-Qualifikation dauert 15 Minuten lang.

Wie wird der Startplatz in Q2 ermittelt?

15 Minuten bleiben den zwölf Piloten in Q2, um die schnellstmögliche Rundenzeit zu fahren. Diese gibt am Ende Aufschluss über die Startposition. Der schnellste geht von der Spitze des Fahrerfeldes aus ins Rennen am Sonntag und nimmt die begehrte Pole Position ein.

Sprintrennen in der MotoGP

Im Gegensatz zur Formel 1, in der die Sprints - zumindest in der aktuellen Saison - nur bei sechs Grand Prix‘ gefahren werden, gibt es in der MotoGP bei jedem Meisterschaftslauf ein Sprintrennen.

Sprintrennen der MotoGP finden immer samstags um 15:00 Uhr der lokalen Zeit statt und setzen auf eine Distanz, die ungefähr 50 Prozent der des Rennens am Sonntag entspricht.

Im Sprint gilt dasselbe Reglement, das auch für einen Grand Prix der vollen Länge gilt. Allerdings sieht die Punkteverteilung anders aus.

Zeitplan am Rennwochenende

  • Freien Training am Freitagvormittag: Dessen Länge wurde auf 45 Minuten erhöht.
  • FP2 (Free Practice 2): Ebenfalls am Freitag tritt das Fahrerfeld zum 2. Freien Training an, das ebenfalls 45 Minuten lang geht. Danach haben die Fahrer Feierabend - zumindest auf der Piste.
  • FP3 (Free Practice 3): Der Samstagvormittag beginnt mit dem 3. Freien Training, das hingegen nur noch 30 Minuten dauert.
  • Qualifying 1 und 2: Ebenfalls noch am Vormittag des Samstages treten die Fahrer zu den beiden Qualifying-Sitzungen an, in denen die Startaufstellung festgelegt wird.
  • Sprintrennen: Nach einer Mittagspause ist es dann um 15:00 Uhr Ortszeit soweit und das jeweilige Sprintrennen steht an.
  • Rennen: Am Sonntag steht dann noch das (Haupt-)Rennen auf dem Programm.

Beispiel einer Startaufstellung

Auch in der Saison 2025 wird Marc Márquez von der Pole Position starten. MotoGP, diesmal auf der Strecke des Balaton Park, wo die Weltmeisterschaft zum ersten Mal ausgetragen wird, diesmal wieder in Ungarn.

Enea Bastianini und Franco Morbidelli werden ihrerseits begleiten fabio quartaro in der zweiten Startreihe. Der Franzose ist mit der Leistung seiner Yamaha noch nicht ganz zufrieden, holt aber das Beste aus ihr heraus.

Die erste Änderung im Sprint-Starterfeld im Vergleich zum Grand-Prix-Starterfeld betrifft die vierte Reihe. Während Joan Mir an beiden Tagen von Platz zehn startet, wurde Álex Márquez, der Elfter wurde, für den Grand Prix am Sonntag um drei Positionen zurückversetzt.

Brad Binder, Jack Miller und Francesco Bagnaia bilden am Samstag die fünfte Startreihe. Der Australier erhält am Sonntag allerdings ebenfalls eine Startplatzstrafe von drei Plätzen, weil er - wie Álex Márquez - zu langsam auf der Ideallinie fuhr.

Raúl Fernández, Jorge Martín und Johann Zarco qualifizierten sich von den Plätzen 15 bis 14 vor Miguel Oliveira, Álex Rins und Ai Ogura, der auf seiner Trackhouse Aprilia das Schlusslicht bildete.

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