Startmaschine für Motorräder: Funktion und Konstruktion

Der Anlasser ist ein essenzielles Bauteil in der elektrischen Anlage eines Motorrads. Er wird verwendet, um den Motor zu starten, indem er die Kurbelwelle dreht und die benötigte Kompression erzeugt, um die Verbrennung einzuleiten. Der Anlasser ist in der Regel ein Elektromotor, der durch die Motorrad-Batterie betrieben wird.

Funktionsweise und Komponenten

Der Anlasserfreilauf ist eine spezielle Komponente, die zwischen dem Anlasser und der Kurbelwelle installiert ist. Der Anlasser und der Anlasserfreilauf sind entscheidende Komponenten für den reibungslosen Betrieb eines Motorrads. Sie sorgen nicht nur für einen zuverlässigen Start des Motors, sondern schützen auch die einzelnen Bauteile vor Überlastung und Verschleiß.

Nun, die klassische Startprozedur heißt „Anschieben“! Gleichwohl bleibt man dabei mitunter nicht cool - im wahrsten Sinne des Wortes! Was liegt also näher, sich die (neudeutsch:) „outgesourcten“ Aggregate in die Peripherie zu legen?

Transportable Startmaschine für den Einmannbetrieb

Eine transportable Startmaschine ermöglicht das Starten des Bikes im Einmannbetrieb. Einfach drauffahren, Fußschalter für Anlassvorgang (Antriebswalzen) betätigen! Es ist nicht zwingend notwendig, auf dem Motorrad zu sitzen, man kann auch daneben stehen, da es nicht wichtig ist, Last auf das Hinterrad zu bringen, denn nur die erzeugte Hinterraddrehzahl ist entscheidend für den erfolgreichen Start nahezu aller Motorenkonzepte!

Damit wurde schon alles an getunten Zweizylinder-Bikes angelassen, Vierzylinder sind ja ohnehin kein Problem! Einzige Einschränkung sind extrem großvolumige Einzylinder, die nur bedingt möglich sind!

Walzen sind zur Mitte hin konisch, damit das Rad nicht seitlich anläuft! Ein starker Hitachi-Antriebsmotor G23MR mit robuster Mechanik, Kettenspanner und Sicherheits-Kettenschutzabdeckung sowie ein 220V-Stromanschluss oder Generator mit mind. sind erforderlich.

Überlegungen und Diskussionen zum Eigenbau

Im Folgenden werden verschiedene Aspekte und Ideen zum Eigenbau einer Startmaschine diskutiert:

  • Antrieb: Die Diskussionen reichen von Winkelschleiferantrieben bis zu Mischermotoren mit Keilriemenantrieb.
  • Rollen: Es wird überlegt, ob Vollwellen nötig sind oder ob Rohre auf Wellen geschoben werden können. Die Lagerung der Achsen könnte mit Rase Stehlagern erfolgen.
  • Durchmesser der Rollen: Es wird befürchtet, dass zu "zarte" Rollen sich im Stollenprofil einer Geländemaschine durcharbeiten könnten.
  • Geschwindigkeit: Die Umfangsgeschwindigkeit der Rollen ist ein wichtiger Faktor. Es werden Geschwindigkeiten zwischen 14 und 80 km/h diskutiert.
  • Schalter: Die Gestaltung des Schalters ist wichtig, da ein sicherer Stand gewährleistet sein muss und die Hände für Kupplung und Gas benötigt werden.

Beispiel für einen Eigenbau mit Antriebsrad

Ein Beispiel für einen Eigenbau ist eine Startmaschine mit Antriebsrad. Hierbei wird ein neuer 6,5 PS Motor mit horizontaler Kurbelwelle und angeflanschter Ölbadkupplung verwendet. An der Kupplungswelle sitzt ein Radstern aus dem Kartsport. Der Freiraum zwischen Welle und Radstern wurde durch ein passendes Alurohr ausgefüllt.

Der Unterbau ist aus 25x3mm Vierkantrohren mittels Elektrode zusammengeschweißt. Hinten sind einfache Vollgummi-Transporträder verbaut und vorne zwei ausgediente Stahlräder von einem alten Wagenheber. Zum Schweißen gibt es jetzt nur noch die Transportstange, die zum Einschieben sein wird, sodass das Teil später auch mal in den Kofferraum passt.

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